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Psychisch kranke Mutter macht mich kaputt

E=mmaChardlottxe hat die Diskussion gestartet


Hallo,

Ich habe mich dazu entschieden meine Geschichte hier aufzuschreiben, weil ich einfach mit meiner Kraft am Ende bin und nicht weiter weiß.

Ich bin 21 Jahre, studiere Lehramt und wohne noch daheim. Aber dir Situation in meiner Familie wird immer schrecklicher für mich und ich bin langsam am Ende. Mittlerweile weiß ich, dass meine Mama krank ist - psychisch krank, depressiv.

Ich versuche kurz meine Geschichte zu erzählen, wahrscheinlich gibt es mir ein gutes Gefühl meine Gedanken nieder zu schreiben.

Ich wohne mit meinen Eltern in einem Haus auf dem Land und habe eine ältere Schwester die mittlerweile ausgezogen ist, zu ihr habe ich schon immer ein sehr inniges Verhältnis. Ich hatte eine schöne Kindheit. Meine Eltern waren immer fürsorglich, manchmal wahrscheinlich zu sehr. Als meine Schwester in der Pubertät war und ihre eigenen Entscheidungen getroffen hat, fing es an, dass sie und meine Mutter sich oft stritten. Ich war aber noch zu jung um das zu verstehen. Ich habe meine Mutter immer sehr geliebt und das tue ich heute leider immer noch. Das liegt wahrscheinlich daran dass ich ein sensibler Mensch bin.

Als ich dann älter wurde und in die Pubertät kam, fing es an dass unser Verhältnis schlechter wurde. Ich durfte oft nicht wie andere in meinem Alter Abends weg gehen und wurde sehr behütet. Meine Mutter hatte schon immer panische Angst uns könnte etwas zustoßen. Als ich 18 wurde, meinen 1. Freund hatte und endlich meine eigenen Entscheidungen treffen konnte wurde alles schlimmer. Sie hackte nur auf mir und anderen rum. Außerdem sei ich nie daheim und würde mich nicht um sie kümmern. Ich muss dazu sagen, sogar in diesem Alter war ich fast nie mit Freunden unterwegs und habe oft abgesagt um bei meiner Mutterhaus sein damit es ihr besser geht. Heute habe ich deshalb immer das Gefühl, die besten Jahre meines Lebens verpasst zu haben, da ich mich in meiner Jugend immer für meine Mutter zurück genommen habe und mich nicht wie andere ausgelebt habe. Ich habe den Gedanken, das nie nachholen zu können und dass etwas fehlt.

Seit einem Jahr ist es aber wieder sehr schlinm, vor allem vor Geburtstagen oder Weihnachten. Auch heute nehme ich mich oft zurück und bleibe bei meiner Mutter daheim damit sie sich besser fühlt. Ich habe wieder einen Freund. Diesen akzeptiert sie nicht wirklich und ist oft abweisend zu ihm. Er ist ein anständiger und toller Kerl, andere Mütter wären froh über ihn. Ihm gegenüber ist mor meine kalte Familie oft sehr peinlich. Ich höre in letzter Zeit oft ich solle ausziehen und brauche nicht wieder kommen. Das kann ich wegen mangelndem Geld leider nicht machen. Vor einigen Monaten hat sie sich den Oberschenkel gebrochen. Deshalb gibt sie immer mehr auf, jammert, meckert den ganzen Tag, ist unfreundlich zu jedem und macht jeden schlecht. Auch meine Eltern streiten sich oft heftig. Ich schmeiße den Haushalt und versuche es jedem Recht zu machen. Mir wird immer ein schlechtes Gewissen gemacht wenn ich in die Uni, Arbeit oder zu Freunden gehe. Denn sie hat keine Hobbys, keine regelmäßige Arbeit oder Freunde. Will daran aber auch nichts ändern. Deshalb dürfen meine Familie und ich auch keinen Spaß im Leben haben. Die Gründe dafür sind weit her geholt. Sie weiß dass sie krank ist, möchte sich aber keine Hilfe holen da ihr eh niemand helfen kann. An meinem Papa meckert sie vor mir immer rum und macht ihn schlecht. Angeblich sollen wir beide uns oft gegen sie verschwören. Außerdem wird mir cor meiner Zukunft immer wieder angst gemacht, sodass ich mittlerweile wirklich Angst davor habe. Sie kann sich bis heute überhaupt nicht von mir lösen und klammert krampfhaft. Ich werde oft wie ein kleines Kind behandelt und es wird an die schöne Zeit damals zurück gedacht. Auch werden such panische Sorgen um mich gemacht.

Ich bin froh meinen Freund und einige gute Freunde zu haben. Ich habe Angst sie wegen meiner Mutter zu verlieren, da ich in Moment nicht viel Zeit und den Kopf für andere Sachen habe. Vor meinem Freund und 2 Freundinnen konnte ich es nicht mehr geheim halten. Sie helfen mir und hören mir zu. Jedoch glaube ich nicht dass sie alles verstehen können und erzähle lieber nichts mehr.

Meine Schilderung klingt glaube ich ziemlich harmlos, ist es aber in echt nicht. Ich bin mit meiner Kraft am Ende, vor allem weil ich versuche es allen Menschen in meinem Umfeld recht zu machen. Ich habe aber das Gefühl jeder leider darunter und ich schaffe das nicht. Auch meine Gesundheit leidet, da ich überhaupt keinen Appetit mehr habe. Mein Mutter weint nur noch und nichts was ich mache hilft ihr obwohl sich mein Leben nur um sie dreht. Am besten wäre es für alle ich würde ausziehen, aber damit muss ich warten bis mein Studium abgeschlossen ist. Da weiß ich auch nicht, ob es das richtige ist und mich glücklich macht. Ich habe Angst mittlerweile selbst depressiv zu sein oder es später in meinem Leben zu werden. Oft hoffe ich zur Zeit, sie würde einfach sterben oder weg sein..ich denke auch manchmal daran selbst weg zu sein.

Vielleicht hat sich jemand die Mühe gegeben sich das durch zu lesen und kann sich mit mir identifizieren. Es gibt von mir aus noch so viel tu erzählen, aber dann könnte ich viele Seiten füllen. Vielleicht meldet sich jemand bei mir

Liebe Grüße

Antworten
Eghemaligerk NutzeXr (#458J871x)


Meine Schilderung klingt glaube ich ziemlich harmlos, ist es aber in echt nicht.

Nee, das klingt wirklich nicht harmlos.

Meine Mutter hat in meiner Jugend auch oft ein Verhalten an den Tag gelegt wie das, was Du beschreibst, überbehütend, klammernd, übergriffig, verletzend. Im Nachhinein habe ich erkannt, dass sie an Depressionen litt.

Auch meine Mutter kritisierte permanent an mir und meinem Vater herum. Sie behandelt mich heute noch (ich bin Mitte 30) wie ein kleines Kind, auch die panischen Sorgen sind immer noch vorhanden, als wäre ich gerade in die Pubertät gekommen.

Ich finde mich in Deinen Beschreibungen zu einem grossen Teil wieder, nur, dass meine Mutter ihre Depression so gut es ging verborgen hat und nie offen Unterstützung gefordert hat, sondern, indem sie mich manipuliert und mir ein schlechtes Gewissen gemacht hat. Bis heute.

Ich bin mit meiner Kraft am Ende

Verständlich. Deine Mutter benutzt Dich.

Lies mal in meinen [[http://www.med1.de/Forum/Beziehungen/721285/ aktuellen Thread]] rein, wenn Du magst. Entgegen dem, was der Fadentitel vermuten lässt, geht es da nicht primär um Krankheit, sondern um das manipulative, egozentrische und übergriffige Verhalten meiner Mutter mir gegenüber über drei Jahrzehnte, mit Verletzungen, Schuldgefühlen in mir usw.

So kann es gehen, wenn man aus schlechtem Gewissen keine Grenzen setzt, oder nicht deutlich genug. Ich wünsche Dir von ganzem Herzen, dass Du nicht erst Mitte 30 sein wirst, wenn Du eine Abgrenzung schaffst. Konkret finde ich, dass Du ganz ganz unbedingt ausziehen solltest! Am besten weit weg.

Oft hoffe ich zur Zeit, sie würde einfach sterben oder weg sein..ich denke auch manchmal daran selbst weg zu sein.

Kann ich verstehen, beides. Und ich kann nur erahnen, wie schwer es Dir fällt, diese Gedanken auszusprechen/niederzuschreiben.

Ich glaube zu wissen, wie beschissen es Dir geht. Aber der einzige Trost, den ich habe: Du bist nicht alleine! @:)

d8ie ?Tortxe


das kenne ich auch alles nur zu gut. das einzige was mir half war auszuziehen und den kontakt komplett abzubrechen.

habe dann erstmal alg2 bezogen. aber da du noch nicht 25 bist gilt das ja nicht oder doch?

denn ich bin auch mit 20 raus, allerdings mit sondergenehmigung vom amt.

war bei nem psychodoc und der hat mir dann nach meiner erzählung ein schreiben fürs aa fertig gemacht in dem drinne steht das es nötig ist auszuziehen.

vllt ist das ja was für dich, dann kann ich gerne genauer werden :)

P&lüsc|hbhiexst


Zieh dein Ding durch, höre auf, es allen Recht zu machen!

Deine Mutter verhält sich zum einen so, weil sie krank ist und zum anderen weil du es mit dir machen lässt.

Warum bleibst du ihretwegen immer zu Hause?

s[chneacke19x85


Liebe Emma!

Mir ist ein Satz als ganz zentral ins Auge gesprungen:

Mein Mutter weint nur noch und nichts was ich mache hilft ihr obwohl sich mein Leben nur um sie dreht.

Vielleicht ist es dir selber (und deiner Mutter sowieso nicht) nicht bewusst, dass eben dieser Satz aussagt, dass das Modell "Ich kümmere mich, also geht es besser!" sowieso für die Tonne ist. Ich weiß, wovon ich spreche. Meine Kindheit und Jugend bestand darin, dass wir alle um unsere Mutter wie auf Eierschalen herumgeschlichen sind und die Mädels kollektiv versucht haben, gegen die Depressionen unserer Mutter anzuputzen. Ja, auch das klingt komisch, aber es wurde immer so vermittelt: "Wenn du mir nur genug abnimmst im Haushalt, dann geht es mir gut. Wenn du nur keine Probleme machst und alles tust, was meinem Wohlbefinden dient, dann geht es mir gut."

Letztlich lässt sich mein Gefühlszustand zwischen 6 und 25 in einem Satz subsumieren: Entweder, ich bringe mich selber um (in Form von Verleugnung meiner Bedürfnisse und Wünsche) oder ich mache mich selber glücklich und bringe meine Mutter (mit meinem Verhalten / Lebensstil / Wünschen) um. Das ist wortwörtlich ein mörderischer Zustand. :°(

Ich habe ganz lange gebraucht und auch therapeutische Unterstützung sowie stundenlange Gespräche mit meinem Partner eingeholt, bis ich eingesehen habe: Ich bin die Nummer 1 in meinem Leben. Meine Mutter ist (oder sollte) mir ein paar Jahrzehnte voraus sein. Ich bin das Kind, sie sollte die Mutter / Erwachsene sein.

Ich kann dir nur raten, dir professionelle Unterstützung in deiner Situation zu holen. Es eben genau anders zu machen, als es unsere Mütter vorgelebt haben. Um irgendwann, irgendwie die Kraft zu finden, um aus diesem destruktiven Kreislauf auszubrechen. Ich werfe hier nur als kurzes Stichwort die Co-Abhängigkeit ein, die bei weitem nicht nur für Suchterkrankungen gilt. Letztlich hilft man mit dem Deckeln - wie auch bei stofflichen Süchten - dem Erkrankten nicht, sondern wird Komplize dabei, dass der Betroffene in seinen destruktiven Mustern verbleibt.

Vielleicht als Endwort, das du (vermutlich rational) verstehen kannst, aber noch nicht fühlst: Die Priorität Nummer 1 in deinem Leben musst immer du sein. Danach kommen die anderen.

Wenn wir eine andere Person auf Nummer 1 setzen, dann ist das höchst krankhaft, macht abhängig, klammerig, unglücklich und führt zu keinem eigenverantwortlichen Handeln.

Mir ist klar, dass der Ausstieg aus so einer ungesunden Beziehungsdynamik nicht einfach ist und schon gar nicht von einem Tag auf den anderen vonstatten geht. Deshalb auch der Tipp mit einer Psychotherapie / Beratung nur für dich . Das Leben deiner Mutter liegt in der Verantwortung deiner Mutter. Dein Leben liegt in deiner Verantwortung. :)* :)_

L>aRuDcoxla


Man kann sich den anderen nur anschließen, Du steckst da in einem stark pathologischen Ding drin welches Dich, wie Du ja auch merkst, entkräftet und depressiv macht. Ausser "raus da" kann man da gar nix raten. Kannst Du nicht zu Deinem Freund ziehen?

faalco p+ele#grinxoides


Hallo Emma Charlotte,

meine Verschreiber haben ja schon viel gesagt, vielleicht hilft es dir ja. Ich bin so bald ich konnte ausgezogen aber meine Situation war anders schwierig, einiges von dir kann ich nachvollziehen, weil es ähnlich war, anderes war total anders und auch sehr schwierig.

Da du mit 21 immer noch auf deine Eltern angewiesen bist, zwecks Studium, mag das Ausziehen dir vielleicht unmöglich erschienen.

Mal eine Frage, könntest du denn nicht mit deinem Partner zusammen ziehen?

Ich kenne mich für Hilfen für Studenten nicht aus aber es gibt doch auch sicherlich die Möglichkeit zur Finanzierung des Studiums, Bafög, oÄ? Du kannst auch nebenbei stundenweise arbeiten. Wird bestimmt nicht einfach aber ich kenne Leute, die das gemacht haben und junge Menschen die im Studium sind und immer noch tun. Hast du denn an so etwas schon gedacht?

Um psyche Unterstütztung für dich, würde ich mich an deiner Stelle aber sobald wie möglich kümmern.

Lg @:)

C~atD20x16


Oh man, dasselbe hätte meine Cousine schreiben können. Sie ist 21, und bei ihr geht es sogar noch drastischer zu. Es tut mir wirklich leid, dass du unter solchen Umständen aufgewachsen bist. :|N

Wenn du ausziehen möchtest, wird es auf jeden Fall Möglichkeiten geben. Eine, die mir einfällt, wäre es erst einmal Hartz 4 zu beziehen. Du müsstest zum Psychologen (eine langzeitige Therapie würde ich an deiner Stelle auf jeden Fall sowieso machen, ist wirklich sehr sehr hilfreich und befreiend) und dir eine Bescheinigung ausstellen lassen, wieso du unbedingt ausziehen musst um als Härtefall angesehen zu werden, weil du unter 25 bist. Dann solltest du zum Arbeitsamt und einen Antrag stellen. Das habe ich auch gemacht und dieser wurde nach 3 Wochen auch bewilligt, habe mich letzendlich jedoch umentschieden. Zu dem Hartz 4 wird dir dann auch die Wohnung bezahlt.

Ansonsten würde mir noch einfallen, für eine Zeit eventuell bei Freunden unterzukommen (weiß jetzt natürlich nicht, wie die Verhältnisse zueinander sind) oder dir ein günstiges WG-Zimmer zu suchen und nebenbei auf 450,- Basis zu arbeiten. Es ist alles möglich; du musst es nur wollen. :)*

Du hast gesagt, deine Mutter weiß, dass sie krank ist. Wäre sie bereit, eine Therapie zu beginnen und Hilfe anzunehmen, wäre es ja eine andere Sache; aber sie möchte es nicht und alles wird sich mit großer Wahrscheinlichkeit in den nächsten Jahren noch verschlimmern. Du musst dich auf jeden Fall von ihr abnabeln und dir nicht mehr diese ganze Last aufzwingen lassen! Tue dir bitte selbst einen Gefallen und ziehe aus. Es ist auf jeden Fall möglich! Mit Sicherheit wird dir ein schlechtes Gewissen gemacht werden, und sie wird sogar wahrscheinlich noch mehr klammern. Ich hoffe, du wirst dich davon nicht beeinflussen lassen! Zieh die Reißleine und kümmer dich erstmal einfach nur um dich - am besten in der Form einer Therapie. Deine Mutter muss sich selber helfen. Ich würde ihr dann auch erzählen, dass der Kontakt nur weiter bestehen kann, wenn sie sich professionelle Hilfe sucht und an sich arbeitet. Auch, dass ihre Masche, sich immer als armes Opfer darzustellen nicht mehr zieht. Wenn sie Depressionen hat, sollte sie was dagegen unternehmen, sonst wird sie dich verlieren. Einem Alkoholiker hilft es auch nicht, wenn man die Augen zumacht und wegschaut - die meisten bekommen erst den Antrieb, an sich zu arbeiten bzw. sich zu bessern, wenn sie Wichtiges verloren haben. Was immer du ihr auch sagen wirst oder wie der Kontakt verbleiben wird: nutz deine gegebenen Möglichkeiten auszuziehen, ansonsten wirst du an den Umständne zugrunde gehen - mit Sicherheit!

Ich wünsche dir alles Gute und viel Kraft, die nächste Zeit durchzustehen! @:)

P^lVane9t4a


Deine Mutter ist total abhängig von Euch. Früher, als ihr sie noch brauchtet, war ihre Welt in Ordnung, weil die Abhängigkeit ja auch gebraucht wurde, also passte es.

Aber nun ist sie wirklich in echter Panik, weil sie merkt, sie kann Euch nicht halten...sie motzt zwar ständig dagegen an, weiß aber auch, dass sie machtlos geworden ist und ihr einfach abhauen könntet.

Du bist da noch die Stabiliere, weil du "nur" unter der Situation leidest und wenn du abhauen würdest, wäre für dich alles wieder im Lot.

Aber deine Mutter hat echt ein Problem. Die muß einen neuen Halt und einen neuen Lebenssinn für sich finden. Erst dann könnt ihr wieder normal Kontakt haben.

E+mma~Charxlotte


Guten Abend,

vielen vielen Dank für eure Zusprüche und Tipps! Das bedeutet mir wirklich viel.

Und ihr habt alle Recht. Die einzige Möglichkeit, wie es mir besser gehen kann, ist es auszuziehen.

Warum bleibst du ihretwegen immer zu Hause?

@ Plüschbiest:

Weil die Situation mit ihr sonst nur schlimmer wird, aber die Frage habe ich mich auch schon oft gestellt. Wahrscheinlich weil ich sie trotzdem liebe und will dass es ihr gut geht.

Kannst Du nicht zu Deinem Freund ziehen?

@ LaRucola:

Ja könnte ich theoretisch. Habe das Angebot auch schon von ihm, Freundinnen und meiner Schwester bekommen. Aber das ist natürlich keine Dauerlösung. Mein Freund ist vor ca. einem Jahr mit einem Kumpel in eine 2er WG gezogen, das würde auf dem begrenzten Raum nicht lange gut gehen. Haben schon darüber gesprochen zusammen zu ziehen, das wird auch in näherer Zukunft passieren. Bis dahin werde ich mich wahrscheinlich um ein günstiges WG-Zimmer bemühen.

Ich kenne mich für Hilfen für Studenten nicht aus aber es gibt doch auch sicherlich die Möglichkeit zur Finanzierung des Studiums, Bafög, oÄ?

@ falco pelegrinoides:

Bafög bekomme ich leider nur sehr sehr wenig da das Gehalt meiner Eltern knapp über der Grenze liegt. Es gibt zum Beispiel noch die Möglichkeit eines Studienkredites, den würde ich auf jeden Fall beziehen müssen, anders würde es nicht gehen. Ich arbeite derzeit schon neben dem Studium, es würde aber nicht einmal für ein WG-Zimmer und Verpflegung ausreichen. Ich habe das wahrscheinlich alles noch nicht gemacht, da ich immer noch hoffe dass meine Familie wieder einen "Normalzustand" bekommt und ich mein Zuhause liebe und eigentlich niemals freiwillig weg wollen würde.

Eine, die mir einfällt, wäre es erst einmal Hartz 4 zu beziehen. Du müsstest zum Psychologen (eine langzeitige Therapie würde ich an deiner Stelle auf jeden Fall sowieso machen, ist wirklich sehr sehr hilfreich und befreiend)

@ Cat2016:

Psychologische Betreuung werde ich in meinem Leben früher oder später auf jeden Fall nehmen. Nicht dass es meinen Kindern und mir später einmal genauso geht. Das möchte ich auf keinen Fall. Problem ist nur, da ich Lehrerin werden will und auch am besten verbeamtet werden will, darf ich bis zum Abschluss keine psychologische Hilfe nehmen. Sonst werde ich nicht verbeamtet. Zum Hartz 4: Wenn ich in meinem bisherigen Leben nur studiert und auf 450€ gearbeitet kann ich doch kein Hartz 4 beziehen oder?

Vielen Dank schon einmal für eure Hilfe. Ich nehme mir die Worte zu Herzen. Es tut gerade sehr gut! :)_

Ich werde weiterhin berichten wie sich alles entwickelt.

C@a7t2x016


Zum Hartz 4: Wenn ich in meinem bisherigen Leben nur studiert und auf 450€ gearbeitet kann ich doch kein Hartz 4 beziehen oder?

Ich habe auch nur einmal auf 450,- Basis arbeiten können aufgrund meiner Depression und musste mein Abitur auch aufgrunddessen abbrechen. Das hat nichts damit zu tun, was du bisher alles so geleistet hast. Ab 25 bekommt praktisch jeder arbeitslose Hartz 4 bezahlt, der ne schöne Geschichte erzählt. Darunter gilt die Härtefallregelung, deswegen musst du auch ein psychologisches Gutachten vorlegen. Einfach bei einem Psychologen oder Psychiater einen Termin machen und hingehen. Ich hatte zwar vorher schon monatelang eine Therapie gemacht, aber ich denke, dass bei solch einem Anliegen eventuell eine Stunde ausreicht. Du kannst ja momentan leider auch keine Therapie in Anspruch nehmen. Meine Cousine konnte damals aus emotionalen Gründen nicht zu einem Gerichtstermin erscheinen, und da hat sie auch einen Termin gemacht nur um sich ein Gutachten ausstellen zu lassen. Allerdings weiß ich jetzt auch nicht, wie das mit dem Bafög dann aussieht; da würde ich mich nochmal von einer unabhängigen Stelle (nicht unbedingt einer Beratung des Arbeitsamtes per se) diesbezüglich beraten lassen. :-)

ECmmaCmharl,otte


Mir kommt eigentlich jeden Tag der Gedanke, vieles in meinem Leben wegen meiner Mutter verpasst zu haben. Oder auch noch verpassen werde wenn such nicht bald etwas ändert. Ich werde auch immer älter und die besten Jahre des Lebens sind bald vorbei. Vor allem wenn ich mich mit meinem Freund oder Freunden vergleiche die ein tolles Leben und gute Familienverhältnisse haben. Ich stell mir die Frage, warum musste das genau mir passieren und warum kann ich nicht eine normale Familie haben, mehrmals am Tag. :|N

Hat vielleicht jemand die gleichen Gedanken (gehabt)?

EBmmaaCaharlotxte


@ Cat2016:

Vielen Dank für deine Hilfe! Ich werde mich darüber auf jeden Fall informieren!! :-x

C$at20x16


Ich habe das wahrscheinlich alles noch nicht gemacht, da ich immer noch hoffe dass meine Familie wieder einen "Normalzustand" bekommt und ich mein Zuhause liebe und eigentlich niemals freiwillig weg wollen würde.

Das ist jetzt nicht böse gemeint, aber die Hoffnung solltest du am besten sofort aufgeben. Du hast geschrieben, du hättest Angst depressiv zu sein oder es zukünftig zu werden; wenn du es noch nicht bist, wirst du es mit Sicherheit werden, und solange du dann noch zu Hause wohnst, wird sich dieser Zustand immer drastischer verschlechtern. Lass das bitte nicht zu, mach dich frei und mache dir nicht die Chance kaputt, glücklich zu werden. Das wirst du in deinem ''Zuhause'' nämlich nicht. Ihr braucht dringend Abstand zueinander oder zumindest du von deiner Mutter. Solange du immer da bleibst und alles mit dir machen lässt, wird deine Mutter ihr Verhalten nicht ändern. Das passiert erst, wenn deinerseits Taten in Richtung Unabhängigkeit folgen und du sie spüren lässt bzw. ihr aufweist, dass sie ihr Verhalten ändern MUSS bzw. sich endlich Hilfe suchen muss, damit sich alles zum Positiven entwickelt. Ich hoffe nur, dass du dich dann nicht mehr emotional erpressen und dir vermeintliche Schuldgefühle einreden lässt. Werde dir auch klar darüber, dass das Glück und die Lebensqualität anderer Menschen nicht in deiner Verantwortung stehen sollte. Jeder Mensch ist letzendlich für sich verantwortlich, und niemand sollte sich für andere Menschen aufgeben - erst Recht nicht, wenn diese es einem ganz selbstverständlich abverlangen.

E'lafjRem\ich08x15


Auf deine Antwort warum du noch zu Hause wohnst:

Wahrscheinlich weil ich sie trotzdem liebe und will dass es ihr gut geht.

Aber es geht ihr doch nicht gut.

Deine Mutter ist nunmal wie sie ist. Warum das so ist, wie das entstanden ist usw. ist primär "egal". Es zählt die Ist-Situation und die sieht so aus das ihr beide unglücklich seid. Nur aus verschiedenen Gründen. Ich kann mich der klaren Meinung das du dringend ausziehen solltest nur anschließen. Deine Mutter wird sich ohne Druck von außen nicht ändern. Wenn sie keine hilfe annehmen will kannst du sie nicht dazu zwingen und das du dich ständig, seit Jahren, für sie zurück nimmst hat an ihren Problemen nichts geändert.

Vermutlich kann sie genauso wenig aus ihrer Haut wie du. Das heißt aber nicht das du dich "kaputt machen" darfst.

Klar ist es schade. Und klar ist man enttäuscht. Und klar vermisst man Dinge. Du hast getan was möglich war. Aber irgendwann musst du auch mal nach dir schauen. Und wenn das heißt deine Mutter "zurück" zu lassen ist das hart und unfair und fühlt sich nicht richtig an, ist aber der einzige Weg wie ihr beide wieder in die Spur kommen könnt.

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