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Essstörung: Kann mir jemand helfen?

vEegaKngirxl hat die Diskussion gestartet


Guten Abend :-)

Ich habe mich extra für mein Problem angemeldet, da ich echt verzweifelt bin. Ich hoffe mir kann jemand helfen. Ich entschuldige mich schonmal im voraus, wenn mein Beitrag sehr lang wird, ich würde mich dennoch freuen, wenn sich jemand alles durchliest und mir antworten würde.

Ich, weiblich und 18 Jahre alt, habe vor zwei Jahren angefangen abzunehmen. Damals wog ich bei einer Größe von 1,58 cm 84 kg. Da bei mir Bluthochdruck festgestellt wurde, war ich bei einer Kardiologin, die mich so sehr wegen meines Übergewichts angemeckert hat, dass ich konsequent beschloss abzunehmen. Meine Familie stellte mit mir zusammen unsere Ernährung um, das heißt keine Fertiggerichte mehr, keine Süßigkeiten, dafür viel Obst, Gemüse, Vollkorn und Hülsenfrüchte, außerdem Eier und Milchprodukte. Fleisch gab es selten. Außerdem haben wir auch auf eine wirklich fettarme Ernährung geachtet. Man könnte unsere Ernährung als Bilderbuchbeispiel nehmen. Abgenommen habe ich indem ich morgens normal gefrühstückt habe (Ei, Käse und Gemüse) und schulbedingt erst am Nachmittag eine sehr große Mahlzeit zu mir genommen, die zwar gesund und kalorienarm war, dennoch von der Größe her einfach das doppelte einer normalen Portion war. Zwischen durch gab es Obst und Abends entweder einen Salat oder Rohkost. Darüberhinaus habe ich eine Stunde Sport auf einem Fahrradergometer gemacht.

Dies klappte ein ganzes Jahr lang gut und ich habe 30 kg abgenommen. In diesem Jahr hatte ich auch nur zwei Fressanfälle, die eigentlich schon ein Warnzeichen für meine jetzige Situation waren. Diese habe ich jedoch ignoriert. Dann wurde ich jedoch immer extremer. Ich sparte an Zwischenmahlzeiten, wenn ich Hunger hatte, nahm kein Öl mehr für meinen Salat und hungerte abends, wenn ich meinte, dass ich ja sowieso gleich ins Bett ginge. Außerdem habe ich einen Sportzwang entwickelt: Ich habe alles stehen und liegen gelassen um um jeden Preis meinen täglichen Sport zu machen. Ich habe den Sport nich in meinen Alltag integriert, sondern meinen Alltag in meinen Sport. Ab den Osterferien letzten Jahres bekam ich öfters Fressanfälle, die ich versuchte auszugleichen, indem ich danach nur noch Gemüse aß oder neben der einen Stunde Sport noch mehr als 2 Stunden spazieren ging. So schaffte ich es mein Gewicht einigermaßen konstant zu halten, jedoch nicht mehr abzunehmen, wie ich es gern wollte. Dann kam die Fastenzeit (Ramadan), wo ich natürlich fastete und Abends um 22 Uhr beim Fastenbrechen reinhaute- leider auch Ungesundes. Ich nahm ein paar Kilo zu (ich schätze 7 Kilo- habe mich nicht gewogen), dennoch für die Tatsache, dass ich bestimmt im Hungerstoffwechsel war, und kein Sport getrieben habe, gar nicht so extrem viel.

Nach der Fastenzeit nahm ich mir vor wieder abzunehmen, was auch kurze Zeit gut klappte. Danach ging es ganz bergab. Ich habe seitdem wieder extreme Fressanfälle und habe es nicht geschafft diese auszugleichen, sodass ich innerhalb sehr kurzer Zeit über 20 kg (!) zugenommen habe, obwohl ich immer noch jeden Tag ein Stunde Sport treibe und das sogar manche Tage 2 Stunden, wenn ich meinte zu viel gegessen zu haben. Ich habe auch schon ein paar Mal versucht mich zu übergeben, was jedoch nicht geklappt hat. Hätte es geklappt, wäre ich wahrscheinlich schon richtig Bulimie-krank. Diese Fressanfälle sind einfach nicht normal, da ich auch dann noch esse, wenn ich eigentlich keinen Hunger mehr habe, sondern Appetit und dann denke "ist doch sowieso schon egal, hast

Ich habe eine richtige Essstörung entwickelt, die mich psychisch und körperlich fertigmacht. Ich denke den ganzen Tag nur ans Essen: was ich esse, was ich nicht esse, wieviel Kalorien etwas hat usw. Durch mein Übergewicht leide ich an Selbstwertproblemen und habe ein extrem geringes Selbstbewusstsein entwickelt, was früher, vor meiner Abnehmphase, gar nicht der Fall war. Ich war selbstbewusst und habe mich so akzeptiert wie ich war, auch wenn ich mir manchmal aber selten wünschte etwas schlanker zu sein. Ich bin richtig depressiv geworden, weshalb ich schon Johanniskrauttabletten nehme,die zwar ein bisschen geholfen haben, dennoch habe ich schonmal fast versucht mich umzubringen und kämpfe fast täglich mit dem Gedanken mein Leben zu beenden, weil es mir einfach kein Spaß mehr macht. Meine schlechte Laune wird auch noch durch das schlechte Verhältnis zu meiner Mutter verstärkt, was sich seit meiner ES entwickelt hat. Wenn wir zwei Tage gut miteinander sind, dann ignorieren wir uns die nächsten 5 Tage der Woche, wenn wir uns aufgrund meiner ES gestritten haben oder wenn ich wieder einen Fressanfall hatte.

Körperlich zeigt sich meine ES auch: ich bekomme seit 1 ½ Jahren meine Periode nicht mehr, meine Haare sind nicht nur kaputt, sie sind so dermaßen schlecht geworden, das ich sie nicht mehr offen tragen kann, da sie strohig sind und abstehen, wie bei einer Hexe. Sie wachsen auch nicht mehr. Meine Verdauung spielt ebenfalls verrückt: monatelang Verstopfung und nun mehrmals täglicher Stuhlgang. Blutwerte und Schilddrüse sind in Ordnung. Letztes Jahr im Sommer hatte ich jedoch einen geringen Erythrozyten-Mangel, was jedoch laut meines alten Hausarztes nicht schlimm sei.

Mein neuer Hausarzt hat vor kurzem druch meine Vorgeschichte sofort meine ES erkannt und mir empfohlen zu einem Psychotherapeuten zu gehen. In zwei Wochen habe ich meinen ersten Termin, jedoch glaube ich nicht, dass sich mein Problem mit dem Essen verbessern wird, sondern eher meine Zwänge und meine Depressionen im Vordergrund stehen (die eigentlich meine ES begünstigt haben). Seit einem halben Jahr bis heute besteht mein Alltag aus übermäßigem Essen, schlechtem Gewissen, sich vornehmen, das nächste Mal sich zu disziplinieren und wieder zu (f)ressen (sorry für den Ausdruck, habe jedoch kein anderes Wort für mein Verhalten). Egal was und wie ich esse, ich habe einfach immer schnell Hunger oder unbändigen Appetit. Seit Dezember letzten Jahres lebe ich vegan, wodurch sich meine Fressanfälle noch verschlimmert haben. Dennoch kann ich aus ethischen Gründen einfach keine tierischen Produkte mehr essen, wie zum Beispiel ein Frühstücksei, was mich immer sättigt, da ich ein schlechtes Gewissen gegenüber den Tieren habe, da diese einfach unwürdig und grausam gehalten und behandelt werden. Des Weiteren haben sich meine Essensvorlieben geändert. Vor meiner Gewichtsabnahme war ich eher der herzhafte Typ. Schokolade mochte ich sogar manchmal nicht, weil sie mir einfach zu süß war. Ich war damals einfach dick(er), weil ich zu viel Chips, Nudeln usw. gegessen habe. Nun könnte ich nur noch süßes essen- und dabei geht es mir noch nichtmal um Schokolade oder Industriezucker. Mir reicht auch einfach Trockenfrüchte, die jedoch auch viele Kalorien haben. Die 20 kg habe ich eigentlich fast nur durch Haferflocken, Nüsse und Trockenfrüchte zugenommen, was ja eigentlich an sich nicht ungesund ist, jedoch in Massen einfach zu kalorienhaltig. Morgens kann ich komischerweise auch nicht mehr sofort frühstücken. Ich bekomme erst nach 2 stunden Hunger und brauche dann auch ein süßes Frühstück. Etwas herzhaftes würde ich niemals runterkriegen. Dieser Süßhunger wurde wie gesagt vor allem durch die vegane Ernährung verstärkt. Ein süßes Frühstück macht jedoch schnell wieder Heißhunger wodurch der Teufelskreis bestehend aus Fressanfällen und Hungern auch wieder von vorne los geht. Ich bin auch der Typ der lieber gar nichts isst, als etwas zu essen, worauf ich keinen Hunger habe nur wegen dem Gedanken, dass dies länger sättigt oder so. Eine ausgewogene Ernährung habe ich somit schon lange nicht mehr, was für eine vegane Lebensweise ja eigentlich das A und O ist.

Ein weiteres Problem, was ich habe ist, dass ich einfach kein Gefühl habe, was normale Portionen sind ohne alles auf den Gramm genau abzumessen, da ich auch während des Abnehmens viel gegessen habe, jedoch immer Kalorienarmes. Seit neustem versuche ich wirklich dreimal am Tag normal große Mahlzeiten zu essen, was jedoch nur bis zum Mittag klappt, da ich nach zwei Stunden wieder Heißhunger kriege und wieder unkontrolliert Süßes esse. Ich schaffe es einfach nicht wie ein normaler Mensch zu essen und nur an Essen zu denken, wenn ich Hunger habe. Wenn ich höre, dass normale Menschen nach einem Stück Schokolade einfach keine Lust mehr darauf haben, kann ich das kaum glauben. Wenn ich ein Stück Schokolade oder Kuchen esse, kreisen sich meine Gedanken noch eine Woche um dieses Stück und um das Verlangen noch zehn weitere zu essen. Es ist schon wie ein Zwang geworden, das mich in meinem Alltag einschränkt. Kann mir jemand Tipps geben, wie ich es schaffe, mein Problem mit dem Essen zu lösen? Was soll ich essen? Gibt es Veganer unter euch, die so ein ähnliches Problem mit dem Süßhunger haben?

Ich hoffe, jemand hat sich meinen ewig langen Text durchgelesen und ich bedanke mich schonmal bei jedem der dies getan hat. Ich würde mich echt über Tipps freuen, denn ich möchte endlich wie ein normaler Mensch essen und mit gesunder, ausgewogener Ernährung auch gesund (!) abnehmen und dies auch halten. Habe deshalb auch vor mich im Fitnessstudio anzumelden, um Muskeln aufzubauen, die ich beim Abnehmen verloren habe.

LG @:)

vegangirl

Antworten
p2rinsesHsalle


Hey :)

Iss mehr - dann geht der Süßhunger eigentlich irgendwann weg. Ein paar Bananen am Tag (bitte reife Bananen, also dunkelgelb mit ein paar braunen Stellen), die sind sehr süß und stillen bei mir oft das Bedürfnis nach besonders zuckerhaltigen Speisen. Trockenobst hat übrigens viel zu wenig Wasser, um dich nach einer guten Menge wirklich zu sättigen!

Stärkehaltiges Essen und Hülsenfrüchte könnte auch für eine Blutzuckerregulation sorgen, aber kein weißes Mehl, sondern lieber brauner Reis, Kartoffeln, Sojasprossen, Bohnen, Linsen etc.

Es kann auch gut sein, dass du deine Portionen einfach zu klein machst, deswegen bekommst du dann den Heißhunger. Immer essen, bis du dich wirklich zufrieden und satt fühlst.

Oder du versuchst High Fat, das kann auch funktionieren, aber ich weiß nicht, ob den ganzen Tag Nüsse, Samen, Avocados und Öle was für dich sind.

v\egan1girl


Hallo prinsessalle,

Vielen Dank für deine Antwort @:)

Das Problem ist, das ich das Gefühl habe, dass es egal ist was ich esse, da ich dennoch ans Essen denke auch wenn mein Magen voll ist. Bei den Portionsgrößen halte ich mich eigentlich immer an die Rezeptvorgaben und ich bin ja auch für eine Zeit satt. Aber das mit dem Trockenobst stimmt, ich könnte locker 100 g essen und erst dann satt sein. Mir fehlt denke ich in der veganen Ernährung das Eiweiss, da ich Heißhunger bedingt sehr kohlenhydrathaltig esse und dies meinen Insulinspiegel nach oben schießen lässt. Esse ich zum Beispiel Vollkornreis könnte ich trotz Vollkorn nach drei Stunden wieder was essen. Ich schaffe es einfach nicht, wie früher bei einem kleinen Huner zwischendurch Obst oder Gemüse zu essen, sondern hau einfach direkt kalorienhaltiges rein und esse dann auch weiter, auch wenn ich satt bin. Ich schaffe es einfach nicht Maß zu halten und aufzuhören wenn ich satt bin. Und wenn ich einmal aufhöre dann immer mit dem Zwangsgedanken " So du hast jetzt genug gegessen, das reicht se nicht so verfressen und disziplinlos!" Und nicht von alleine wie normale Menschen :-(

LG

vegangirl

pFrins>essballxe


Dann ist das Problem in erster Linie die Beziehung zum Essen, nicht das Essen selbst. Wenn du Proteine willst, mach dir ein Linsencurry, iss Tofu auf dein Brot oder koch zu deinem Reis eine große Portion Bohnen (komplettes Aminosäurenprofil übrigens).

Hülsenfrüchte sollten deine besten Freunde sein ;-)

Dass du ständig ans Essen denkst ist auch nicht gut, du sollst Essen konsumieren und nicht das Essen dich. Lenk dich besser ab? Vielleicht lernen, lesen, nach draußen gehen?

Und genießt du dein Essen? Denkst du dir die meiste Zeit "Oh mann, das ist so gut"? Essen ist eine sinnliche Erfahrung, nimm dir Zeit dafür und schmecke richtig, nimm viele Gewürze :)

v\elgang,ixrl


Hallo,

Ich denke, mein Problem liegt wirklich am Essen selbst, da ich schon seit meiner Kindheit jemand bin der gerne isst. Mir wurde als Kind einfach nicht beigebracht normal große Portionen zu essen. Ich haberinfach gegessen wie, wann und was ich wollte ohne jedes Maß oder den Gedanken das ist ungesund. Erst als ich angefangen habe abzunehmen habe ich angefangen mich intensiv mit Ernährung auseinanderzusetzen.

Das Essen genieße ich in letzter gar nicht, da ich immer mit dem Gedanken esse, wieso ich esse, ob ich wirklich Hunger habe usw. Das mit dem Ablenken ist so eine Sache: das Essen "lenkt eher mich ab" und das stört mich sehr, da ich mitten in den Abiturprüfungen stecke. Egal was ich tue ich bekomme diesen Essensdrang oder Heißhunger nicht weg, auch wenn ich mich an Hülsenfrüchten und co satt esse. Mein Verhältnis zum Essen hat sich eigentlich gar nicht geändert, nur was ich gegessen habe und dies war die lezten beiden Jahre so kalorienarm, dass ich abgenommen habe. Was viel ist und was wenig weiß ich immer noch nicht. Ein weiteres Problem ist, dass ich gesunde Ernährung als ein Mittel zum Zweck betrachte: ich versuche nur gesund zu essen um abzunehmen und nicht weil mir der gesundheitliche Aspekt wichtig ist, obwohl ich es versuche. Aber dann sehe ich in der Schule Mädchen, die schlank sind und Nutella-Brote essen und frage mich wieso ich niemals so natürlich essen kann was ich will ohne übergewichtig zu sein. Egal wie ich versuch "normal" zu denken/handeln/essen, es geht immer nach hinten los :-(

LG

vPega3ngxirl


Sorry ich meine mein problem liegt NICHT beim essen selbst, sondern bei meiner Beziehung zum Essen.

p(rinsCes?sallxe


Nicht auf Portionen zu achten muss nicht unbedingt schlimm sein, solange Essen an sich Genuss ist und kein emotionales Ventil, denn dann kommt es zum Überessen. Das Essen nicht zu genießen oder es nur als "Brennstoff" anzusehen macht das nicht viel besser :/ Versuche mal ganz bewusst zu essen. Also kein Buch, kein Laptop, kein Handy beim Essen, versuch dich nur über das leckere Essen zu freuen.

vGeganVgirl


Darf ich noch fragen was du, prinsessalle, oder andere, die meinen Beitrag gelesen haben, von der veganen Ernährung haltet? Ist sie für Personen mit Essstörungen eher gut oder schlecht geeignet? Da ich aus rein ethischen Gründen vegan bin, zweifele ich immer an den gesundheitlichen Aspekt dieser Ernährungsform, da es schnell zu Mängeln kommen kann und Mängel ja auch Heißhunger begünstigen können.

p*riAnses=sxalle


Ich bin selbst vegan und solange du dein Gemüse und deine Hülsenfrüchte isst, sowie B12 irgendwie einnimmst (es gibt sehr viele Wege), wirst du deine Nährstoffe kriegen. Falls du Angst vor Nährstoffmangeln hast, geh mal auf Cron-O-Meter, da kannst du dein Essen eingeben und gucken, ob du alle deine Vitamine und Mineralstoffe bekommst. Nur die kcal am Tag, die die Seite vorschlägt, finde ich unsinnig.

vlegaancgirxl


Okay vielen Dank für deine Tipps @:)

Ich werde versuchen sie umzusetzen und hoffe dass sich das wieder einpendelt

vpega{ngxirl


Prinsessalle, da du ja auch vegan bist, darf ich dich vielleicht fragen was genau du morgens zum Frühstück, zum Mittagessen und zum Abendessen ist? Wäre nett wenn du mir so einen kleinen Beispielplan aufschreiben könntest was genau du isst. :-)

R}istaridinf_v"om_Sxüden


Hallo vegangirl,

vieles von dem, was Du schreibst, kenne ich von mir selbst auch. Zunächst mal möchte ich Dich sehr ermutigen, den psychotherapeutischen Weg zu nutzen. Auch ein längerer Aufenthalt in einer Klinik, die auf Essstörungen und Depressionen spezialisiert ist, könnte sehr hilfreich sein. Das könntest Du zum Beispiel in der Zeit nach dem Abi angehen. Ich schreibe dir auch gerne per PN, in welcher Klinik ich vor einer Weile war und wie es da zuging.

Ich glaube, dass man allein durch den Versuch, sich selbst zu disziplinieren, da nur schwer wieder rauskommt. Zu sich selbst hart zu sein fördert ja die Schuldgefühle und die fördern wiederum die Essstörung. In einer Klinik wird man einerseits gefordert und steht unter einer gewissen äußeren Kontrolle, die einem hilft, die Fressanfälle zu vermeiden, dadurch aber und durch die Therapiegepräche und den Kontakt mit den anderen Patienten gewinnt man allmählich wieder Zuversicht und Selbstwertgefühl zurück. Ich glaube, das ist der Schlüssel. Nicht noch mehr Druck, noch mehr Regeln, noch mehr Schuldgefühle.

Ich selbst habe das Problem noch längst nicht im Griff, will hier also nicht als Oberlehrer erscheinen. Ich kann nur aus meiner Erfahrung sagen: ein Umfeld, dass einen in seinen Erfolgen bestärkt ist hilfreicher als eines, das einen immer wieder auf seine Schwächen hinweist.

Ich wünsche Dir sehr, dass Du wieder Zuversicht in Dich selbst gewinnst! :)*

vee9ganngilrl


Guten Abend Ristridin_vom_Süden @:)

Vielen Dank für deine Antwort.

Ich habe auch schon selbst überlegt, in eine Klinik zu gehen, getraut habe ich mich jedoch ehrlich gesagt nicht, so einen großen Schritt zu gehen, zumal es für mich schon schwierig war, eine ambulante Therapie in die Wege zu leiten, da meine Mutter skeptisch gegenüber einem Psychotherapteuten war. Obwohl ich schon volljährig bin würde ich es nicht alleine schaffen einen Aufenthalt in einer Klinik zu arrangieren. Dennoch wäre es nett wenn du mir deine Klinik nennen würdest :-). Je nach dem wie die Psychtherapie laufen wird, kann ich ja immer noch über einen Aufenthalt in der Klinik nachdenken. Darf ich fragen, was du neben der psychotherapeutischen Behandlung, gegen deine Essstörung unternimmst? Vielleicht kann ich mir ja auch einige Sachen aneignen :-).

Das ein richtiges Umfeld wichtig ist kann ich nur bestätigen, da mir hier das Gefühl gegeben wir, alles falsch zu machen :-/

Ich wünsche dir ebenfalls alles Gute und eine komplette Heilung :)*

LG

R3istr#i din_ivom_S{üdxen


Hast eine PN! @:)

fHroesc.hchenx97


Ganz kurz nur:

Ich denke nicht, dass hier Tipps wie "genieß dein Essen, benutz viele Gewürze" etc. weiterhelfen. Die TE hat ja schon selber festgestellt, dass ihr Problem in der Beziehung zum Essen liegt und das denke ich auch. MMn spricht grundsätzlich nichts gegen vegane Ernährung, aber das als Antwort auf alles hier zu sehen, hilft nicht wirklich finde ich. @ vegangirl, hab ich es richtig verstanden, dass du den EIndruck hast, dass deine Essattacken durch die vegane Ernährung schlimmer wurden? Der Gedanke, der mir dazu kam, war folgender: Kann es sein, dass du dich dadurch in deiner Nahrungsmittelauswahl eingeschränkt fühlst und dadurch viel von den "erlaubten" Nahrungsmitteln isst? Ich kenne das so ähnlich von mir... wenn ich aus verschiedenen Gründen bestimmte Nahrungsmittelgruppen nicht essen kann, neige ich dazu, zu viel von den anderen zu essen.

Ich habe auch schon selbst überlegt, in eine Klinik zu gehen, getraut habe ich mich jedoch ehrlich gesagt nicht, so einen großen Schritt zu gehen, zumal es für mich schon schwierig war, eine ambulante Therapie in die Wege zu leiten, da meine Mutter skeptisch gegenüber einem Psychotherapteuten war. Obwohl ich schon volljährig bin würde ich es nicht alleine schaffen einen Aufenthalt in einer Klinik zu arrangieren

Ich fände es wichtig, dass du den Termin beim ambulanten Therapeuten wahrnimmst und auch mit ihm über ne stationäre Therapie sprichst. Wieso ist deine Mutter skeptisch? Sieht sie nicht, dass du Hilfe brauchst? :)* Und: Einen Klinikaufenthalt kann man auch alleine organisieren. Ich bin auch 18, habe in der letzten Zeit einen Klinikaufenthalt organisiert und meine Eltern wissen von nichts (sie werden es aber noch erfahren :=o ). Es ist deine Gesundheit, es ist egal ob deine Eltern skeptisch sind oder nicht. Du hast beschlossen so nicht weiterzumachen, und das ist gut! Der Rest wird sich zeigen @:)

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