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Depressionsschleifen - Der Fehler im Programm

L_ichtAlmHorixzont


Ich finde auch: Sei nicht so hart zu Dir selbst.

RVifstridEin_-vom#_Südxen


Danke Euch, ich bin froh, dass es Euch gibt und Ihr mir helft. :)_ :)_ :)_

Habe meinen Termin heute verpasst, weil ich doch noch eingeschlafen bin und einfach zu müde um rechtzeitig wieder aufzustehen. Krankenkasse und Arbeitsamt fielen also auch flach. Um den Termin ist es mir nicht so schade, nur halt blöd, dass ich die Sozialarbeiterin ein weiteres Mal unabgemeldet versetzt habe. (Ich schätze, ich bin ungefähr bei einer Versetzrate von knappp 50% ]:D )

Habe gestern Abend und in der Nacht noch ein bisschen programmiert. Warum kommt die Lust auf so Sachen bei mir immer erst abends? Manchmal wünschte ich, ich könnte auf den leidigen Schlaf vrzichten. Dann könnte ich tagsüber erledigen, was so zu erledigen ist, und Zeit mit anderen Menschen verbringen und nachts ungestört den ganzen interessanten Kram machen. Falls Ihr also mal ein nebenwirkungsfreies Medikament namens Niemehrschlafenol forte erfindet, wisst Ihr einen Abnehmer dafür. *:) ;-D

LCichtAQmHorxizont


Warum kommt die Lust auf so Sachen bei mir immer erst abends?

Typisch für Depressionen…

Falls Ihr also mal ein nebenwirkungsfreies Medikament namens Niemehrschlafenol forte erfindet, wisst Ihr einen Abnehmer dafür.

Ich würde davon auch etwas nehmen… ;-D

Mein Problem ist ja (wie weiter vorn im Faden schon angedeutet), dass ich mir immer abends die dollsten Pläne mache, hoch motiviert bin, mich geradezu darauf freue und mir vorstelle, ich hätte es schon hinter mir und wie gut ich mich fühlen werde. Am nächsten Morgen ist von der Energie nichts mehr zu spüren. Der Tag verrinnt in innerer Gefangenschaft. Abends denke ich: So, jetzt wäre ich soweit. Leider ist es dann für alles zu spät.

In der Woche (muss arbeiten) habe ich dann ja immer noch eine Ausrede: Konnte nicht, musste ja arbeiten. An freien Tagen/Wochenenden fällt diese Ausrede aber leider flach… Außerdem gibt es Dinge, die kann ich sehr wohl trotz Arbeit erledigen - Telefonate beispielsweise… Aber nee… Es wird sich in die eigentlich gar nicht so eilige Arbeit gestürzt, nötigenfalls nehme ich mir noch etwas von anderen Kollegen, nur dass ich nicht in die Verlegenheit gerate, diese eine Sache erledigen zu "müssen".

Irgendwann nähert sich aber der Punkt, an dem ich wirklich muss, dann steigt die Spannung in mir ins Unermessliche, ich fühle mich grauenhaft, als brülle mir jemand ins Ohr ("Mach, mach, mach!!!!"), und wenn ich es dann hinter mich gebracht habe, bin ich so erschöpft, als hätte ich mich gerade vor dem bevorstehenden Tod gerettet. Und bräuchte eigentlich drei Wochen Urlaub. Aber die nächsten zu erledigenden Dinge warten schon.

Was für ein stressiges Leben... %:|

dAanabe8x7


Das liegt daran das man weiß das man nun eigentlich nicht mehr sollte, nicht mehr muss, der ganze Druck weg ist. Der Druck den man sich selsbt mit riesen Erwartungen mühsam aufbaut. Wenn man seine Sachen etwas weniger lustgesteuert einfach mal anfängt, dann geht das auch am Tag. ;-)

RSistPrid2in_vvom_Südkexn


37.Tag, habe gerade geduscht. War gestern noch zu Fuß in der Stadt.

LichtAmHorizont:

Das trifft es ganz gut. Wobei es noch einen Unterschied macht, ob es um Pflichten geht oder um Hobbys.

Kennt ihr eigentlich [[http://waitbutwhy.com/2013/10/why-procrastinators-procrastinate.html diesen Artikel]]?

LwichtaAmHori*zon't


Kannte ich noch nicht… Offenbar begegne ich dem Panik-Monster regelmäßig. ;-D Wirklich sehr, sehr schön dargestellt.

Das gibt es bei mir auch (so wie die anderen Dinge auf den Schildern):

"Opening the fridge to see if there's anything new in there since 10 minutes ago"

d3anae8x7


The fact is, the Instant Gratification Monkey is the last creature who should be in charge of decisions—he thinks only about the present, ignoring lessons from the past and disregarding the future altogether, and he concerns himself entirely with maximizing the ease and pleasure of the current moment.

Quatsch. Der verdammte Affe denkt nicht an den Moment, im Gegenteil, der ist das getarnte Panikmonster das einen mit total sinnfreier Scheiße daran hindert die Dinge zu machen die einem wirklich Freude bereiten. Denn wem bereiten Interviews mit Justin Biebers Mum oder Photoalbem sortieren schon wirkliche Freude?

Deswegen ist der Affe auch weg wenn das Monster rauskommt, eigentlich hat nur das Monster seine Verkleidung abgenommen. Am Ende stehen sich da einfach Ängste gegenüber. Die Angst beim Projekt zu versagen in dem man zu schlecht ist und die Angst zu versagen in dem die Deadline reißt. Ob man es hinbekommt oder nicht hängt nur davon ab welche Angst am Ende größer ist. Im Augenblick siegt bei mir deutlich zu oft die Angst davor das ich die Abschlußarbeit durch Dummheit verkacke und deshalb tu ich zu wenig dafür, denn was man nicht anfängt, darin kann man nicht versagen.

Was bei mir nie klappt ist gegen das als Affen verkleidete Panikmonster zu kämpfen. Ist ja auch Quatsch, immerhin ist ein Scheitern möglich, ja, manchmal sogar sehr wahrscheinlich und das dauernde Kämpfen raubt mir einfach zuviel Kraft und damit am Ende jede Menge Lebensfreude.

Viel besser fahre ich damit wenn ich meine Angst ernst nehme und mich frage was ich tun könnte, wenn ich denn scheiter, wie ich mich gegen ein Scheitern absichern kann und soweiter. Wenn das geklärt ist, dann muss ich die Arbeit in kleine hübsche Teile einteilen, genau wie den Tag und die sind der Happy Playground den es an dem Tag zu erreichen gilt. Und Ausreden ala "Habe nur noch zwei Stunden" zählen nicht, auch in zwei Stunden kann man schonmal anfangen. Ich locke mich selbst also mit:"Du liest nun erstmal diesen Artikel und dann sehen wir weiter." und sage nicht:"Ich schreib nun mal endlich meine Masterarbeit."

Solange ich selbst glaube das ich nur faul bin und mir einrede ich würde wirklich gerne youtube Vids schauen komm ich da nicht raus. Erst wenn ich ehrlich zugebe das ich auch gut hätte ohne Infos über Tiere der Tiefsee diesen Tag überstanden hätte, erst wenn ich mir selbst gegenüber ehrlich eingestehe das ich mich gerade langweile aus lauter Angst das ich am Ende für meine Arbeit ausgelacht werde, erst dann bin ich soweit mir zu sagen das am Ende schon der Prozess was wert war, selbst wenn alle lachen und ich scheiter. Und erst wenn der Druck raus ist komm ich weiter.

L!icht'Am^Horizoxnt


Quatsch. Der verdammte Affe denkt nicht an den Moment, im Gegenteil, der ist das getarnte Panikmonster das einen mit total sinnfreier Scheiße daran hindert die Dinge zu machen die einem wirklich Freude bereiten. Denn wem bereiten Interviews mit Justin Biebers Mum oder Photoalbem sortieren schon wirkliche Freude?

(danae87)

Interessante und durchaus schlüssige Sicht. Allerdings wirkt der Affe - zumindest bei mir - auch bei Dingen, vor denen ich gar keine Angst habe und für die es keine Deadline gibt. Die einfach nur lästig sind. (Sauber machen beispielsweise.) Da erscheint einem wirklich alles sinnvoller als damit anzufangen. (Oder habe ich tatsächlich Angst, nicht sauber genug zu machen? ":/ )

daana6ex87


Bei mir ist das in jedem Fall so. Einmal ist es lästig und da fällt der Angang eh schwer, aber da ist auch noch so ein Rest von meiner Ma, die sehr sehr ordentlich und sauber ist, der immer sagt: "Na ja, also in den Ecken..."

L4ichtiAmHori,zont


Den Gedanken "wenn ich es nicht richtig (perfekt) mache, brauche ich gar nicht erst anzufangen", kenne ich auch. Deshalb lasse ich es so oft… :=o |-o

d-anaex87


Eben. Es nützt also gar nichts sich zu zwingen, viel erfolgreicher ist man auf lange Sicht wenn man den verdammten Perfektionismus streichen kann. Oder um es mit den Worten meines Therapeuten (eines davon hehe) zu sagen:"Und wann haben sie das letzte Mal eine OP am offenen Herzen in ihrem Badezimmer vornehmen müssen?" Und damit hätten wir dann auch geklärt welches Zimmer mir am schwersten fällt. |-o

LIic`htAmHo0rizxont


viel erfolgreicher ist man auf lange Sicht wenn man den verdammten Perfektionismus streichen kann

Wie geht das? ":/

d'anaxe87


Also ich hab mich mal gefragt wozu ich so ein Badezimmer putze und wie sauber es sein muss damit es den Zweck erfüllt. Man kann aber auch wissenschaftlichen Empfehlungen folgen oder den Rat eines Freundes annehmen, wurscht, hauptsache man macht sich immer wieder klar das Perfektion nicht zu erreichen ist und auch nicht sonderlich erstrebenswert, wenn es einen am Ende immer blockiert.

LaichtAm$H2orizoxnt


Ich versuch's, bevor ich mich das nächste Mal zum Saubermachen aufraffe… Nötig wäre es…

dIanaex87


Ich drück dir die Daumen. :)^ Seit ich nur noch versuche so zu putzen das es der gesundhaltung dient und ich nirgendwo festklebe läufts viel besser. ;-) ;-)

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