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Depressionsschleifen - Der Fehler im Programm

d1an_ae8x7


Mh, also es gibt ja schon gute Raumlösungen, vielleicht kannst du ja mal ein wenig rumsurven, es gibt Leute die für sowas blogs machen. Da is zwischen viel Schrott auch das eine oder andere brauchbare bei.

dHanaew87


Na, wie läufts?

Reistrid^in_v%om_Süxden


Wollte mich gestern noch abmelden, aber habs zeitlich nicht mehr geschafft. Ich hatte ja Familienwochenende. War ganz gut.

Wie war Euer Wochenende?

LUaRu{cola


heuschnupfig.. :D

hatte gestern so einen Gedanken.. so einen Gedankeblitz, der ganz flüchtig ist und den man gerne festhalten würde, aber es geht nicht. Der Inhalt war in etwa: Was macht den Menschen aus? In Gegensatz zu toter Materie wie Steinen etc. ist er ein hochkomplexes, funktionales System, mit der Fähigkeit zu denken und zu empfinden. Jeden Tag aufs neue ist man mit der Welt konfrontiert und hat die Möglichkeit, die diversen Möglichkeiten der Empfindungen, die sie einem bietet, auszukosten. Sollte man daher nicht auch genau das zum Mittelpunkt des Lebens machen? Das hier und jetzt genießen und den Fokus auf die kleinen, unmittelbaren Freuden des Lebens legen, den Alltag nett gestalten, nicht mehr und nicht weniger? Also einfach Zufriedenheit mit dem Leben und seinen Empfindungs-Möglichkeiten an sich, frei von Gegrübel und abstrakten Dingen wie Karriere, materiellem Status etc.. ist es nicht einfach nur das, was letztlich zählt?

RNistridinh_voTm_Süxden


32. Tag, Morgenroutine endlich geschafft. Ich bin seit ein paar Tagen nicht mehr vor neun aus dem Bett gekommen, obwohl ich nicht später schlafen gegangen bin als sonst. Ich muss das irgendwie hinkriegen, damit es nicht wieder einreißt. :-/

LaRucola,

im Grunde stimme ich Dir zu, man sollte viel mehr im Hier und Jetzt leben. Aber ein bisschen Planung tut leider not, zumindest, wenn man wie ich gerade auf Wohnungs- und Jobsuche ist. Ich finde, gerade das macht es so schwierig - wo ist die Grenze? Wieviel Nachdenken über die Zukunft ist nötig, um nicht unter 'ner Brücke zu landen sondern sein Potential halbwegs zu nutzen, und wieviel Gegrübel ist zuviel?

LVaRuecoxla


"Grübeln über die Zukunft" klingt zumindest konstruktiver als das sonst übliche, rückwärtsgerichtete.. bist Du denn in festen Verhältnissen, was Job, Wohnung, Ausbildung etc betrifft oder ist das alles zukünftig und noch zu planen?

R.istfridiyn_vom_]Südexn


Im Moment bin ich von festen Verhältnissen leider ein ganzes Stück entfernt. Ich habe im Dezember 2014 (ja, '14) promoviert und bin praktisch seitdem krankgeschrieben. Aus meiner Studentenbude hätte ich offiziell schon längst ausziehen müssen, einen Job habe ich auch noch nicht in Aussicht, weil ich gerade erst richtig anfange zu suchen. Krankengeld läuft diesen Monat aus, auch da ist also noch nicht ganz klar, wie es danach weitergeht.

LBa)Ru[cola


promoviert.. wow!

dRanaex87


Ristridin

Ich glaube es wird Zeit für ein bisschen mehr Struktur bei dir. Nur aufstehen gibt auf die Dauer auch keine positiven Gefühle, du bist bereit für den nächsten Schritt.

Wie klappt das mit dem Spaziergang? Der fällt dir schwer oder? Ist der inzwischen ein Punkt der irgendwelche positiven Assoziatonen weckt oder ist das einfach nur ein riesen Angang der dir schon am Morgen schwer im Magen liegt?

Und die anderen Themen, wie geht es da voran? Also Wohnung und Job und so? Wie sehen da die nächsten Schritte aus?

Planung für die Zukunft: ich habe mich darauf verlegt nur die allernächste Zukunft zu planen. Langes Meditieren darüber welchen Job ich denn nun genau machen will habe ich mir untersagt, am Ende kommt es doch anders und ich versuche schlicht offen für alles zu bleiben und gut. Ich meine, im Ernst, wie grauenhaft ist so eine Entscheidung schon? Wenn ich keinen Job habe nehme ich erstmal irgendeinen an, hauptsache Arbeit und weiter bewerben kann ich mich immer. Das selbe bei einer Wohnung. Weitersuchen geht immer, solange ich erstmal trocken wohne ist das ein Anfang.

VBiganmtoxlette


Hey ihr!

Grad den ganzen Faden gelesen, ist so schön zu lesen, wie ihr euch gegenseitig unterstützt.

Und ich hab mich gefragt: Kennt ihr nicht irgendwo einen Bereich oder ein Forum, wo man tun könnte, was ihr hier tut?

Einen Thread eröffnen, in dem man seine wie auch immer gearteten Fortschritte postet und sich gegenseitig dafür unterstützt?

Ich kenne sowas aus Abnehmforen z.B., aber sonst fällt mir da nichts ein. Es müsste ja auch ein relativ geschützter Ort sein, in dem jeder in seinem eigenen Tempo Fortschritte machen kann, aber in dem es auch genau darum geht: Routinen entwickeln, Gewohnheiten aufbauen. Ohne dass irgendwelche Hater reinfunken und sagen, dass man zu langsam oder, im Gegenteil, zu ambitioniert wäre.

Bin selbst übrigens auch grad mal wieder an diesem Punkt, an dem ich nicht mal aus dem Bett komme und mit Duschen/Einkaufen bereits heillos überfordert bin, weil ich gar nicht rausgehen mag zur Zeit und das alles (die Wärme, die Sonne, die Leute) kaum ertragen kann und am liebsten alles hinschmeißen würde. Zu anderen Zeiten schaffe ich ziemlich viel und bin recht aufgedreht.

Die meisten "normalen" Foren sind halt auch nicht auf Depressionen ausgerichtet und entsprechende Gefühlsäußerungen stoßen auf Verwirrung oder gar Ablehnung.

PHlüs|chbDiesxt


Vigantolette,

mache einen eigenen Thread auf und schreib dir alles von der Seele.

An Lesern wird es dir bei med1 nicht mangeln.

RXisqtridHin_vomd_Südexn


33. Tag. Hab mich nun endlich mal aufgerafft zu duschen. Auf bin ich schon seit Mittag. Ich weiß auch nicht genau, was schon wieder aus meinem Elan der letzten Wochen geworden ist. Immerhin habe ich geduscht und mir nicht gesagt: "Jetzt ist auch schon egal."

danae

Ja, Spaziergang fällt mir noch schwer. Dabei hab ich körperlich schon Fortschritte gemacht und habe mittlerweile wieder deutlich weniger Atemnot und Rückenschmerzen. Was mir also eigentlich schwerfällt ist mich aufzuraffen. Ich denke unterschwellig immer: "Das ist jetzt ganz aufwendig und wird ganz lange dauern." So ging's mir bis vor meinem Projekt auch mit dem Duschen.

Was dabei auch eine Rolle spielt: ich muss in der Zeit vom Laptop weg. Und das Internet ist wahrscheinlich mein Hauptmittel gegen die Einsamkeit. Wenn ich spazieren gehe, höre ich auch immer Hörspiele. Ist ja ein verbreitetes Phänomen. Ich kenne auch Leute, bei denen den ganzen Tag das Radio oder der Fernseher laufen muss, weil sie die Stille nicht aushalten. In meiner ersten eigenen Wohnung hatte ich kein Internet, und da habe ich auch abends immer Radio gehört, bevorzugt Hörspiele und Features auf NDR Info.

Wenn ich unterwegs bin, versuche ich meistens, über irgendwas Interessantes nachzudenken, führe innerlich Selbstgespräche, sage mir mathematische Definitionen auf, um sie aufzufrischen oder sowas in der Art. Ja, das ist wohl ziemlich freaky und offensichtlich fehlt mir der Austausch mit Anderen. Ein Grund, weshalb ich mich hier auf med1 aufhalte. Meine Therapeutin in der Klinik meinte auch, es wäre wichtig, dass ich mir Leute zum intellektuellen Austausch suche, weil ich das offenbar brauche.

Das war jetzt viel durcheinander, im nächsten Beitrag versuche ich nochmal was knapperes, strukturiertes zu schreiben.

R,istri~di~n_voSm_Sümdexn


Vigantolette

ein Forum, wo man tun könnte, was ihr hier tut

Offensichtlich dieses ;-)

Hier im Faden gabs bis jetzt keine Hater, und einen 100%igen Schutz davor wird es wohl nirgendwo geben, von daher finde ich, ist das hier schon ein guter Platz. Du kannst Dich uns anschließen - zusammen sind wir stark! Oder Du startest eben einen eigenen Faden.

P'lJüschPbiexst


Gibt ja schon einen Faden von Vigantolette.

RIistriodin_v5om_S{üden


Oh, bin vor lauter Schreiben noch nicht zum Lesen gekommen. |-o


Tagesstruktur:

Vielleicht brauche ich mehr. Diese Struktur sollte dann aber nicht nur aus lästigen Pflichten bestehen, ich bezweifle, dass mir das auf Dauer ein besseres Gefühl macht. Ich hab aber auch spontan keine Ahnung, was da stattdessen vorkommen könnte. Zusammensein mit engen Freunden wäre optimal, aber die sind zu weit weg...

Spaziergang:

Bei dem guten Wetter zu Fuß in die Stadt gehen und dabei ein Hörspiel hören ist eine schöne Sache. Wobei ich natürlich zugeben muss, dass mich da auch die Aussicht auf Essenseinkäufe motiviert. Wenn ich mir das verbiete, ist die Vorstellung schon wieder ätzend. Aber essen tu ich sowieso, da ist es immerhin besser, zu Fuß einkaufen zu gehen als mit dem Bus zu fahren.

Planung:

Ja, in meiner Vorstellung ist das Ausmaß von Entscheidungen wohl deutlich bedrohlicher als in Wirklichkeit. Habe inzwischen noch ein bisschen mit der ehemaligen Kollegin gemailt. Was sie über ihre Firma und meine Chancen da schreibt, klingt schon mal ziemlich gut.

Beim Thema Wohnung bin ich ein gebranntes Kind, weshalb ich mich damit wohl besonders schwertue. Aber eigentlich kann's momentan nur besser werden. ":/

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