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Wie wird man sozial kompetent und charismatisch?

LWickhtAm"Hozrizonxt


Sehr schön, ihre Beschreibung bei der Therapeutin… ;-D

Danke für das Video, hat mir gefallen.

BYorlaxg


;-D ;-D ;-D Ich glaube Du übertreibst… :-D

Wäre schön, aber leider stimmt es. Nichts als Schwächen. Und meine Strategie um dennoch halbwegs gut anzukommen ist es dann logischerweise sie so gut wie möglich zu verstecken.

ich spreche aus Erfahrung

nach 2 Wochen im verkauf in einem weinladen in Berlin hatte ich DIE soziale Kompetenz pur alle kunden und kollegen liebten mich und ich liebte sie.

vor den 2 Wochen hatte ich null soziale Kompetenz, dachte wie du das wäre der alptraum verkauf da ich null soziale Kompetenz hab, bin sowieso für nichts geeignet und blöde ( dachte ich wäre dumm und zusätzlich zu nichts fähig), und überhaupt dachte ich ein Arbeitnehmer würde mit mir nur verlust machen usw.

nach 2 Wochen traf in allen punkten das Gegenteil ein

beim verkauf wirst du ins kalte wasser geschmissen

du MUSST einfach mit menschen umgehen, wenn du es kannst super, wenn du es nicht kannst, lernst du es spielerisch, denn du kannst ja die kunden nicht stehen lassen und weglaufen oder dich unter die Theke verstecken. du MUSST

verkauf ist das beste für dein Problem und auch noch kostenlos, im Gegenteil für dieses Training, mit menschen umzugehen wirst du auch noch bezahlt

versuche es :)z :)_

Klingt auf jeden Fall einleuchtend. Nur, dass in nur 2 Wochen so große positive Veränderung eintreten wird kann ich mir gar nicht vorstellen. :-X

Auf keinen Fall. Eine gute Therapie läuft nicht so ab, dass man bohrt, wo deine Schwächen sind und dann musst du versuchen, sie zu bekämpfen. Eher das Gegenteil: nimm deine Schwächen an, weil sie ein Teil von dir sind. Wenn du das schaffst, bist du auf dem richtigen Weg.

Was soll das denn an meiner Situation ändern? Mein Problem ist Folgendes:

Ich bin schlecht >daraus folgt> andere Menschen blicken auf mich hinab/behandeln mich schlecht >daraus folgt> Unzufriedenheit

Das Grundproblem zu akzeptieren ändert nichts an den Konsequenzen.

Was denkst du, woher ich das mit den Mustern habe? Das ist eine Erkenntnis, kein angelesenes Wissen. Natürlich kann man schauspielern. Hut ab vor den Leuten, die es geschafft haben, ihr Leben so in den Griff zu bekommen. Aber nachhaltiger ist natürlich, an die Wurzeln zu gehen. Auch wenn das langwieriger ist, schwieriger, nicht unmittelbar einsichtig, teurer und im ersten Moment Angst macht (weil man sich mit sich selbst beschäftigen muss).

Da stimme ich dir zu, aber eben so wie oben geschrieben: Schwächen beseitigen, nicht akzeptieren.

die kunden waren lieb und die die es nicht waren wurden es wie gesagt alles ergibt sich dann von alleine die kunden helfen einem sozusagen aus einem schüchternen menschen und nicht so wortgewandten oder wie auch immer menschen, das Gegenteil zu werden, oder zumindest seine soziale Kompetenz zu verbessern, nur Übungssache.

Ich denke es kommt wohl stark darauf an wo man in dem Fall arbeitet, d.h. auf die Menschen, denen man begegnet.

Magst du mal Situationen aus deinem Alltag nennen?

Eigentlich ja jede. Im Wartezimmer, wenn jemand meint Smalltalk beginnen zu müssen, nur um die Stille zu brechen. Im Krankenhaus, wenn die Krankenschwester meint Smalltalk würde die Stimmung aufheitern und helfen. Was soll ich zu solchen Leuten denn bitte sagen? Dann kommen Fragen, die ich kurz beantworte und der ein oder andere "lustige" (nicht wirklich) Kommentar auf den man unecht reagiert. Was soll das Ganze?

Wenn ich mich unwohl fühle, dann bin ich auch nicht souverän oder charmant oder auch nur annähernd cool. Das ist wohl niemand. Muss man ja auch nicht. Niemand reißt einem den Kopf ab für Unsicherheit und auch nicht für daraus resultierende Kommunikationsmissgeschicke.

Passiert mir auch. Jedem.

Das 'passiert' mir nicht, das bin ich. So bin ich in jeder Situation.

Das Schöne an sowas ist ja, dass es keinen Schuldigen gibt. Kein "Wenn man sich nicht so verhalten hat, ist man ein unfähiger Idiot.". Tatsächlich ist Anstupsen ungeeignet zur Kontaktaufnahme. Scheint mit deiner Sozialkompetenz ja gar nicht so schlecht zu stehen.

Nun wäre ich aber mit ihm einen Kaffee trinken gegangen, wenn ich bessere Laune gehabt hätte. Das lag in dem Fall also an mir, dass wir keinen Kaffee trinken waren. Wenn er mich nicht angesprochen hätte, dann wäre seine Chance auf einen Kaffee 0% gewesen. So war sie 50%.

Nach Schuld klingt das für mich dennoch nicht. Sprechen wir lieber von korrektem Verhalten. Du hast dich korrekt verhalten (du bist ja nicht gezwungen mit ihm einen Kaffee trinken zu gehen), er jedoch nicht. In dem Fall hatte die Korrektheit des Verhaltens allerdings keinen Einfluss auf das Ergebnis der Situation.

Ach sag bloß. Dafür machst du dich hier aber ganz schön schwach. ;-)

Es ist ca. niemandes Stärke Schwäche zuzugeben. Das ist ja der Witz daran. Jedem fällt es schwer die eigene Schwäche offen zuzugeben. Daher kommt es eben als Stärke rüber, wenn man es doch tut.

Je mehr Stärken man hat, desto leichter fällt es auch einige Schwächen zuzugeben. Der ausschlaggebende Punkt ist somit wohl eher genügend Stärken zu besitzen. Ob man Schwächen zugeben kann, oder nicht ist dann relativ egal.

Ha blabla du armes Ding. Das ist doch Blödsinn. Wofür willst du dich entschuldigen? Für zu wenig Charme? Ja ne ist klar.

Na du hattest doch geschrieben:

"Ähhhhhhhhhhh... Sorry... Ich bin immer etwas überfordert wenn man mich so spontan anspricht... Also... Uhrzeit... Moment... 15 Uhr..."

Wie gesagt: Wäre das eine meiner Standardantworten würde ich am laufenden Band "Sorry, das weiß ich nicht.", "Sorry, das kann ich nicht." etc antworten müssen.

Schwächen korrigiert man nicht so schnell. Und jede Schwäche bedingt eine Stärke. Deine größte Schwäche ist mit deiner größten Stärke sehr eng verwandt. Man kann lernen mit ihr anders umzugehen. Man kann lernen sie weniger offensichtlich zu machen. Aber sie ist ein Teil von dir. Ist doch gut.

Das verstehe ich nicht. ":/ Wo ist denn da Stärke, wenn nur Schwäche vorhanden ist?

BpoJrl#ag


In Selbstmitleid suhlen und die eigene Unfähigkeit betonen ist auf jeden Fall super uncharmant und hilft definitiv nicht dabei Charisma zu bekommen. ]:D ]:D

Schon klar, aber das mache ich ja auch gar nicht.

Ich weiß, dass ich hart klinge. Du denkst wahrscheinlich auch "die hat keine Ahnung wie man sich fühlt, wenn man eben nicht so glücklich und fröhlich mit sich selbst ist." aber das stimmt nicht.

Meine Eltern waren beide depressiv. Inkl. Psychatrie und dem vollen Programm. Die Ehe war super destruktiv. Die Scheidung dann irgendwie logisch. Ich wuchs bei meiner Mutter auf. Sie hatte auch keine Sozialkompetenz und kam mit sich selbst kein bisschen klar.

Ich habe also keine Sozialkompetenz von ihr lernen können. Sie konnte mir (obwohl sie gerne wollte) auch nicht vermitteln, dass ich ok und normal bin. Sie hat es wirklich versucht aber das Gespür für "normales" Verhalten hatte sie schon so lange verloren, dass sie mir da keinerlei Halt, Orientierung, Begrenzung oder Bestätigung geben konnte.

Das führte dann natürlich auch nicht dazu, dass ich voller Selbstbewusstsein und Sicherheit mich elegant durch soziale Gefüge manövrierte. Im Gegenteil. Ich stellte mich furchtbar ungeschickt an. Wurde abgelehnt. Die Unsicherheit wuchs. Ich wurde gemobbt und meine Selbstzweifel wurden immer größer. Gerade in der Pubertät wars schwer. Man ist mit vielen unguten Situationen und Gefühlen konfrontiert. Erleidet Ablehnung und Konkurrenz. Stellt sich selbst in Frage. Üblicher Weise hat man zuhause so viel Halt, dass man man sich trotzdem sicher fühlt. Ich nicht. Üblicher Weise fungieren die Eltern als Vorbild und man erlernt von ihnen Verhaltensweisen und Denkmuster für schwierige Situationen. Alle Denkweisen und Verhaltensmuster die ich kannte waren aber krank.

Mir ist das also nicht fremd. Im Gegenteil. Ich habe alle meine "Vokabeln" mühevoll im Erwachsenenalter lernen müssen. Und mich haben auch immer mal wieder anerzogene destruktive Denkmuster eingeholt.

Aber es ist mein Leben und es sind meine Gedanken. Mein Kopf, meine Weltsicht, meine Einstellung. Da ist nichts festgelegt. Ich kann mit meinen Gedanken machen was ich will. Ich kann sie z.B. einfach ändern. Wenn mir meine Einstellung nicht gefällt, kann ich sie einfach ändern. Manchmal nicht einfach sondern schwierig. Aber es ist immer MEINE Entscheidung.

Es ist natürlich irgendwie unpraktisch, dass meine Eltern mir keinen vollausgestatteten Werkzeugkoffer mitgegeben haben. Aber es steht mir jederzeit frei mir ein Werkzeug zu besorgen. Ich kann anderen Menschen dabei zusehen, wie sie das Werkzeug benutzten und es dann nachahmen. Ich kann andere fragen, ob sie mir das Vormachen können oder ob sie es mir aktiv beibringen. Ich kann sie bitten mich zu korrigieren.

Dieses bewusste und analytische Vorgehen und die regelmäßige Reflektion des eigenen Verhaltens und Denkens ist gleichzeitig eine große Stärke von mir.

Damit wären wir wieder bei dem Schwäche / Stärke Ding.

Meine Schwäche - dass ich nicht intuitiv und mit Leichtigkeit mit Situationen umgehen kann - ist gleichzeitig meine große Stärke - ich kann jede Art von Situation bewusst analysieren und einordnen und mich dazu reflektieren.

Mich wirft auch nicht so leicht aus der Bahn. Aktuell befinde ich mich ja mitten im Scheidungschaos. Mein Umfeld ist ziemlich erstaunt, dass ich so rational und fröhlich und konstruktiv und in die Zukunft gerichtet bin.

Das ist eben meine Stärke. Ich kann meine Gefühle sortieren und meine Denkmuster in "tut mir gut" und "tut mir nicht gut" einteilen und lenken. Ich habe gelernt gut zu mir selbst zu sein. Ich weiß, was mir gut tut. Ich weiß um mich selbst. Ich bin also in mir so sortiert, dass ich traurig sein kann und verletzt sein kann und enttäuscht und all diese Sachen und trotzdem habe ich alle Werkzeuge mit Bedienungsanleitung griffbereit und einsatzfähig um mich den aktuellen Themen zu stellen.

Nur, dass nicht jede Schwäche auch automatisch eine positive Kehrseite hat. Ich denke wir haben dennoch zu unterschiedliche Leben, als dass man einfach ableiten könnte "Was bei mir geklappt hat, klappt auch bei dir.". Trotzdem nehme ich die Ratschläge gerne an und werde sie ausprobieren.

bin mir grad nicht sicher, ob das da herpasst, hat jemand in einem anderen Netz mal verlinkt, ist mir zu schnell gesprochen und zu sehr englisch, The power of vulnerability

[[https://www.youtube.com/watch?v=iCvmsMzlF7o]]

Passt an sich schon sehr gut. Die Frau ist aber wohl wirklich mehr Storyteller als Researcher :=o Die Zusammenhänge, die sie da zu erkennen glaubt sind mit Sicherheit zurechtgebogen, damit ihre Message toll klingt. Auch hier wieder: Falsche Zielgruppe. Sie richtet sich an Menschen, denen es eigentlich gut gehen sollte, die aber dennoch irgendwo nicht ganz zufrieden sind. Bei 'gelangweilten Suburban Moms' kommt ihre 'Erkenntnis' dann natürlich super an :=o

LSichtAmEHorihzonxt


Ob sie Storyteller oder Researcher ist, ist mir ziemlich egal. Ich finde die Zusammenhänge nicht zurechtgebogen. Mit Deiner Logik betrachtet vielleicht. Aber vor dem Starkwerden kommt zwingend das Sich-annehmen mit Schwächen - auch wenn es scheinbar erst einmal nur Schwächen sind. Bevor Du diesen Schritt nicht getan hast, brauchst Du nichts weiter zu versuchen.

w+eihn4achHtssternpchen3


So, auf die Gefahr hin, dass das schon von jemandem geschrieben wurde, weil schon ein paar Tage alt, muss ich auch mal wieder reintrippeln und meinen Senf dazugeben...

Weil es nicht meine Stärke ist Schwächen zuzugeben ( *:) ). Dann würde ich mich ununterbrochen entschuldigen, da würde ich diese Schwäche doch lieber korrigieren.

Der Punkt ist aber: Weißt du eigentlich, dass man, wenn man mit seinen Schwächen halbwegs(!) umgehen kann, damit verdammt gut bei anderen ankommt? Ich weiß nicht, ob dir das schon mal aufgefallen ist oder obs nur mir so geht, aber ich finde gerade Menschen, denen ich eigentlich extrem hohe Kompetenz und Souveränität zuschreiben würde, die dann aber aus dem Stegreif gewisse Schwächen eingestehen oder zeigen, dermaßen sympathisch!

Ich mag die verpeilten Vögel, die 10 Minuten brauchen, um herauszufinden, wo sie die eigens hochgeladene Datei eine halbe Stunde zuvor abgelegt haben und das mit einem Lächeln wegwischen. Die nach einem Wochenende in der Heimat komische regionale Begriffe raushauen, feststellen müssen, dass die kein Mensch versteht, und dann verschämt darauf hinweisen müssen, dass man nachfragen soll, wenn mans nicht versteht und Besserung geloben. Die peinlich berührt ins Seminar platzen, weil sie ihr Handy unterm Tisch haben liegen lassen. Und die, denen drei Tage vor Deadline panisch einfällt, dass sie ja noch eine Präsentation vorbereiten müssen. Es muss nicht perfekt, aber halt einfach authentisch sein. Und ja, bei der Uhrzeit-Problematik fände ich den vorgeschlagenen Satz, dass du gerade ein wenig überfordert bist, furchtbar nett und liebenswert und würde lächelnd abwinken und dir die Zeit geben, die du brauchst.

arbeite eine Zeitlang als Verkäufer notfalls falls du deinen vollzeitjob nicht aufgeben möchtest arbeite abends auf Minijob Basis als Verkäufer da lernst du mit menschen umzugehen ob du willst oder nicht

:-X Auch das wäre der totale Albtraum. Einen Job habe ich allerdings sowieso nicht und ich bin sowieso für nichts geeignet. Nur frage ich mich, ob mich überhaupt jemand für so eine Stelle nehmen würde ":/

Eigentlich gar keine schlechte Idee - mir hats in der Tat viel gebracht, ich fand die Arbeit mit den Kunden auf Dauer sogar richtig toll, weil ich gemerkt hab, ich komm mit nem Lächeln und Freundlichkeit gut an.

Und ja, die nehmen auch solche Problemfälle wie dich und mich - gerade ums Weihnachtsgeschäft stellen die glaub ich ein, ohne allzu große Ansprüche zu haben. Mir wurde zumindest beim ersten Treffen sofort der Arbeitsvertrag vor die Nase gelegt.

LAichtAumKHorxizont


Ich habe zwar nie im Einzelhandel gearbeitet, aber in anderen Jobs, bei denen man es mit Menschen zu tun hat, und nach meiner (damaligen) eigenen Sicht auf mich hätte mich eigentlich niemals irgendjemand für irgendwas einstellen dürfen. Ist aber trotzdem passiert.

B#orla8g


Ob sie Storyteller oder Researcher ist, ist mir ziemlich egal. Ich finde die Zusammenhänge nicht zurechtgebogen. Mit Deiner Logik betrachtet vielleicht. Aber vor dem Starkwerden kommt zwingend das Sich-annehmen mit Schwächen - auch wenn es scheinbar erst einmal nur Schwächen sind. Bevor Du diesen Schritt nicht getan hast, brauchst Du nichts weiter zu versuchen.

Ich habe allerdings das Gefühl, dass die Akzeptanz der Schwäche selbst die Lösung sein soll (nicht nur im verlinkten Vortrag, viele Nutzer hier scheinen diese Ansicht auch zu vertreten). D.h. der Ausbau von Stärken sei gar nicht notwendig, wenn man doch einfach akzeptiert, dass man schlecht ist. Und das halte ich für falsch.

Der Punkt ist aber: Weißt du eigentlich, dass man, wenn man mit seinen Schwächen halbwegs(!) umgehen kann, damit verdammt gut bei anderen ankommt? Ich weiß nicht, ob dir das schon mal aufgefallen ist oder obs nur mir so geht, aber ich finde gerade Menschen, denen ich eigentlich extrem hohe Kompetenz und Souveränität zuschreiben würde, die dann aber aus dem Stegreif gewisse Schwächen eingestehen oder zeigen, dermaßen sympathisch!

Sicher, ich weiß was du meinst. Das sind aber, denke ich, keine Menschen, die nur Schwächen haben. Mit Menschen, die nur Schwächen haben will niemand etwas zu tun haben. Da hilft es auch nicht zu seinen Schwächen zu stehen.

Ich mag die verpeilten Vögel, die 10 Minuten brauchen, um herauszufinden, wo sie die eigens hochgeladene Datei eine halbe Stunde zuvor abgelegt haben und das mit einem Lächeln wegwischen. Die nach einem Wochenende in der Heimat komische regionale Begriffe raushauen, feststellen müssen, dass die kein Mensch versteht, und dann verschämt darauf hinweisen müssen, dass man nachfragen soll, wenn mans nicht versteht und Besserung geloben. Die peinlich berührt ins Seminar platzen, weil sie ihr Handy unterm Tisch haben liegen lassen. Und die, denen drei Tage vor Deadline panisch einfällt, dass sie ja noch eine Präsentation vorbereiten müssen. Es muss nicht perfekt, aber halt einfach authentisch sein. Und ja, bei der Uhrzeit-Problematik fände ich den vorgeschlagenen Satz, dass du gerade ein wenig überfordert bist, furchtbar nett und liebenswert und würde lächelnd abwinken und dir die Zeit geben, die du brauchst.

Das sind schöne Beispiele, aber, was den Schweregrad der Schwächen angeht, doch auch nur Kleinigkeiten. Selbst wenn sie häufig vorkommen und auf eine grundlegende Schwäche hinweisen.

Eigentlich gar keine schlechte Idee - mir hats in der Tat viel gebracht, ich fand die Arbeit mit den Kunden auf Dauer sogar richtig toll, weil ich gemerkt hab, ich komm mit nem Lächeln und Freundlichkeit gut an.

Und ja, die nehmen auch solche Problemfälle wie dich und mich - gerade ums Weihnachtsgeschäft stellen die glaub ich ein, ohne allzu große Ansprüche zu haben. Mir wurde zumindest beim ersten Treffen sofort der Arbeitsvertrag vor die Nase gelegt.

Ich habe zwar nie im Einzelhandel gearbeitet, aber in anderen Jobs, bei denen man es mit Menschen zu tun hat, und nach meiner (damaligen) eigenen Sicht auf mich hätte mich eigentlich niemals irgendjemand für irgendwas einstellen dürfen. Ist aber trotzdem passiert.

Dann werde ich mal schauen was für mich in Frage kommt.

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Mit Menschen, die nur Schwächen haben will niemand etwas zu tun haben.

Der Punkt ist ja nur, das ich annehme, dass du deine Stärken einfach gar nicht siehst. Solltest du mit deiner Therapeutin mal durchkauen. :)z

Ich bin derzeit zu der täglichen "Ich bin gut so, wie ich bin"-Übung vorm Spiegel verdonnert worden...

LeichtAmH9orizoxnt


Menschen, die mit Schwächen und Fehlern kokettieren und gar nicht vorhaben, daran etwas zu ändern, will wirklich keiner.

Menschen, die souverän zu Schwächen stehen, haben damit schon die erste Stärke entwickelt. Und der Rest kommt durch die Selbstannahme fast von selbst.

Angenommen werden (von sich selbst) steigert die Zuversicht und damit auch die Erfolgsquote von Dingen, die man tut.

B9or:lag


Der Punkt ist ja nur, das ich annehme, dass du deine Stärken einfach gar nicht siehst.

Das ist meine einzige Hoffnung nicht wahr? Hoffentlich bin ich gut genug ohne es zu erkennen. Denn wenn nicht, dann ist mir sowieso nicht zu helfen. Das lese ich hier häufig aus Beiträgen heraus. Ist das so zu verstehen?

Solltest du mit deiner Therapeutin mal durchkauen. :)z

Ich habe mir schon so häufig Gedanken darüber gemacht welche Stärken ich denn haben könnte. Ich habe tatsächlich krampfhaft nach welchen gesucht. Wie soll ich beim Therapeuten denn nun plötzlich Stärken finden?

Meine Therapeutin hat mich übrigens vor kurzem prompt darauf hingewiesen, dass "so jemand wie ich" ja auch gar nicht versuchen sollte zu studieren. So viel zum Thema Stärken finden :=o

Ich bin derzeit zu der täglichen "Ich bin gut so, wie ich bin"-Übung vorm Spiegel verdonnert worden...

Das kann auch nur helfen, wenn man sich selbst kleinredet, aber nicht wenn man tatsächlich klein ist.

Menschen, die mit Schwächen und Fehlern kokettieren und gar nicht vorhaben, daran etwas zu ändern, will wirklich keiner.

Darum geht es doch gar nicht. Menschen, die versuchen sich zu ändern, aber dennoch nur Schwächen haben will auch niemand.

Menschen, die souverän zu Schwächen stehen, haben damit schon die erste Stärke entwickelt. Und der Rest kommt durch die Selbstannahme fast von selbst.

Woraus besteht denn dieser 'Rest'?

Angenommen werden (von sich selbst) steigert die Zuversicht und damit auch die Erfolgsquote von Dingen, die man tut

Auch hier gilt: Das kann auch nur helfen, wenn man sich selbst kleinredet, aber nicht wenn man tatsächlich klein ist.

Jemand, der zu blöde für ein Medizinstudium ist wird es nicht plötzlich erfolgreich absolvieren, nur weil er an sich glaubt.

wqeihna4chtsstesrn-chxen3


Das ist meine einzige Hoffnung nicht wahr? Hoffentlich bin ich gut genug ohne es zu erkennen. Denn wenn nicht, dann ist mir sowieso nicht zu helfen. Das lese ich hier häufig aus Beiträgen heraus. Ist das so zu verstehen?

Möglich, allerdings gibt es meines Erwachtens keinen Menschen auf dieser Welt, der nicht wenigstens irgendeine Stärke hätte. Man muss sie nur entdecken. Ausdrücken kannst du dich schon mal. Sympathisch kommst du auch rüber, das zeigt sich bisher ja in allen deinen Fäden. So ganz spontan bin ich über diese Beiträge vom letzten Jahr von dir gestolpert:

Du meinst was ich interessant finde?

Ein paar Sportarten, Zeichnen/Kreatives, Geschichte, eigentlich mehr als ich hier aufzählen könnte.

Es gibt zig Dinge auf die ich Lust hätte.

Also bist du sportlich, kreativ, künstlerisch begabt und hast historisches Wissen. Bist wohl allgemein vielseitig interessiert. Ist doch super, damit hast du mir schon einiges voraus! Warum setzt du nicht eines davon um und machst das Hobby zum Beruf? Geschichts- & Kunstlehrer? Journalismus? Studier Musik?

Du WILLST doch, also pick dir das raus, das dein Herz am höchsten schlagen lässt und zieh die Sache durch!

Jemand, der zu blöde für ein Medizinstudium ist wird es nicht plötzlich erfolgreich absolvieren, nur weil er an sich glaubt.

Nö, wenn es ihm einfach nicht liegt nicht. Aber vielleicht sind die Gründe, an denen er scheitert, ja nun doch in ihm verborgen. Vielleicht ist er ja nunmal nicht zu blöde, sondern redet es sich ein, macht sich klein, bekommt daher den Lernstoff nicht auf die Reihe und fällt erst recht durch, weil "ich kann ja sowieso nix".

Hatte ich exakt so an der letzten Uni und bin psychisch ziemlich abgerutscht. Konnte mir nichts mehr merken, hatte keine Motivation für nix und keine Perspektive. Hab nun die Uni gewechselt, die Therapie angefangen, mein Leben (ansatzweise) auf den Kopf gestellt, bekomme plötzlich Bestnoten, kann mir wieder Dinge besser merken und hab das Gefühl, ich könnte tatsächlich gut sein in dem, was ich mache. Die Psyche hat unglaublich viel Einfluss auf uns.

Meine Therapeutin hat mich übrigens vor kurzem prompt darauf hingewiesen, dass "so jemand wie ich" ja auch gar nicht versuchen sollte zu studieren. So viel zum Thema Stärken finden :=o

Könnte aber auch darauf abgezielt haben, dass du den Biss entwickelst für eine "Jetzt erst recht"-Einstellung. ;-) Darüber hinaus hättest du auch nachfragen können: Was heißt denn "so jemand wie ich"? Kann man da was dran machen?

Meine knallt mir gerne "Naja, dann weiß ich aber auch nicht, wie ich Ihnen noch helfen soll" an den Kopf, wenn ich in alte Muster verfalle. Du glaubst gar nicht, wie schnell ich da zurückrudere. ;-D

B&orla.g


Möglich, allerdings gibt es meines Erwachtens keinen Menschen auf dieser Welt, der nicht wenigstens irgendeine Stärke hätte. Man muss sie nur entdecken.

Dann hoffe ich mal, dass du damit recht hast. Dann muss die Stärke mir allerdings auch irgendeinen Nutzen im Leben bringen. Und wie ich sie finden soll weiß ich immer noch nicht.

Ausdrücken kannst du dich schon mal. Sympathisch kommst du auch rüber, das zeigt sich bisher ja in allen deinen Fäden. So ganz spontan bin ich über diese Beiträge vom letzten Jahr von dir gestolpert:

Also bist du sportlich, kreativ, künstlerisch begabt und hast historisches Wissen. Bist wohl allgemein vielseitig interessiert.

Oh nein, leider nicht! Ich interessiere mich für diese Dinge. Das heißt aber noch lange nicht, dass ich sie auch kann.

Für die meisten Menschen bedeutet Interesse und Zeitinvestition, dass sie Erfolge verbuchen. Für mich endet das jedoch immer nur in Fehlschlägen.

Ich interessiere mich für Geschichte und lese und schaue mir viel darüber an. Merken kann ich mir nichts davon.

Sportlich bin ich sehr aktiv, aber körperlich bin ich dennoch unsportlich.

Kreativ bin ich ebenfalls nicht.

Ist doch super, damit hast du mir schon einiges voraus! Warum setzt du nicht eines davon um und machst das Hobby zum Beruf? Geschichts- & Kunstlehrer? Journalismus? Studier Musik?

Du WILLST doch, also pick dir das raus, das dein Herz am höchsten schlagen lässt und zieh die Sache durch!

Lehrer zu werden kam mir auch schon mal in den Sinn, aber ich kann es mir finanziell nicht leisten es erneut mit einem Studium zu probieren.

Nö, wenn es ihm einfach nicht liegt nicht. Aber vielleicht sind die Gründe, an denen er scheitert, ja nun doch in ihm verborgen. Vielleicht ist er ja nunmal nicht zu blöde, sondern redet es sich ein, macht sich klein, bekommt daher den Lernstoff nicht auf die Reihe und fällt erst recht durch, weil "ich kann ja sowieso nix".

Richtig, solche Menschen gibt es. Meiner Erfahrung nach, da ich unentwegt gescheitert bin, gehöre ich nicht zu diesen Menschen.

Hatte ich exakt so an der letzten Uni und bin psychisch ziemlich abgerutscht. Konnte mir nichts mehr merken, hatte keine Motivation für nix und keine Perspektive. Hab nun die Uni gewechselt, die Therapie angefangen, mein Leben (ansatzweise) auf den Kopf gestellt, bekomme plötzlich Bestnoten, kann mir wieder Dinge besser merken und hab das Gefühl, ich könnte tatsächlich gut sein in dem, was ich mache. Die Psyche hat unglaublich viel Einfluss auf uns.

Wenn ich mir tatsächlich irgendwann wieder Dinge gut merken könnte und tatsächlich lernen könnte, mich verbessern könnte, dann wäre ich in einer völlig anderen Situation. Dann gäbe es Hoffnung für die Zukunft.

Könnte aber auch darauf abgezielt haben, dass du den Biss entwickelst für eine "Jetzt erst recht"-Einstellung. ;-) Darüber hinaus hättest du auch nachfragen können: Was heißt denn "so jemand wie ich"? Kann man da was dran machen?

Meine knallt mir gerne "Naja, dann weiß ich aber auch nicht, wie ich Ihnen noch helfen soll" an den Kopf, wenn ich in alte Muster verfalle. Du glaubst gar nicht, wie schnell ich da zurückrudere. ;-D

Ich bin mir recht sicher, dass sie einfach zum knallhart ehrlichen Typ Mensch mit strikten Ansprüchen an sich und ihr Umfeld gehört. Ich kenne sie zwar kaum, aber so wirkte sie auf mich (auch ganz unabhängig von der Aussage bzgl. Studium).

LwicQhtA%mHo.rizonxt


Woraus besteht denn dieser 'Rest'?

Der Rest ist: Stärken erkennen, Stärken entwickeln, klüger, schlauer, besser werden.

s5ofia34D-39 jahrxe alt


Klingt auf jeden Fall einleuchtend. Nur, dass in nur 2 Wochen so große positive Veränderung eintreten wird kann ich mir gar nicht vorstellen. :-X

na ja ist doch jetzt wurscht ob es bei mir Wochen dauerte und bei dir länger usw.

fang einfach an

und wenns sogar Monate dauert oder gar 1 jahr schlimmer wird es nicht du übst regelmäßig mit menschen umzugehen und wirst dafür auch noch bezahlt was gibt es besseres!?

und klar, du hast recht kommt drauf an wo du arbeitest

aber, ich hatte zwar gute aber auch sehr schlimme kunden, du lernst aber von allem, von den freundlichen und von den nichtfreundlichen kunden, du sollst ja nicht superpositive Erlebnisse haben zu 100 %, sondern du willst lernen mit menschen umzugehen.

und so ist es auch in der welt real da draußen, so wie im laden im verkauf, die leute auf der welt, sind nicht alle superlieb und supergute Charaktere, und das wirst du auch im verkauf merken, aber so ist nunmal die welt kein Märchenbuch wo alles super ist.

*:) @:)

s5ofiMa34-=39 ljahrex alt


das coole im verkauf war, die meisten, nicht alle! aber die meisten die vorher unfreundliche kunden waren wurden immer freundlicher weil ich halt so geübt war, immer mehr, sprich soziale Kompetenz oder wie du es nennen würdest. ;-)

und die die freundlich waren, na die blieben es halt. *:)

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