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Vom Sinn des Lebens

k_ia?ora hat die Diskussion gestartet


Liebes Forum,

vor einiger Zeit fiel mir ein Buch in die Hände mit dem Titel: "Das Café am anderen Ende der Welt" von J. Strelecky. Dabei geht es um einen stets gestressten Manager, der in einem Café mit Fragen nach dem Sinn des Lebens konfrontiert wird.

Ich habe die Seiten verschlungen und frage mich im Allgemeinen nun auch:

Warum bin ich hier? Führe ich ein erfülltes Leben?

Nach Meinung des Autors ist es wichtig, sich diesen Fragen zu stellen und auch zu versuchen, zu beantworten.

Sind euch ähnliche Fragen auch schon einmal durch den Kopf gegangen?

Führt der ein oder andere schon ein erfülltes Leben? Wenn ja, wie sieht das aus?

Bin gespannt auf Antworten.

Antworten
pVaraz!el!lnuss


Eigentlich definiert sich diese Antwort bei jedem Menschen wohl unterschiedlich. Gültige und schlüssige Antworten sind in dieser Frage meist dermaßen persönlich, dass sie die meisten Menschen für sich behalten. In der heutigen Zeit werden gerne Pauschalpakete angeboten. Bücher en masse zu diesem Thema. Das Netz ist voll davon.

Ich selbst bin gut über ein halbes Jahrhundert auf der Suche und drehe heute noch jeden Stein um. Jo, in Richtung Zufriedenheit hab ich ja schon einiges entdeckt. Vielleicht hab ich ja noch einen guten Weg vor mir. Das ist auch gut so. Ich denke, dass ein Teilaspekt im Sinn des Lebens das ist, dass man seine Tugenden schätzt und seine Talente nicht brach liegen lässt. Der Maler sollte Maler werden, der Musiker sollte Instrumente lernen und sie tanzen lassen. Man sollte das Potential nützen, das man von Geburt an mit in die Wiege bekam. Der Sinn des Lebens ist wohl in erster Linie 'zu leben'.

S:al0dJo


Ich stimme parazellnuss zu: Der Sinn des Lebens ist das Leben selbst.

Aber ich habe meine Bestimmung noch nicht gefunden. Ich habe alle meine Ziele im Leben erreicht, bis auf zwei. Und die sind mir nicht mehr wichtig. Jetzt kann ich mich neuen Zielen widmen. Und mir schält sich immer mehr heraus, dass die schönste Bestimmung im Leben ist, andere Menschen weiterzubringen. Nicht Geld verdienen, erfolgreich oder mächtig zu sein.

Inzwischen lasse ich das Leben auf mich zukommen und warte ab, was mir das Leben für Aufgaben stellt. Ich bin gespannt. Für irgendwas wird dieser Riesenfundus an Erfahrungen gut sein, den ich mir aufgebaut habe. Und ich werde ihn zum Wohle aller zu nutzen wissen.

GQoldm3ädcxhen


Der Sinn des Lebens ist wohl in erster Linie 'zu leben'.

:)^ Zu genießen und die Dinge zu machen, die ich liebe. Und davon so viel, wie mir möglich ist. Daran zu arbeiten, dass diese Dinge mehr werden. Dass ich den Moment betrachten kann und sagen kann, dass ich ihn auch genau so möchte. Das geht natürlich nicht mit jedem Moment. Aber ich möchte die Anzahl derer, wo es geht möglichst hoch halten.

Knapp gesagt - Hedonismus.

keiaorxa


Hallo parazellnuss, Saldo und Goldmädchen,

danke für eure Antworten. Dass sie nicht so zahlreich ausgefallen sind, war mir schon klar.

Es ist ja auch ein schwieriges Thema, auf das es, wie parazellnuss schrieb, keine Pauschalantwort gibt, weil jeder diese sich selbst beantworten muss, sofern er sich die Fragen überhaupt stellt.

Nur, wie findet frau ihre Antwort?

Sicher ist, dass z.B. mein Lebensinhalt auch nicht darin besteht, jede Menge Geld zu verdienen, um erfolgreich zu sein.

Und ja, ich möchte auch, dass sich so viele Glücksmomente in mein Leben einschleichen, wie es nur geht.

Na dann, auf unser schönes Leben @:)

C9om8ran


Sind euch ähnliche Fragen auch schon einmal durch den Kopf gegangen?

Oh ja!

Führt der ein oder andere schon ein erfülltes Leben? Wenn ja, wie sieht das aus?

Ich relativiere es mal. Mein Leben könnte wesentlich erfüllter sein, wenn ich über meinen Tag frei verfügen könnte, obwohl ich meinen Beruf gerne ausübe. Zur völligen Erfüllung gehört für mich Selbstbestimmung.

Andererseits habe ich unterm Strich wenig zu klagen. Meine langjährige Ehe ist eine Bereicherung, unser Einkommen ist gut, wir sind gesund. Mit nahezu 50 schaue ich auch schon irgendwie zurück und sehe, was aus uns geworden ist und was wir aus einer Mischung von Engagement und Glück geschafft haben. Wir haben einen interessanten Tag, ich liebe meine tollen Hobbies, wir haben viel von der Welt gesehen.

Ich würde sagen: bisher ist dies ein begünstigtes Leben und dafür habe ich jeden Grund, dankbar zu sein. Das Wort "erfülltes Leben" hat für mich so etwas abschließendes und finales, das Wort möchte ich daher gar nicht verwenden. Es wäre schön, wenn ich es im hohen Alter sagen kann und zufrieden bin. Jetzt ist es noch zu früh, da geht noch bisschen was.

L:eChaltNoir


Sind euch ähnliche Fragen auch schon einmal durch den Kopf gegangen?

Ja. Diese Fragen können auch nahezu quälend sein.

Führt der ein oder andere schon ein erfülltes Leben?

Zum Teil ja...akademisch/beruflich betrachtet auf jeden Fall.

Andere Dinge - die viel wichtigeren - habe ich nicht allein in der Hand, aber ich tue mein Bestes, dass es eines Tages dazu kommt.

Ich muss gestehen, dass ich eine Antwort (auf die Frage des "erfüllten Lebens"), von der ich ausgehe, dass sie annähernd "richtig" und "beständig" ist, erst in den letzten 12 Monaten gefunden habe. Es haben sich in meinem Leben entscheidende Dinge geändert, die - nun endlich - den ersten positiven Umschwung in meinem Leben gebracht haben. Mit Glück setzt das das andere noch in Gang. Ich bin gespannt, was die Zukunft bringt! ;-)

Abschließend denke ich jedoch, dass sich das gar nicht so festlegen lässt, was ein "erfülltes Leben" für einen ausmacht: in 5 oder 10 Jahren können die Eintwürfe eines Menschen wieder komplett anders aussehen. Vielleicht begünstigt man ein "erfülltes Leben" in erster Linie auch dadurch, dass man sich nicht in einem bestimmten Lebensalter auf etwas festlegt und sich gezwungen sieht, danach zu handeln. Sondern weiterhin offen bleibt für neue Erfahrungen, und sich eine Umänderung seiner Pläne/Ziele zugesteht.

LDeChartNoxir


Oh, da fällt mir noch ein Buch als weiterer/ergänzender (Denk-)Anstoß ein: "Haben oder Sein" von Erich Fromm. Ergänzend dazu vielleicht noch "Die Kunst des Liebens" von selbigem Autor.

k{iaoara


Huch, es gab ja doch noch unerwartet ein paar Anregungen. Und danke für die Bücher-Tipps!

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