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Wieso werden die Menschen mit anderer Hautfarbe gehasst?

ENhesmaliger 1Nu#tzuer (#x528611)


Ich hab mal irgendwo was gesehen (3sat? ZDF Info ???) Wo getestet wurde wieviel Mitleid Frauen mot Kindern haben, die unter Gewalt, Krieg, Verfolgung usw gelitten haben.

Dabei kam heraus, dass Frauen am meisten Mitleid mit den Kindern hatten, die dem Aussehen nach ihrem Kulturkreis entsprachen.

Das wurde sogar mit CT und EEG usw gemessen.

Dh eine Frau vom nordischen Typus bemitleidet ein südländisch oder afrikanisch aussehendes Kind weniger, als eines, das ebenso ihrem Typus entspricht.

Ist schon ein Paar Jahre her, daher entschuldigt, wenn die Quelle dafür fehlt.

Ich fand es interessant.

cDriech{ar2lie


Siehe meine Ausführungen zu "Fremdheit" :=o

THele"fonelUlxe


@ criecharlie

Und ich klopfe dir für deinen Beitrag mal auf die Schulter, denn du hast das vom TE beschriebene "Phänomen" erklärt und bist auf ihn eingegangen, während ich (und andere?) eher seine Wortwahl und sein offenkundiges Unwissen und seine oft etwas wirre Ausdrucksweise belächelten.

Leider geht es ihm ja aber anscheinend nicht um die tatsächlichen Ursachen von Misstrauen gegenüber Fremdem und Fremden sondern er zeigt uns eher, was in seinem Kopf vor geht, wenn er einen Menschen sieht, dessen Hautfarbe sich von seiner unterscheidet. Er hat natürlich insofern in gewisser Weise Recht, als dass "wir" als Gruppe (hellhäutige Europäer, z.B.) einen andersfarbigen Menschen sofort erkennen und durch schlechte Erziehung und Sozialisation oder Ängste erst einmal vorverurteilen und, so wie der TE, in die "der ist Ausländer, der ist Muslim, der hört Assimusik" Kiste stecken. Huch, jetzt wollte ich eigentlich noch mehr schreiben, aber ich muss nun unerwartet los. Lass' dir auf jeden Fall von mir einen Schulterklopfer geben, du hast es wirklich versucht! ;-D :)^

csriebchGarlixe


Das wollte ich nun nicht so provozieren, aber danke. @:)

Ich bin Dozent für Kulturpsychologie/-soziologie und Interkulturelle Kommunikation an der Uni (und viel als workshop-Leiter in Ausländerbehörden/Schulen unterwegs), Du hast Recht, ich sehe das wohl anders bzw. gehe da rationaler ran und damit ist für mich alles erklärt :), ist aber natürlich nur mein Weg.

Danke für den Hinweis.

kIrisMt(ian20


Naja liebe Leute wollte damit auch nichts böses bezwecken, wollte mal sehen wie ihr meine Meinung sieht, da ich ein halb Deutscher & russischer Kumyke bin und aussehe wie ein Türke.

LTouixsiana


Habe mal von einer Studie gehört, wo farbigen und hellhäutigen Probanden Portraits von hellhäutigen und farbigen Menschen gezeigt wurden, gekoppelt an die Frage, wem sie ein erfundenes Verbrechen zutrauen würden.

Ergebnis: Während die Hellhäutigen eher die Farbigen verdächtigten, verdächtigten die Farbigen eher die Hellhäutigen.

Es ist normal, sich zur eigenen Rasse hingezogen zu fühlen, das Zugehörigkeitsgefühl stärkt die Identität eines Menschen. Solange keinem geschadet wird, finde ich nichts dagegen einzuwenden.

Rassismus gibt es in allen Gruppen von Menschen. Dass der Rassismus bei der weißen Rasse stärker in den Focus rückt liegt m.E. nur daran, dass sie es sich aufgrund ihrer Entwicklung "leisten" konnten, sie waren und sind noch heute in der stärkeren Position. Ich frage mich aber auch, warum eigentlich das kleine Europa das riesige Afrika über Jahrhunderte kolonialisieren und ausbeuten konnte und das Ganze nicht umgedreht gelaufen ist, immerhin steht nicht nur die Wiege der Menschheit in Afrika, dort lebten auch damals schon mit die meisten Menschen.

E6hemaligerN NutzeHr (#|52L8611)


Warum?

Weil Afrika keine Industrie hat.

Keine nennenswerte.

Zudem gab es dort nie einen Führer, der die einzelnen Stämme vereint hat.

Ich sag nur Dschingis Khan oder Karl der Große. Sowas fehlte denen all die Jahrhunderte

EBhemaXliger) Nutzer (##5286x11)


Siehe meine Ausführungen zu "Fremdheit

Ja. Und nun klopf dir selbst auf die Schulter.

%-|

T5elefo*nelxle


@ criecharlie

Das wollte ich nun nicht so provozieren, aber danke. @:)

Ich bin Dozent für Kulturpsychologie/-soziologie und Interkulturelle Kommunikation an der Uni (und viel als workshop-Leiter in Ausländerbehörden/Schulen unterwegs), Du hast Recht, ich sehe das wohl anders bzw. gehe da rationaler ran und damit ist für mich alles erklärt :), ist aber natürlich nur mein Weg.

Danke für den Hinweis.

Das finde ich ja mal ein interessantes Betätigungsfeld. Ich selbst bin ungemein wissensdurstig und bilde mich daher zu (fast) jedem Thema ständig weiter. Neulich lief ein interessanter Beitrag über Rassismus, in dem nachgewiesen wurde, dass Menschen, deren Eltern keinerlei Vorurteile gegenüber fremden Kulturen oder anderen Hautfarben kommuniziert haben (ein Großteil dieser Kommunikation findet wohl nonverbal statt - soll heißen, selbst wenn die Eltern etwas anderes behaupteten und nonverbal eben doch Vorbehalte zeigten, wirkte sich das auf ihre Kinder aus) von Natur aus nicht rassistisch sind, sie reagieren also auf Fremde zunächst einmal neutral bis neugierig und fallen eben nicht in das vorsichtig-ängstliche Verhaltensmuster gegenüber Menschen, die nicht so aussehen wie der enge Familienverbund.

Ich kenne von Haus aus überhaupt keinen Rassismus. Und dann gibt's da die Amerikaner, die bereits von Kindesbeinen an den Unterschied zwischen schwarz und weiß lernen, und ich kann nur den Kopf schütteln. Wie übrigens auch über einige der Menschen in meinem näheren Umfeld, die sich die verrücktesten Geschichten ausdenken, nur um ihren Fremdenhass (geboren aus Angst, weil sie selbst das Gefühl haben, in Deutschland zu den "Verlierern" zu gehören) zu rechtfertigen. Aber jetzt labere ich....

Wie dem auch sei: Menschen haben eben prinzipiell erst einmal Scheu vor dem Unbekannten. Viele von uns sind ganz automatisch als Kinder mit Menschen anderer Sprachen, Kulturen und Hautfarben aufgewachsen und empfinden diese Scheu nicht. Auf diese Menschen trifft deshalb auch die Aussage des TEs nicht zu, dass "Menschen anderer Hautfarben" gehasst werden. Es ist - wie so oft - einfach nur eine Frage der eigenen Erziehung und Sozialisierung, und für den erwachsenen Menschen eine Frage der Selbsterkenntnis und auch des Selbstvertrauens, sich gegenüber anderen (egal welcher Art) behaupten zu können ohne dass er dabei Zuflucht zu Äußerlichkeiten nehmen muss. Letztlich vergleiche ich es mal wieder mit den USA ... weshalb sollte ein Amerikaner Angst haben, dass ihm ein Immigrant seinen Job wegnimmt? Da gibt's ein ganz anderes Problem, wenn ein Fremder, der nicht einmal die Landessprache spricht und keine Ausbildung besitzt mir den Job "wegnimmt"... denn dann bin ich es, der etwas ändern sollte, weil ich offenbar ein ungebildeter fauler Sack bin, um es mal ganz böse zu sagen. Schuld sind daran nicht die anderen...

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