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Menschen die nicht mitgähnen sind Psychopathen?

S}oil}b"ladxe hat die Diskussion gestartet


Hallo zusammen,

Ich hab gehört, dass Menschen die nicht vom gähnen anderer "angesteckt" werden, also nicht mitgähnen wenn eine nahe Person gähnt, Psychopathen sind.

Wenn z.b. Meine Freundin gähnt, ist mir aufgefallen dass ich nicht immer auch gähnen muss. Selbiges bei Freunden oder Familie. Aber nicht immer.

Heißt das jetzt, ich bin ein Psychopath?? ":/

Antworten
g!aurloi>sxe


Ja, ganz bestimmt. Die im Internet haben das gesagt, also muss es wahr sein.

Mach dich also darauf gefasst, dass du demnächst ausgeklügelte, psychopathische Serienmorde begehen wirst und gar nichts dafür kannst: schließlich hätte dich deine Umwelt sehr früh anhand deines Nicht-Mitgähnens identifizieren und haftbar machen können.

Ey - die Frage ist jetzt nicht wirklich ernstgemeint, oder?

S:oil&blaxde


Meine Frage war hoffentlich so ironisch wie deine Antwort.

Viel mehr würde mich interessieren, wo der Zusammenhang besteht bzw worauf sich diese Studie bezieht.

Ich mache mir sehr schnell Gedanken uns grübel über sowas :=o

m9orAi.


Soilblade, hast du dazu denn eine aussagekräftige Quelle? Dann poste bitte mal den Link.

Ich nehme aber an, dazu gibt's keine, weil's völliger Quatsch ist, sehe das wie gauloise.

SXoilb"laAde


[[http://www.merkur.de/leben/gesundheit/psychopathen-lassen-sich-durch-gaehnen-anderen-nicht-anstecken-zr-5378935.html]]

Das ist ein Artikel der sich auf eine entsprechende Studie bezieht.

m%ori.


Ok danke @:)

Na, ganz interessant, aber trotzdem ist nicht automatisch jeder, der nicht mit gähnt auch ein Psychopath.

Steht ja auch im Artikel:

Trotz der eindeutigen Ergebnisse warnt Studienautor Brian Rundle Mitmenschen als Psychopathen abzustempeln. "Wenn Sie gähnen und jemand anderes nicht, heißt es nicht das die andre Person ein Psychopath ist. Bei Fremden gähnen viele Leute nicht mit", sagt Rundle.

Interessant finde ich aber diesen Aspekt bei der Studie:

Je weniger Empathie - Einfühlungsvermögen ein Mensch demnach hat, um so weniger gähnt er mit.

Das kann ja durchaus möglich sein.

L,ucix32


Autisten Gähnen auch nicht mit und wie das Artikel sagt, Fremde auch weniger.

Psychopathy ist sehr, sehr selten. Zudem ist einer Kriterion, dass man mindestens 4 Gewaltdelikte begangen haben muss. Ergo sitzen viele Psychopathen im Gefängnis - wo der Diagnose gestellt wird. Nur forensische Psychologen stellen diese Diagnose.

Sioijlbl@adxe


Ich finde das halt nur komisch, dass ich selbst bei Freunden, Familie und meiner Freundin nicht immer sondern nur manchmal nicht mitgähne...

Dann bin ich aber kein Psychopath sondern nicht ganz so einfühlsam? ":/

aQ.fi&sxh


Viel mehr würde mich interessieren, wo der Zusammenhang besteht bzw worauf sich diese Studie bezieht.

Hä? Die Studie ist doch verlinkt.

Wenn schon mal Originalquellen angegeben sind, lohnt es sich, da auch mal draufzuklicken. Gerade bei Studien findet man dann öfter so Worte wie "suggest" und "may" und Einschränkungen, auf welche untersuchten Aspekte sich die Ergebnisse genau beziehen - etwas, was bei der journalistischen Verwurstung solcher Ergebnisse dann gerne mal absoluter ausgedrückt wird, weil "is so" besser klingt als "könnte womöglich auf einen Zusammehang hinweisen".

aH.fisxh


Ich finde das halt nur komisch, dass ich selbst bei Freunden, Familie und meiner Freundin nicht immer sondern nur manchmal nicht mitgähne...

Dann bin ich aber kein Psychopath sondern nicht ganz so einfühlsam? ":/

Nirgendwo steht, dass die Norm wäre immer mitzugähnen. Es gibt eine gewisse Chance, von Gähnen angesteckt zu werden, und diese Untersuchung (mit einer Stichprobe von 135 Leuten) gibt Hinweise darauf, dass die Chance unter diesen Testbedingungen geringer wird, je niedrigere Werte diese 135 Leute bei diesem Persönlichkeitstest in Sachen Empathie erzielt haben. Dazu kommen andere nicht untersuchte Faktoren wie z.B. das Verhältnis zwischen Testperson und abgebildeten Gähner, die evtl. auch Einfluss darauf haben könnten. Es ist eine interessante Studie zu einem kleinen Teilaspekt des Phänomens das "ansteckenden Gähnens" - aber da Du nicht weißt, wie oft im Durchschnitt überhaupt mitgegähnt wurde, kannst Du daraus auch nicht ableiten, wo/wie Du bei diesem Test abschneiden würdest. Abgesehen von all den anderen Faktoren, die evtl. in das Ergebnis mit einfließen und es beeinflussen könnten, wie z.B. die Testumgebung, um nur eins zu nennen.

Solche Studien sind interessant und wichtig, aber sowas ist eine kleinteilige, lang andauernde, viele Testreihen benötigende Arbeit, die eben leider in den Medien dann gerne verkürzt, vereinfacht und damit oft auch verfälscht wiedergegeben wird.

S(oi^lblxade


Danke für die Antworten!

Dann habe ich da wohl etwas zu viel reininterpretiert :=o

soepDtemxber82


Ich musste schon nur beim lesen des Artikels die ganze Zeit Gähnen. Schrecklich. ;-)

s$ept6emb5er8x2


Smiley sollte dieser sein ;-D

S^hobjo


Na toll. Ich habe schon mitgegähnt, als ich "ich gähne" gelesen habe. Eindeutig hyperaktive Spiegelneuronen. zzz

q,uack4salbeyrei


Seit ich das erste Mal davon gelesen habe, dass man ganz besonders bei Menschen, die einem sympathisch sind, mitgähnt, gestalte ich mein Mitgähnen möglichst unsichtbar, wenn ein mir völlig unsympathischer Mensch mir was vorgähnt. Der soll nämlich bloß nicht auf den Gedanken kommen, dass ich insgeheim doch einen Funken Sympathie für ihn empfinde. So. ;-D ;-D

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