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Depressionsschleifen - Der Fehler im Programm

EHhemaligner Nutzer> (#5730x12)


: -) :)^

gSestMermnwa4rs


*:)

aY-psy,chxo


Hallo,

als Angst - und Panikpatient (seit 15 Jahren) bin ich ja schon solche Auf und Abs gewöhnt, aber zur Zeit hat

mich ein Depri-Phase erwischt die mir zu schaffen macht.

Trotz Pillen (nehme 10mg Escitalopram) und einer Therapie könnt ich grad losheulen, dabei ist alles prima (Umwelt, Familie, Job)

Ich brauche anscheinend einen liebenvollen Gedanken, um wieder fliegen zu können... oder wie macht ihr das ?

d_anaxe87


Akezptieren. Ich akzeptiere das es Phasen gibt in denen ich nicht fliege. Das ist in Ordnung, viele Menschen tun das nie, die gehen immer. ;-) Ich zahle halt für das fliegen zwischendurch mit Kriechen. Wenn ich dann meine Erwartungen an mich meiner Fortbewegungsart anpasse steht es sich schneller wieder auf. ;-) ;-) ;-)

EchemaliBger _NutYzer (#57l3D01x2)


Ich zahle halt für das fliegen zwischendurch mit Kriechen. Wenn ich dann meine Erwartungen an mich meiner Fortbewegungsart anpasse steht es sich schneller wieder auf.

Das Kriechen ist manchmal recht mühsam und kann auch schmerzhaft sein , doch sollte man nie den Blick nach oben vergessen. Auch wenn man in diesen Kriechzeiten oft das Gefühl hat , nie mehr abheben zu können-

irgendwann - tragen einem die Flügel wieder in die Höhe und Weite . Mir fehlt dann nur manchmal der Mut und das Vertrauen in die "Flügel" - dann kralle ich mich in die Erde fest und jammere über meine Flugunfähigkeit .

dFaGn!aye87


Ich versuch dann erstmal wieder übers "gehen" nachzudenken. ;-D

E]he>maligeBr NutTzer (#573x012)


ach ja- stimmt- das gibts ja auch noch ;-D

R+istrildain_v0oumS_SüdZen


Ich wurde vorgestern aus der Klinik entlassen. Bin im Moment noch total antriebslos. Zum Glück bekomme ich bald ambulante psychiatrische Pflege. Und habe die Woche ein paar Verabredungen mit ehemaligen Mitpatienten.

L'ichltAmHo0rPizonxt


Darf ich fragen, wie die ambulante psychiatrische Pflege praktisch aussieht? Ich kann mir darunter nichts vorstellen. Wenn Du nichts dazu schreiben willst, ist’s auch okay.

d!anJae8x7


Hast du irgendeinen Tagesplan und Wochenrythmus?

RQistrnidin;_vom_SLüden


Ambulante psychiatrische Pflege ist im Prinzip das gleiche wie ambulante Hilfe, nur kurzfristiger (fängt schneller an, ist aber auf zwei Monate oder so befristet) und läuft über die Krankenkasse als Kostenträger.

Es ist praktische Hilfe, also zum Beispiel Besprechung von Wochenzielen, Begleitung zu Ärzten und Behörden, Hilfe im Haushalt, sowas.

Im Moment hab ich keinen Tages- oder Wochenplan. Ich habe gestern Sachen in der Stadt erledigt und heute mit viel Mühe genug Platz im Zimmer geschaffen, um meinen Klinikrucksack mal auszupacken. Jeden Tag ein kleines bisschen schaffen ist ja schon mal besser als nix.

Ehhemali&ger Nu%tzer? (#573Y01x2)


Jeden Tag ein kleines bisschen schaffen ist ja schon mal besser als nix.

Ristridin_vom_Süden

Genauso ist es :-)

Es ist praktische Hilfe, also zum Beispiel Besprechung von Wochenzielen, Begleitung zu Ärzten und Behörden, Hilfe im Haushalt, sowas.

Denke, das ist wie eine Starthilfe um innere und äußere Ordnung schaffen zu können in deinem Zuhause, finde ich gut . Wenn man vor so einem Berg steht , weiß man oft gar nicht ,wo man anfangen soll. Mit Hilfe wird das überschaubarer und leichter.

LSichtOAmHosrizonxt


@ Ristridin_vom_Süden

Danke für die Erklärung. Ich frage weil ich eine Bekannte habe, die so etwas gebrauchen könnte, weil sie in einer depressiven Krise steckt und zu Hause gerade etwas vermüllt… Wenn sie nicht jemanden aus der Verwandtschaft hätte, der wenigstens ab und zu vorbei schaut (manchmal springe ich auch ein…), käme sie gar nicht mehr klar. Nur die Verwandte wohnt nicht so dicht dran und die kann das auf Dauer auch nicht leisten.

Meine Bekannte ist oder war aber in keiner Klinik und weiß nicht, wie sie an so eine Hilfe herankommen kann. "Muss" man dafür in einer Klinik gewesen sein? Oder kann man das auch so bekommen? Entschuldige, wenn ich Deinen Faden hier gerade etwas zweckentfremde... Aber Du bist der erste von dem ich mitbekommen habe dass es so eine Hilfe überhaupt gibt.

RiistriAdin_v3om_Süxden


Also ich bin kein Experte, aber ich kann mal ein bisschen was dazu sagen - ohne Gewähr.

Um ambulante Hilfe zu bekommen, muss man, soweit ich weiß, nicht in einer Klinik gewesen sein. Ihr müsst mal gucken, was es in Eurer Stadt für Anbieter ambulanter Hilfe gibt (z.B. AWO, Albert-Schweitzer-Familienwerk, ...). Da kann man dann erstmal einen Termin für ein Infogespräch machen. Wenn man sich für einen Anbieter entschieden hat, erarbeitet man mit dem zusammen einen Hilfeplan.

Hat man weniger Vermögen als den Freibetrag (ich glaube, das sind ca. 2800 €) wird die ambulante Hilfe von der Stadt (Sozialamt) bezahlt, andernfalls muss man sich selbst an den Kosten beteiligen.

Wie es genau mit der ambulanten psychiatrischen Pflege ist, weiß ich nicht. Nur dass sie vom Arzt verordnet werden muss und von der Krankenkasse bezahlt wird. Da kommt es aber in jedem Fall genau auf die Diagnose an. Eine Liste der in Frage kommenden Diagnosen findet sich [[https://de.wikipedia.org/wiki/Ambulante_psychiatrische_Pflege hier.]] Bei Deiner Bekannten geht es ja vermutlich um F32 oder F33 (kannst Du im ICD-10 nachlesen). Hier ist die Schwere der Depression ausschlaggebend.

Unabhängig davon könnte es für Deine Bekannte ja sinnvoll sein, sich eine Zeitlang in einer Klinik behandeln zu lassen, wenn es ihr so schlecht geht.

Ok, das war Dr. Ristridins Sprechstunde für heute. ;-)

LGichstAmHoXrBiz_ont


Danke, Dr. Ristridin! :-)

Meine Bekannte weigert sich leider, in die Klinik zu gehen…

Aber vielleicht bekomme ich sie wenigstens dazu, (noch einmal) einen Psychiater aufzusuchen. (Sie war schon mal da und hat ein Antidepressivum verschrieben bekommen, das sie aber nie eingenommen hat… %-| )

Ich bin leider selbst auch gerade wieder in einer eher niedergedrückten Phase (mit echten Depressionen hatte ich es allerdings, glaube ich, bisher nicht zu tun…) und frage mich so manchen Tag, wofür die ganze Kacke eigentlich noch? Trotzdem dreht sich die Erde weiter, das Leben geht weiter, ich muss bestimmte Dinge tun (ob ich will oder nicht), tue aber nur das Nötigste. Na ja, aber ich möchte hier nicht jammern. Anderen geht es viel schlechter als mir.

Trotzdem gab es in den letzten Tagen einen Moment, in dem ich - mal wieder - dachte: Es ist gut, dass man nicht ewig lebt. Denn wenn man in der Kindheit einen Knacks wegbekommen hat, wird man den für den Rest des Lebens nicht los - man kann es drehen und wenden, wie man will. Das lässt mich manchmal verzweifeln.

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