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Zwangsstörung erst nach 2 Wochen?

Cgocodnut3x1 hat die Diskussion gestartet


Hallo liebe Hobbypsychologen,

ich habe erst vor kurzem erfahren, dass ein Familienmitglied an einer Zwangsstörung leidet.

Als Angehörige möchte ich ihr natürlich so gut es geht helfen und habe mich erkundigt und habe sogar Bücher ausgeliehen, damit ich weiß, wie ich mit ihr umzugehen habe.

Ich habe mir auch die Diagnosekriterien angeschaut und war ehrlich gesagt schockiert.

Es gibt anscheinend ein Diagnose Buch namens ICD-10 und darin steht,dass der/die Erkrankte 2 Wochen an Zwangshandlung oder Gedanken leiden muss. Ehrlich gesagt finde ich, dass das unmöglich ist,denn einem Menschen MUSS geholfen werden, völlig gleich ob dieser 1 Woche leidet oder 1 Tag. Ich kann mir beim besten Willen nicht vorstellen, warum es eine zeitliche Begrenzung gibt. Ich habe mir auch einen Fallbeispiel durchgelesen, in dem eine Person nicht zum Psychologen wollte, weil sie sich ''krank'' genug fühlte. Vielleicht kann mich da jemand aufklären, warum es eine zeitliche Einschätzung gibt. Das wäre sehr lieb.

Gruß.

Antworten
p]a{pzstgo"lxf


Das "Diagnose-Buch" ist keine probate Hilfe zur Erkennung von Krankheiten, sondern dienst zur Klassifizierung.

Und zu den 2 Wochen: Damit eben nicht jeder, der mal ein paar Tage Zwangsgedanken (grübeln) oder -handlungen hat, behandelt werden muss. Was sind denn schon 14 Tage? Erstens bekommt der Kranke ohenhin erst nach Monaten einen Termin beim Psychiater und zweitens sehen sich die meisten Zwängler über teilweise jahrzehnte als völlig Normal. Auch Dein Verwandter wird das Krankheitsbild schon ewig haben..... Frag mal nach.

E1hemalig}er NutzerS (#w417903x)


Viele Krankheiten manifestieren sich erst nach einer gewissen Zeit.

Bei Fibromyalgie z.B. müssen die Schmerzen erst einige Monate bestehen und auch alle anderen Krankheiten ausgeschlossen werden, bevor eine Fibromyalgie überhaupt diagnostiziert werden kann.

Denn jeder hat doch mal über ein paar Tage Rückenschmerzen oder einen Muskelkater.

Diese ICD-10 Diagnose wird vom Arzt z.B. auf Überweisungen zur Weiterbehandlung aufgeführt und auch für die Krankenkasse dient das als Information.

denn einem Menschen MUSS geholfen werden, völlig gleich ob dieser 1 Woche leidet oder 1 Tag.

Natürlich wird jedem, der krank ist, geholfen und das nicht erst nach 2 Wochen oder einigen Monaten.

Wer Behandlung braucht, kann zu jeder Zeit zum Arzt oder auch in die Notaufnahme gehen.

Bis allerdings eine eindeutige Diagnose bestätigt werden kann, müssen gewisse Krankheits-Kriterien für eine gewisse Zeit konstant bestehen. Und dann kann auch gezielt therapiert werden.

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