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Ich dreh mich im Kreis - was ist der Ausweg?

FSliedecrgolxd hat die Diskussion gestartet


Ich bin so langsam an einem Punkt, wo ich nicht mehr weiter weiß. Seit anderthalb Jahren versuche ich nach einer Lösung zu finden. Und ich frage mich langsam ob es die überhaupt gibt. Im Außen (Job, Wohnung etc.) habe ich alles radikal verändert und mich auch innerlich, gedanklich von oben bis unten auf den Kopf gestellt. Nur um jetzt wieder da zu sein wo ich angefangen habe. Ich schaffe es einfach nicht loszulassen, meine Ängste, Menschen, Erwartungen, ich finde keinen Halt in mir, mich selbst anzunehmen so wie ich bin. Das wäre alles nicht so schlimm, wenn mein Körper nicht seit anderthalb Jahren starke Symptome machen würde - das ist meine Seele die immer wieder nach mir ruft, aber ich verstehe nicht was sie mir sagen will.

Ich habe meinen Job gekündigt, ne stationäre Therapie gemacht, bin einmal um die Welt gereist. Und jetzt? Sitz ich da, ohne einer Idee was ich aus meinem Leben machen soll, wieder kurz vor einer stationären Therapie, ratlos und hilflos. Weil ich mich gerade nicht auffangen kann. Schäme mich schon fast dafür, dass ich mich so an meinen Therapeuten klammere, weil ich sonst keinen Halt finde. Freunde und Familie ertrage ich momentan nur begrenzt. Ich bin gerade einfach nur traurig und ernüchtert. Und ganz schön müde :°(

Antworten
c&ar6mevxix


Habe nicht grosse Erfahrung mit deinem Problem, aber ich hatte mal eine Phase, in der es mir ziemlich ähnlich ging. Mir hat es damals geholfen, einer Arbeit nachzugehen, in der ich mich bewusst eine Zeit lang in der Hintergrund gestellt habe: habe freiwillig in einem Altersheim gearbeitet. Es war für mich vorallem bereichernd, da ich gesehen habe, dass ich andere Menschen mit sehr wenig glücklich machen kann. Auch ihre Lebensgeschichten zu hören, ihre Reuen, so ziemlich alles was ich mitbekommen habe, hat mir sehr gut getan und hat mir geholfen, neue Sichtweisen für meine Probleme und vorallem meine Wünsche zu kriegen. Vielleicht solltest du dich für eine begrenzte (!!) bewusst in den Hintergrund stellen, um dich danach wieder voll und ganz auf dich fokussieren zu können. Ein Therapeut ist sehr sinnvoll und kann einen guten Halt geben, hingegen bist du der beste Halt für dich selbst (und dies habe ich erst erkannt, als ich anderen Menschen einen Halt bieten konnte - warum sollt ich es dann bei mir nicht können? war der Gedanke danach)

Ich wünsche dir alles Glück

FBliededrgolxd


Danke :) mein Therapeut machte auch schon den Vorschlag etwas soziales zu machen. Für eine begrenzte Zeit fände ich das nicht schlecht. Um mich und meine Umwelt mal anders zu erleben. Ich weiß nämlich gerade wirklich nicht was ich jobmäßig machen soll, habe große Angst davor den nächsten Schritt zu gehen, was mich gerade völlig lähmt. Ich weiß nicht ob ich den Mut habe meine bisherige "Karriere" über den Haufen zu werfen (den ersten Schritt hab ich da ja eigentlich schon getan), etwas ganz neues zu wagen. Ich bin jetzt 31 und an einem Wendepunkt in meinem Leben. Verantwortung, Erwachsensein, den richtigen Weg gehen - das überfordert mich so sehr, dass ich mich gerade quasi tot stelle. Ich weiß aber auch, dass es so wie bisher nicht weitergeht. Mein Job war mit so viel Leistungsdruck verbunden, dem ich einfach nicht gewachsen war. Aber wie finde ich heraus was ich stattdessen tun soll? Die Erleuchtung hat mich auf der Reise leider nicht getroffen, auch wenn sie sehr bereichernd war. Wie finde ich meine innere Sicherheit? Ich seh gerade den Wald vor lauter Bäumrn nicht. %:|

c`arUmxevix


Du bist dem Leistungsdruck deines Jobs zwar entkommen, setzt dich jetzt aber selber unter Druck, was genauso ungesund ist. Solche Entscheidungen oder Wegfindungen sind selten erzwingbar, lass dir also Zeit.

Selten weiss man gerade, was man will, man muss sich einfach herantasten. Mach verschiedene Praktika, in allen möglichen Bereichen, dann siehst du, was genau dir an einer Tätigkeit gefällt, was an der anderen Tätigkeit gar nicht geht. Wenn du ein bisschen mehr Selbsterkenntnis durch diese Erfahrungen gesammelt hast, kannst du wahrscheinlich auch besser einschätzen, was jobmässig in Frage kommt.

Fyliediergo!ld


Ja ich denke auch dass ich das nur herausfinde indem ichs versuche. Das Grundproblem ist der hohe Anspruch den ich an mich stelle - wie du schon sagst nicht nur im Job sondern jetzt auch ganz generell. Da fühlts sich erstmal wie Scheitern an weil ich jetzt quasi nochmal von null anfangen müsste und ich mir das nicht gerne erlaube, auch weil ich damit aus dem Raster falle. Aber wie bisher gehts halt auch nicht weiter. Nun muss ich erstmal gesundheitlich stabiler werde und dann die Kraft finde den nächsten Schritt zu gehen und auszuprobieren.

Was mich aber zusätzlich belastet ist der Gedanke, dass meine Symptome nicht mehr weggehen, ich deshalb nicht belastbar bin, ich auch die Auslöser nicht klar benennen kann und dadurch das Gefühl auch nichts konkret ändern zu können. Ich hatte kein traumatisches Erlebnis oder ne schwere Kindheit und da fühle ich mich oft schuldig, als ob ich mir das einbilde oder mich anstelle, dass ich keine Betechtigung für das alles habe. So einfach ist's aber manchmal ja auch nicht und ich hoffe dass ich dem in der Therapie nochmal etwas näher komme. Ich warte jetzt gerade wiegesagt auf ne stationäre Aufnahme. Und das Arbeitsamt muss sich auch noch melden zwecks ärztlicher Begutachtung. Befinde mich also gerade in Warteposition und traue mich nicht mich innerlich zu rühren.

A0pfeOl>w+ein8x2


Einmal eine Therapie zu machen ist auch zu wenig. Im Rahmen einer stationären Therapie kann ein Instrument an die Hand gegeben werden, einen Basis geschaffen werden für eine fortlaufende Psychotherapie. Wenn das erlernte aus der Klinik nicht im Rahmen der Psychotherapie gefestigt wird ist ist stationäre Therapie völlig umsonst. Ich finde es auch nicht sinnvoll aus einer solchen Belastungssituation heraus über eine Umschulung nachzudenken. Davor musst du erstmal psychisch wieder auf beiden Beinen stehen. Wenn du so hohe Erwartungshaltungen an dich selbst hast, ist es egal welchen Berüf du ausübst denn jeder würde dich aufgrund des Druckes den du dir selbst machst, massiv an deine Grenzen bringen, mit dem Ergebnis, dass es dir erst recht schlecht geht. Ich denke, der Grund, dass deine Symptome sich nicht reduzieren, liegt darin, dass du viel zu viel von dir selbst erwartest und dein Körper ein deutliche Stop Zeichen setzt und das solltest du nicht übergehen wenn du deine Symptomatik nicht noch weiter verschlechtern möchtest.

F^l~ied+ergoxld


Ja das hast du glaub ich sehr treffend zusammen gefasst. Ich kann gerade nur hoffen, dass der stationäre Aufenthalt genehmigt wird und ich auch im Anschluss noch eine ambulante Therapie finde. Ich schaffs alleine gerade nicht aus dem Loch in das ich gekrochen bin. Diese Ungewissheit wie es da weitergeht macht mir gerade sehr zu schaffen weil alles andere an Halt gefühlt nicht mehr so da ist. Das ist tatsächlich nicht ganz so dramatisch, aber eben gefühlt.

F*li;ed|erg@olxd


Hallo!

Ich brauche gerade etwas Hilfe bevor ich Angstzustände entwickel :-(

Seit heute morgen fühle ich so ein komisches Blubbern im Brustkorb, ausgehend von der linken unteren Rippenseite. Als ob das in der Lunge, den Bronchien oder Zwerchfell wäre (kenne mich nicht aus). Was kann das sein? Vom falschen atmen? Ich steiger mich da gerade völlig rein und kriege Schwindel und Atemnot (von der Angst schätze ich) %:|

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