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Wie geht ihr mit Dissoziationen in der Therapie um?

fwalco `pelegVrinoidxes hat die Diskussion gestartet


Hallo,

ich versuche dann schnell das Gespräch zu wechseln, wenn ich merke, daß ich reinrutsche. Aber sie (die Psychologin ) merkt das und fragte das letzte Mal, ob ich ihr nicht traue. Jetzt wollen wir das nächste Mal daran arbeiten. Aber es strebt sich in mir.

Sie fragt dann meist, was ich fühle oder sehe. Je mehr ich fühle, daß ich wegdrifte, versuche ich auszubrechen aber ich soll daran arbeiten.

Manchmal ist irgendein Thema, plötzlich merke ich daß es wieder soweit ist. Wenn ich nicht aufpasse, kann ich plötzlich kaum oder nicht mehr reden oder mich fast nicht bewegen. Danach geht es mir extrem schlecht, körperlich, psychisch und dazu ist mir das auch noch unangenehm vor ihr.

Sie sagt, es ist besser, es passiert in Therapie, als zuhause.

Trotzdem habe ich auch Angst, daß plötzlich etwas passiert, wenn sie mich fragt, was ich fühle oder sehe und das bereitet mir so ein Unbehagen, das kann ich gar nicht beschreiben. Ich habe Angst davor.

Danke und Lg.

Antworten
m_o{rix.


Meine Therapeutin und ich hatten eine Vereinbarung, da mir das, besonders am Anfang der Therapie, auch öfter passiert ist. Ich konnte in diesem Zustand nie sprechen, habe ihre Stimme auch nur noch ganz entfernt gehört und auch nicht mehr begreifen können, was sie sagt. Sie setzte sich dann immer neben mich, sprach aber zu meiner Beruhigung weiter mit mir und berührte meinen Arm (das war vereinbart und somit ok für mich). Durch diese Berührung kam ich immer wieder in die Wirklichkeit zurück, manchmal schnell, manchmal dauerte es etwas. Ich fand das für uns eine gute Lösung. Allerdings war es mir anfangs auch furchtbar unangenehm, zum einen dass es überhaupt zur Dissoziation kam, zum anderen unsere Vereinbarung. Aber letztlich hat es sehr geholfen und mein Vertrauen zu ihr noch verstärkt. Offenheit ist ganz wichtig. Ich hab ihr auch gesagt, wie unangenehm mir das ist, das nahm mir viel Druck und zeigte mir gleichzeitig durch ihre positive Reaktion, dass das alles gar nicht so schlimm ist.

Vielleicht findest du mit deiner Therapeutin auch irgendeine Vereinbarung, irgendwas, das dir in dem Moment des Dissoziierens helfen könnte!? :)*

fialco Fpelegri[noidxes


Danke Mori, für deine Antwort. :-) Sie musste mich da auch schon rausholen. Mit einem Kissen auf die Hände drücken. Aber wir hatten es vorher nicht besprochen. Ich werde es zu Beginn der nächsten Therapie auch gleich mal ansprechen.

Allerdings habe ich auch noch vor etwas anderem Angst. Es ist diffus, ich kann es nicht richtig benutzt ennen, als wenn etwas passiert ist, was ich über mich erfahre, wovor ich Angst habe und dann alles in mir zusammenfällt. Auch das ist mir peinlich darüber zu reden und hier zu schreiben.

Ich bin jahrelang in Therapie. Mir hilft die Therapie auch aber trotzdem, habe ich das Gefühl, daß ich noch an etwas arbeiten muss und mich innerlich davor währe.

Jahrelang Therapie, mag sich für einige komisch anhören. Es stimmt wirklich. Ich lebe nicht in Deutschland und hier ist es so normal aber man hat auch nur einmal pro Monat Therapie. Wenn es einem schlecht geht, Kann man auch zwischendurch vorbeikommen.

m\orai.


Ja, es macht Angst, wenn man der Wahrheit immer näher kommt und bemerkt, dass man ihr nicht mehr ausweichen kann. Aber die Konfrontation gehört zum Heilungsprozess dazu, früher oder später muss man an die unliebsame Vergangenheit ran und alles aufarbeiten.

Hey und es darf Angst machen! Das muss dir nicht unangenehm sein, schon gar nicht gegenüber deiner Therapeutin. Wenn dich jemand versteht, dann sicher sie!

Ach, für mich hört sich das gar nicht komisch an, ich war auch eine halbe Ewigkeit in Therapie und in Kliniken. Immer ein Auf und Ab, manchmal ging's etwas voran, dann krachte alles wieder zusammen und ich musste irgendwie wieder ganz von vorne anfangen. Richtig geholfen hat mir erst viele Jahre später die Traumatherapie. Seitdem bin ich stabil, ohne Psychopharmaka und ohne weitere Therapie.

Es ist ein langer Weg, den man da geht, wenn man über eine lange Zeit alles Schreckliche tief in sich verschlossen hatte. Aber der Weg lohnt sich.

Du schaffst das und ich wünsche dir den Mut, in der Therapie alles anzusprechen, was dich belastet! :)*

f[alcWo peRleYgrinoxides


Danke Mori,

für deine liebe Antwort. Es freut mich ehrlich, daß du es geschafft hast, jetzt ganz ohne Therapie und Medikamente auszukommen, all das aufzuarbeiten und jetzt stabil bist. Es zeigt mir, daß auch ich es schaffen kann. Ich werde jetzt versuchen, mich darauf einzulassen. In der nächsten Therapiestunde werde ich versuchen, mit ihr über meine Angst zu reden.

Danke dir und einen schönen Tag.

Liebe Grüße. @:)

mDorix.


Gern geschehen @:) und ich wünsche dir ganz viel Erfolg für deine weitere Therapie! :)*

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