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Wenn der Vater der Tochter einen Unterwäsche-Gutschein schenkt..

mginoxo hat die Diskussion gestartet


hi!

ich habe in einem vorigen Beitrag von mir über das Thema Weiblichkeit - die ich nicht für mich definieren kann - geschrieben und wollte eure Meinung dazu hören.

Vielen Dank für die vielen Beiträge!

In meinem Beitrag hab ich auch versucht zu erklären, warum das so ein Thema ist. ua. ging es da um meinen Vater und seinen Vorstellungen eine Frau betreffend.

Nun ist mir zu diesem Thema etwas eingefallen, was ich gestern auch mit meiner Therapeutin besprochen habe.

Es klingt lächerlich, dass einem das einfallen muss, denn für Außenstehende ist es vermutlich ganz klar. Aber ich scheine es schön verdrängt zu haben...

Mir ist eingefallen, dass mir mein Vater seit 2 Jahren zu Weihnachten Gutscheine von Intimissimi (Unterwäsche Geschäft) schenkt. Und immer mit dem Zusatz: vl. kannst du mir das ja dann mal vorführen, was du dir da schönes gekauft hast.

Ich tat das als lächerlich ab und war peinlich berührt, doch jetzt - nachdem das alles Thema wird bei mir - wird mir schlecht dabei.

Interessanterweise macht er das seit dem Zeitpunkt als ich anfing mich (mit 35) endlich zu emanzipieren und mich von meinen Eltern abzunabeln.

Ich weiß nicht, warum ich das hier schreibe. Ich bin fertig mit den Nerven..... Ich weiß nicht, was ich jetzt tun soll. Meine Therapeutin meinte, ich solle das jetzt erst mal auf mich wirken lassen und das tu ich und das ist auch irgendwie ok so. Sie kennt mich ejtzt wirklich schon lange und kennt die ganze Geschichte. Alles in allem (auch die Geschichten aus meiner Kindheit) grenzt es für sie sehr an Kindesmissbrauch. Er verhält sich wie ein Täter, ich wie ein Opfer. Offenbar sehr klassich....

Könnt ihr mir dazu irgendwas sagen? Vermutlich nicht viel....

kann jemand nachvollziehen, wie es mir grade geht?

Antworten
CcatD2016


Hallo,

gab es sonstige Vorfälle, die darauf hindeuteten, dass er an dir als Frau interessiert sein konnte? Hat deine Mutter oder jemand anderes nie etwas von seinen Gutscheinen mitbekommen? Wie ist euer Verhältnis denn sonst so, also zwischen dir und deinem Vater?

p{araze1llnxuss


...hnnn. Seltsam die Geschichte. Du bist 35? ..oder jetzt schon älter? Ich verstehe die Geschichte nicht. Hast du denn jemals deinem Vater die UW an dir gezeigt? Das mit den Gutscheinen ist/wäre ja noch (Grenzwertig) nachvollziehbar, bei einer echt lockeren und guten Beziehung. Aber der Wunsch nach 'zeigen?'...

A>uroxra


Ich finde das ganz schön pervers und krank. Ich weis nicht wie euer Verhältnis sonst immer war und ob es noch weitere Vorfälle gab, aber normal ist das definitiv nicht was dein Vater da macht. Ich würde mich von ihm distanzieren, weil das ist grenzüberschreitend. Was sagt denn deine Mutter zu solchen Geschenken und seinem Wunsch es ihm vorzuführen?

cErie.cha~rxlie


Ich habe einen Endteenager (weiblich), der sich nichts dabei denkt, mit seinem Vater Klamotten und auch Unterwäsche kaufen zu gehen.

Vorgeführt wird letzteres aber nicht. Dass ein Vater zu einer 35jährigen sagt:

kannst mit mal vorführen, geht in meinen Augen genau gar nicht.

Wahrscheinlich sieht er Dich nicht mehr als "Kind" - kenne das von einigen Leuten, gerade die, die die kids sehr jung bekommen haben, dass die erwachsenen Kindern Stück für Stück den Platz von guten Freunden einnehmen.

a7.fixsh


Vor dem Hintergrund Deines anderen Beitrags kann ich gut verstehen, wie unangenehm das für Dich gewesen sein muss bzw ist. Dein Vater hat offenbar Vergnügen daran, (Deine) Grenzen zu überschreiten.

Zum Glück bist Du jetzt kein Kind mehr! Die Gefühle jetzt musst Du leider ertragen, aber sie können Dir nichts tun. @:)

Suilbermon+dxauge


Du könntest deinem Vater beispielsweise sagen: "Danke für den Gutschein, ich zeige dir auch gerne was ich mir dafür gekauft habe aber ganz bestimmt nicht an mir. Was soll das ? Ich bin deine Tochter, nicht deine Geliebte !"

au.fisxh


Achso, ich hatte das so gelesen, dass es eine einmalige Sache war - also ein Geschenk, das einem unangenehm ist, braucht man nicht anzunehmen. Zumal ich auch vermute, dass er das nicht wirklich nett meint, sondern nutzt, um Dich noch beeinflussen zu können, jetzt, wo Du mehr Abstand gewinnst/gewinnen hast. So hat er noch ein bisschen Macht über Dich, indem er Dich wenigstens unangenehm berührt.

w_inteVrsonn,e 01


Wohnst du denn wenigstens nicht mehr zu Hause? Abstand hilft und klare Ansagen: he Vater ich finde das Grenzüberschreitend und möchte dich bitten so etwas nie wieder zu sagen, ansonsten breche in den Kontakt komplett ab.

Wenn du dich als Opfer fühlst, hilft da vielleicht nur, endlich mal was zu sagen und wenn du ihn mal anschreist. Außerdem Mutter informieren (sich ihr anvertrauen, mit deinen Gefühlen, was das in der auslöst), wenn du Glück hast und eine "normale" Mutter hast, unterstützt sie dich und spricht mal ein Wörtchen mit ihrem Mann.

Aipfel}weixn82


Mir ist eingefallen, dass mir mein Vater seit 2 Jahren zu Weihnachten Gutscheine von Intimissimi (Unterwäsche Geschäft) schenkt. Und immer mit dem Zusatz: vl. kannst du mir das ja dann mal vorführen, was du dir da schönes gekauft hast.

Solche Aussagen sind schon mehr als bedenklich und grenzüberschreitend. Ich finde auch, dass du das Thema mit deiner Therapeutin ausarbeiten solltest die deine Biografie kennt. Solche Anspielungen waren wohl sicher nicht das einzige. Ich persönlich bin ein anderer Typ Mensch und würde bei einer solchen Aussage 1. eine ganz klare, unmissverständliche Grenze setzen und 2. definitiv den Kontakt abbrechen. Du bist 35, eine erwachsene, eigenständige Frau, kein kleines, hilfloses Kind das auch Vater und Mutter angewiesen ist.

m_ixnoo


danke erst mal für die antworten!

zu euren fragen: meine mutter hat das natürlich mitbekommen - war ja vor allen anderen (inkl. meines lebensgefährten, meiner brüder und deren frauen). gesagt hat niemand was. mein freund hat dann nur zu mir gemeint, dass der ja spinnt und ob er wohl glaube, dass wir in unserem sexual-leben nachhilfe brauchen würden.

damals hab ich das auch so gesehen, aber jetzt weiß ich einfach, dass da was anderen dahinter steckt.

meine therapeutin meinte, dass mein vater eben merkt,d ass ich mich emanzipiere und er in ein früheres verhaltensmuster zurückfällt bzw. in ein offensichtlicheres und damit entlarvt er sich.

ich kann dem (leider) sehr viel abgewinnen.

ich weiß nicht ob ihr das kennt - wenn einem jemand die wahrheit sagt, die man so eigentlich nie hören wollte, weil sie zu sehr weh tut - dann fällt man in ein loch, sofern man dafür offen ist. und das zeigt einem erst recht, wie wahr das alles ist.

und nachdem es mir jetzt so schlecht geht weiß ich auch, dass das alles so stimmt, was die therapeutin sagt. deshalb tut es so weh.

ich denk die ganze zeit drüber nach, ob er in meiner kindheit was getan hat. mit worten und blicken hat er seeeehr viel getan. anzügliche bemerkungen, anzügliche blicke usw. aber er hat mich meines wissens nach nicht angefaßt.

allerdings hat er meine nachbarin (die damals 14 war) bedrängt. das ist mir jetzt auch wieder eingefallen. die war danach fix und fertig.

ich wohne seit ich 18 war nicht mehr daheim. 200km weg von ihnen. der kontakt war aber lange jahre sehr eng. erst als ich mit 32 ein schlimmes burnout und depressionen bekommen habe und seit dem in therapie gehe hat sich das verhältnis drastisch geändert. ich bin erwachsen geworden. und das scheint ihm nicht zu passen.

die anregung, dass ich ihm sagen soll, was ich von dem geschenk halte ist zwar nett gemeint für mich aber nicht umsetzbar. zumindest jetzt noch nicht.

wenn ich ihm das sage würde er mich nicht ernst nehmen und sich noch bestätigt fühlen. und wenn ich sowas sagen könnte, hätte ich es schon längst getan, aber ich kann das nicht. klingt vl. seltsam, aber ich glaube, dass ich einen anderen weg finden muß, sodass er gar nicht mehr auf die idee kommt, mir sowas zu schenken.

aber jetzt muß ich mal fertig werden, dass mich mein vater als sexuelles objekt sieht, das keinerlei rechte hat. und er sich auf diesen gedanken hin sogar selbst befriedigt. das ist krank....

Lvewixan


minoo

Wie wichtig ist dir der Kontakt zu deinem Vater? Koenntest du ihn irgendwie einschraenken?

die anregung, dass ich ihm sagen soll, was ich von dem geschenk halte ist zwar nett gemeint für mich aber nicht umsetzbar. zumindest jetzt noch nicht.

wenn ich ihm das sage würde er mich nicht ernst nehmen und sich noch bestätigt fühlen. und wenn ich sowas sagen könnte, hätte ich es schon längst getan, aber ich kann das nicht. klingt vl. seltsam, aber ich glaube, dass ich einen anderen weg finden muß, sodass er gar nicht mehr auf die idee kommt, mir sowas zu schenken.

Es kann auch sein, dass es darum geht, dass du lernen musst, ihm gegenueber klar und scharf fuer dich einzustehen.

m8inxoo


Der kontakt zum vater ist mir gar nicht wichtig. er ist ohnehin schon sehr eingeschränkt und ist eigentlich nur dann gegeben, wenn meine kleine zu ihren großeltern fährt. ansonsten seh/hör ich ihn gar nicht mehr.

das hat sich in die letzten jahre sehr geändert. früher bin ich alle 2 wochen "heim" gefahren. jetzt nur noch 2x im jahr, wenn überhaupt.

natürlich hab ich sofort dran gedacht, wie das mit meiner tochter ist, wenn sie bei ihnen ist. laut therapeutin brauch ich mir da derzeit keine großen sorgen machen, weil ich da noch dazwischen bin - wenn auch nicht körperlich anwesend - so bin ich doch eine vertrauensperson für sie, der sie vertrauen kann. diese person hatte ich in der kindheit nicht - meine mutter war alles andere als das.

und meine tochter wird aufgeklärt und weiß, was richtig und was falsch.

aber natürlich beschäftigt mich das sehr.....

Fyrancxa


Auf jedem Fall hat er eine Grenze übertreten, außer sie hat es sich so gewünscht.

Cmat20x16


und nachdem es mir jetzt so schlecht geht weiß ich auch, dass das alles so stimmt, was die therapeutin sagt. deshalb tut es so weh.

Ich weiß nicht, ob ich das jetzt richtig verstanden habe, aber meintest du, dass du anfällig für diese Anzüglichkeiten bist, weil du es einfach so gewohnt warst oder weil du ein gewisses Interesse erwiderst? Tut mir leid, wenn ich jetzt was falsches gesagt habe; ich wurde nur nicht schlau aus diesem Absatz. o:)

allerdings hat er meine nachbarin (die damals 14 war) bedrängt. das ist mir jetzt auch wieder eingefallen. die war danach fix und fertig.

<

Dann hast bestimmt nicht nur du das mitbekommen. Deine Mutter muss doch all die Jahre gemerkt haben, was ihr Mann für ein Mensch ist. Hat sie weggeschaut oder einfach nie etwas mitbekommen? :-|

die anregung, dass ich ihm sagen soll, was ich von dem geschenk halte ist zwar nett gemeint für mich aber nicht umsetzbar. zumindest jetzt noch nicht.

So aus dem nichts könnte ich das wahrscheinlich auch nicht. Falls er dir jedoch nochmal so etwas in der Art schenken sollte, würde ich ihn anschließend direkt darauf ansprechen, was er sich denn dabei denkt und dass du seine Tochter bist. Wenn er daraufhin anzügliche Bemerkungen fallen lassen sollte, wär das eine passende Gelegenheit, ihm zu sagen, wie widerlich du das ganze findest, weil er dein VATER ist. Solltest du es ihm bis dahin noch immer nicht ins Gesicht sagen können, würde ich das Geschenk (falls die anderen Anwesenden abgelenkt sind) zurückgeben mit einem angewiderten Gesichtsausdruck. Ansonsten, wenn die anderen nicht mehr anwesend sind.. Wäre auf alle Fälle ein eindeutiges Signal.

aber jetzt muß ich mal fertig werden, dass mich mein vater als sexuelles objekt sieht, das keinerlei rechte hat. und er sich auf diesen gedanken hin sogar selbst befriedigt. das ist krank....

Ja, das ist es in der Tat, und es tut mir leid für dich, dass dir das passiert. :|N Ich hoffe, dass du in deiner Therapie bezüglich dieser Thematik weiterhin Fortschritte machen wirst.

Es kann auch sein, dass es darum geht, dass du lernen musst, ihm gegenueber klar und scharf fuer dich einzustehen.

Da muss ich mich Lewian anschließen. Es ist ein Muster bei euch: er macht Anzügliche Bemerkungen, guckt dich mit solchen Blicken an, schenkt dir Unterwäsche-Gutscheine, und du setzt keine klaren Grenzen. Ich kann mir vorstellen, wie schwer das sein muss; schließlich ist dieses sexuelle Interesse bisher immer totgeschwiegen worden und war etwas, dem du ausgewichen bist. Allerdings gibst du ihm dadurch auch eine gewisse Macht bzw. Selbstsicherheit, dass er immer damit weitermachen kann. Falls er dich nächste mal so anschaut oder anzügliche Bemerkungen fallen lässt, kannst du ja versuchen, ihn angewidert anzugucken und fragen, ob er ein Problem hat oder sowas.

natürlich hab ich sofort dran gedacht, wie das mit meiner tochter ist, wenn sie bei ihnen ist. laut therapeutin brauch ich mir da derzeit keine großen sorgen machen, weil ich da noch dazwischen bin - wenn auch nicht körperlich anwesend - so bin ich doch eine vertrauensperson für sie, der sie vertrauen kann. diese person hatte ich in der kindheit nicht - meine mutter war alles andere als das.

und meine tochter wird aufgeklärt und weiß, was richtig und was falsch.

Das habe ich mir auch direkt gedacht, als ich das mit deiner Tochter gelesen habe. Hast du mal etwas ''Ungewöhnliches'' bemerkt, also wie er mit ihr umgeht? Hat sie sich mal komisch verhalten oder so, wenn du sie abgeholt hast? Dass deine Psychologin sagt, du solltest dir keine Sorgen machen, finde ich ehrlich gesagt nicht richtig. Klar, du solltest dir auch nicht direkt das Schlimmste ausmalen. Aber gut, du sagst ja selber, dass es dich sehr beschäftigt. Ich würde jedenfalls genau auf die kleinsten Anzeichen achten, und falls dir etwas komisch vorkommen sollte, sofort den Kontakt für immer abbrechen. Ich denke nur daran, dass das Verhältnis zur Enkelin manchmal halt nicht so eng wie zur Tochter ist, und wenn er schon an seiner Tochter sexuellen Gefallen findet, könnte das natürlich auch bei ihr der Fall sein. Du sagst ja, er hätte dich nie sexuell angefasst, sondern eher angeguckt und mit dir anders geredet. Ich hoffe, dass er dasselbe nicht bei deiner Tochter abzieht; vielleicht bemerkt sie ja nicht einmal, was das zu bedeuten hat, und von daher könnte es noch keine angewiderten Gefühle bzw. Unbehagen bei ihr auslösen.

Liebe Grüße @:)

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