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Depressionsschleifen - Der Fehler im Programm

L3ich7tAmHo4rizonxt


Beim Thema Wohnung bin ich ein gebranntes Kind,

Inwiefern?

R<istnridi.n_vorm_Süden


In meiner ersten Wohnung ließ sich die Wassertemperatur in der Dusche nicht einstellen - das Wasser war immer heiß. Ich habe drei Jahre da gewohnt und es nicht geschafft, mich gegen Hausmeister und Hausverwaltung durchzusetzen. Einmal war ein Klempner da, der hat auch was gemacht, aber genützt hat es nichts, und dann sollte ich das auch noch selbst bezahlen (hab ich nicht zumindest soweit ich mich erinnere).). Die Hausverwaltung hat sich auch noch andere ähnliche Scherze erlaubt.

In meiner jetzigen Wohnung hatte ich ein massives Schimmelproblem.

Außerdem hab ich schon als Kind mitgekriegt, wie es zu Hause immer Ärger mit dem Vermieter gab, wenn zum Beispiel Wasser durch die Decke kam und er versucht hat, abzuwiegeln. Man könnte sagen, dass ich innerlich abgespeichert habe: "Wohnungen und Vermieter sind böse und terrorisieren einen psychisch."

Meine jetzigen Vermieter sind nett, aber was, wenn ich zukünftig wieder an die Bösen gerate...


Ich schreib hier mal eine To-Do-List für morgen, damit ich den Kram auch mache:

- Geschirr abwaschen

- bei der Krankenkasse anrufen

- meinen ALG-Antrag fertigschreiben, dazu ggf. beim Arbeitsamt anrufen

P[lüsc{hbiexst


Morgen Abend frag ich nach was davon erledigt wurde. ]:D

P2lüschkbiexst


Heute, nicht morgen. |-o

daanaex87


Ristridin

Na ja, vielleicht ist planlos spazieren auch einfach nicht so dein Ding. Ich mag das auch nicht so. Nur weil etwas gut wäre, heißt es ja nicht das es zu einem passt. Oder es ist der Angang, dann wäre es clever das direkt nach dem Duschen und so zu erledigen.

Ich würde also erstmal gucken ob es leichter wird wenn du eine nette Sache daraus machst und es mit etwas Schönem verbindest. Zum Beispiel Fotos machen oder Zeichnen, archäologische Stätten besichtigen oder Pflanzen bestimmen, was immer dich anspricht. Ich denke ein Hund wäre ein gute Idee, dann hättest du sozialen Austausch dabei, wenn auch keine tiefgehenden Gespräche. Du könntest im Nebenjob Gassi gehen, zum Beispiel.

Was den sozialen Kontakt angeht: der ist ja über das Internet nicht so wärmend wie über Telefon oder noch besser von Angesicht zu Angesicht. Das ist ja eher wie ein Pflaster. Könntest du deine guten Freunde einfach regelmäßig anrufen? Feste Termine ausmachen, so das du da einen besseren Sättigungsfaktor hättest?

Hast du eigentlich feste Essenszeiten?

Wegen der Angst vor Vermietern: Der MIeterschutzbund ist günstig und wenn es Ärger gibt musst du dich nicht durchsetzen, die streiten sich für dich rum. Sehr empfehlenswert. ;-)

Rsistri}din>_vom_Süxden


34.Tag, Morgenroutine geschafft. Und bei der Krankenkasse hab ich auch schon angerufen.

Mehr Text folgt später.

Lnich$tAmHTorizont


Oh je, das sind ja wirklich üble Erfahrungen mit den Wohnungen... Vielleicht kannst Du Dir überlegen, wie Du solche Fehlgriffe in Zukunft vermeidest (schon vor dem Einzug auf alles mögliche achten). Mieterschutzbund ist eine gute Idee.

RKistrid~in_vo'm_SMüdxen


Mir geht's grad scheiße...

LeicLhtAjmHoriz#oxnt


:°_

RWistr$idinl_voCm_Südxen


Danke. @:)

Jetzt hab ich immerhin schon mal geduscht und die Stimmung ist auch etwas besser geworden.

Rdis%tr&idin|_vom_|xden


Kennt Ihr das Gefühl, als würdet Ihr von Euch selbst gefangengehalten?

LxichtAXmHorizUont


Ja. Das Gefühl kenne ich sehr, sehr, sehr gut. Sehr gut. Richtig gut. Man kann den Druck der zu engen Fesseln förmlich körperlich spüren.

L;aRzucoWla


Ich fühl mich auch ständig gefangen, allerdings unklar, von wem oder was, also auch nicht so direkt von mir selber. Wenn ich über die Gründe nachdenke (oder sie mit therapeutischer Hilfe herausarbeite) stellt es sich aber oft heraus, dass es die eigenen Probleme sind, vor allem Ängste, die einen so blockieren.

Oft auch quasi so selbsterhaltend - "das niedergedrücktsein raubt mir die Kraft, die ich bräuchte, um die Dinge zu ändern, die es bewirken". Das fühlt sich dann wirklich sehr gefangen an.

RWistgridi{n_vo@m_Süxden


36. Tag, habe nicht geschlafen, dafür jetzt schon die Morgenroutine geschafft. Und bin gestern Abend noch zu Fuß in die Stadt gegangen.

Habe um 11 Uhr einen Termin beim sozialpsychiatrischen Dienst. Vorher möchte ich noch bei der Krankenkasse was letztes klären und dann meinen Antrag beim Arbeitsamt abgeben.

Ich habe diese Woche nicht viel geschafft. Zumindest hab ich das Gefühl. Nicht früh aufgestanden, fühlte mich dauernd müde und mir war übel - wohl teils wegen Überfressung und teils weil ich wieder geraucht habe - und hatte mir einfach viel mehr vorgenommen. Aber ist jetzt nicht mehr zu ändern. Ich versuche es kommende Woche wieder besser zu machen und hoffe natürlich, dass es mir auch wieder besser geht. Das bedingt einander ja, wie LaRucola auch schreibt. Scheiß Teufelskreise.

d)agnaYe87


Ich finde, lieber Ristridrin, dass du eine ganze Menge geschafft hast. Denn immerhin bist du jeden Tag überhaupt aufgestanden und hast deine Morgenroutine durchgezogen, auch wenn es dir scheiße ging. In den besseren Phasen ist das "leicht", die hohe Kunst besteht darin es in den scheiß-Phasen nicht komplett brach liegen zu lassen, auch wenn es vielleicht nicht optimal läuft. Also alles in allem hast du in dieser scheiß-Woche jede Menge geschafft, auch für die Zukunft, weil du eine Gewohnheit eben gerade dadurch verfestigst das du sie immer durchziehst, auch und gerade dann, wenn du null Kraft dafür zu haben scheinst. :)_ :)_

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