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Wie sagt man jemandem am besten, daß sie eine Therapie bräuchte?

dzu#dehTeit hat die Diskussion gestartet


Hallo

wir haben folgendes Problem: Vor kurzem hat meine Frau mit einer alten Freundin telefoniert und nach dem Telefonat waren wir beide der Meinung, daß es ihr nicht wirklich gut geht: Sie klang ziemlich verwirrt, ängstlich bis paranoid und für mich vor allem am Rande eines Nervenzusammenbruchs (oder schon darüber hinaus - ich bin auf dem Gebiet kompletter Laie)

Kurzum: Eigentlich bräuchte sie professionelle Hilfe.

Wie würde man es am besten formulieren, wenn man ihr das sagen müsste? Vor allem, weil wir denken, daß ihre erste Reaktion wäre: "Haltet Ihr mich für bekloppt?". Problem ist auch, daß sie soweit weg wohnt, daß wir sie nur telefonisch erreichen.

Und was wäre in so einem Fall die erste Anlaufstelle für professionelle Hilfe?

Antworten
Lfuci3x2


Direkt sagen. Oder ihre Familie kontaktieren.

Anlaufstelle sind entweder eine Psychiatrie oder ambulante Psychotherapeuten (Adressen auch der Seite der kassenärztliche Vereinigung für ihre Bundesland). Sie muss sie aber selbst kontaktieren und einer Therapie wollen.

Appfelwheixn82


Wie würde man es am besten formulieren, wenn man ihr das sagen müsste? Vor allem, weil wir denken, daß ihre erste Reaktion wäre: "Haltet Ihr mich für bekloppt?". Problem ist auch, daß sie soweit weg wohnt, daß wir sie nur telefonisch erreichen.

Und was wäre in so einem Fall die erste Anlaufstelle für professionelle Hilfe?

Ich nehme an es geht hier um eine volljährige, erwachsene Frau. Solange sie keine Gefahr für sich selbst oder andere darstellt kann niemand von außen gegen ihren Willen eingreifen, ganz egal welches Verhalten sie sonst an den Tag legt. Jeder Mensch unterliegt einer Eigenverantwortung. Sie muss selbst erkennen, dass sie ein Problem hat und in weiterer Folge eigenständig entscheiden ob sie eine Therapie machen möchte. Kein Therapeut würde sie therapieren wenn sie nicht freiweillig, von sich aus hingeht. So macht Therapie auch keinen Sinn. Ansprechen könnt ihr das jederzeit und sagen, dass ihr euch Gedanken macht, den Eindruck habt, dass es ihr nicht gut geht und auf diese Art und Weise mit ihr reden aber nicht bevormundend erklären was ihr für das Beste haltet. Damit stoßt ihr nur auf Ablehnung.

mdond7+skteFrne


Kurzum: Eigentlich bräuchte sie professionelle Hilfe.

Wie würde man es am besten formulieren, wenn man ihr das sagen müsste?

Man muss es ihr nicht sagen. Es mag sein, ein Psychiater könnte ihr helfen. Ich könnte mir aber auch gut vorstellen, sie kommt besser ohne "professionelle Hilfe" durch's Leben.

Mca,dam:e Chare?ntoxn


wenn sie paranoid ist hat sie Ängste - da würde ich ansetzen.

ihr sagen dass man Phobien und Ängste gut bei einem Therapeuten behandeln kann und dass das Leben erleichtert - möglichst ohne dass es danach klingt als würdet ihr euch riesen Sorgen machen, wenn ihr locker wirkt, nimmt sie die Sache mit der Therapie evtl. auch lockerer und mehr als guten Ratschlag.

sollte das nichts bringen dann könnt ihr ihr ruhig sagen dass ihr euch langsam Sorgen macht, denn ihr Denken scheint sie zu stressen und ihr möchtet nicht dass es ihr schlecht geht.

m[ondx+st;erne


möglichst ohne dass es danach klingt als würdet ihr euch riesen Sorgen machen

Ich bin der Meinung, ehrlich währt am längsten. Sie machen sich riesen Sorgen. Wenn sie also schon der betreffenden Person etwas sagen müssen (obwohl sie es nicht wirklich müssen), dann sollten sie meiner Meinung nach zumindest ehrlich sein. Ich könnte mir das sogar als Gesprächseinstieg vorstellen: "Wir machen uns große Sorgen."

W{ildkOatxer


Hallo dudeheit,

Denke mal mit sagen erreicht da man nicht viel. Sie zum Arzt begleiten !!!

MfG

DAiZe S@eherxin


habt ihr denn kontakt zu irgendjemandem aus ihrem direkten umfeld? der sich ein "bild vor ort" machen könnte? war das eigentlich nur bei diesem einen telefonat so, oder zeichnet sich da eine entwicklung über die letzte zeit ab?

M`am mut*86


Hallo dudeheit,

ich denke direkt mit der Tür ins Haus fallen und von einer Therapie zu sprechen würde sie vermutlich verschrecken und nur einen Rückzug ihrerseits erwirken.

Vermutlich währe das Beste sie freundschaftlich anzusprechen ob sie was plagt. Ihr Hilfe und Unterstützung anbieten. So bekommt ihr eventuell erstmals schon einen besseren Einblick in die Gesamtsituation und es wird sofern sie sich euch anvertraut ein Vertrauen aufgebaut.

Wenn ein entsprechendes Vertrauen da ist könnt ihr da noch immer vorsichtig auf eine Therapie zu sprechen kommen. So beiläufig wie, es gäbe auch die Möglichkeit einer Psychotherapie oder auch einen Psychiater zu kontaktieren.

So direkt den Satz "Du hast eine Therapie nötig." wird denke ich kaum jemand hören wollen bzw. im ersten Moment fast jeder falsch auffassen.

Gruß

D7omLbauxer


Wenn du dich nicht komplett unbeliebt machen willst (oder gar ne Anzeige wegen Beleidigung/üble Nachrede haben willst) würde ich die Klappe halten und gar nichts sagen.

LMucim3x2


Das ist nicht üble Nachrede. Ist"du sollst zum Orthopäde" auch üble Nachrede oder eine Beleidigung?

m+onpd+stexrne


"Geh zum Psychiater" ist beleidigend. "Geh zum Orthopäden" ist lediglich bevormundend.

D,o~mbauxer


Genau. "Geh zum Orthopäden" bedeutet "du gehst komisch" das ist nicht beleidigend, aber "geh zum Psychiater" bedeutet "Du hast einen an der Waffel", das ist beleidigend.

dHie 7ToWrte


das ist doch total individuell ob das jemand als beleidigung auffasst. es sind halt nur erliche fakten ..

dHu9de(heixt


Hallo

danke erstmal für die Antworten.

Was das direkte Umfeld angeht, es ist halt das Problem, daß sie weiter weg wohnt, aber eben seit Schulzeiten eine gute Frundin meiner Frau ist.

Ein bißchen labil war sie immer schon, nur hat sich das in letzter Zeit verstärkt (was wohl auch mit dem Alter zum tun hat - Anfang 40, keine Beziehung - ich denke, da ist auch einiges an Torschußpanik dabei).

Falls es sich beim nächsten Gespräch wieder zeigt, werden wir es mal vorsichtig anbringen

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