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Traurigkeit aushalten

d|ie Se6rafKina


Ach Leute, heute ist mal wieder einer dieser Tage... Zwei Tage in Folge schlecht bzw. nicht genug geschlafen, gesundheitlich nicht ganz auf der Höhe, das Wetter eher mies. Und dann erwischt es mich mal wieder volle Breitseite. Ich fühle mich einsam, unglücklich, verloren. Ich kämpfe immer wieder mit den Tränen.

Und ich kriege und kriege es einfach nicht hin, das schlicht mal als Scheißtag zu akzeptieren. Heute geht es mir kacke, na gut, dann isses eben so und das ist okay. Nein, vielmehr treibt es mich um, dass ich aus diesem Loch nicht dauerhaft rauskomme, ich fange an, an mir selbst herumzukritteln und finde mich schwach und weinerlich.

Ich HASSE es, dass ich den Ex nach wie vor vermisse und über ihn und seine Neue nachdenke. Und darüber, dass sie nicht mal halb so alt ist wie er und gerade mal sechs oder sieben Jahre älter als seine Tochter. Warum zum Henker kümmert mich das überhaupt noch??

Eigentlich weiß ich ja, dass es alles in allem schon besser geworden ist und dass so etwas eben einfach seine Zeit braucht. Ich WEISS das, aber gefühlsmäßig komme ich da nicht hinterher. Naja, ich sag ja - einer dieser Tage. Musste mal raus, glaub ich. {:(

m]ondO+stdexrne


:)_

drie S(erafiUna


Danke für den virtuellen Drücker, mond+sterne. Heute ist es etwas besser, aber auch nur geringfügig. Gestern Abend habe ich mit meiner Mutter telefoniert, und die wurde dann leider so richtig "vollgeheult". Meine Mutter hat da dankenswerterweise dann auch eigentlich immer ein offenes Ohr für mich, aber irgendwie finde ich es auch peinlich, sich in meinem Alter noch bei Mama auszuweinen. :-/

Naja, und letztlich läuft es dann doch wieder auf Ablenkung raus - rausgehen, Leute treffen, auch wenn ich da nicht so unbedingt viel Lust drauf habe. Einfach aushalten kriege ich nach wie vor nicht so gut hin.

m<ond+Isxtexrne


tut mir leid, mir fällt gerade nichts ein. Aber wenn Du willst, poste ich Dir ein Emoticon Deiner Wahl. ;-D

S{cqoul's Ras,ps


Nur zu gut kann ich dich verstehn. Trauer und Einsamkeit sind elende Gefühle, und wenn Liebe mit im Spiel ist (und das ist es ja meist) können wir den Eindruck bekommen, dass es uns umbringt.

Es gibt viele, die darüber in Rauschmittel flüchten, und ich find dich sehr tapfer, in deinem Bemühen um das Aushalten. Ablenkung ist doch ganz legitim!

Sich nicht wehren, das ist es wohl. Hinnehmen und akzeptieren und loslassen. Aber das ist viel einfacher gesagt als getan. Trotzden: Einmal muss es besser werden. Vielleicht wenn ein bestimmter neuer Mensch in dein Leben tritt? Wer weiß. :°_

d\i'e SerMafixna


@ Scqouls Rasps

Ja, irgendwie haut einen solch liebesbehafteter Kummer ganz schön um, oder? Mich jedenfalls. Ich mag mir gar nicht vorstellen, wie das ist, einen geliebten Menschen durch den Tod zu verlieren, eigentlich ist Liebeskummer ja gerade mal "Trauer light"...

Sich nicht wehren, das ist es wohl. Hinnehmen und akzeptieren und loslassen.

Ja, ganz genau das ist es. Das sagt meine Psychologin auch, dass man nicht dagegen ankämpfen sollte. Das kostet nur Energie. Aber all das – hinnehmen, akzeptieren, loslassen – fällt mir so un-glaub-lich schwer. Ich versuche gerade halt so einen Mittelweg, also schon ablenken, aktiv sein, Gesellschaft suchen, aber mich andererseits nicht selbst auch noch dafür fertig machen, wenn ich mal solche traurigen und tränenreichen Tage habe wie im Moment. Aber es fällt mir schwer, ich lege es mir selbst als Schwäche aus und will das lieber nicht fühlen, lieber nicht so sein.

Aber du hast recht – einmal muss es besser werden. Das weiß ich auch. Und ich hätte auch gar nichts dagegen, einen bestimmten neuen Menschen in mein Leben treten zu lassen, allerdings bin ich dafür wohl noch viel zu sehr auf meinen Exfreund konditioniert, andere Männer wecken mein Interesse gar nicht. Und da sind wir wieder zurück am Anfang – hinnehmen und akzeptieren, in diesem Fall also den Status quo.

Dir auch vielen Dank für den virtuellen Drücker!

SKcqouls cRasps


Serafina

aber mich andererseits nicht selbst auch noch dafür fertig machen, wenn ich mal solche traurigen und tränenreichen Tage habe wie im Moment. Aber es fällt mir schwer, ich lege es mir selbst als Schwäche aus und will das lieber nicht fühlen, lieber nicht so sein.

Nein, dich nicht auch noch selbst kritisieren. Du bist doch tapfer, finde ich. Es ist nicht schwach, traurig zu sein - Trauer zuzulassen ist stark!

Dass dir im Moment noch die Phantasie für die Entwicklung zu einem anderen Menschen hin fehlt: Ich glaube, man kann es sich vorher nie so recht vorstellen, eines Tages jemand anderen zu haben, der den alten Kummer nicht mehr so in der Schärfe spüren lässt. Zum Glück haben diese Erfahrung trotzdem schon viele gemacht: Das Leben geht weiter.

d.ie SQerafOina


Danke dir, Scqouls Rasps. :)_ Ich finde mich leider gar nicht stark, aber ich weiß eigentlich auch, dass das eine verquere Sichtweise von mir ist. Denn es ist nunmal so, dass es vielen - den meisten - Menschen schlecht geht, dass sie traurig sind, wenn eine Beziehung auseinander geht. Und eine verlorene Schwangerschaft ist nun auch etwas, was man meist nicht so mal eben wegsteckt. Und bei manchen dauert es eben länger als bei anderen.

Und ja, du hast recht:

Ich glaube, man kann es sich vorher nie so recht vorstellen, eines Tages jemand anderen zu haben, der den alten Kummer nicht mehr so in der Schärfe spüren lässt.

Das ist mir schon mehrfach so gegangen in meinem Leben. Ich weiß also eigentlich, wie der Hase läuft. ;-) Jetzt halt noch ein bisschen Geduld und Gelassenheit üben.

S@cRqouBls Rzasxps


Serafina,

natürlich, da hast du Recht: Jeder hat sein eigenes Tempo, Schweres zu verarbeiten. Nimm Dir alle Zeit dazu, die du brauchst. - Doch, du bist stark! Glaub an deine Stärke. Andere würden nur davonrennen. @:)

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