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Bin ich krank oder ist alles "nur" psychosomatisch?

PWaula_tReMvexre


Untersuchungen reichen nie, bis die Ursache nicht gefunden wurde. Es gibt immer noch etwas anderes zu untersuchen, zu testen, zu verfolgen. Mögliche psychische Hintergründe stehen für Betroffene aber meist nur ganz weit hinten auf der To-Do-Liste...wenn überhaupt.

Wenn der Hausarzt der Meinung ist, dass es reicht, dann ist das meistens auch richtig. Wer ganz sicher sein will erkundigt sich bei einem weiteren Hausarzt. Spätestens wenn auch dort nichts zu finden ist geht man zum Psychologen und lässt sich dort testen. Wenn keine psychischen Probleme vorliegen, dann kann man sich den exotischeren körperlichen Ursachen zuwenden.

W,ild_ka$ter


Hallo Fee1234,

mit so vielen Symptomen hat es man schwer, ich glaube mal überhaupt ernst genommen zu werden.

Obwohl ich Schwergewichte habe, Augenkrebs und die Wirbelsäule/Knie.

Was bei mir ähnlich ist, ist die HWS C3,C4,C5 Schmerzen, knacken, Schluckbeschwerden...

Schwindel ich sage Benommenheit falle ja auch nicht.

MfG gute Besserung :)_ *:) @:) :)* :)^ :)^

ELhemaligeAr Nuytzer B(#5490924x)


Danke für eure schnellen Antworten.

Genau; mit so vielen Beschwerden hat man es schwer ernst genommen zu werden! Ich würde es sogar akzeptieren das es psychisch ist. Dennoch finde ich die bisherigen Untersuchungen eher gering.

Vielleicht ist die Idee mit einem 2.Hausarzt nicht verkehrt... Nur, ich komme mir selber schon etwas doof vor, wenn ich bei jemand neuen gehe und meine "liste" auspacken.

Ich finde es selber unangenehm, aber es ist nun mal einfach alles vorhanden...

Oft denke ich, um mich zu beruhigen, nach einem Jahr knapp müsste eigentlich was schlimmeres schon passiert sein.....

Aber die Sache mit dem puls. Manchmal im Sitzen, 56! Ich bin weder sportlich, noch gut trainiert...

kmlauss_xz


Über meine Beschwerden-Listen haben die Ärzte auch immer gelacht. Denen war gleich klar, dass so viele verschiedene Beschwerden eigentlich bloß von der Psyche kommen können.

Ich habe konsultiert:

- 4 Allgemeinärzte

- 2 Internisten

- 2 Urologen

- 2 Proktologen

- 1 Neurologe

- 2 Orthopäden

- 1 Augenarzt

- 1 HNO

- 2 Heilpraktiker

- 1 Psychologe

- 1 Psychiater

Ich war

- 3mal in einer Notaufnahme im KH

- bei 3 MRTs

- 2mal beim Röntgen

- bei mehreren Sonographien

und hatte Blutuntersuchungen ohne Ende, mit teils auch Werten, von denen ich vorher nie etwas gehört hatte

und ich habe sicher vieles in dieser Liste vergessen.

Habe fast alle Ärzte auch immer und immer wieder konsultiert.

Die Resultate? Tendieren gegen Null.

Viele der Beschwerden, wegen denen ich z.B. im Vorjahr und Anfang dieses Jahres bei den Ärzten waren, sind mittlerweile weg. Ja wirklich, sie sind weg. Nachdem zunächst kein Behandlungsversuch gefruchtet hatte, haben sich die Schmerzen in After, Leiste, Becken und Oberbauch irgendwann von selbst verflüchtigt, genauso wie später auch das heftige Herzklopfen und - stolpern. Und viele andere, kleinere Symptome auch, an die ich mich schon kaum mehr erinnere.

Ersetzt wurden verschwindende Symptome aber fast immer ziemlich schnell durch andere.

Geblieben sind Atembeschwerden (angeblich von Verspannungen der BWS), HWS-Probleme mit Konzentrationsstörungen und gelegentlichem Schwindel (wobei das nichts gegen den Schwindel ist, den ich im Winter hatte, der war unbeschreiblich!) und Druck- sowie Engegefühle im Halsbereich (Globusgefühl) und oberen Brustbereich, angeblich auch alles durch Verspannungen erzeugt.

Es gibt aber auch beschwerdefreie Stunden und manchmal sogar gute Tage.

Und es würde mich gar nicht so sehr wundern, wenn sich die gegenwärtigen Beschwerden, die jeder Physiotherapie trotzen, irgendwann genauso von selber verflüchtigen würden wie die oben genannten Beschwerden ... nur dann hoffentlich, ohne wieder durch neue, noch lästigere Beschwerden ersetzt zu werden.

Das Hauptproblem ist unsere Bewertung der Beschwerden. Gelingt es mir, sie als 'lästig, aber harmlos' zu bewerten, verlieren sie jeweils schnell an Bedeutung, treten in den Hintergrund und flauen ab. Das ist bei 'alteingesessenen' Symptomen meist der Fall. Kommt jedoch ein neues Symptom, so denke ich mir oft 'diesmal ist es aber vielleicht doch etwas Gefährliches', gerate wieder in die Angstschleife, und schon bekomme ich Schweißausbrüche etc. und es geht mir schlecht. Das muss man natürlich vermeiden, denn selbst wenn es mal wirklich etwas Schlimmes sein sollte (was aber doch recht unwahrscheinlich ist), tut man besser daran, ruhig zu bleiben. Einfacher gesagt als getan, ich falle auch nach so langer Zeit (und vielen Psychotherapie-Stunden) immer noch rein, aber mittlerweile komme ich da auch wieder raus und bleibe nicht stunden- oder tagelang in der Angstschleife hängen, so wie noch vor einigen Monaten.

Ich hatte lange Zeit meine Schwierigkeiten damit

- den Ärzten zu glauben, dass ich nichts Bedrohliches habe (und wenn die Symptome wieder stark werden, habe ich damit immer noch Probleme)

- die Symptome ganz neutral wahrnehmen zu können (also ohne sie als schlecht, schlimm oder sonstwie negativ zu etikettieren), und somit nicht geistig gegen sie zu kämpfen

Denn diese Beschäftigung mit den Symptomen, und der Kampf gegen sie, frisst alle unsere Energien auf. Es bleibt dann kaum mehr Energie für schöne und interessante Dinge.

Wenn also alles untersucht ist (größtenteils sogar mehrfach), dann muss man es irgendwann gut sein lassen können und sagen: Ok, die Symptome sind da, aber sie sind ja nicht gefährlich (freilich, eine Restunsicherheit bleibt immer, aber die kann auch durch noch so viele Untersuchungen nie vollständig ausgeräumt werden. Mit ihr muss man leben). Also höre ich auf, über sie nachzudenken, mich ihnen zu widmen (ich widme mich statt dessen anderen Dingen) oder gar gegen sie zu kämpfen.

Symptome, auf die man nicht mehr achtet, weil sie als harmlos entlarvt sind, oder weil man sich stark auf andere Dinge konzentriert, verschwinden tatsächlich, das kann ich - siehe oben - aus eigener Erfahrung bestätigen. Natürlich gilt das nicht für Symptome, hinter denen eine ernste organische Erkrankung steht. Aber erstens wurden die ja ausgeschlossen, und zweitens ist das Verschwinden der Symptome dann auch wieder eine Bestätigung dafür, dass hier wirklich nichts Ernstes vorliegt. Auch die Symptome, die ich zur Zeit immer noch habe, verschwinden ja ab und zu oder lassen zumindest stark nach. Das wäre ziemlich unmöglich beim Vorliegen einer ernsten organischen Ursache.

Also kurz gesagt:

Wenn der Arzt sagt 'Organisch alles ok', dann dies auch glauben und die Beschwerden (zwangsläufig) fürs erste mal akzeptieren. Alles andere macht sie nur schlimmer.

kRlaQus_xz


Oft denke ich, um mich zu beruhigen, nach einem Jahr knapp müsste eigentlich was schlimmeres schon passiert sein.....

Eben. Bei mir ist es jetzt etwa ein dreiviertel Jahr, wobei manche Beschwerden auch schon älter sind. Einige auch jünger.

Aber die Sache mit dem puls. Manchmal im Sitzen, 56! Ich bin weder sportlich, noch gut trainiert...

Hatte ich zwischendrin auch. Auch extrem niedrigen Blutdruck, dabei hohen Puls. Dann wieder jäher Wechsel auf niedrigen Puls (so dass in diesem Fall sogar der Arzt erstaunt war, während ihn der hohe Puls nie verblüffte, da der typisch bei Angststörung ist) und dabei auch diesen extremen Schwindel. Ging dann noch einige Male zwischen hohen und niedrigen Puls hin und her, aber nie mehr so extrem. Hat sich inzwischen wohl auch alles wieder gut eingependelt, was Puls und Blutdruck betrifft. Auch da war es so: je weniger ich darauf achtete, je seltener ich Puls und Blutdruck maß, desto besser wurden die Werte ... der Körper hat enorme Selbstregulierungsfähigkeiten, falls er nicht durch ständige Beobachtung oder Angst daran gehindert wird ...

KTris'chi8781


@ klaus_z

Meinen nächsten Termin habe ich erst am 29.8. Meine Psychologin ist jetzt im Urlaub.

Ich würde den Ärzten gern mein vollstes Vertrauen schenken, aber das Gefühl nicht zu 100% behandelt worden zu sein. Man wartet drei Monate oder länger auf einen Facharzttermin und dann wird man 5 Minuten untersucht. Da stimmt irgendeine Relation nicht. Als Beispiel: Ich bin mit meinen Rückenbeschwerden zum Orthopäden. Der Orthopäde hat mich nach meinen Beschwerden befragt. Dann sollte ich mich mit dem Oberkörper einmal nach links und einmal nach rechts drehen. Der Arzt fragte: weiter kommen Sie nicht? Ok, Brustwirbel ist blockiert, war die Antwort. Machen Sie manuelle Therapie. Rezept ausgestellt, das wars. Der Nächste bitte.

Wie soll man in solchen Situationen, welche ich schon häufiger hatte, einem Arzt, bzw. seiner Diagnose zu 100% vertrauen?

Bfenjit1aB.


Weil vielleicht trotzdem die Diagnose stimmt??

kqlauCs_z


@ Krischi:

Was erwartest du denn? Nach 3 Monaten Wartezeit (was übrigens eine glatte Unverschämtheit ist) soll er dich dann auch 3 Monate lang untersuchen? Würde die Relation für dich dann stimmen? ;-)

Aber jetzt mal ganz im Ernst: Hängt die Gründlichkeit einer Untersuchung denn wirklich mit ihrer Dauer zusammen? Abhorchen von Herz und Lunge dauert auch nur ein paar Minuten, genauso wie Abtastuntersuchungen verschiedener Organe. Ultraschall dauert auch bloß paar Minuten, Kehlkopfspiegelung auch, Rektoskopie auch, LuFU und Röntgen auch. Normales EKG auch.

Es gibt überhaupt nur ganz wenige Untersuchungen, die länger dauern als ein paar Minuten: MRT, Magen- und Darmspiegelung. 24-Stunden-EKG natürlich (wie der Name schon sagt).

Was soll denn der Orthopäde länger an dir herumuntersuchen? Orthopädische Behandlungen dauern länger, aber die Untersuchungen selbst gingen immer ganz fix. Man muss bestimmte Bewegungen ausführen, und er schaut zu, das war's. Wenn er erfahren ist, weiß er danach schon, was los ist. Außerdem sagtest du doch, dass du bei der Physiotherapie bist. Ein Physiotherapeut kann genau so wie ein Orthopäde Wirbelblockierungen feststellen. Glaubst du denn beiden nicht?

Glaub mir, diese Phase, in der ich genauso gedacht habe wie du, habe ich exakt auch schon so hinter mir. Gebracht hat mir dieses Denken nichts. In dieser Phase bin ich kein Stück weitergekommen.

Nicht nur deine Wirbel haben Blockaden, momentan hat sie auch dein Kopf. Und die kann dir auch kein Physio lösen, das musst du selber machen (freilich mit Hilfe der Psychologin). Und dann geht's voran :)

K~rischgi78x1


Ich rede ja nicht von der Dauer der Untersuchung, sondern von der Art und Weise. Man erwartet von einem Facharzt in diesem Moment einfach mehr. Vielleicht sind meine Ansprüche auch zu hoch?

Ich hatte schon in anderen Foren gelesen, dass Personen mit ähnlichen Problemen auch beim Orthopäden waren, diese aber im Unterschied zu mit geröntgt wurden, bzw. zum MRT geschickt wurden. Wie gesagt, vielleicht stelle ich zu hohe Ansprüche, aber so stelle ich mir eine gründliche Untersuchung beim Facharzt vor.

k|lauxs_z


Vielleicht ist das Gegenteil von dem der Fall, was du glaubst. Vielleicht ist er sogar so ein guter Orthopäde, dass er eben sofort erkennt, woran es liegt.

Bei mir wollten zwei Orthopäden mich ebenfalls nicht zum MRT überweisen; das musste ich selber veranlassen.

Und was habe ich nun davon? Nichts, hätte ich mir sparen können.

Wer hatte nun Recht? Ich oder der Arzt?

Mir hat der eine Orthopäde auf den Kopf zugesagt, dass ich glauben würde, dass er und die Ärzte bei mir alle viel zu schludrig untersuchen würden. Er kennt diese Haltung der Patienten (vor allem von Angstpatienten und hypochondrischen Patienten) also nur zu gut. Ein typischer und immer wiederkehrender Vorwurf der Patienten an Ärzte. Damals war ich in dem gleichen Stadium wie du jetzt. Mittlerweile bin ich insofern weiter, als ich nicht mehr glaube, dass bei einer noch so 'gründlichen' Untersuchung (wie die auch immer aussehen möge ??? ) wesentlich Aufschlussreiches herauskäme. Denn die Psyche kann man eben mit keinem Verfahren abbilden ;-)

Wenn es dich 'beruhigt', verlange ein MRT oder lass den Thorax röntgen. Aber es wird nichts dabei herauskommen. Würde es dich beruhigen, wenn nichts herauskommt? Du wirst jetzt glauben: ja. Aber mich hatte es damals eigentlich nicht beruhigt. Denn ich dachte damals nur, die Ursache würde eben noch tiefer liegen, es wäre eine ganz seltene, praktisch nicht zu diagnostizierende und daher besonders heimtückische Krankheit. Möglich ist das ja, aber eben doch sehr unwahrscheinlich. Und 100% Sicherheit, dass du organisch nichts hast, kann dir nie irgendein Arzt geben. Damit musst du leben.

Da du die Sache offenbar nie aus dem Kopf bekommst, würde ich dir Folgendes vorschlagen: Du lässt jetzt noch alle Untersuchungen machen, die du dir wünschst, also die deiner persönlichen Vorstellung einer 'gründlichen' Untersuchung entsprechen. Geh zu den entsprechenden Ärzten und lege deine Vorstellungen klar dar. Wenn das geschehen ist, drehst du dich vielleicht wenigstens nicht mehr in dieser Schleife. Ich weiß zwar aus eigener Erfahrung, dass man sich dafür dann andere selbst-sabotierende Denkmuster sucht, aber wenigstens bekommen wir hier dann nicht ständig zu hören 'ich geh doch noch mal zum Lungenfacharzt' ... 'Ich geh doch noch mal zum ... - Arzt' etc.

Wenn der Wunsch nach 'gründlicheren' Untersuchungen derart dein gesamtes Denken bestimmt, dann gib nicht auf, wenn du den Arzt nicht erreichst. Letzteres zeigt für mich nämlich bloß einen inneren Zwiespalt in dir auf.

K;ri-scUhi7x81


Ich weiß allein, dass wahrscheinlich bei den Untersuchungen nix bei rum kommen würde, aber ich habe halt immer wieder in den Situationen, wo es mir schlechter geht, das Bedürfnis doch noch mal zum Facharzt zu gehen. In Situationen, wo es mir besser geht, ist das Bedürfnis nach Facharzt gleich null. Deswegen bin ich so hin und her gerissen.

Wenn mit meiner Lunge etwas nicht stimmen würde, dann würde sich dies ja vor allem in körperlicher Belastung vordringlich zeigen und nicht in Ruhephasen. Joggen kann ich ohne Einschränkungen, beispielsweise.

Wenn mit meinem Hals (Schilddrüse, Kehlkopf) etwas wäre, dann wäre dies sicherlich permanent und nicht mal bessser und mal schlechter. Das Problem ist nur, dass das irgendwie nicht in meinen Kopf will.

k7lausx_z


Sicher, genau so geht es mir auch, ich kann das Buchstabe für Buchstabe so nachvollziehen.

Damit es aber irgendwann doch in deinen Kopf will, da hilft wirklich nur Psychotherapie, ein wiederholter Facharztbesuch kann das nicht leisten.

K#risc_hi781


Eigentlich habe ich ja schon mehr oder weniger die Bestätigung von meinem Physiotherapeuten, dass meine Symptome vor allem durch Stress kommen. Mir wurde gesagt, dass mein Magen fest/verspannt wäre und mein Zwerchfell auch. Dies sind wohl die ersten Indizien dafür, dass ich Stress habe. Mir ist nur dieser Stress nicht wirklich bewusst. Ich empfinde es nicht als Stress, so wie es jetzt ist. Das hat mir auch meine Psychologin versucht zu erklären. Ich muss quasi das Bewusstsein für Stress wieder finden.

K3rischxi781


Nachdem es mir ein paar Tage etwas ging, fast symptomfrei, kommen die Symptome, vor allem die Atembeschwerden, wieder zurück. Vor allem heute, während der Arbeit, war es wieder sehr unangenehm.

Nach der Arbeit war ich eine Runde laufen. Sogar weiter als sonst. Wenn mit meiner Lunge etwas wäre, dann würde ich doch bestimmt keine 5km durchhalten, oder?

Bin halt, mal wieder, doch noch mal einen Arzt aufzusuchen.

Meine Therapie beginnt dann auch bald. Meine ersten fünf Kennenlerntermine sind jetzt durch.

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