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Wie wird man sozial kompetent und charismatisch?

BUorwlag


Du pauschalisiert Dir wieder Deine Welt wie sie Dir gefällt.

Was haben wir denn genau gesagt:

[[http://www.med1.de/Forum/Psychologie/722363/#p22291683 Hier]]

Die Frage ist aber wie man sozial kompetent und charismatisch wird ohne Lebenserfahrung zu haben.

Die Antwort lautet: gar nicht

Ohne Lebenserfahrung wirst Du nicht sozial kompetent und charismatisch. Das geht nur indem Du Lebenserfahrungen machst. Das haben wir Dir gesagt. Nicht mehr und nicht weniger.

Du machst daraus: ich kann das nicht, weil die anderen sagen es geht nicht.

Natürlich gehts. Und es gab Leute hier im Faden, die Dir geschrieben haben wie sie hinfallen und immer wieder aufstehen und so dann eben Fortschritte gemacht haben.

Das ist der Weg. Ob Du ihn gehst oder nicht ist Deine Sache. Aber zu behaupten Du wüsstest nicht wie's geht nachdem Licht am Horizont und PocketMouse so viel mitgeteilt und gezeigt haben wie sie das machen ist einfach nur undankbar und ignorant ihnen gegenüber. Du kannst ihren Weg offensichtlich nicht wertschätzen. Das ist tragisch.

Wir hatten doch Charisma und soziale Kompetenz voneinander getrennt. Ich sprach in meinem letzten Beitrag bewusst nur von Charisma, das man , laut Aussage einiger Nutzer, entweder hat, oder eben nicht. Soziale Kompetenz kann man trainieren und das werde ich auch tun. Die Ratschläge diesbezüglich habe ich auch angenommen.

Dadurch werde ich aber auch 'nur' zum langweiligen Loner mit sozialer Kompetenz. Besser als der langweilige sozial inkompetente Loner, keine Frage. Aber meine gezielte Frage nach Charisma basierte eben auf der Hoffnung grundlegende Mängel mit antrainiertem Charisma ausgleichen zu können.

OsptimDismus


Borlag

Ich bin nicht ganz sicher, ob Charisma einem zu 100% in die Wiege gelegt wurde oder nicht.

Menschen mit dieser "besonderen Ausstrahlung" vermitteln in mir das Gefühl, dass diese Personen eine ganz tief verankerte Zufriedenheit in sie tragen, so als ob in ihrer Welt "alles" harmonisch und glücklich wäre. Rein von aussen betrachtet, ist es das nicht, aber diese Leute haben gelernt, dem Leben die Sonnenseiten abzugewinnen - und wenn es auch nur ein einziger Strahl ist. Über den sind sie dann aber zufrieden und glücklich.

Wenn Du nun anfängst, einige Tips umzusetzen, ist das sicher ein Schritt in die Richtung, die Dein Ziel anstrebt. Ich wünsche Dir viel Erfolg dabei. :)*

wUeihnavchtOsstwernxchen3


Ist es unmöglich das zu erklären?

Nö. Habe nur keine Lust dazu. Am besten lernt man durch eigene Erfahrung.

LichtAmHorizont

Vorallem: Was wir dir nicht erklären, kannst du nicht versuchen, klein zu reden. :-p

Es ist einfach so, es nützt nichts, wenn einem 25 Leute sagen "Da passiert dann dieses und jenes" - man glaubts ja sowieso nicht. Und kann es auch nicht nachvollziehen. Einfach machen und positive Ergebnisse wahrnehmen ist einfach am überzeugendsten.

PqocDket(Mo]usxe


Was ist Charisma überhaupt? Das ist ja so ein wenig eine wage Vorstellung. Um die Erreichbarkeit zu prüfen, fänd ich es hilfreich, einmal zu schauen, was genau man eigentlich meint.

Interessant finde ich, dass du recht genaue Vorstellungen hast, was du gerne hättest.

Ein Beruf, der mich interessiert. Einen kleinen Freundeskreis. Grundlegenden Respekt von meiner Umwelt. Ein Hobby, das ich gerne verfolge. Eine Partnerin. Das wäre ideal.

Mir unverständlich ist jedoch, warum du diese Ziele für so unerreichbar hälst und inwieweit deine schwächen dich dabei so massiv beeinträchtigen?

Ich habe verstanden, dass du offensichtlich in mehreren Punkten deinen persönlichen Ansprüchen nicht genügst. Ich glaube dir, der Einfachheit halber auch, dass du in diesen Bereichen unterdurchschnittlich begabt bist.

Dumm bist du nicht, dafür schreibst du viel zu strukturiert. Außerdem finde ich deine Argumentation in vielen Bereichen grundsätzlich logisch. Das gefällt mir. Auch wenn ich die Schlüsse dazu sehr skurril finde, so mag ich dein Denkverhalten.

Dass du dir nicht so viel merken kannst, ist vermutlich Teil einer depressiven Erkrankung? Es hat ja offensichtlich aber für das Abitur gereicht?

Alle deine Wünsche lassen sich aber grundsätzlich sogar mit absolut unterdurchschnittlicher Begabung in jedem Bereich ganz wunderbar erfüllen.

Für einen Beruf, der einen interessiert muss man ja nichtmal unbedingt studieren. Solange keine Demenz oder ähnliches vorliegt, ist die Merkfähigkeit ausreichend für eine Vielzahl von Berufen.

Wo genau hapert es denn? Gibt es nichts was dich interessiert? Oder traust du dir nix davon zu? Ich persönlich stelle mir Physiker interessant für, bin aber nicht schlau genug dafür. Das heißt ja aber nun nicht, dass es keinen anderen Job gibt, der mich auch interessiert.

Grundsätzlich ist es auch einfach so, dass sich vieles erst mit der Zeit ergibt und man sich da Stück für Stück annähert. Ich mag meinen Job im Moment sehr gerne. Das wäre aber niemals mein Wunschjob gewesen. Ich benötige für diesen Job außerdem Fähigkeiten, die ich vor Jahren nicht hatte. Die habe ich erst mit der Zeit erworben.

Ich würde das wie eine Wanderung beschreiben. wenn man vor unterschiedlichen Weggabelungen steht, muss man sich für eine entscheiden. Klug ist, darüber ein wenig nachzudenken. Man kann die Wegbeschreibung lesen. Aber schlussendlich muss man den Mut haben und eine Möglichkeit wählen. Wer an der Gabelung stehen bleibt kommt nicht weiter.

Der Vorteil des Lebens ist, dass überall neue Weggabelungen auftauchen. Manchmal stellt man fest, man hat sich falsch entschieden oder einfach Pech gehabt. Dann kann man Schritt für Schritt einfach weiter gehen bis zur nächsten Gabelung.

Mir scheint es aber, als würdest du vor einer Gabelung stehen und jeder erdenkliche Weg scheint unmöglich. Du gehst den Weg genau durch und stellst dann fest, dass du scheitern wirst. Weg 1 ist schön aber hat eine Flussüberquerung und du kannst nicht schwimmen. Also kannst du da nicht entlang gehen. Aber du weißt nicht, ob du auf dem Weg vielleicht ein Boot findest oder ob dort zufällig eine Schwimmschule ist oder ob gerade an einer Brücke gearbeitet wird.

Einen kleinen Freundeskreis.

Du hattest ja mal Freunde. Wo sind die hin?

Auch um Freunde zu finden, braucht man keine gigantischen Talente. Du erwähntest sogar, dass du gut zuhören kannst. Das ist doch bereits ein außerordentliches Talent. Mir fällt das schwer. Ein gemeinsames Interesse verbindet. Interesse - nicht Leistung. Mein Ex geht zum Beispiel seit Jahren ins Stadion und guckt Fußball. Erbrachte Leistung - Richtige Bahnstation aussteigen, Bier kaufen, Fanggesang gröhlen. Einzelne Leistungen sind auch weglassbar. Erforderliche Talente - keine.

Ein gemeinsames Hobby verbindet oft.

Damit wären wir auch bei dem Punkt -

Ein Hobby, das ich gerne verfolge.

Du möchtest ein Hobby, was du GERNE verfolgst. Da steht ja nichts von GUT. Man muss in seinem Hobby nicht gut sein.

Ich bin z.B. jahrelang geritten. Ich habe dazu kein Talent. Dank jahrelangem harten Training bin ich einigermaßen gut. Genaugenommen ist mein reiterliches Niveau aber schnurzpiepe. Keinen interessiert das. Ich persönlich freue mich, wenn ich irgendwas besser kann als ich es vor einem beliebigen Zeitraum konnte. Aber es bietet sehr viel Raum für Sozialkontakte. Wie viele Stunden ich schon mit Freundinnen überlegt habe welches Müsli wohl das Beste ist? Welche Farbe dem Pferd wohl steht? Außerdem haben wir uns tausende Geschichten erzählt. Keine der lustigen Geschichten hat ein "Ich war auf Turnier xy und alles lief sehr gut und am Ende habe ich gewonnen" zum Inhalt. Viel eher ging es darum, was für peinliche / doofe / lustige Erlebnisse man schon hatte. Je talentfreier desto mehr solche Erlebnisse.

Die Frage ist eben, was einem Spaß macht. Das kann die isolierte Tätigkeit an sich sein. Es kann der Erfolg sein, dass man sich verbessert und es kann das gute Gefühl sein, wenn man etwas bestimmtes erreicht hat.

Ich kann das schon verstehen. Ich hatte beim Reiten auch das Ziel "Einen Sieg in Klasse XY" zu erreichen. Wenn der persönliche Spaß daran gekoppelt ist, ist das gut, solange das Ziel erreichbar ist. Man freut sich also jedes mal, wenn man das Ziel ein Stück näher kommen sieht.

Problematisch ist es, wenn das Ziel unerreichbar ist.

Das scheint bei deinem Krafttraining so zu sein. Du machst das nicht, weil es dir dabei so viel Spaß macht, sondern weil du gerne einen Körper hättest der bestimmte Kriterien erfüllt. Das wirst du nicht erreichen. Deswegen frustriert dich das Hobby. Es ist dann vermutlich nicht das richtige Hobby. NICHT, weil du kein Talent hast sondern, weil dein Spaß an die falsche Sache geknüpft ist.

Ein anderes Hobby von mir ist z.B. Fotografie. Dort habe ich Talent und den Anspruch darin GUT zu sein. Dies ist für mich erreichbar. Dort macht mir dann der ERFOLG Spaß. Ich freue mich, dass ich ein BESONDERS gutes Bild gemacht habe.

Ähnlich ist es mit dem Stricken. Ich freue mich an dem Ergebnis. Ich habe da das Bedürfnis einen guten, fehlerfreien Pullover zu fertigen. Meine Freude ist maßgeblich vom Endergebnis abhängig. Pullover hässlich geworden = Unzufrieden.

Anders ist es z.B. wenn ich z.B. schwimme. Ich schwimme gerne. Ohne Messung der Zeit oder Strecke. Einfach nur so. Weil ich beim Schwimmen an sich Freude empfinde. Ich habe nicht das Bedürfnis, dass besonders gut oder schnell oder schön zu können.

Ich male auch gerne. Auch hier macht mir die Tätigkeit an sich Freude. Wenn also nach jedem entstandenen Werk, dieses sofort vernichtet würde... Und ich somit niemals ein messbares Ergebnis erzielen könnte - so würde ich trotzdem weiter malen, weil es mir währenddessen Freude bringt.

Kinder können das besonders gut. Sie kneten oder spielen im Sand oder Tanzen... Nur damit es in genau dem Moment Freude bereitet. Es ist nie zukunftsgerichtet. Die Knete kommt danach in die Packung und die Sandburg regnet weg. Es gibt kein Ergebnis und häufig registriert nichtmal jemand die schöne Burg. Es passiert nur aus der inneren Freunde am tun.

Es geht also nicht darum, wie du es erreichen kannst, im Rahmen des Krafttrainings nun doch endlich gut genug zu werden sondern es geht um die Frage, was genau du unter Spaß und Freude verstehst, welche Art von Beschäftigung dir das verpassen kann.

Grundlegenden Respekt von meiner Umwelt.

Das ist zu undifferenziert als dass man das erreichen könnte. Umwelt ist zu groß gefasst. Respekt auch. Fasse das lieber konkreter. Welche Menschen sollen sich dir gegenüber wie genau verhalten?

Der betrunkene Obdachlose vor meinem Büro ist auch Teil meiner Umwelt. Trotzdem verhält er sich nicht respektvoll. Das ist in ihm begründet und nicht in mir.

Im Beruf werde ich für meine Arbeitsleistung respektiert. Aber natürlich nicht von allen. Jeder Mensch hat da ja unterschiedliche Ansichten. Man kann eine Sache immer auf mehrere Arten machen. Wenn ich Lösung A wähle gibt es immer Leute die Lösung B besser finden. Viele davon respektieren mich trotzdem. Leute denen es an grundsätzlichem Respekt mangelt sehen mich dann als Frau (Oh Gott) die auch noch falsche (in deren Augen) Entscheidungen trifft. Sie respektieren mich nicht. Ich kann dafür sorgen, dass sie trotzdem einen gewissen Umgang einhalten aber mehr auch nicht. Nicht mein Problem.

PGocvke(tMoxuse


Das verstehe ich nicht. ":/ Wo ist denn da Stärke, wenn nur Schwäche vorhanden ist?

Naja die Einteilung der eigenen (charakterlichen) Merkmale in Stärken und Schwächen ist ja eine gesellschaftliche. Erstmal ist der Mensch ja bloß.

Die Beurteilung erfolgt ja immer erst im zweiten Schritt.

Ich bin z.B. sehr chaotisch. Das ist erstmal eine Tatsache. Gesellschaftlich wird das eher als Schwäche eingeordnet. Dadurch, dass ich sehr chaotisch bin, shockiert mich Chaos von anderen nicht und ich komme mit chaotischen Situationen zurecht. Wenn also zum Beispiel im beruflichen Umfeld es zu einer Chaos Situation kommt, drehen viele durch. Ich fühle mich aber wie immer und kann in der Situation sehr gut handeln. Das wird von vielen als große Stärke wahrgenommen und ich gelte als überaus belastbar. Dabei bin ich das bloß durch mich selber gewöhnt.

Mein Ex ist z.B. sehr perfektionistisch. Das wird im ersten Moment immer als Stärke wahrgenommen. Seine Arbeitsergebnisse sind immer sehr sehr gut.

Gleichzeitig ist er aber nicht in der Lage mal eben schnell etwas weniger perfektes provisorisches zu machen. Das hat mich sehr genervt.

Er braucht für alles dann sehr lange. Manchmal ist es aber besser wenn etwas schnell geht und dafür nicht so toll ist.

Wenn ich z.B. Hunger habe ist mir mit einem schnellen und einfachen Essen mehr geholfen als mit einem tollen Menü was aber noch 2 Stunden dauert.

Um im beruflichen Umfeld die Anforderungen an Schnelligkeit (können sie mir morgen eine grobe Kostenschätzung geben? Es reicht wenn das ganz grob gewürfelt ist.) und seine Anforderung an Perfektion (Kostenschätzungen dürfen nicht mehr als xy Prozent abweichen) zusammen zu bringen arbeitet er sehr viel. Davon ist er überfordert und das Privatleben leidet.

Seine Frau empfand das daher eher als Stärke.

Ich rede zu viel. Das kann ungeheuer nerven. Ich kann aber gleichzeitig damit auch immer viel erreichen und habe z.B. auch keine Scheu vor Verhandlungen mit wichtigen Leuten. Schwäche oder Stärke?

Ich bin sehr direkt. Damit verletzte ich manchmal Leute. Freunde schätzen sehr, dass sie wirklich wissen woran sie sind. Schwäche oder Stärke?

Ich bin oft ungeschickt in Aussagen. Z.B. ist die Mutter einer Freundin neulich tötlich verunglückt und ich habe in größerer Runde aus Versehen eine total dumme Bemerkung gemacht. Gar nicht konkret an sie aber es traf halt eine offene Wunde.

Gleichzeitig bin ich in dieser Hinsicht total unempfindlich und nie eingeschnappt oder verletzt. Meine Freunde schätzen das sehr, weil sie so auch in sensibleren Situationen nie aufpassen müssen etwas Falsches zu sagen.

Ich kann nun noch haufenweise Charakterzüge und Eigenarten aufzählen. Jede einzelne steht mir manchmal im Weg und ist manchmal nützlich. Auch wenn du jetzt sagst "meine sind nicht nützlich"... Das gibt es nicht. Selbst meine unfassbare Unordnung ist nützlich. Sei es bloß, weil Freunde mich jederzeit empfangen und nicht vorher aufräumen und ich somit bestimmte Leute viel öfter treffen kann.

fRallenc_ang6el_73


Hey! *:)

Also, ich gestehe, habe nur den Titel gelesen und ganz schnell mal "quer" die Antworten.

Wie blöd ist das denn? ???

Entweder man ist es, oder nicht.

Man IST einfach ein Authorität (von Natur aus) oder eben eher der "angepasste Typ", ganz grob zusammengefasst, damit es jeder versteht.

Also alles easy. Fertig. {:(

So wie man entweder die angeborene "Pädagogen-Authorität" hat, oder nicht.

Lehrer, die diese Berufung z.B. nicht haben und trotzdem im pädagogischen Bereich arbeiten, haben dann sozusagen "die Arschkarte gezogen", weil gerade Kinder gestörte Selbstwert-problematiken sofort aufspüren und ausnutzen. Schöne Spiegel.

Das nur so als Beispiel.

Evtl ist das etwas hart ausgedrückt, aber von der Richtung her stimmt meine Aussage.

Lieben Gruß! 8-) :)D

B^oUrlxag


Ich bin nicht ganz sicher, ob Charisma einem zu 100% in die Wiege gelegt wurde oder nicht.

Menschen mit dieser "besonderen Ausstrahlung" vermitteln in mir das Gefühl, dass diese Personen eine ganz tief verankerte Zufriedenheit in sie tragen, so als ob in ihrer Welt "alles" harmonisch und glücklich wäre. Rein von aussen betrachtet, ist es das nicht, aber diese Leute haben gelernt, dem Leben die Sonnenseiten abzugewinnen - und wenn es auch nur ein einziger Strahl ist. Über den sind sie dann aber zufrieden und glücklich.

Wenn Du nun anfängst, einige Tips umzusetzen, ist das sicher ein Schritt in die Richtung, die Dein Ziel anstrebt. Ich wünsche Dir viel Erfolg dabei. :)*

Danke dir!

Vorallem: Was wir dir nicht erklären, kannst du nicht versuchen, klein zu reden. :-p

Es ist einfach so, es nützt nichts, wenn einem 25 Leute sagen "Da passiert dann dieses und jenes" - man glaubts ja sowieso nicht. Und kann es auch nicht nachvollziehen. Einfach machen und positive Ergebnisse wahrnehmen ist einfach am überzeugendsten.

Wenn man einfach nur blind macht, dann macht man aber auch ganz viel Blödsinn. Klar, wenn man stattdessen gar nichts macht kommt man auch nicht weiter. Aber ich frage ja nur nach einer Erklärung. Wenn es keine gibt, dann bin ich doch eher skeptisch.

B9orlxag


Was ist Charisma überhaupt? Das ist ja so ein wenig eine wage Vorstellung. Um die Erreichbarkeit zu prüfen, fänd ich es hilfreich, einmal zu schauen, was genau man eigentlich meint.

Ich dachte das sei relativ selbsterklärend? Dafür gibt es den Begriff doch.

Mir unverständlich ist jedoch, warum du diese Ziele für so unerreichbar hälst und inwieweit deine schwächen dich dabei so massiv beeinträchtigen?

Weil alle diese Dinge auf den Grundpfeilern Intelligenz, Soziale Fähigkeiten und Körper/Gesundheit stehen.

Ich habe verstanden, dass du offensichtlich in mehreren Punkten deinen persönlichen Ansprüchen nicht genügst. Ich glaube dir, der Einfachheit halber auch, dass du in diesen Bereichen unterdurchschnittlich begabt bist.

Dumm bist du nicht, dafür schreibst du viel zu strukturiert. Außerdem finde ich deine Argumentation in vielen Bereichen grundsätzlich logisch. Das gefällt mir. Auch wenn ich die Schlüsse dazu sehr skurril finde, so mag ich dein Denkverhalten.

Möglicherweise nicht dumm, aber definitiv nicht intelligent genug.

Dass du dir nicht so viel merken kannst, ist vermutlich Teil einer depressiven Erkrankung?

Hoffentlich! Sonst weiß ich nämlich wirklich nicht, was ich mit der Zukunft anfangen soll.

Es hat ja offensichtlich aber für das Abitur gereicht?

Dazu braucht es auch nicht viel.

Alle deine Wünsche lassen sich aber grundsätzlich sogar mit absolut unterdurchschnittlicher Begabung in jedem Bereich ganz wunderbar erfüllen.

Für einen Beruf, der einen interessiert muss man ja nichtmal unbedingt studieren. Solange keine Demenz oder ähnliches vorliegt, ist die Merkfähigkeit ausreichend für eine Vielzahl von Berufen.

Wo genau hapert es denn? Gibt es nichts was dich interessiert? Oder traust du dir nix davon zu? Ich persönlich stelle mir Physiker interessant für, bin aber nicht schlau genug dafür. Das heißt ja aber nun nicht, dass es keinen anderen Job gibt, der mich auch interessiert.

Die meisten (für mich) interessanten Berufe setzen ein Studium voraus. Etwas, für das mir die finanziellen Mittel fehlen, da ich keine Förderung mehr in Anspruch nehmen kann. Zudem sollte ich langsam mein eigenes Geld verdienen.

Was Ausbildungsberufe angeht, so gibt es nur wenige, die mich tatsächlich interessieren. Für vieles bin ich körperlich nicht in der Lage und für alles, bei dem es viel Konkurrenz gibt scheitere ich schon am Abitur, Lebenslauf und Vorstellungsgespräch.

Es ist (leider) relativ simpel: Ich muss mir einen Beruf suchen, der kaum etwas erfordert. Und das sind nicht unbedingt interessante Jobs.

Grundsätzlich ist es auch einfach so, dass sich vieles erst mit der Zeit ergibt und man sich da Stück für Stück annähert. Ich mag meinen Job im Moment sehr gerne. Das wäre aber niemals mein Wunschjob gewesen. Ich benötige für diesen Job außerdem Fähigkeiten, die ich vor Jahren nicht hatte. Die habe ich erst mit der Zeit erworben.

Ich würde das wie eine Wanderung beschreiben. wenn man vor unterschiedlichen Weggabelungen steht, muss man sich für eine entscheiden. Klug ist, darüber ein wenig nachzudenken. Man kann die Wegbeschreibung lesen. Aber schlussendlich muss man den Mut haben und eine Möglichkeit wählen. Wer an der Gabelung stehen bleibt kommt nicht weiter.

Der Vorteil des Lebens ist, dass überall neue Weggabelungen auftauchen. Manchmal stellt man fest, man hat sich falsch entschieden oder einfach Pech gehabt. Dann kann man Schritt für Schritt einfach weiter gehen bis zur nächsten Gabelung.

Mir scheint es aber, als würdest du vor einer Gabelung stehen und jeder erdenkliche Weg scheint unmöglich. Du gehst den Weg genau durch und stellst dann fest, dass du scheitern wirst. Weg 1 ist schön aber hat eine Flussüberquerung und du kannst nicht schwimmen. Also kannst du da nicht entlang gehen. Aber du weißt nicht, ob du auf dem Weg vielleicht ein Boot findest oder ob dort zufällig eine Schwimmschule ist oder ob gerade an einer Brücke gearbeitet wird.

Boote und Schwimmschule sind schon voll besetzt. Zum Glück hat man ja immer eine Wahl und es gibt noch Weg 2: Ein riesengroßes Minenfeld. Am Rand der Gabelung sitzen jedoch noch zwei Wilde, die sich vom Abfall der anderen Wanderer ernähren. So viele Möglichkeiten :=o

Du hattest ja mal Freunde. Wo sind die hin?

Ich gehe nirgends mehr hin, weil man mich allerorts respektlos behandelt.

Ohne Unternehmungen keine Freunde.

Auch um Freunde zu finden, braucht man keine gigantischen Talente. Du erwähntest sogar, dass du gut zuhören kannst. Das ist doch bereits ein außerordentliches Talent. Mir fällt das schwer. Ein gemeinsames Interesse verbindet. Interesse - nicht Leistung. Mein Ex geht zum Beispiel seit Jahren ins Stadion und guckt Fußball. Erbrachte Leistung - Richtige Bahnstation aussteigen, Bier kaufen, Fanggesang gröhlen. Einzelne Leistungen sind auch weglassbar. Erforderliche Talente - keine.

Ein gemeinsames Hobby verbindet oft.

Man möchte aber Teil des Freundeskreises sein und nicht Anhängsel, oder Fußabtreter. Auch in Freundeskreisen gibt es Rangordnungen und wer in allem ganz unten ist wird auch entsprechend behandelt. Eine richtige Freundschaft hängt also sehr wohl von erbrachter Leistung beziehungsweise dem eigenen Status ab.

Du möchtest ein Hobby, was du GERNE verfolgst. Da steht ja nichts von GUT. Man muss in seinem Hobby nicht gut sein.

Das kommt natürlich auf das jeweilige Hobby an. Ich versuche Hobby und Leistung bewusst zu kombinieren. Denn ich muss besser werden. In irgendeiner Sache. Irgendwie.

Zeichnen macht beispielsweise Spaß. Aber nicht, wenn das Endergebnis fürchterlich ist und keine Verbesserung eintritt.

Problematisch ist es, wenn das Ziel unerreichbar ist.

Das scheint bei deinem Krafttraining so zu sein. Du machst das nicht, weil es dir dabei so viel Spaß macht, sondern weil du gerne einen Körper hättest der bestimmte Kriterien erfüllt. Das wirst du nicht erreichen. Deswegen frustriert dich das Hobby. Es ist dann vermutlich nicht das richtige Hobby. NICHT, weil du kein Talent hast sondern, weil dein Spaß an die falsche Sache geknüpft ist.

Krafttraining ist in meinem Fall einfach eine Notwendigkeit. Ich kann nicht ohne. Der Erfolg ist in dem Fall tatsächlich alles.

Ein anderes Hobby von mir ist z.B. Fotografie. Dort habe ich Talent und den Anspruch darin GUT zu sein. Dies ist für mich erreichbar. Dort macht mir dann der ERFOLG Spaß. Ich freue mich, dass ich ein BESONDERS gutes Bild gemacht habe.

Ähnlich ist es mit dem Stricken. Ich freue mich an dem Ergebnis. Ich habe da das Bedürfnis einen guten, fehlerfreien Pullover zu fertigen. Meine Freude ist maßgeblich vom Endergebnis abhängig. Pullover hässlich geworden = Unzufrieden.

Anders ist es z.B. wenn ich z.B. schwimme. Ich schwimme gerne. Ohne Messung der Zeit oder Strecke. Einfach nur so. Weil ich beim Schwimmen an sich Freude empfinde. Ich habe nicht das Bedürfnis, dass besonders gut oder schnell oder schön zu können.

Ich male auch gerne. Auch hier macht mir die Tätigkeit an sich Freude. Wenn also nach jedem entstandenen Werk, dieses sofort vernichtet würde... Und ich somit niemals ein messbares Ergebnis erzielen könnte - so würde ich trotzdem weiter malen, weil es mir währenddessen Freude bringt.

Kinder können das besonders gut. Sie kneten oder spielen im Sand oder Tanzen... Nur damit es in genau dem Moment Freude bereitet. Es ist nie zukunftsgerichtet. Die Knete kommt danach in die Packung und die Sandburg regnet weg. Es gibt kein Ergebnis und häufig registriert nichtmal jemand die schöne Burg. Es passiert nur aus der inneren Freunde am tun.

Es geht also nicht darum, wie du es erreichen kannst, im Rahmen des Krafttrainings nun doch endlich gut genug zu werden sondern es geht um die Frage, was genau du unter Spaß und Freude verstehst, welche Art von Beschäftigung dir das verpassen kann.

Ich denke es ist einfacher sich voll und ganz auf den Spaß einer Tätigkeit zu konzentrieren, wenn man sowieso Stärken in anderen Bereichen hat. Dann braucht man die Bestätigung in der Freizeit nicht unbedingt. Wenn ich nun ein Hobby beginne, dann auch mit dem Anspruch als Person besser zu werden. Denn sonst vergeude ich noch mehr Zeit damit mich nicht zu verändern.

Das ist zu undifferenziert als dass man das erreichen könnte. Umwelt ist zu groß gefasst. Respekt auch. Fasse das lieber konkreter. Welche Menschen sollen sich dir gegenüber wie genau verhalten?

Ebenso undifferenziert, aber doch exakt das, was ich meine: Der Durchschnittsmensch im Alltag.

Ich werde beleidigt, ausgelacht, nicht ernst genommen. Von Fremden sowie Bekannten.

Nicht nur in Einzelfällen wie:

Der betrunkene Obdachlose vor meinem Büro ist auch Teil meiner Umwelt. Trotzdem verhält er sich nicht respektvoll. Das ist in ihm begründet und nicht in mir.

B7or,l@ag


Naja die Einteilung der eigenen (charakterlichen) Merkmale in Stärken und Schwächen ist ja eine gesellschaftliche. Erstmal ist der Mensch ja bloß.

Die Beurteilung erfolgt ja immer erst im zweiten Schritt.

Ich bin z.B. sehr chaotisch. Das ist erstmal eine Tatsache. Gesellschaftlich wird das eher als Schwäche eingeordnet. Dadurch, dass ich sehr chaotisch bin, shockiert mich Chaos von anderen nicht und ich komme mit chaotischen Situationen zurecht. Wenn also zum Beispiel im beruflichen Umfeld es zu einer Chaos Situation kommt, drehen viele durch. Ich fühle mich aber wie immer und kann in der Situation sehr gut handeln. Das wird von vielen als große Stärke wahrgenommen und ich gelte als überaus belastbar. Dabei bin ich das bloß durch mich selber gewöhnt.

Mein Ex ist z.B. sehr perfektionistisch. Das wird im ersten Moment immer als Stärke wahrgenommen. Seine Arbeitsergebnisse sind immer sehr sehr gut.

Gleichzeitig ist er aber nicht in der Lage mal eben schnell etwas weniger perfektes provisorisches zu machen. Das hat mich sehr genervt.

Er braucht für alles dann sehr lange. Manchmal ist es aber besser wenn etwas schnell geht und dafür nicht so toll ist.

Wenn ich z.B. Hunger habe ist mir mit einem schnellen und einfachen Essen mehr geholfen als mit einem tollen Menü was aber noch 2 Stunden dauert.

Um im beruflichen Umfeld die Anforderungen an Schnelligkeit (können sie mir morgen eine grobe Kostenschätzung geben? Es reicht wenn das ganz grob gewürfelt ist.) und seine Anforderung an Perfektion (Kostenschätzungen dürfen nicht mehr als xy Prozent abweichen) zusammen zu bringen arbeitet er sehr viel. Davon ist er überfordert und das Privatleben leidet.

Seine Frau empfand das daher eher als Stärke.

Ich rede zu viel. Das kann ungeheuer nerven. Ich kann aber gleichzeitig damit auch immer viel erreichen und habe z.B. auch keine Scheu vor Verhandlungen mit wichtigen Leuten. Schwäche oder Stärke?

Ich bin sehr direkt. Damit verletzte ich manchmal Leute. Freunde schätzen sehr, dass sie wirklich wissen woran sie sind. Schwäche oder Stärke?

Ich bin oft ungeschickt in Aussagen. Z.B. ist die Mutter einer Freundin neulich tötlich verunglückt und ich habe in größerer Runde aus Versehen eine total dumme Bemerkung gemacht. Gar nicht konkret an sie aber es traf halt eine offene Wunde.

Gleichzeitig bin ich in dieser Hinsicht total unempfindlich und nie eingeschnappt oder verletzt. Meine Freunde schätzen das sehr, weil sie so auch in sensibleren Situationen nie aufpassen müssen etwas Falsches zu sagen.

Ich kann nun noch haufenweise Charakterzüge und Eigenarten aufzählen. Jede einzelne steht mir manchmal im Weg und ist manchmal nützlich. Auch wenn du jetzt sagst "meine sind nicht nützlich"... Das gibt es nicht. Selbst meine unfassbare Unordnung ist nützlich. Sei es bloß, weil Freunde mich jederzeit empfangen und nicht vorher aufräumen und ich somit bestimmte Leute viel öfter treffen kann.

Du verbindest da meiner Meinung nach aber zum Teil Stärken und Schwächen, die eigentlich unabhängig voneinander sind.

Ungeschicktheit bei Aussagen resultiert nicht automatisch in Resistenz mit Hinsicht auf Aussagen anderer. Man kann durchaus ungeschickt sein und dennoch schnell eingeschnappt.

Chaotische Menschen können auch von ihrem eigenen Chaos, beziehungsweise auch dem von anderen, überfordert sein.

Schwächen sind dann problematisch, wenn sie in einer Kombination auftreten, die ein erfolgreiches Leben verhindert.

Hey! *:)

Also, ich gestehe, habe nur den Titel gelesen und ganz schnell mal "quer" die Antworten.

Wie blöd ist das denn? ???

Entweder man ist es, oder nicht.

Man IST einfach ein Authorität (von Natur aus) oder eben eher der "angepasste Typ", ganz grob zusammengefasst, damit es jeder versteht.

Also alles easy. Fertig. {:(

So wie man entweder die angeborene "Pädagogen-Authorität" hat, oder nicht.

Lehrer, die diese Berufung z.B. nicht haben und trotzdem im pädagogischen Bereich arbeiten, haben dann sozusagen "die Arschkarte gezogen", weil gerade Kinder gestörte Selbstwert-problematiken sofort aufspüren und ausnutzen. Schöne Spiegel.

Das nur so als Beispiel.

Evtl ist das etwas hart ausgedrückt, aber von der Richtung her stimmt meine Aussage.

Lieben Gruß! 8-) :)D

Sprichst du nun von Charisma, sozialer Kompetenz, oder beidem?

f:aNllen_Mangel_x73


kam etwas schroff rüber.

Ich quassel hier, ohne den Disput verfolgt zu haben... ???

Das sind meiner Meinung nach zwei paar Schuhe, also Charisma und soz. Kompetenz.

Der Titel des Threads könnte bzg. Charisma auch lauten:

************************************************************************

:-X :-X :-X "Wie kann ich am besten verbergen, dass mein Selbstwert nicht okay ist?" :-X :-X :-X

************************************************************************

Soziale Kompetenz hat viel mit Sensiblität und Empathiefähigkeit zu tun.

Ein gesunder Selbstwert plus eine Ausstattung mit "Antennen fürs das Innenleben des Gegenübers" , also eine hohe Sensibilität dazu, wäre natürlich wundervoll.

Ich merke gerade, dass ich wohl nochmal darüber nachgrübeln muß, was "soziale Kompetenz" für mich bedeutet.

Nicht persönlich nehmen bitte, bin gerade generell etwas aggressiv unterwegs. Das kam mir spontan in den Sinn.

l.g.

O(ptim{ismxus


Borlag

Jetzt mal Butter bei die Fische.... Ich haben gerade etwas den Überblick verloren. Kannst Du mir bitte der Reihe nach meine folgenden Fragen beantworten?

1)

Welche Berufe gefallen DIR (ganz unabhängig von den notwendigen Voraussetzungen)?

2)

Warum kannst Du für ein Studium keine Unterstützung oder Stipendium bekommen?

3)

Warum glaubst Du, nicht intelligent "genug" zu sein? Wofür reicht es denn nicht?

4)

Was macht Dir Spass und/oder bereitet Dir Freude?

Ich habe kein Abitur gemacht - soooo einfach ist es denn auch wieder nicht ;-) Für mich hat es nicht gereicht. So what - viele Wege führen nach Rom und zu einem erfüllenden Beruf, bzw. einer guten Arbeitsstelle.

Lass Dir nicht so viel (Negatives) einreden. Laut "Beweisen" aus dem Windkanal kann eine Hummel nicht fliegen, weil die Verhältnisse von Körpergewicht, Flügelfläche und Flügelspannweite das eigentlich unmöglich machen. Die Hummel kennt diese "wissenschaftlichen Erkenntnisse nicht und fliegt einfach. Und nicht nur das - sie sammelt dabei sogar täglich noch ein bisschen Honig.

Ich glaube, in Dir liegt ein grosses Potential - Du brauchst nur den Mut, es zu erwecken, rauszulassen und für Dich zu nutzen. :)*

BVorxlag


kam etwas schroff rüber.

Ich quassel hier, ohne den Disput verfolgt zu haben... ???

Das sind meiner Meinung nach zwei paar Schuhe, also Charisma und soz. Kompetenz.

Der Titel des Threads könnte bzg. Charisma auch lauten:

************************************************************************

:-X :-X :-X "Wie kann ich am besten verbergen, dass mein Selbstwert nicht okay ist?" :-X :-X :-X

************************************************************************

Soziale Kompetenz hat viel mit Sensiblität und Empathiefähigkeit zu tun.

Ein gesunder Selbstwert plus eine Ausstattung mit "Antennen fürs das Innenleben des Gegenübers" , also eine hohe Sensibilität dazu, wäre natürlich wundervoll.

Ich merke gerade, dass ich wohl nochmal darüber nachgrübeln muß, was "soziale Kompetenz" für mich bedeutet.

Nicht persönlich nehmen bitte, bin gerade generell etwas aggressiv unterwegs. Das kam mir spontan in den Sinn.

Das ist schon so in Ordnung, ehrlich und direkt ist gut! :)^

Jetzt mal Butter bei die Fische.... Ich haben gerade etwas den Überblick verloren. Kannst Du mir bitte der Reihe nach meine folgenden Fragen beantworten?

1)

Welche Berufe gefallen DIR (ganz unabhängig von den notwendigen Voraussetzungen)?

Ach da gibt es vieles. Arzt, einige Berufe im Design-Bereich, Lehrer. . . da könnte man eine lange Liste machen.

Warum kannst Du für ein Studium keine Unterstützung oder Stipendium bekommen?

Weil ich bereits studiert habe (ohne Abschluss) und die Möglichkeiten ausgeschöpft sind.

Warum glaubst Du, nicht intelligent "genug" zu sein? Wofür reicht es denn nicht?

Für ein Medizin-Studium zum Beispiel. Für ganz viele Studiengänge und Ausbildungsberufe sogar.

Es reicht nicht um meine anderen Schwächen auszugleichen.

Was macht Dir Spass und/oder bereitet Dir Freude?

Weiß ich mittlerweile auch nicht mehr. Wenn man bei allem, was man anpackt scheitert, dann frustriert einen irgendwann auch alles nur noch. Wie schon gesagt: Zurzeit macht es mir noch am meisten 'Spaß' Filme zu schauen, oder Musik zu hören. Auf Dauer langweilig.

Ich habe kein Abitur gemacht - soooo einfach ist es denn auch wieder nicht ;-) Für mich hat es nicht gereicht. So what - viele Wege führen nach Rom und zu einem erfüllenden Beruf, bzw. einer guten Arbeitsstelle.

Lass Dir nicht so viel (Negatives) einreden. Laut "Beweisen" aus dem Windkanal kann eine Hummel nicht fliegen, weil die Verhältnisse von Körpergewicht, Flügelfläche und Flügelspannweite das eigentlich unmöglich machen. Die Hummel kennt diese "wissenschaftlichen Erkenntnisse nicht und fliegt einfach. Und nicht nur das - sie sammelt dabei sogar täglich noch ein bisschen Honig.

Ach, das mit der Hummel ist soweit ich mich erinnere doch nur eine Geschichte, die längst widerlegt ist. Da hat jemand falsch gerechnet und prompt behauptet Hummeln würden die Gesetze der Natur ignorieren. ;-D

Ich glaube, in Dir liegt ein grosses Potential - Du brauchst nur den Mut, es zu erwecken, rauszulassen und für Dich zu nutzen. :)*

Auch der Mutige muss sein Potenzial erst finden!

OMptimixsmus


Borlag

Ich danke Dir für Deine Antworten.

1) Das ist doch schon was. Lehrer..... Wie gesagt, habe ich kein Abitur, aber ich habe 21 Jahre an Berufsschulen unterrichtet. Es gibt auch andere Wege dorthin. Ich habe es über eine Berufsausbildung (Pflege) und Berufserfahrung mit anschliessender, knapp 3-jähriger Zusatzausbildung gemacht.

Designer - ein Bekannter von mir hatte eine "normale" Lehre gemacht, ist irgendwann aus persönlichen Gründen nach Südamerika ausgewandert. Dort hat er sich einen Computer und ein Zeichnungsprogramm besorgt.... Lange Rede, kurzer Sinn: er ist heute sehr erfolgreich mit 3-D-Grafiken/Animationen für Architekten und Game-Hersteller. Und er macht das online.

Vielleicht könnte Dir ein Berufsberater Deine Möglichkeiten noch besser aufzeigen. Was meinst Du?

2) welches Studium hattest Du denn angefangen?

3) Niemand scheitert überall und immer. Manche Menschen geben auch zu früh auf. Dass ein Plan dann nicht klappen kann, ist damit wohl oft vorprogrammiert.. Was hat Dir denn früher mal Freude gemacht?

4) Auch wenn die Sache mit der Hummel widerlegt worden sein sollte - was soll's.... Ich glaube, die meisten Grenzen setzen wir uns selbst,

Nimmst Du ein Antidepressivum?

Ich wünsche Dir einen angenehmen Tag mit schönen Erlebnissen und netten Begegnungen. :)*

Lyicht&AHmHoTrizont


Es hat ja offensichtlich aber für das Abitur gereicht?

Dazu braucht es auch nicht viel.(Borlag)

Ich habe nicht einmal dieses wenige... :°(

PFock:etMousxe


Ich dachte das sei relativ selbsterklärend? Dafür gibt es den Begriff doch.

Nö. Was verstehst du denn drunter?

Weil alle diese Dinge auf den Grundpfeilern Intelligenz, Soziale Fähigkeiten und Körper/Gesundheit stehen.

Warum? Es gibt genug Jobs für die man nicht intelligent und auch nicht besonders gesund sein muss? Und Freunde interessiert die eigene Gesundheit auch nicht. Und Intelligenz ist für Freundschaft insofern egal, dass man ja mit ähnlich intelligenten oder nicht intelligenten Leuten rumhängen kann.

Möglicherweise nicht dumm, aber definitiv nicht intelligent genug.

Jo, jedem Menschen fällt irgendwas ein was er cool fände aber leider nicht gut "genug" für ist. Thats Life. Lass dir halt was anderes einfallen.

Dazu braucht es auch nicht viel.

Damit wertest du nicht nur dich ab, sondern gleichzeitig eine Vielzahl anderer Menschen. Zum Beispiel alle, die daran gescheitert sind. Oder alle die sich sehr anstrengen mussten. Das ist extrem unsympathisch.

Die meisten (für mich) interessanten Berufe setzen ein Studium voraus. Etwas, für das mir die finanziellen Mittel fehlen, da ich keine Förderung mehr in Anspruch nehmen kann. Zudem sollte ich langsam mein eigenes Geld verdienen.

Und nun? Heulst du solange bis du stirbst? Oder machst vielleicht doch einfach was anderes?

Interesse ist auch Einstellungsache. Und eine Ausbildung zu machen bedeutet auch nicht, dass man später nicht noch studieren kann.

Was Ausbildungsberufe angeht, so gibt es nur wenige, die mich tatsächlich interessieren. Für vieles bin ich körperlich nicht in der Lage und für alles, bei dem es viel Konkurrenz gibt scheitere ich schon am Abitur, Lebenslauf und Vorstellungsgespräch.

Ich würde einen solchen Jammerlappen, der mir schon beim Gespräch versichert, dass er seinen Job scheiße machen wird und eine total unfähige Katastrophe ist auch nicht einstellen.

Es ist (leider) relativ simpel: Ich muss mir einen Beruf suchen, der kaum etwas erfordert. Und das sind nicht unbedingt interessante Jobs.

Wie viele dieser Jobs hast du schon gemacht?

Boote und Schwimmschule sind schon voll besetzt. Zum Glück hat man ja immer eine Wahl und es gibt noch Weg 2: Ein riesengroßes Minenfeld. Am Rand der Gabelung sitzen jedoch noch zwei Wilde, die sich vom Abfall der anderen Wanderer ernähren. So viele Möglichkeiten :=o

Jo, deine Variante ist also? Vor den Fluss setzen und heulen? Oder gar nicht erst für einen Weg entscheiden?

Ich gehe nirgends mehr hin, weil man mich allerorts respektlos behandelt.

Ohne Unternehmungen keine Freunde.

Du willst also keine Freunde. Dann gestehe dir das doch ein.

Man möchte aber Teil des Freundeskreises sein und nicht Anhängsel, oder Fußabtreter. Auch in Freundeskreisen gibt es Rangordnungen und wer in allem ganz unten ist wird auch entsprechend behandelt. Eine richtige Freundschaft hängt also sehr wohl von erbrachter Leistung beziehungsweise dem eigenen Status ab.

Von Leistungen hängt keine Freundschaft ab. Es ist auch keine Frage von "Status".

Eine Freundschaft beruht auf gemeinsamen Aktivitäten, Spaß, Austausch, Freude, sich zuhören, sich unterstützen, sich helfen, füreinander da sein...

Ein Treffen mit Freunden ist für mich immer toll. Ich tanke auf, tausche mich aus. Ich erlebe lustige Sachen. Habe einfach Spaß und fühle mich danach bereichert.

An einem Treffen mit dir hätte ich kein Interesse. Das liegt in keiner Weise an mangelnden "Fähigkeiten". Ich halte dich ja sogar für intelligent und sozialkompetent und freundlich...

Aber kein Mensch auf dieser Erde hat Lust sich dein Gejammer anzuhören. Niemandem macht das Freude. Außerdem gehst du absolut nicht wertschätzend auf andere ein. Hier sind mehrere - inklusive mir - die dir sehr offen ihre Lebensgeschichte erzählen. Das interessiert sich aber null.

Das ist ein wenig so als ob du vor einer verschlossenen Tür stehst und ich dir ein Schlüsselbund mit hunderten Schlüsseln reiche und dir erzähle wie ich bereits mit Verwendung dieser Schlüssel die unterschiedlichsten Türen aufbekommen habe. Du sagst du "so einen Schlüssel wie den da hab ich schon mal probiert - ging nicht".

Das kommt natürlich auf das jeweilige Hobby an. Ich versuche Hobby und Leistung bewusst zu kombinieren. Denn ich muss besser werden. In irgendeiner Sache. Irgendwie.

Weil?

Zeichnen macht beispielsweise Spaß. Aber nicht, wenn das Endergebnis fürchterlich ist und keine Verbesserung eintritt.

Problematisch ist es, wenn das Ziel unerreichbar ist.

Nö. Geht mir nicht so. Mir ist das Ergebnis egal und eine Verbesserung interessiert mich auch nicht. Ist ja ein HOBBY.

Krafttraining ist in meinem Fall einfach eine Notwendigkeit. Ich kann nicht ohne. Der Erfolg ist in dem Fall tatsächlich alles.

Du bist also sehr diszipliniert. Ist ja schonmal eine extrem große Stärke. Ich würde das nie und nimmer machen.

Ich denke es ist einfacher sich voll und ganz auf den Spaß einer Tätigkeit zu konzentrieren, wenn man sowieso Stärken in anderen Bereichen hat. Dann braucht man die Bestätigung in der Freizeit nicht unbedingt. Wenn ich nun ein Hobby beginne, dann auch mit dem Anspruch als Person besser zu werden. Denn sonst vergeude ich noch mehr Zeit damit mich nicht zu verändern.

Die Frage ist doch eher, warum du diese Bestätigung brauchst und was du dir davon erhoffst?

Ebenso undifferenziert, aber doch exakt das, was ich meine: Der Durchschnittsmensch im Alltag.

Ich werde beleidigt, ausgelacht, nicht ernst genommen. Von Fremden sowie Bekannten.

Und? Hier sagen dir ständig Leute, dass du intelligent und sympathisch und reflektiert bist und es interessiert dich null und wenn dir jemand das Gegenteil sagt, zieht dich das runter? Du solltest dich vielmehr fragen, warum diese Leute dir wichtig sind.

Du verbindest da meiner Meinung nach aber zum Teil Stärken und Schwächen, die eigentlich unabhängig voneinander sind.

Ungeschicktheit bei Aussagen resultiert nicht automatisch in Resistenz mit Hinsicht auf Aussagen anderer. Man kann durchaus ungeschickt sein und dennoch schnell eingeschnappt.

Chaotische Menschen können auch von ihrem eigenen Chaos, beziehungsweise auch dem von anderen, überfordert sein.

Schwächen sind dann problematisch, wenn sie in einer Kombination auftreten, die ein erfolgreiches Leben verhindert.

Und du suchst dir jetzt gezielt das einzige Beispiel heraus, was nicht zwingend zusammenhängend ist. Warum? Um mich bloßzustellen? Oder nur um deine eigene Logik zu bestätigen, dass du keine Stärken hast?

Der Mensch ist NIE eine Zusammensetzung aus Stärken / Schwächen. Sondern immer ein extrem komplexes Gebilde aus grundsätzlichen Eigenschaften und den daraus resultierenden Lernergebnissen.

Ich habe zum Beispiel keinen Orientierungssinn. Entweder bleibt man aus Angst vorm Verfahren zuhause. Oder man verfährt sich und verhungert elendig im nirgendwo. Oder man erlernt Strategien wie man doch den richtigen Weg findet.

Ich verlege gerne Unterlagen. Reisepass zum Beispiel. Entweder man fliegt spontan doch nie in Urlaub. Oder man versucht das Problem zu lösen und weiß dann Bescheid, wie man kurzfristig Unterlagen besorgt.

Welche Variante man wählt ist unabhängig von Eigenschaften. Es ist nur eine Entscheidung.

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