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Traurigkeit aushalten

d+ie WSesrafina hat die Diskussion gestartet


Ich versuche mal, meine Situation möglichst knapp zu schildern: Ich war letztes Jahr schwanger und habe das Kind kurz vor Weihnachten in der 12. Woche verloren. Die Beziehung zum Vater, die vorher schon ziemlich hinüber war, ist inzwischen ganz vorbei. Er hat auch eine Neue. Das sind nun zwei Dinge, die mich ziemlich belasten - obwohl es zur Schwangerschaft in dieser prekären (Nicht-)Beziehungssituation kam, hab ich mich sehr darüber gefreut. Ich gehe auf die 40 zu und bin kinderlos (und werde es nun womöglich/wahrscheinlich auch bleiben). Außerdem habe ich mich schon immer schwer getan mit Trennungen, mit Loslassen, das ist diesmal kein Stück anders. Besonders schwer fällt es mir, wenn schon eine neue Freundin im Spiel ist, das reibt mich auf.

So, es geht mir miserabel und für mich ist das - angesichts der Umstände - eigentlich sehr verständlich. Trotzdem fällt es mir schwer, die Traurigkeit einfach als ein Symptom dieser Zeit zu akzeptieren, etwas dass ich durchleben muss, und irgendwann wird es besser und irgendwann geht es mir wieder gut. Ich wünsche mir ein bisschen Geduld mit mir selbst sozusagen, aber ich habe keine - es fällt mir schwer, diese Traurigkeit auszuhalten. Ich versuche mir zu sagen, dass es normal ist was ich fühle und dass die Zeit auf meiner Seite ist. Das sage ich mir (in meinem Kopf) ganz wörtlich - die Zeit ist auf deiner Seite. Ich weiß, dass es besser wird, aber jetzt fühle ich mich nunmal so.

Hat jemand Tips für mich? Erfahrungen? Ein bisschen Zuspruch? Ganz egal was, über einen Austausch mit euch würde ich mich sehr freuen.

Antworten
pTar;azelBlnuFss


Jedes Ding braucht seine Zeit. Es gibt für alles eine Zeit. Traurigkeit, Freude und Leid. In der heutigen Zeit will alles schnell verarbeitet sein, sonst wird es schon nach zwei Wochen in den ICD-Katalog für Krankheiten aufgenommen.

Mittelstarke Depression. ICD-10, F32.1. Die Patientin ist zu lange traurig. So sieht das dann aus.

Lass deine Traurigkeit zu. Verabschiede dich erst dann davon, wenn du alles verarbeitet hast. Du hast genug Gründe traurig zu sein.

So. Ich nehm dich jetzt mal ungefragt in den Arm und du darfst dich fallen lassen. Das gehört nämlich auch dazu.

Ich wünsche dir alles Gute und dass du bald wieder lächeln kannst.

AZurorxa


Mit der Zeit wird wirklich alles besser :)_ Und auch die Möglichkeit noch ein Kind zu bekommen ist noch nicht vorbei. Im Grunde genommen steht dir jetzt noch alles offen und auch die Chance wirklich glücklich zu werden mit dem richtigen Mann. Du sagst deine Beziehung war vorher schon hinüber und jetzt bist du frei für etwas wirklich Schönes. Das wird auch ganz sicher noch kommen, vielleicht hilft es ja etwas, wenn du dir das vor Augen hälst. Die Traurigkeit ist normal. Es ist ja alles erst ein paar Monate her und noch ganz frisch. Das dein Exfreund jetzt wieder eine Neue hat, muss auch nicht bedeuten dass er es besser hat als du. Vielleicht hat er die Neue nur weil er nicht alleine sein kann? Du verarbeitest aber deine Trauer für dich und das ist der bessere Weg, auch wenn es noch eine Weile dauert wird. Es war ja auch ein großer Verlust. Meine Beziehung ist Ende letzes Jahr auseinander gegangen und ich bin auch immer noch traurig darüber wie alles gelaufen ist.

F|aSoxLa


Ich kann dich so gut verstehen! Bin seit etwa vier Monaten getrennt und mein Ex-Freund hat super schnell eine neue Freundin. Ich tue mich genau wie du schwer mit Trennungen und loslassen und obwohl die neue Frau nicht der Trennungsgrund war, beschäftigt mich das am meisten.

Meine Therapeutin hat gesagt, dass man pauschal sagen könne, dass Männer sehr viel schneller eine neue Beziehung eingehen als Frauen (hab das auch irgendwo schon mal gelesen), während Frauen erstmal verarbeiten, was psychologisch betrachtet günstiger sei.

Das passt zu dem, was Aurora schrieb

Das dein Exfreund jetzt wieder eine Neue hat, muss auch nicht bedeuten dass er es besser hat als du. Vielleicht hat er die Neue nur weil er nicht alleine sein kann?

Rein verstandesgemäß habe ich die Trennung gut verarbeitet, aber diese immer mal wieder aufkommende Traurigkeit nervt mich. Und auch die Ungewissheit, was kommen mag. Von daher kann ich dich voll verstehen, aber leider wenig hilfreiches beitragen. :°_ :)_

d|ie^ Ser0afHina


Hallo ihr Lieben, vielen Dank für eure Antworten. Ich will mal der Reihe nach darauf eingehen.

@ parazellnuss

Lass deine Traurigkeit zu. Verabschiede dich erst dann davon, wenn du alles verarbeitet hast. Du hast genug Gründe traurig zu sein.

Das sollte ich auch, denke ich. Zulassen gehört zum Verarbeiten. Aber es fällt mir wie gesagt so fruchtbar schwer, weil mich die Traurigkeit manchmal ein bisschen erdrückt. Ich kann dann nicht zu mir sagen, okay, heute ist mal ein Scheißtag, das ist eben so. Vielmehr verfalle ich dann fast ein bisschen in Panik und denke dann, ich bin zu lange und viel zu sehr traurig und so kann das nicht weitergehen. Dabei ist das objektiv nicht unbedingt so, es ist ja alles noch nicht so lange her. Ich kenne das von mir selbst, wenn es mir schlecht geht, fehlt mir das Vertrauen in die Tatsache, dass das eine Phase ist, die vorbei geht.

Vielen Dank jedenfalls für deine virtuelle Umarmung!

@ Aurora

Mit der Zeit wird wirklich alles besser :)_ Und auch die Möglichkeit noch ein Kind zu bekommen ist noch nicht vorbei.

Danke dir, du hast recht. Eigentlich weiß ich das auch, aber wenn ich in so einem Loch stecke, kann ich das nicht sehen, was das Loch natürlich gleich nochmal eine Etage tiefer macht. :-| Wie gesagt, das Vertrauen, dass es besser wird, fehlt mir in solchen Momenten. Dabei WEISS ich das doch! Ich versuche mir dann z.B. auch vor Augen zu halten, wie unglaublich schwer mir die Trennung von meinem Ex davor gefallen ist und wie ich mir inzwischen gar nicht mehr vorstellen könnte, mit ihm zusammen zu sein. Aber wenn mich die Gedanken an meinen heutigen Ex und seine Neue aufreiben, fällt sowas irgendwie gar nicht ins Gewicht. Die Verarbeitung der Fehlgeburt fällt mir da natürlich noch etwas schwerer, da habe ich keine Erfahrungswerte. Und die Zukunftsängste der Kinderlosigkeit sind natürlich auch nicht gänzlich unbegründet. Auch wenn du recht hast, es ist in der Hinsicht noch nicht alles vorbei.

Meine Beziehung ist Ende letzes Jahr auseinander gegangen und ich bin auch immer noch traurig darüber wie alles gelaufen ist.

Das tut mir leid für dich. Wie gehst du damit um? Fühl dich auch mal umarmt. :°_

@ FaSoLA

Ich kann dich so gut verstehen! Bin seit etwa vier Monaten getrennt und mein Ex-Freund hat super schnell eine neue Freundin. Ich tue mich genau wie du schwer mit Trennungen und loslassen und obwohl die neue Frau nicht der Trennungsgrund war, beschäftigt mich das am meisten.

Ja, das ist komisch, gell? Dass sowas dann so sehr an einem nagt. Momentan geht es mir sogar so, dass die Geshichte mit der Neuen die Fehlgeburt irgendwie überlagert. Was ich gar nicht verstehen kann, der Verlust einer Schwangerschaft sollte doch eigentlich tiefer gehen. Andererseits kenne ich mich mit dem Schmerz des "Ersetztwerdens" irgendwie besser aus. Hm. :-/

Es tut mir jedenfalls leid, dass du auch gerade durch so etwas durch musst.

Von daher kann ich dich voll verstehen, aber leider wenig hilfreiches beitragen.

Du, das ist durchaus hilfreich. Es beruhigt mich irgendwie zu hören, dass es anderen auch so geht. Es heißt ja auch nicht umsonst "geteiltes Leid ist halbes Leid". :)_

FaaS<oLxa


Danke dir, du hast recht. Eigentlich weiß ich das auch, aber wenn ich in so einem Loch stecke, kann ich das nicht sehen, was das Loch natürlich gleich nochmal eine Etage tiefer macht. :-| Wie gesagt, das Vertrauen, dass es besser wird, fehlt mir in solchen Momenten. Dabei WEISS ich das doch!

Kann ich absolut nachvollziehen, weil es mir in solchen !inneren genauso geht. Der Verstand kommt dann bei mir nicht gegen dieses miese Gefühl an. Hinzu kommt die Ungewissheit, was die Zukunft bringen mag. Das zieht mich in solchen Momenten noch mehr runter.

Ja, das ist komisch, gell? Dass sowas dann so sehr an einem nagt. Momentan geht es mir sogar so, dass die Geshichte mit der Neuen die Fehlgeburt irgendwie überlagert. Was ich gar nicht verstehen kann, der Verlust einer Schwangerschaft sollte doch eigentlich tiefer gehen. Andererseits kenne ich mich mit dem Schmerz des "Ersetztwerdens" irgendwie besser aus. Hm.

Bei mir ist die neue Beziehung auch gedanklich viel präsenter als die Gründe der Trennung. Die kann ich sogar nachvollziehen und sehe es zum Teil genauso bzw weiß ich auch, dass wir beide Partner finden können, die besser zu uns passen. Mein Ex ist ein toller Mensch, aber als Partner für mich nicht so toll. Warum beschäftigt mich die Neue dann so? Ich glaube zum einen die Frage, was hat sie,das ich nicht habe - mein Selbstwert ist angekratzt. Dann bestimmt auch, dass der "Arsch" naht- und problemlos sein Leben weiterlebt, während ich die Trennungsschmerzen durchleide und mir alles neu aufbauen muss. Und sicher auch das Gefühl, dass es mit uns ja nicht so bedeutsam gewesen sein kann, wenn direkt ne Neue am Start ist.

Tatsächlich ist es glaube ich nicht so einfach, wieder siehe Auroras Beitrag (nicht alleine sein können, er muss auch sein Ego aufpolieren etc), aber es fühlt sich mies an.

Du, das ist durchaus hilfreich. Es beruhigt mich irgendwie zu hören, dass es anderen auch so geht. Es heißt ja auch nicht umsonst "geteiltes Leid ist halbes Leid".

Das stimmt, das geht mir genauso :)_

F2aSIoLa


Kann ich absolut nachvollziehen, weil es mir in solchen Momenten ...

Sollte es heißen

d;ie SLer7afina


@ FaSoLa

Der Verstand kommt dann bei mir nicht gegen dieses miese Gefühl an. Hinzu kommt die Ungewissheit, was die Zukunft bringen mag. Das zieht mich in solchen Momenten noch mehr runter.

Jep, ganz genau. Hast du eine Strategie, wie du damit am besten umgehst? Was du in solchen Momenten machst? Ich tendiere ja immer ein bisschen zum Ablenken und solche Gedanken verdrängen, obwohl ich denke, dass Verdrängen ja irgendwie das Gegenteil von Verarbeiten ist. Aber wenn ich mich dem stelle, gerate ich oft in so eine blöde Abwärtsspirale, an deren Ende ich mich noch miserabler und hoffnungsloser fühle.

Ich glaube zum einen die Frage, was hat sie,das ich nicht habe - mein Selbstwert ist angekratzt. Dann bestimmt auch, dass der "Arsch" naht- und problemlos sein Leben weiterlebt, während ich die Trennungsschmerzen durchleide und mir alles neu aufbauen muss. Und sicher auch das Gefühl, dass es mit uns ja nicht so bedeutsam gewesen sein kann, wenn direkt ne Neue am Start ist.

Ja, auch hier - ganz genau so geht's mir auch. Mein Selbstwert ist sowieso ziemlich schlecht, der rutscht in so einer Situation noch weiter unter Null. Ich würde da so gern eine gewisse Gelassenheit entwickeln! Auch ein bisschen in die Richtung wie "Naja, war er ja offenbar wirklich nicht der Richtige!" Aber so sehr ich das rational auch so sehe, emotional komme ich da einfach nicht hinterher. :-/

Ich hab letztens einen Film gesehen, in dem eine Frau über Heimweh sagte: "Du kannst nichts dagegen tun, du kannst es nur aushalten." Und ich dachte mir, das passt ja vielleicht bei den meisten Kummersachen. Man muss es einfach auch irgendwie aushalten können. Und wenn bei einem der Kummer aus welchen Gründen auch immer eine Nummer größer ausfällt als bei anderen, ist das halt durchaus eine Aufgabe.

SxummPersfunshixne6


Das ist jetzt erst drei Monate her und alles noch zu frisch. Lasse die Traurigkeit zu, denn nur dann kann deine Seele heilen und nach vorne sehen.

Kinderlos musst du nicht bleiben, wer weiß, ob schon bald dein Traummann auf dich wartet und ihr einen gemeinsamen Kinderwunsch bekommt.

Lasse dir Zeit zu trauern. Das steht dir zu und Tränen helfen dabei.

F7a:SoxLa


Jep, ganz genau. Hast du eine Strategie, wie du damit am besten umgehst? Was du in solchen Momenten machst? Ich tendiere ja immer ein bisschen zum Ablenken und solche Gedanken verdrängen, obwohl ich denke, dass Verdrängen ja irgendwie das Gegenteil von Verarbeiten ist. Aber wenn ich mich dem stelle, gerate ich oft in so eine blöde Abwärtsspirale, an deren Ende ich mich noch miserabler und hoffnungsloser fühle.

Hm, Strategie, nee, ich hoffe darauf, dass es irgendwann vorbeigeht und bemitleide mich bis dahin selbst. Tatsächlich hilft mir das Schreiben hier, insbesondere wenn ich das Gefühl habe, dass ich anderen vielleicht eine Hilfe sein könnte. Ansonsten habe ich mir gerade erst heute eine Liste mit Dingen erstellt, die mir helfen. Da stehen so Dinge wie Sauna, Massage, Bewegung, nett mit mir selbst reden, Tagebuch schreiben, Freunde belagern etc. Ich versuche diese Gefühle auszuhalten und mir gleichzeitig etwas gutes zu tun, während ich eigentlich die Fast forward-Taste herbeisehne. Also aushalten können und akzeptieren, dass es so ist wie es ist, ist auch bei mir ein Thema (und ich versuche mich auch damit zu trösten).

Was die Abwärtsspirale betrifft: ich muss mich manchmal ganz am Boden fühlen, damit es aufwärts gehen kann. Also alles durchleben und durchleiden.

Mein Selbstwert ist sowieso ziemlich schlecht, der rutscht in so einer Situation noch weiter unter Null. Ich würde da so gern eine gewisse Gelassenheit entwickeln! Auch ein bisschen in die Richtung wie "Naja, war er ja offenbar wirklich nicht der Richtige!" Aber so sehr ich das rational auch so sehe, emotional komme ich da einfach nicht hinterher.

Könnte von mir sein. Eine Baustelle ist deshalb gerade auch an meinem Selbstwert zu arbeiten. Das ist eine Aufgabe, die schon länger (eigentlich schon immer) ansteht und die ich jetzt mal intensiv angehen muss.

Gestern kam mir der Gedanke, dass ich auch deshalb so an der Trennung bzw der Neuen zu knabbern habe, weil ich ungeschönt meine Baustellen sehe. In der Beziehung habe ich mich geliebt und getragen gefühlt, habe zwar auch an "Lebensthemen" gearbeitet, aber durch meinen Ex, unsere Liebe und Beziehung war das nie so präsent oder offensichtlich, drängend, (ich finde keinen passenden Ausdruck). Jetzt fehlt mir die Geborgenheit und der "Deckmantel", es ist niemand da, der mir ein gutes Gefühl verschafft etc., wodurch unübersehbar wurde, dass ich endlich lernen will/muss, dass ein gutes Grundgefühl, Sicherheit und (Selbst)Liebe aus mir kommen muss. Das ist unangenehm und aufwändig und deshalb wünsche ich mir sicher auch die Vorspultaste, aber da muss ich jetzt durch (was ich an guten Tagen auch sehr spannend finde).

d}ieZ Seraf@ina


Ich versuche diese Gefühle auszuhalten und mir gleichzeitig etwas gutes zu tun, während ich eigentlich die Fast forward-Taste herbeisehne. Also aushalten können und akzeptieren, dass es so ist wie es ist, ist auch bei mir ein Thema (und ich versuche mich auch damit zu trösten).

Das ist so dermaßen krass, wie ähnlich wir uns sind! Ich erkenne mich echt in so vielen Dingen wieder, die du schreibst. Letztlich versuche ich genau das gleiche - aushalten und sich selbst etwas Gutes tun. Obwohl es bei mir bei letzterem eher darum geht, mich nicht allzu sehr in den Sumpf fallen zu lassen. Soll heißen, ich gehe raus, spazieren, weil ich weiß, dass das gut ist bei Depressionen (Sonnenlicht und Bewegung und so). Obwohl ich da selbst nun vielleicht nicht wirklich so viel Lust drauf habe. Oder ich versuche, generell möglichst wenig allein zu sein und treffe mich mit Freunden. Und auch da ist es so, dass ich da nicht unbedingt immer so Lust drauf habe und das auch nicht so wirklich genießen kann, aber ich weiß eben, alleine zu Hause sein tut mir nicht gut. Aber es ist echt so, dass "Aushalten" mir unglaublich schwer fällt. Wenn ich wüsste, in zwei Wochen geht es mir besser, könnte ich die zwei Wochen bis dahin problemlos aushalten. Aber da ich ja nicht weiß, wann es besser wird, und mir in meinem derzeitigen Loch die Weit- und Zuversicht fehlt, dass mir überhaupt irgendwann besser gehen wird, fällt mir das unglaublich schwer.

Gestern kam mir der Gedanke, dass ich auch deshalb so an der Trennung bzw der Neuen zu knabbern habe, weil ich ungeschönt meine Baustellen sehe. In der Beziehung habe ich mich geliebt und getragen gefühlt, habe zwar auch an "Lebensthemen" gearbeitet, aber durch meinen Ex, unsere Liebe und Beziehung war das nie so präsent oder offensichtlich, drängend, (ich finde keinen passenden Ausdruck). Jetzt fehlt mir die Geborgenheit und der "Deckmantel", es ist niemand da, der mir ein gutes Gefühl verschafft etc.

Ja, auch das könnte von mir sein. Ich weiß schon länger, dass ich offenbar die Liebe und das Begehren eines anderen brauche, um mich gut fühlen zu können. Und dass ich daran arbeiten muss. Ich hatte auch schonmal einen Anlauf mit einem Therapeuten genommen, was mir aber gar nichts gebracht hat, weshalb ich die Therapie nach einigen Monaten abgebrochen habe. Inzwischen bin ich bereit, es nochmal zu versuchen, aber auch hier fehlt mir ehrlich gesagt die Zuversicht, dass mir das helfen könnte. Aber nuja, Versuch macht kluch. ;-)

F.aSIoLxa


Wenn ich wüsste, in zwei Wochen geht es mir besser, könnte ich die zwei Wochen bis dahin problemlos aushalten. Aber da ich ja nicht weiß, wann es besser wird, und mir in meinem derzeitigen Loch die Weit- und Zuversicht fehlt, dass mir überhaupt irgendwann besser gehen wird, fällt mir das unglaublich schwer.

Ja, das wäre kein Problem. Aber eigentlich wissen wir beide ja, dass es besser werden wird und auch, dass da jemand kommen wird, aber Kopf und Herz passen da wohl noch nicht zusammen.

Ich bin auch aktiv, allerdings nehme ich mir auch viel Zeit für Selbstreflexion, weil ich das einfach brauche. Mir ist aufgefallen, dass dies die erste Trennung ist, die gut war (so gut das eben geht). Sonst habe ich entweder Menschen durch den Tod verloren und war am Boden oder hab mich bei einer Beziehungstrennung so gefühlt als wäre jemand gestorben. Selten mal war es mir egal. Und in diesem Fall ist es irgendwie gut. Es fühlt sich zwar trotzdem beschissen an, dass es vorbei ist, weil es einfach nicht mehr passte, aber wir können miteinander reden wie eh und je (haben uns am Wochenende getroffen und es war sehr schön). Deshalb bin ich auch irgendwie froh, dass ich nun die Erfahrung machen durfte, dass Trennungen auch so sein können, dass die gemeinsame Basis über die Beziehung hinaus existiert.

Ja, auch das könnte von mir sein. Ich weiß schon länger, dass ich offenbar die Liebe und das Begehren eines anderen brauche, um mich gut fühlen zu können. Und dass ich daran arbeiten muss. Ich hatte auch schonmal einen Anlauf mit einem Therapeuten genommen, was mir aber gar nichts gebracht hat, weshalb ich die Therapie nach einigen Monaten abgebrochen habe. Inzwischen bin ich bereit, es nochmal zu versuchen, aber auch hier fehlt mir ehrlich gesagt die Zuversicht, dass mir das helfen könnte. Aber nuja, Versuch macht kluch.

Genau, Liebe und Begehren eines anderen brauchen, um sich zu mögen. Gespiegelter Selbstwert quasi. Darauf hab ich keinen Bock mehr, ich will mich endlich in mir selbst ganz und zuhause fühlen. Ein Partner wäre dann eine Bereicherung in meinem Leben, aber grundsätzlich käme ich mit mir selbst zurecht.

Was die Therapie betrifft: ich bin ein großer Fan davon ;-) Habe ein paar Jahre eine Therapie gemacht, weil ich so viel Mist erlebt habe, der sich in meinem Beziehungsmuster extrem niederschlug und ich das alleine nicht lösen konnte und es mich auf Dauer krank und kaputt gemacht hätte. Es hat mir sehr geholfen. Diese Ex-Beziehung, die an sich sehr schön war, hätte ich sonst nie in der Form führen können. Und das, was ich dort gelernt habe, hilft mir weiterhin, bei der Bewältigung der Trennung z. B.

d&ie SerKafixna


Habe gerade mal wieder diesen Faden hier durchgelesen und frage mich gerade, wie es dir inzwischen so geht, FaSoLa?

FBahSxoLa


Hey Serafina,

Ich habe auch gerade gesehen, dass der Faden wieder aktuell ist und habe es überflogen - so richtig mochte ich nicht mehr in die Texte einsteigen, weil es mich an die unangenehme Zeit erinnert. |-o

Mir geht es mittlerweile wieder ziemlich gut würde ich sagen, ich bin recht viel mit mir beschäftigt (innere Entwicklung und son Kram) und finde das sehr schön und spannend. Ansonsten habe ich auch äußerlich mein Leben ganz gut mit Hobbies etc. gestaltet (und auch Zeit für mich) wobei ich mich gerade gefragt hab, ob es nicht besser wäre mehr rausszugehen als ständig bei med1 rumzuhängen). Auf einen neuen Partner habe ich derzeit absolut keine Lust, würde aber auch nicht schreiend davon laufen, falls es superduperspitzenmäßig passen sollte (aber auch nur dann). Mit meinem Ex habe ich nach wie vor Kontakt. Seine neue Beziehung ist schon wieder vorbei und wir haben u. A.dazu telefoniert, was sich seltsam normal anfühlte. :-)

Und wie geht es dir? Hast du eine Therapie in Angriff genommen?

d.ie SeDrafinxa


Hallo FaSoLa, schön, nochmal von dir zu lesen. Und vor allem schön zu hören, dass es dir so gut geht inzwischen. Es klingt wirklich danach, als hättest du das mit dem Verarbeiten ganz gut hinbekommen und als wärst du auf einem guten Weg, was deine eigene, partnerunabhängige Entwicklung angeht! Das freut mich!

Mir geht es inzwischen auch etwas besser, aber ich kämpfe schon noch. Die Therapie hatte ich ziemlich bald nach meinen damaligen Posts in Angriff genommen und die läuft auch noch. Ich glaube auch, dass die mir weiterhilft, aber es dauert wohl alles einfach seine Zeit. Das Thema Gefühle zulassen und akzeptieren ist jedenfalls ein großes in dieser Therapie. ;-) Gerade die Tatsache, dass mein Ex noch so heftig präsent ist in meinen Gedanken, ist so etwas, was ich viel lieber ganz ganz dringend LOSWERDEN würde, das klappt mit dem akzeptieren noch nicht so. ;-)

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