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Therapie beginnen, wie?

D%arQkS20x14 hat die Diskussion gestartet


Hallo, viele werden meine Vorgeschichte kennen. Mein Leben ist seit dem ich von der katholischen Höllenlehre erfahren habe nicht mehr das Selbe. Immer wieder kriege ich kurz Angst und bin hin und her gerissen ob die Geschichte mit der ewigen Hölle stimmt. Das nimmt mir leider die Lebensfreude, da ich nicht religiös leben möchte und somit keine Chance hätte der Hölle zu entgehen. Ne Zeit lang geht es mir gut, aber plötzlich kommen Panikattacken in denen ich mich richtig mies fühle und erstmal nochmal zusammenfassen muss warum es sinnlos ist über sowas nachzudenken z.B. dass es nicht das aktuelle Leben, sondern nur das Leben nach dem Tod betrifft oder dass Gott schon weiss was richtig und falsch ist, und ich die Strafe gerne annehmen wenn er meinte es wäre angebracht. Das geht dann ca. 5-10 Minuten, danach ist alles wieder tutti. Dann aber am nächsten Tag nach dem Aufstehen gehts von vorne los, sprich es ist noch tief in mir drin. Das Ganze ist so seit zirka 1 Monat und ich werde diese negativen Gedanken nicht los und habe große Angst dass mein Leben nicht mehr so wie früher sein wird durch die Angst.

Jetzt ist meine Frage, wie beginne ich eine passende Therapie? Muss ich vorher zum Hausarzt, gehe ich direkt ohne Überweisung zum Psychologen oder wie ist das? Und welcher Therapeut wäre zu empfehlen, irgendeiner oder ein bestimmter der sich auf religiöse Dinge spezialisiert hat? Komme aus dem Raum Mannheim/LU, kann mir jemanden etwas empfehlen? Gruß! :)_

Antworten
B(en-ituaBx.


Wer eine Überweisung zum Therapeuten ausstellt, ist eigentlich wurscht. Könnte sogar der Zahnarzt sein.

Im Internet kann man sich durch die gelben Seiten wühlen und schauen, was die einzelnen Therapeuten so anbieten, da gibt es ja therapeutische Unterschiede.

Verhaltenstherapie zum Beispiel, moderne Therapeuten arbeiten recht gerne mit Methoden, die effektiv sind, das zahlt in der Regel nicht die Krankenkasse. Was ewig dauert, aber keine Verhaltensänderung macht, ist die Analyse, ist auch erwiesen, dass der Nutzen kaum da ist.

Und anmelden. Heute schon, besser vorgestern. Gerne bei 20 Therapeuten, man wartet Monate. Absagen kann man dann immer noch.

Man hat 5 Probestunden, wo man sich entscheidet, komme ich mit der Therapeuten klar oder nicht.

Oder man läßt sich in eine psychosomatische Klinik einweisen, wo man 6 Wochen intensivst sein Problem angehen kann und macht dann ambulant weiter.

Sehr gute Kliniken haben auch eine Wartezeit von mehreren Monaten. Selbst bei Akuteinweisungen.

E5hemaWligerP Nutgzer (#57x8069)


Am besten solltest du dich an eine psychosoziale Beratungsstelle wenden.

DVarykS29014


Bin momentan beim Neurologen, denke der wird mir weiterhelfen können, hab den nächsten Termin aber erst im Mai. Soll ich bis dahin warten oder zum Hausarzt?

E)lysxe


Hallo DarkS2014,

du musst nicht vorher zu deinem Hausarzt gehen, man benötigt keine Überweisung für eine Psychotherapie. Am besten suchst du dir einige Therapeuten heraus und rufst dort mal an. Die meisten Therapeuten bieten recht schnell probatorische Sitzungen an, sodass du schauen kannst, ob es passt oder auch nicht. Du hast pro Therapeut bis zu 5 (bei Psychoanalyse bis zu 8) probatorische Sitzungen, in denen noch kein Antrag bei der Krankenkasse gestellt wird und in denen du jederzeit abbrechen kannst.

Es gibt grob gesehen zwei unterschiedliche Richtungen bei Therapeuten: Die einen arbeiten verhaltenstherapeutisch, die anderen tiefenpsychologisch. Prinzipiell ist es aber erst mal egal, zu welchem Therapeuten du gehst. Es ist nachgewiesen, dass die Beziehung zum Therapeuten wichtiger ist, als die Richtung, die der Therapeut hat. Ein guter Therapeut wird dich sowieso ganzheitlich behandeln. Ob es da jemanden gibt, der sich auf religiöse Dinge spezialisiert hat, weiß ich nicht, ich glaube aber auch nicht, dass das eine große Relevanz hat. Mit Angst- und Panikproblematiken arbeiten alle Therapeuten.

Alles Gute!

DzarzkS2x014


Vielen Dank, werde ein paar Therapeuten abklappern!

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