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Depressionsschleifen - Der Fehler im Programm

dvanarex87


Oh wie schön, ich hab gehofft das deine Abwesenheit hier darauf zurück zuführen ist das es dir besser geht und du gut zu tun hast. :-D :-D

Das mit deiner Esssucht wird sicher auch noch, im Rahmen des Restes, wenn du weniger Einsamkeit und so kompensieren musst. Wird sicher ein richtig heftiges Stück Arbeit, aber ich hab den Eindruck du kannst stur wie ein Maulesel sein, und sowas ist hilfreich. ;-D ;-D

Fühl dich zurück geknuddelt. :)_ :)_ Hab ich gern gemacht, ich mag dich nämlich. ;-D

Ich kämpfe mich durch meine Arbeit, gerade durch eine unfassbar langatmige Diss die da noch rein muss. Irgendwie verdichtet sich der Eindruck das da jede MEnge blabla untergebracht wurde um eine Mindestseitenanzahl zu erreichen. Oder er hielt seine Leser für ein wenig doof, so dass in Microschritten erklärt wurde. Egal, ich könnte jedenfalls kotzen.

Aber immerhin hab ich den ersten Teil der Arbeit gut fertig, man soll sich ja freuen über das was man hat. ;-D

RKistrijdin_vom_!Südexn


Hihi, "stur wie ein Maulesel" ist ein Kompliment, das ich bisher so noch nicht bekommen habe falls es überhaupt eins sein sollte… ]:D

Ich mag Dich auch, und ich finde Du hast genau den richtigen Humor. :-)

Wünsche Dir viel Durchhaltevermögen und wenig Kotzreiz für die weitere Arbeit! :)*

g=es/terun>wxars


Ristridin,

alles, was wir angehen, ist immer "nur für heute".

Nicht so weit im Voraus denken, das schaffen wir nicht.

Weiterhin alles Gute für Dich.

d=anaxe87


Hihi, "stur wie ein Maulesel" ist ein Kompliment, das ich bisher so noch nicht bekommen habe falls es überhaupt eins sein sollte…

Aber natürlich ist das eines. Wenn nicht, müsste ich auf eine Menge Leute die ich total mag echt sauer sein, die beschreiben mich ständig so. ;-D ;-D

R~istridJin_Mvom_LSüden


Hallo Ihr Lieben,

heute ist mal wieder so ein Tag, an dem alles scheiße ist, trotz aller Erfolge der letzten Zeit. Habe Angst, dass mein Leben im Wesentlichen vorbei ist bzw. nie wieder in geordneteren Bahnen verlaufen wird, bekam gestern einige schlechte Nachrichten aus dem Freundeskreis, die teilweise zu diesen Sorgen beitragen, und als i-Tüpfelchen werde ich mal wieder beim Online-Doppelkopf "verstoßen", weil ich jemandem zu schlecht spiele.

Nachts liege ich wach und denke über so Sachen nach wie bitte nicht lachen wo man mich wohl bestatten würde.

Manchmal fällt mir einfach nix mehr ein. ":/

ddanfae87


War dein Leben denn schonmal so richtig geordnet und du glücklich und ausgeglichen? Ich weiß so wneig über dich, ist bestimmt der Anonymität hier zuträglich, aber so schwer dann was passendes zu sagen. :)_ :)_

Magst du schreiben wozu dir nichts mehr einfällt, zu deinen Bestattungsgedanken?

Rhistr8idin_voVm_Sü)den


Mein Leben war auf jeden Fall schon deutlich geordneter als jetzt und ich ausgeglichener. Es gab auch viele Probleme, aber vielleicht war der Hauptunterschied, dass ich früher noch mehr Hoffnungen in die Zukunft hatte.

Themenkomplex 1: Schule und Beruf

Bis Ende 2014 war ich in meinem Leben durchgängig beschäftigt und habe Fortschritte gemacht - Schule, Studium, Promotion. Auch wenn es mal nicht so lief, hatte ich am Ende des Halbjahres immer meine "irreversiblen" Erfolge - Klausuren bestanden, Versetzung, Scheine erworben etc.

Seit Beginn der Diplomarbeit war das schon schwieriger, weil diese kleinen "Gewinnstufen" (um mal eine Quizshow-Metapher zu verwenden) fast wegfielen. Aber dafür habe ich die großen letztendlich erreicht - Diplom und Promotion.

Nun bin ich seit über anderthalb Jahren arbeitslos und krank, habe das Gefühl, dass meine bisherigen Erfolge allmählich ihren Wert als berufliche Qualifikationen verlieren, und mein Selbstbewusstsein sinkt.

Themenkomplex 2: Körper

Ich habe schon mein ganzes Leben lang Probleme mit meinem Übergewicht gehabt, allerdings hauptsächlich psychosozialer Natur. Wobei diese Probleme in der Studienzeit wohl nur noch aus mir selbst kamen - ich war zwischenzeitlich (sehe ich heute auf Fotos) mal relativ schlank, habe das aber gar nicht so empfunden. Sagte mir das jemand, habe ich es nie so ganz geglaubt.

Nun aber, seit mehreren Jahren, ist mein Übergewicht extrem gewachsen, und ich erlebe unangenehme körperliche Auswirkungen davon. Ursache und Wirkung vermischen sich dabei, denn meine körperlichen Probleme drücken auf meine Psyche, das wiederum beeinflusst mein Essverhalten.

Das Körperliche ist wohl der größte Quell meiner Angst. Einerseits die Angst, dass mein körperlicher Zustand sich weiter verschlechtert, mein Leben vielleicht wirklich nicht mehr lang ist, andererseits der erdrückende Gedanke, selbst daran schuld zu sein.

Themenkomplex 3: Psychische Gesundheit

Auch wenn ich schon in meiner Jugend geahnt habe, dass ich einiges Tages eine Psychotherapie brauchen würde, kam ich meistens gut zurecht. Ich hatte auch sehr lange das Gefühl, alles in meinem Leben sei irgendwie noch vorläufig. Wenn ich dereinst die Schule und das Studium geschafft hätte, wenn ich "richtig erwachsen" wäre, würde sich alles fügen.

Als ich in meiner Krise während der Diplomarbeit offiziell die Diagnose "Depression" bekam, war ich erleichtert - nur eine Krankheit, gegen die Medikamente und Therapie helfen. Als es mir wieder besser ging, war ich direkt froh, dass dieser "Zusammenbruch" vor dem Ende des Studiums gekommen war und nicht, wie bei einem meiner Brüder, erst am Anfang der Berufstätigkeit. Meine Therapie brachte mich voran, es ging wieder bergauf!

Heute, nach einer zweiten, leider nicht so hilfreichen Psychotherapie, der Erfahrung, immer wieder in der Klinik zu landen, und längst an die immer wiederkehrenden Todesgedanken gewöhnt, fällt meine Zuversicht da deutlich verhaltener aus. Irgendwie habe ich auch das Gefühl, vor Jahren an irgendeiner Stelle sozusagen falsch abgebogen zu sein. Also als hätte ich mir all das ersparen können, wenn ich mich in irgendeiner Form "richtiger" verhalten hätte. Mich nicht so gehen lassen, mich eindeutig für das Leben entschieden oder so.

Themenkomplex 4: Soziales Leben

Es gab in meiner Kindheit und Jugend mehrere Phasen, wo das nicht so gut lief und ich ein ziemlicher Außenseiter war, aber letztlich hatte ich immer einen Freundeskreis. Während der letzten Schul- und der ersten Studienjahre war ich wirklich gut eingebunden, hatte auch einige sehr enge und vertrauensvolle Freundschaften. Während der Promotion hatte ich ein super Verhältnis zu meinen Arbeitskollegen.

Doch in den letzten Jahren ist es deutlich weniger geworden. Vor allem fehlt mir dieses Gefühl des Eingebundenseins von früher, also dass man zu einer festen Gruppe von lieben Menschen dazugehört, sich oft sieht, viel gemeinsam macht. Es ist klar, dass viele Leute ab dreißig in erster Linie Kontakt mit ihren mittlerweile gegründeten Familien und ihren Arbeitskollegen haben. Das habe ich halt zur Zeit nicht.

Ein weiterer Punkt ist, dass ich nie eine längere Beziehung hatte. Das Fehlen sexueller Erfahrungen ist vielleicht nicht so ein Problem, wenn es auch kontinuierlich zu dem Außenseitergefühl beiträgt, da Sex nun mal ein allgegenwärtiges Thema ist (nicht zuletzt auf med1… :=o ). Ein größeres Problem ist die Sehnsucht und der emotionale "Hunger", die mich über viele Jahre begleitet haben. Das ist etwas, das phasenweise auftritt. Hier spielt in den letzten Jahren vielleicht eine Rolle, dass ich früher fest daran geglaubt habe, eine Partnerschaft ergebe sich eben früher oder später (wenn man nicht gerade ein totales Arschloch ist). Auch wenn ich heute manchmal daran zweifle, ob mir eine Partnerschaft überhaupt guttun würde, denke ich auch angesichts der Themenkomplexe 2 und 3: ich bekomme in diesem Leben vielleicht nie mehr die Gelegenheit. Etwas, das ich mir seit meiner Kindheit erträumt habe, und nun geht irgendwann alles zu Ende, ohne dass ich das je richtig erlebt bzw. hinbekommen habe. ("Hinbekommen" deshalb, weil ich manchmal - z.B. in Parternsuchtipps-Fäden - den Eindruck bekomme, die Partnersuche ist auch etwas, wo man genug Leistung bringen muss.)

Puh, das war jetzt viel und wahrscheinlich hab ich das meiste davon auch schon mal irgendwo geschrieben. Hat trotzdem ganz gut getan für den Moment. Aber das ist der Punkt: ich habe darüber schon oft nachgedacht, schon oft mit Therapeuten und Co. darüber gesprochen, ich weiß oft (oder bilde mir das ein), wie die Antworten lauten. Deshalb rede ich nur noch selten drüber, weil ich eh das Gefühl habe, dass es nichts bringt. (Hab ich hier im Faden schonmal was zu den Meta-Meta-Meta-Diskussionen in meinem Kopf geschrieben?) Das meine ich jedenfalls damit, dass mir nichts mehr einfällt. Alle Gedanken scheinen schon gedacht, alle Dinge gesagt, was bleibt noch übrig?

d-anaxe87


Weniger denken, viel weniger denken und mehr fühlen, würde ich so aus dem Bauch herraus sagen. Du scheinst alles etwas tot analysiert zu haben, scheinst dich mit Mechanismen und Abläufen beschäftigt zu haben, aber die Sache mit den Gefühlen kommt so nebenbei, allesfalls die Angst nimmt einen großen Raum ein.

Wenn ich tippen müsste würde ich sagen du hast Probleme dich zu fühlen, körperlich und seelisch. Deine ganze Wahrnehmung scheint nach aussen gerichtet, ganz wenig von dir ist bei dir.

Ich kann mich aber auch total täuschen, aber das ist so der Eindruck den du hier bei mir hinterlässt.

RsistridOin_vqom_Süxden


Hm, da könntest Du Recht haben. Ich wäre die Nachdenkerei und Analysiererei bei diesen Themen auch gerne los.

Aber ich weiß nicht, wie das gelingen kann. Ich hab nichtmal eine ungefähre Vorstellung davon, wie das wäre, mich mehr zu fühlen.

d'an/ae8x7


Mh, ich schlaf mal eine Nacht über die richtigen Fragen zu dem Thema, ja? Letzte Nacht war kurz und das finde ich zu wichtig um es so halb wach zu erledigen. :)_ :)_

R&istri%din_vom_mSüden


Ok, danke Dir. :)_ :)_

RcisXtridzin?_voHm_SüdeIn


Und gute Nacht!

dqana0e87


Ich hoffe du hast einigermaßen passabel geschlafen. :)_ :)_

Wenn ich so alles einfach mal auf mich wirken lassen, dann drängt sich mir die Frage auf: Wer bist du jenseits von Leistung? Wovon träumst du, was macht dir Freude, wie fühlst du dich in Bezug auf den Rauswurf bei der Kartenspielgruppe, abseits vom "zuschlecht spielen"? Wurde das überhaupt so gesagt oder ist das deine Interpretation?

Was du hier von dir schreibst zielt immer auf Funktion und Leistung, wer bist du denn abseits davon? Und welche Gefühle verbindest du damit dich mehr wahrzunehmen?

R&istri?di6n_vo^m_S~üdexn


Meine Freuden, Wünsche, Träume...

Ich liebe Musik, kann dabei richtig dahinschmelzen, besonders bei den Dire Straits. Auch mache ich gerne selber Musik.

Ich lerne gern interessante Dinge - Mathematik, Naturwissenschaften, Geschichte, … - ich mag des Gefühl der Erkenntnis, des Aha-Moments. Auch mag ich gute Geschichten, in denen Rätsel zu lösen sind und sich nach und nach die einzelnen Puzzleteile zu einem Ganzen verbinden - zum Beispiel Bücher von Dan Brown und Andreas Föhr oder seit gestern die Fernsehserie "Der Elefant" von Anfang der 2000er Jahre. Ich denke mir auch gerne selbst solche Geschichten aus und verknüpfe sie mit meinem Wissen.

Ich mag es, mit Freunden strategische Gesellschaftsspiele zu spielen; mit meinen Arbeitskollegen habe ich oft [[https://www.fantasyflightgames.com/en/products/twilight-imperium-3rd-edition/ Twilight Imperium]] gespielt, die Partien dauerten meistens über zwölf Stunden.

Ich träume davon, mit einem oder einigen Menschen mein Leben zu teilen - Tag für Tag statt sporadisch, Geborgenheit und Zärtlichkeit zu erleben, nicht mehr so einsam zu sein. Ich glaube, ich kann anderen Menschen viel geben, und ich würde gerne bedingungslose Zuneigung erfahren, um mehr im Moment leben zu können und nicht mehr immer nur Leistung bringen zu müssen.

Hach ja...

dPa#nae8x7


Nicht schlecht, aber immernoch ein wenig technisch und sehr faktenorientiert, würde ich sagen. Bleiben wir mal bei dem Rauswurf, wie fühlt der sich an? Oder nimm ein konkretes positives Beispiel, damit dich das nicht so runterzieht, wie fühlt es sich an regelmäßig Leute zu treffen, wie vorher, wie nachher und wie dabei, und wie fühlst du dich in der Situation an, so als Mensch?

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