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Sind Tiere mehr wert als Kinder?

k|rankgenmeldext


Es entsteht auch oft ein falsches Bild, weil nicht immer die "richtigen" Leute die passenden Fäden öffnen.

Es gäbe genug Leute, die Kinderschändern eigenhändig den Kopf absäbeln würden, aber die lesen dann halt warum auch immer diese Fäden nicht. Warscheinlich aus den schon hier im Faden genannten Gründen. Das heißt aber nicht, dass mehr Leute Tierschänder verurteilen als Kinderschänder.

k/ran9kgemNelxdet


Ach ja, und ich habe das auch oft, dass manche Fäden vom Titel her schon so brutal sind, dass ich mich nicht traue, die aufzuklicken. Die triggern dann allein schon vom Titel her immer und ich "ärgere" mich dann immer, wenn die immer wieder bei den aktuellen Beiträgen hochgepusht werden und ich sie immer wieder lesen muß.

Gao=ldmjädchexn


Frauen und Kinder zuerst? Warum eigentlich? Weil deren Leben lebenswerter ist?

:)^ Dabei muss ich auch immer die Augen rollen.

Das tun Menschen in der Regel auch nicht. Keiner quält gerne systematisch und regelmäßig Tiere und wenn es doch tut dann hat er natürlich einen an der Waffel.

doomhide

Diese Qual hat durchaus System (Massentierhaltung) die sowohl von dem Gesetzgeber als auch von der Mehrheit der BürgerInnen getragen wird. Es ist zumindest eine stillschweigende Billigung.

Das Schlüsselwort hier ist "Profit" und das ist der Grund warum all diese Dinge geschehen und nicht weil der Mensch von sich aus böse ist

Interessant. D.h. du findest es nicht böse (=ethisch zumindest zweifelhaft) wenn allein für Profit andere Lebewesen, sogar solche der selben Rasse,versklavt, erniedrigt und unterdrückt werden? Für mich ist der Mensch von Natur aus zumindest nicht gut. Egoistisch. Und das nicht zu knapp. Das ist für mich nichts erhaltenswertes.

Die Annahme, sich selbst für die Krone der Schöpfung zu halten, findet sich sehr oft. Zu beobachten darin, dass Menschen nicht ihren Ursprung im Affen predigen sondern eine göttliche Schöpfung hierfür bemühen, dass sie sich über andere Tiere stellen, sich also für etwas besseres halten, die generelle Wertschätzung, die Tiere allernorts erfahren... Ich finde, es springt einem förmlich ins Gesicht, wenn man hierfür sensibilisiert ist.

C|innNamoxn4


Das Schlüsselwort hier ist "Profit" und das ist der Grund warum all diese Dinge geschehen und nicht weil der Mensch von sich aus böse ist

Interessant. D.h. du findest es nicht böse (=ethisch zumindest zweifelhaft) wenn allein für Profit andere Lebewesen, sogar solche der selben Rasse,versklavt, erniedrigt und unterdrückt werden? Für mich ist der Mensch von Natur aus zumindest nicht gut. Egoistisch. Und das nicht zu knapp. Das ist für mich nichts erhaltenswertes.

Ich würde hier gerne noch eine dritte Sichtweise einbringen, bzw. ergänzt sie vielleicht auch einfach Erstere.

Ich denke schon, dass Menschen von sich aus gut sind, allerdings birgt diese Welt viele Versuchungen, die zu bösen Handlungen führen können. Natürlich ist es toll, wenn man so diszipliniert und moralisch gefestigt ist, dass man nie irgendetwas falsch macht, lieber in Lumpen rumläuft als auch nur jemals zu Modeketten zu gehen, lieber auf Strom verzichtet, als die Umwelt zu belasten, und zum ausschließlichen Bio-Frutarier wird. Aber kaum jemand ist so perfekt. Die Frage ist halt, wo die Grenze zwischen gut und böse verläuft und wer das entscheidet. Dass Profitgier viele Lebewesen ins Verderben stürzt, ist bekannt, und wird deshalb von vielen Menschen verurteilt - aber halt nicht von allen. Ob das böse ist, liegt eben im Auge des Betrachters. Und ob es schlimm ist, böse zu sein, ebenso.

K]leixo


Cinnamon4

Ich denke schon, dass Menschen von sich aus gut sind, allerdings birgt diese Welt viele Versuchungen, die zu bösen Handlungen führen können.

Aber nur wenn alle gut und böse gleich definieren. Für mich ist es weder gut/böse, wenn ein Kind, Tier oder Mensch stirbt, so lange ich keine emotionale Nähe zu ihnen habe. Aus sicht des Opfers ist der Täter böse. Aus sicht des Täters - je nach seiner moralischen Definition. Nur kann der gute Mensch böses vollbringen und der schlechte gutes. Also ist es für mich nicht zutreffend, dass Menschen von sich aus gut sind.

Natürlich ist es toll, wenn man so diszipliniert und moralisch gefestigt ist, dass man nie irgendetwas falsch macht, lieber in Lumpen rumläuft als auch nur jemals zu Modeketten zu gehen, lieber auf Strom verzichtet, als die Umwelt zu belasten, und zum ausschließlichen Bio-Frutarier wird. Aber kaum jemand ist so perfekt.

Für mich ist hier auch meine subjektive Bewertung nicht wirklich ausschlaggebend. Ich finde es nicht richtig Tiere zu essen, trotzdem tue ich es. Ich reduziere sehr viel, aber wenn man so will, so handle ich "falsch". Also ist hier gut/böse nicht wirklich relevant. Vielleicht werde ich noch zur Vegetarierin, vielleicht auch nicht. Meine Erkenntnis hatte zur Folge, dass ich reduziere. Nicht, dass ich eine rein abstrakte moralische Bewertung, die ich selbst so sehe, erfülle. Exel würde mir hier wahrscheinlich eine Zirkelfunktion anzeigen. ]:D Dort funktioniert es nicht. Für mich ist es aus meiner Sicht auch absolut in Ordnung etwas Falsches zu tun. Ich sehe keinen Sinn ein moralisches oder ethisches Ideal aufzustellen, das ich nicht lebe. Es muss aus der Erkenntnis kommen und dann wird die Handlung auch entsprechend sein. Ein Ideal aufzustellen, dem ich nachhetze - das sehe ich als völlig sinnlos an.

Es gibt absolut keinen Grund, der dafür spricht, dass ein Mensch mehr Wert sein soll als ein Mensch, wenn denn Leben als höchster Wert angesetzt wird. Dann ist es egal, welches Leben. Da ist sehr schnell der Ansatz der Euthanasie da. Den Sinn einer Spezies zu bewern bzw. eine Spezies zu definieren, indem man anfängt die Grenzen hin un her zu verschieben, ab wann denn ein Leben lebenswert ist und/oder lebensunwert. Menschen haben andere Menschen versklavt. Finden wir heute hierzulande nicht mehr richtig. Diese Basis des Vergleichs zwischen Mensch und Tier führt zumindest für mich zu nichts. Es geht also auch nicht darum, ob Tier oder Kind auf der abstrakten Bewertungsebene mehr Wert hat.

f2alco peOlemgrinoxides


Ich persönlich glaube wirklich, daß Misshandlung jedem Lebewesen gegenüber grausam ist.

Wenn sich bei einem Schiffbruch nur geringe Zahl an Menschen retten könnte, wäre für mich ganz klar, daß die Kinder vor den Erwachsenen gerettet werden sollten. Egal ob Junge oder Mädchen.

In manchen Ländern sind Mädchen zB nicht so viel wert wie Jungen. Wollte ich eben auch noch mal sagen, weil es hier gestern auch mal kurz um die "Rettung bei der Titanic" oder den Kriegsdienst ging.

MConikxa65


Es geht also auch nicht darum, ob Tier oder Kind auf der abstrakten Bewertungsebene mehr Wert hat.

Ich dachte aber, genau darum ginge es hier in dem Faden.

K7leaixo


Ich dachte aber, genau darum ginge es hier in dem Faden.

Ich auch, deswegen schreibe ich ja dazu. ]:D

PDaulN_ReLverxe


@ Summersunshine6

Auch wenn ich finde, dass deine Wahrnehmung bzgl. Reaktionen auf Tierquäler und Kindermörder stark verzerrt ist, lässt sich deine Frage "Sind Tiere mehr wert als Kinder" so nicht beantworten.

Ganz neutral betrachtet ist kein Leben mehr wert als das andere.

Aus der Perspektive eines Lebewesens wird das eigene Kind (und/oder/bzw. meistens ein Lebewesen derselben Spezies) immer mehr wert sein, als ein Lebewesen einer anderen Spezies.

Oder man beurteilt es aufgrund der Rarität: Gibt es nur noch wenige Lebewesen einer Spezies sind diese mehr wert als die Lebewesen einer Spezies von denen es viel viel mehr gibt.

Oder man schaut nach dem finanziellen Wert und so weiter...

Und dann kann man noch die Art der Quälerei und Ermordung der Tiere oder Kinder aussieht. Zum Teil werden dutzende Tiere in wenigen Minuten bei lebendigem Leib gehäutet. Da könnte man, wenn man denn nun will, für sich selbst vergleichen wie schlimm man das mit Hinsicht auf ein einzelnes ermordetes Kind sieht. Ich persönlich will das nicht. Ich finde einfach beides erschreckend fürchterlich und den Schweregrad dieses Schreckens messe ich dann auch nicht großartig.

Wie hilflos ein Lebewesen ist spielt da für mich keine Rolle. Denn es wird sich in so ein schreckliches Szenario nicht freiwillig wissentlich begeben haben. Hilflos sind also alle Opfer.

K-leixo


Aus der Perspektive eines Lebewesens wird das eigene Kind (und/oder/bzw. meistens ein Lebewesen derselben Spezies) immer mehr wert sein, als ein Lebewesen einer anderen Spezies.

Ich denke, sogar derselben Spezies. Das eigene Kind wird einem in der Regel wichtiger sein als das Kind des Nachbarn oder auch der Schwester. Oft entsteht die Problematik solcher Diskussionen aus solchen Extremen fiktiven Beispielen. Mir sind hingegen meine zwei Katzen wichtiger als irgend ein anderes Tier, ein Kind oder Erwachsener. Aus Beziehungsdiskussionen kenne ich das auch, wo einem dann die Worte im Mund umgedreht werden oder es dann heißt, dann ist dir ein Tier "mehr Wert" als ein Mensch. Ja, nona. Klar gehe ich keine Beziehung mit jemandem ein, für den ich meine Katzen hinausschmeißen könnte. Nur basiert das nicht auf irgend einer abstrakten Wertung, sonder auf reiner emotionaler Ebene. Natürlich kann es sein, dass der eine oder andere von außen dann für sich interpretieren, dass mir meine Katzen mehr Wert sind als Menschen. Aus meiner Sicht wird es eine Verdrehung von Tatsachen sein.

Wie hilflos ein Lebewesen ist spielt da für mich keine Rolle. Denn es wird sich in so ein schreckliches Szenario nicht freiwillig wissentlich begeben haben. Hilflos sind also alle Opfer.

:)z

p-rinsJesscalle


Menschen fällt es schwer, eine direkte Verbindung zu machen. Ich denke, dass viele unter kognitiver Dissonanz leiden - was natürlich ist, da man sich anders kaum schützen kann vor dem, was passiert.

Allerdings spiegelt sich das in unserer Welt wieder. Jeder möchte besser sein, möchte nicht zu Gewalt beitragen, aber alle tun es (jedoch einige mehr als andere).

Cginnam>onx4


Nur kann der gute Mensch böses vollbringen und der schlechte gutes. Also ist es für mich nicht zutreffend, dass Menschen von sich aus gut sind.

Ich denke, das ist wieder Definitionssache. Wenn man voraussetzt, dass man keine allgemeingültigen Aussagen darüber treffen kann, was gut oder böse ist, ist der Mensch an sich im Prinzip Alles und Nichts. Gut, böse, neutral. Der Rest ist dann eine Sache der persönlichen Einstellung.

Kalexio


prinsessalle

Menschen fällt es schwer, eine direkte Verbindung zu machen. Ich denke, dass viele unter kognitiver Dissonanz leiden - was natürlich ist, da man sich anders kaum schützen kann vor dem, was passiert.

Direkte Verbindung zu was? Ich verstehe auch nicht, was Du mit dem zweiten Satz meinst. Kannst Du das ausführen?

Allerdings spiegelt sich das in unserer Welt wieder. Jeder möchte besser sein, möchte nicht zu Gewalt beitragen, aber alle tun es (jedoch einige mehr als andere).

Ich habe da eine andere Erfahrung und auch andere Beobachtungen gemacht. Gewaltbereitschaft ist einerseits eine genetische Veranlagung und es hängt davon ab, ob ich das mental noch unterstütze und die Grenze tief halte oder sie steigere. Es ist ja z B. auch in den letzten Jahren beobachtet, dass die Gewaltbereitschaft von jungen Mädchen steigt.

Meiner Ansicht nach würden sich die wenigsten Lebewesen, wenn sie in die Ecke gedrängt werden und nicht flüchten können, wehrlos verhalten. Sie würden sich zumindest wehren, indem sie sich selbst schützen oder zurückschlagen. Ich denke eher, dass viele nicht wahrhaben wollen, wie schnell sie gewaltbereit sind. Viele sind sich ja nicht einmal ihres diskriminierenden Verhaltens bewusst und ganz geschockt, was ihr Verhalten für eine Auswirkung auf das Leben anderer hat.

Viele, die ihr Überleben gefährdet sehen, greifen an. Das ist der Grund für Diskriminierung und Ausgrenzung und Gewalt gegen selbst definierte Feinde. Je nachdem wo jemand diese Grenze sieht, wird er angreifen und wenn er seine Existenz bedroht sieht oder fühlt auch vor körperlicher Gewalt nicht zurückschrecken.

Bezüglich besser sein wollen habe ich auch eine andere Erfahrung. Viele wollen nicht besser sein als andere. Auch das wäre ja laut Gesetz ein intersubjektiver Wert - Menschen sind gleichwertig. Allerdings sieht man schon im Faden, dass das nicht jeder einzelne so sieht.

KRl:eixo


Cinnamon4

Ich denke, das ist wieder Definitionssache. Wenn man voraussetzt, dass man keine allgemeingültigen Aussagen darüber treffen kann, was gut oder böse ist, ist der Mensch an sich im Prinzip Alles und Nichts. Gut, böse, neutral. Der Rest ist dann eine Sache der persönlichen Einstellung.

Man kann es ja nicht allgemeingültig ansetzen. Das zeigt sich schon an den Beiträgen hier. Deswegen ist ein Gesetz notwendig. Umsonst gibt es ja nicht Menschen, die dafür eintreten, dass Tiere mehr Rechte bekommen als sie haben, anders gesehen werden, weil sie eben den allgemeinen Einstufungen, die es im Moment gibt, nicht zustimmen. Genauso gibt es jene, die meinen, dass das sowieso schon zu viel Rechte sind und treten für ihre Werte ein und viele davon gegen die Werte von anderen. Hierzulande bestimmt die Mehrheit, was gut und böse ist. Zwar unzufriedenstellend, aber wie es heißt ist die Demokratie immer noch das beste System und den existierenden.

PalaneZtenwxind


Für mich sind Menschen grundsätzlich mehr wert als Tiere. Also wirklich alle Menschen, natürlich auch Kinder. Ich schreibe aber in Fäden über Kinder und Kindesmisshandlungen nicht mit, da ich dieses "Ach wie furchtbar!" und "Das macht mich so unendlich traurig!" und "Ich kann gar nicht verstehen wie man nur sowas grausames tun kann!" nicht verstehen kann und es mich eher nervt. Aber da bin ich ein bisschen eigen. %:| Geht mir aber in Bezug auf Tiere nicht viel anders, allerdings kann es da vorkommen, dass ich dann doch mal mitmische, wenn ich wieder versehentlich in eine Fleischesser versus Veganer Diskussion platze. ;-D

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