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Was stimmt denn nicht mit mir?

LganaA'3


Saldo wie meinst du das?

SWaljdo


Das, was Du als lächerlich beschreibst, ist keineswegs lächerlich. Es kommt aus einer Angst heraus, da bin ich mir ziemlich sicher. Ich meine, ich bin jetzt kein Psychologe, aber es klingt schon sehr danach. Und inzwischen weiss ich genug darüber, sagen zu können, dass man gegen solche Dinge genauso wirkungsvoll ursächlich vorgehen kann, wie gegen jede andere Sache auch. Wenn Dich etwas so beschäftigt, dass Du sagst "Das will ich nicht mehr, das stört mich, das ist so blöd - ich will mir davon mein Leben nicht weiter beeinflussen lassen!" dann ist das doch eine gute Grundlage, um zu sagen: "Ok, schauen wir mal, wo das herkommt."

Ich schlage vor, Du suchst mal im Internet nach Verlustängsten und schaust, ob da irgendwas auf Dich passt. Erfahrungsberichte, Diagnosen, Fälle usw. Jetzt nicht, um zum Hypochonder zu werden, sondern einfach mal, um abzuklären, ob das sein kann, dass es in die Richtung geht. Ich meine, wenn Du Durchfall hast, schaust Du ja auch, welche Symptome zu welcher Krankheit passen, damit man das richtige Medikament bekommt.

Du hast verglichen mit anderen Leuten noch das Glück, keine starken Symptome zu haben. Dann sollte ein Aufspüren vergleichsweise leicht sein. Allerdings nur, wenn Du auch willst. Wenn Du denkst: "Ach, ich bin nicht verrückt!" - dann lass es lieber sein. Du musst es schon wollen, sonst ist es verlorene Zeit, danach zu suchen, weil man sich echt viel vormachen kann.

Und wenn Du denkst: "Ja, ich habe eine Angst. Und sie hängt mit meinem verstorbenen Onkel Franz zusammen." oder was auch immer - dann können Dir hier vielleicht Leute weiterhelfen mit den nächsten Schritten.

L!ana'A3


@ Saldo

Ich habe mir deinen Rat zu Herzen genommen und ein bisschen im Internet recherchiert. Allerdings bin ich mir nicht sicher, ob Verlustangst wirklich meine Diagnose sein soll. Klar habe ich Angst ihn zu verlieren, aber ich denk jetzt nicht permanent "hoffentlich ist nichts passiert". Ich vertraue ihm auch und bin auch nicht eifersüchtig. Ich kontrolliere ihn nicht, texte ihn nicht zu. Ich bin einfach nur traurig, wenn er nicht bei mir ist. Das heißt, solange ich weiß, ich seh ihn am Abend, dann ist auch das nicht schlimm. Schlimm ist es nur für mich, wenn er oder ich für mehrere Tage weg müssen. Ich würde dennoch trotzdem gerne wollen, dass diese Traurigkeit dann nicht mein ständiger Begleiter ist. Weil alles, was ich dann tu ist nur darauf ausgerichtet, dass ich dem Zeitpunkt entgegen fiebre ihn wieder zu sehen.

Wie fang ich denn am besten an? Kann es auch helfen, wenn ich mit ihm darüber rede?

Danke für deine Hilfe @:)

S8alxdo


Wie fang ich denn am besten an?

Da kann ich auch nur raten. Aber Du hast doch schon sehr gut angefangen, indem Du differenziert hast. Du hast hier aufgeschrieben, was es sein kann und was eher nicht sein kann.

Wenn ich Dich frage, wann Du das erste Mal diese Angst hattest - koenntest Du dich daran erinnern? Schliess mal die Augen, atme tief und gleichmaessig und schau mal, welches Bild vor deinem geistigen Auge erscheint. Dieses Bild kann ein Hinweis sein.

Kann es auch helfen, wenn ich mit ihm darüber rede?

Darueber zu reden hilft immer. Egal mit wem. Er kann ruhig Fragen stellen. Er wird dir vielleicht nicht helfen koennen (das soll er auch gar nicht), aber vielleicht kann er - so wie ich hier - dir eine neue Richtung aufzeigen. Und wenn er Dir nur sagen wird, dass Du keine Angst haben musst. Denn im Endeffekt musst Du fuer dich herausfinden, woher die Angst in deinem Kopf kommt.

Lsan<aA3


Wenn ich Dich frage, wann Du das erste Mal diese Angst hattest - koenntest Du dich daran erinnern? Schliess mal die Augen, atme tief und gleichmaessig und schau mal, welches Bild vor deinem geistigen Auge erscheint. Dieses Bild kann ein Hinweis sein.

Ich glaube das "Angst" das falsche Wort ist. Vielleicht ist es viel mehr meine Unfähigkeit, mich alleine zu beschäftigen. Meine Oma hat schon immer gesagt, dass ich bei ihr nie alleine spielen konnte. Es war oft mein Cousin da. Wir waren dann immer zu zweit. Dann kam meine kleine Schwester, dann Schulfreunde usw. Ich war nie allein. Vielleicht hat es auch was mit meinen vielen Krankenhausaufenthalten als ich noch sehr klein war zu tun. Da war ich z.B. auch oft allein. Ich kann mich daran aber nicht mehr erinnern. Keine Ahnung...Ich dachte immer, gerade das hat mich emotional gestärkt und jetzt holt es mich ein? Bei meinen ersten Beziehungen habe ich mit meinen Freunden nicht zusammen gewohnt. Mit den letzten beiden schon. Da ist dieses Gefühl, was ich versuche zu beschreiben heftiger geworden. Und ich möchte das es mich nicht mehr so beeinflusst, wie es eben an dem Wochenende der Fall war. Ich möchte, dass mein Glück nicht nur von meinem Freund abhängig ist.

Sealdxo


Allein.

Nimm mal nur dieses Wort.

Konzentriere Dich auf Deine Atmung und lasse das Wort einfach da sein. Alle Gefühle, die dabei hochkommen, möchten Dir etwas sagen.

L)aYnaA3


Wenn ich ans Allein-sein denke, dann denke ich an viele Dinge, die ich erledigen kann. Damit ich dann die gemeinsame Zeit mit meinem Freund verbringen kann. Aber viel mehr denke ich daran, dass ich dann einsam bin. Dass es niemanden kümmert, wie es mir geht und was ich tu. Und mit der Einsamkeit kommt die Traurigkeit. Und ist das Gefühl einmal da, dann fällt es mir schwer, mich noch zu irgendetwas aufzuraffen. Ich denke dann über so viele Dinge nach und das möchte ich eigentlich gar nicht. Ich merke, dass mich das manchmal sehr belastet. Ich stelle dann Dinge in Frage, zweifle sie an, obwohl das oft gar nicht nötig ist. Oder ich denke an verloren gegangene Freundschaften und ärgere mich darüber. Das sind nur so einige Beispiele, die mir gerade in den Sinn kommen.

Kann das irgendjemand von euch nachvollziehen?

wDintershonnxe 01


und wenn du mal versuchst ganz bewusst das Alleinsein zu genießen? Es dir schön zu machen, Zeit für irgendetwas...Buch lesen, Musik hören, schöne Filme schauen....zu haben, wofür du sonst keine Zeit hast.

Du weist doch, dein Partner kommt wieder, also belege dass Allein sein bewusst positiv. Vielleicht klappt es , wenn du es nicht als Zustand betrachtest , den du aushalten musst, sondern eben genießen darfst und kannst.

Lqan0aAx3


Ja das tu ich sehr oft. Das klappt allerdings gerade nur, wenn er mal Spätschicht hat und ich weiß, dass ich ihn abends noch sehen kann. Ich muss aber auch fast die ganze zeit durchplanen, dass ich die ganze Zeit was zu tun habe. Sei es auch nur aufräumen, kochen, lesen oder ein guter Film. Sobald einer von uns mehrere Tage fort muss, dann bin ich deprimiert und denke nur noch daran wie lange es dauert bis ich ihn wieder habe. Aber ja , du hast recht. Ich betrachte es als Zustand, den ich aushalten muss. Und es kommt mir wie verschwendete Zeit vor, wenn ich Dinge ohne ihn mache. ":/ das hört sich sicher dämlich für euch an :-(

S"ald8o


Mach doch mal etwas anderes, etwas Neues: lass die Einsamkeit da sein. Höre auf deine Traurigkeit und spüre ihr nach. Dein Körper bzw Deine Seele möchte dir ja etwas mitteilen. Das mag im ersten Moment ungewohnt sein, aber Deine Traurigkeit ist ein Gefühl und ein Gefühl bekommt man nicht weg, indem man es ignoriert, verneint oder aushält.

Svaldo


das hört sich sicher dämlich für euch an :-(

Und als einen weiteren Schritt empfehle ich Dir, diese Gefühle an Dir zu akzeptieren. Das bist Du und es ist völlig ok. Kein Grund, Dich kleiner zu machen.

LGaRucxola


Es gibt vom Persönlichkeitstypus her dependente/abhängige Persönlichkeiten, die generell sehr auf andere fixiert bzw davon abhängig ist. Das kann vom Leidensdruck her bis zu einer behandlungsbedürftigen Störung reichen.

Das ist weder lächerlich noch besonders leicht zu ändern. Ich empfehle, mal etwas unter der Oberfläche zu schauen, was da wirklich los ist mit Dir, und ggf einen Psychologen aufzusuchen.

Die Abhängigkeit kann im Laufe der Jahre immer weitere Kreise ziehen, und immer ist man der schwächere, unterlegene, und der andere (unabhängigere) Partner ist der Stark.. entkräftet auf Dauer, macht immer ängstlicher, anhänglicher und depressiver.

Ausserdem macht es das Führen einer Beziehung schwierig.. wenn der andere eine Art "süßes Gift" wird, welches man wie eine Droge braucht, gleichzeitig aber immer auch die Schattenseite der Abhängigkeit dabei ist.

LHasn$aAx3


Dein Körper bzw Deine Seele möchte dir ja etwas mitteilen

Ich kann das aber nicht deuten. Sicherlich auch deshalb, weil ich nicht weiß wie das überhaupt gehen soll. Wo bzw. wie fang ich an?

Und als einen weiteren Schritt empfehle ich Dir, diese Gefühle an Dir zu akzeptieren. Das bist Du und es ist völlig ok. Kein Grund, Dich kleiner zu machen.

Diese Selbstzweifel sind auch schon immer ein Teil von mir gewesen. Sie sind kleiner geworden, nachdem der schulische Druck nicht mehr da war. Vielleicht hat sich das jetzt in eine andere Art Zweifel verwandelt?! Bzw. es hat sich auf etwas anderes projiziert?

Ich empfehle, mal etwas unter der Oberfläche zu schauen, was da wirklich los ist mit Dir, und ggf einen Psychologen aufzusuchen

Gibt es so eine Art Anleitung, nach welchen Fragen ich in die Tiefe denken kann? Ich möchte mich schon gern besser verstehen lernen. Oder muss ich sofort in psychologische Behandlung? Ich kann mir irgendwie nicht vorstellen, dass jemand, der mich gar nicht, mir meine Zweifel und Ängste nehmen kann.

Danke für eure Hilfe @:)

SAaldxo


So eine Anleitung bekommst Du in der Tat mit den Fragen eines Therapeuten. Willst Du das denn mal ausprobieren?

L~anxaA3


Vielleicht, ja. Kann ich auch erstmal mit mir selbst "arbeiten"? Wenn ja, wie?

Kann man denn da einfach zu einem Therapeuten hingehen oder muss man sich erst beim Hausarzt vorstellen?

Wird so etwas von der Krankenkasse bezahlt?

Wie lange muss man denn auf einen Termin warten und kann ich mir bei Google einfach einen Therapeuten aussuchen?

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