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Ptbs? Depression? Wie soll ich mit meinem Partner umgehen?

P@iHe\art hat die Diskussion gestartet


Guten Morgen,

ich habe ein Problem mit meinem Partner (Er litt früher schon einmal an einer PTBS). Er hat sich seit etwa 3-4 Monaten sehr verändert. Er ist launisch, seine Stimmung wechselt unkontrolliert und vor allem ohne Auslöser, er hat Schwierigkeiten mit dem Einschlafen, er schläft nicht durch, er liegt dann wach und grübelt....

Er nimmt nun seit ein paar Tagen wieder seine Antidepressiva, allerdings ist er seit dem stänidg müde und unmotiviert, ja, ich weiss, das sind Nebenwirkungen....

Was für mich das schlimmste ist: ich habe das Gefühl, er möchte keine Nähe mehr. Wir hatten bevor er die Einnahme gestartet hat wirklich oft wunderschönen Sex. Mir fehlt das schrecklich. Ich weiss, es macht wenig Sinn ihn unter Druck zu setzen aber mich überfordert die ganze Situation. Ich vermisse diesen charmanten und tollen Mann den ich mal kennengelernt habe so wahnsinnig :°(

Könnt ihr mir helfen? Wie gehe ich mit meinem Partner um? Ich liebe diesen Mann und bin nicht bereit ihn wegen einer Krankheit aufzugeben, aber ich merke im Moment wie mich das immer mehr auffrisst, dabei wäre ich so gerne stark für ihn... :-(

Antworten
p3arazecllnusxs


@ PiHeart

Sei einfach nur da. Viel helfen kannst du ihm nicht. Das weiß ich aus eigener Erfahrung. Handeln, so schwer das auch für ihn sein mag, muß/sollte er selbst. Was er jetzt bräuchte wäre eine Therapie, falls er noch keine hat. Er muss sich selbst aus dem Loch ziehen, in dem er sich zur Zeit befindet. Dränge ihn nicht zu sehr. Du kannst ihn sanft anleiten, ihn lieben wie er ist, darauf achten, dass er sich nicht zu sehr verliert. Sag ihm, dass du ihn liebst. Es ist, wie es ist. Alles braucht seine Zeit. Und meist wird alles wieder gut.

P{iH}earyt


Es fällt mir wirklich schwer, für ihn da zu sein, ohne ihm mal hier und da zu stecken wie KACKE ich grade alles finde :-(

Ich hab einfach keine Ahnung ob ich ihm sowas überhaupt sagen darf, ich hab teilweise das Gefühl, dass ICH als Mensch, der über alles reden möchte, um alles aus der Welt zu schaffen, im Moment einfach alles nur noch viel schlimmer mache.

Eine Therapie bringt nichts. Das hat auch schon bei seinem ewrsten "Schub" damals nichts gebracht, er lässt sich nicht darauf ein. Die Tabletten alleine haben seine Situation damals erheblich verbessert und ihm sehr geholfen. Damals kannten wir uns aber noch nicht...

prara*zellnus4s


Es ist immer schwer, natürlich auch für Angehörige. Betrachte dich einfach als Anker, den er im Moment benötigt. Mach seine Probleme nicht zu den deinen. Halte bei aller Liebe zu ihm genügend Abstand. Nur so kannst du das schlingernde Boot wieder in den ruhigen Hafen manövrieren. Du brauchst Kraft für dich. Vergeude deine Kraft nicht für unnötige Aktionen, die ohnehin nix bringen. Mach dich nicht zum Co-Kranken Partner.

P^iH<eart


Das mit dem Abstand ist irgendwie leichter gesagt als getan. Mich zereisst es ihn so zu sehen, ich vermisse den Menschen der er mal war so unglaublich.

Wie soll ich mit Konfliktsituationen umgehen? Was mache ich wenn mir mein Fass mal wieder überläuft?

p^araz%ellnxuss


Wie soll ich mit Konfliktsituationen umgehen? Was mache ich wenn mir mein Fass mal wieder überläuft?

Wie gesagt; halte einfach Abstand von belastenden Emotionen. Entweder kommt der Mann wieder zurück (was eher wahrscheinlich ist) den du vermisst, oder aber es dauert seine Zeit. Wenn du ihm jetzt zeigst, wie sehr dich 'dieser Mist' belastet, dann belastest du ihn ja wiederum. Wenn du ihm helfen willst, dann mach dich schlau über Depressionen und den Weg hinaus aus der Depression. Es gibt gute Bücher wie sich Angehörige verhalten und helfen können.

//

Die Neue Medizin der Emotionen: Stress, Angst, Depression: - Gesund werden ohne Medikamente Taschenbuch

von David Servan-Schreiber //

P)iHe(art


Ich hab schon geschaut, ob ich in der Nähe sowas wie eine Selbsthilfegruppe für Angehörige finde, bin bislang aber leider nicht fündig geworden :-/

Es wäre sicherlich schon mal eine Erleichterung, wenn ich wüsste, wie ich mich verhalten soll, auch bzw. vor allem wenn es für mich garde zu viel wird %-|

P@iHeaxrt


Es wird besser...zwar in winzig minikleinen Schritten, aber es wird. Dafür scheint allerdings seine Libido unter dem Medikament sehr zu leiden. Ich vermisse es sooo sehr, dass er zärtlich zu mir ist :°(

PniHearxt


Hat niemand was beizutragen? :-/

Plegddxi


Welches Medikament nimmt er denn?? Also welche Antidepressiva?

Ich bin damit auch ein Neuling, ich weiß erst seit 5 Monaten, dass ich überhaupt depressiv bin. Vorher dachte ich immer, bei meinen Belastungen sei mein Zustand normal. Ich war in einer Klinik, das ist das beste, was ich tun konnte. Ich werde auch weiter zu Hause ambulant betreut, damit ich nicht zurück falle.

Für mich liest es sich so, als ob Du damit Co-krank bist. Weiß mich gerade nicht anders auszudrücken. Und damit leidest Du unter den Depressionen Deines Freundes und es besteht die Gefahr, dass Du mit krank wirst, so aus meiner Sicht.

Wenn er keine Therapie machen will, wenn er nicht in eine Klinik will, mit dem Krankheitsbild, dann ist es schwer zu sagen, wie es weiter geht.

Ich weiß nur, so wie ich noch vor 3 Monaten drauf war, wäre es ohne Klinik und auch ohne Therapie echt für meine Familie sehr schlimm gewesen. Es kommt drauf an, also, ich würde ihn weiter auf einen erneuten Therapieversuch ansprechen. Denn so ist es für Dich sehr belastend.

GLG

PciH@earEt


Er nimmt Mitra.

Ich werde nicht Co-Krank, ich versuche ihm zu helfen bzw mir zu erklären was woran liegt %-|

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