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Ich verbessere mich bei nichts

S6ugahrBoxo hat die Diskussion gestartet


Hallo liebes Forum,

die Frage "Warum werde ich in allen Dingen nicht besser?" beschäftigt mich schon einige Zeit sehr und ich will mir das einfach mal von der Seele schreiben und hoffe, dass ihr vielleicht einen Rat für mich habt.

Der Titel sagt eigentlich schon alles und betrifft alle Lebensbereiche.

Ich bin inzwischen eine erwachsene Frau, die, wie man so schön sagt, mit beiden Beinen fest im Leben steht ohne nennenswerte Sorgen.

Ich treibe schon immer Sport, aber ich verbessere mich in nichts davon! Joggen zB gehe ich seit Jahren und ich habe null Kondition und/oder Ausdauer. Ich habe mir Infos geholt, war mit anderen laufen, hatte einen eigenen Coach, war in Kursen... Es tut sich einfach nichts! Körperlich bin ich fit-daran kann es nicht liegen.

Ich reite seit ca.25 Jahren und komme mir manchmal vor, als säße ich das erste Mal auf meinem Pferd. Ich kann das, was ich im Unterricht gesagt bekomme, einfach nicht umsetzen und dementsprechend verbessere ich mich nicht. Ich denke mir dann immer nur "so blöd kannst du doch nicht sein". Mein Studium habe ich ja auch geschafft- aber auch hier musste ich sehr viel lernen für einen halbwegs passablen Abschluss.

Alle Sportarten habe ich jeweils nach kurzer Zeit wieder an den Nagel gehängt. Am Anfang bin ich gut, teilweise sogar besser als andere. Die anderen holen dann aber nach wenigen Malen auf und überholen mich, weil ich auf meinem Kenntnisstand einfach stehen bleibe.

Auf der Arbeit genauso: ich starte voll durch, überhole und bleibe dann doch wieder stehen. Ich verstehe das einfach nicht ???

Ich verliere nicht die Lust, sehe nichts davon als nötiges Übel oder lehne es (bewusst) ab.

Ich hoffe, ihr versteht, was ich sagen möchte und habt vielleicht den ein oder anderen Denkansatz für mich ":/

Antworten
_kParZv,atxi_


Du verbesserst dich schon (siehst es aber nicht), stößt aber, wie jeder andere auch, irgendwann an deine Grenzen. Ist doch normal.

Tnragisc<herCKlown\fixsch


Ich kenne das beim Sport auch. Ich erreiche niemals Verbesserungen, auch nach Jahren nicht. Das war beim BodyBuildung so und ist jetzt auch so, seit ich laufe...seit 6 Jahren.

Trotzdem komme ich kaum eine Treppe ohne Japsen hoch, keine Kondition. Bei mir baut sich nichts auf.

Ich habe das mittlerweile hingenommen, weiß aber nicht, woran es liegt.

Was Parvati sagt, ist nicht nachvollziehbar...du verbesserst dich schon....ne, is klar....

die TE sitzt seit 25!!!!!! Jahren auf dem Pferd und fühlt sich wie eine Anfängerin und da sagt Parvat das kommt schon noch....ne klar, 25 Jahre ist ja noch nichts...da kann man erst nach 40 Jahren was zu sagen oder wie... %-| %-| %-| %-|

Ich kann den Frust der TE gut verstehen. Ich nimm man an, wir haben irgendwelche körperlichen Mängel, die nicht erkannt sind, warum das so ist. ":/

KPrarbibel1WferlWe


Anfangs sieht man Fortschritte immer mehr und auf einem Gewissenleistungsstand zu bleiben ist schwierig.

Wie beim Abnehmen...am Anfangs gehts oft schnell und dann kommen nur noch die kleinen Erfolge o:)

G\adygetiexr


Mh, ich kann mir das nicht vorstellen, dass man sich nicht verbessern KANN. Klar, das man sich einfach nicht steigert, das kann ich mir vorstellen, aber Du willst Dich ja steigern/verbessern. Versuchst Du es auch?

Zum Beispiel Laufen, da hab ich selbst etwas Erfahrung. Man verbessert sich immer dann, wenn man seine Komfortzone verläßt, die Grenzen verschiebt und Dinge angeht, die man sich erst mal nicht zutraut oder gar für "unmöglich" hält. Trainingsimpulse könnte man das nennen.

Wenn Du Lust hast, schauen wir uns das mal gemeinsam an dem Beispiel an, erste Frage: Wie ist es denn, wie oft und wie lange und schnell joggst Du denn?

Cyomtraxn


Ich spiele seit 30 Jahren Gitarre und werde seit 10 Jahren nicht mehr besser (obwohl mich noch Welten zu einem Tosin Abasi oder Alex Skolnick trennen). Jeder hat seine Grenzen.

Wenn ich jetzt mit Ende 40 auch noch das Laufen anfangen würde, hätte ich überhaupt keine Chance, jemals auf einen grünen Zwei zu kommen. Beruflich habe ich meinen Zenith auch erreicht, ich erkenne das, und freue mich auch auf die geruhsamere Ebene.

Goadgoetiexr


Wenn ich jetzt mit Ende 40 auch noch das Laufen anfangen würde, hätte ich überhaupt keine Chance, jemals auf einen grünen Zwei zu kommen.

Ha! Abhängig von der Definition des "grünen Zweiges" (Olympianorm im Marathon oder Sieger in der Altersklasse beim Freizeitlauf?!) möchte ich diese Aussage aber mal so was von challengen. Eigene Erfahrung zu genau dem Thema in genau Deinem angegebenen Altersfenster spielt da eine Rolle, warum ich das nicht stehen lassen konnte, auch wenn dadurch natürlich OT Gefahr droht

N}otMyicha9elCainxe


Nur ein Schuss ins Blaue: Erlaubst Du Dir selbst nicht besser zu werden? Hast Du möglicherweise verinnerlicht, dass überdurchschnittliche Leistungen mit negativen Charakterzügen gepaart sind?

_bParva:ti_


@ TragischerClownfisch

die TE sitzt seit 25!!!!!! Jahren auf dem Pferd und fühlt sich wie eine Anfängerin und da sagt Parvat das kommt schon noch....ne klar, 25 Jahre ist ja noch nichts...da kann man erst nach 40 Jahren was zu sagen oder wie... %-| %-| %-| %-|

Ich glaub, du hast nicht verstanden, was ich sagen wollte. Jeder fängt mal klein an... wenn ich reiten lerne, lege ich bei der ersten Reitstunde auch nicht gleich allein im Galopp los. Man übt erst in der Longe - Aufsitzen, Absteigen, Gleichgewicht im Sattel halten, Schritt ein wenig Trab... Wenn man das nach 25 Jahren immer noch nicht hinbekommt, dann, OK, kann man nicht wirklich von Fortschritt reden und ist wahrscheinlich total untalentiert in dem Bereich. Glaube aber nicht, dass das bei der TE der Fall ist. Sie wird schon reiten können, aber vielleicht für ihr Empfinden nicht besonders gut. Sie wird sicher auch Fortschritte gemacht haben, aber ist irgendwann an ihre Grenzen geraten, wo es einfach nicht mehr weiter geht. Das geht aber jedem, egal in welchem Bereich so. Da muss man einfach lernen, sich damit abzufinden.

Trotzdem komme ich kaum eine Treppe ohne Japsen hoch, keine Kondition. Bei mir baut sich nichts auf.

Dann musst du mehr Treppensteigen üben. Ist nun mal nicht dasselbe wie Joggen. Beim Joggen wird nur Ausdauer trainiert und beim Treppensteigen Kraftausdauer.

Von keiner Kondition würde ich erst sprechen, wenn du keine 10 Stufen am Stück ohne Pause schaffst. So ging es mir mal nach einem sehr schweren Infekt vor ein paar Jahren. Ich habe ganze 2 Jahre (!) gebraucht, bis ich meine 100 Stufen zur Wohnung ohne Pause und ohne hochroten Kopf bewältigen konnte und das, obwohl ich nebenbei noch anderen Sport gemacht habe, aber meine Beinmuskeln waren halt einfach total im Ar***.

S<uJg|ar@Boo


Ich bin alle zwei Tage gelaufen! Immer eine andere Strecke, zwischen 30 und 45 Minuten. Dann hatte ich eine längere Zwangspause wegen Bänderriss und laufe nun 2-3 Mal die Woche! Die Läufe sind 20-40 Minuten und je nach "Form" sind das zwischen 2,5 und 4 km. Aber nicht mal die 2,5 kann ich durchlaufen ohne zu gehen! Ich bin, wie gesagt, körperlich fit, rauche nicht, kein Übergewicht, passable Ernährung, hochwertige Schuhe... Das kann doch einfach nicht sein! :|N

Ich will ja keinen Marathon laufen. Das sehe ich zB als Grenze meiner Leistungsfähigkeit, aber wenn ich ja auch, blödes Beispiel, 7 km spazieren kann, muss ich das doch auch nach Training joggen können. Das ist für mich alles andere als eine utopische Strecke!

Mit dem Reiten ist es genauso: das Pferd ist top ausgebildet, motiviert und bereit alles zu geben, aber ich kann es ihm nicht vermitteln! Setzt sich jemand anderes drauf, klappt es! Also kann ich auch da nicht die Schuld auf andere, in diesem Fall das Pferd, abwälzen.

S#ugarsBoo


@ NotMichaelCaine

Ich möchte ja besser werden-für mich!!! Ich erkenne nichts negatives daran, wenn ich einige Kilometer mehr laufen oder meinem Pferd die richtigen Hilfen geben kann!

GUa6dge|tier


Also, das ist doch gute Information. Alle zwei Tage 30 Minuten zu laufen, ist eine Leistung, mit der man sich nicht verstecken muss. Bestand vor der Verletzung der Wunsch nach Steigerung (Verbesserung, wie Du sagst)? Und hast Du es auch versucht?

Worauf ich hinauswill: Steigerung/Verbesserung heisst, Stück für Stück, immer ein ganz klein wenig, "draufzulegen". Wenn man alle zwei Tage 30 Minuten laufen kann, kann man sich über ein paar Monate in kleinen Schritten auch auf alle zwei Tage 60 Minuten "verbessern". Was ein gewaltiger Schritt ist! Der hat aber auch mit "an sich glauben", "sich nicht beirren lassen" und vor allem hohem Durchhaltevermögen zu tun.

Und jetzt nach Deiner Verletzung, ist ja klar, dass Du ein paar Schritte zurückgehst, oder nicht? Und Du hast den Beweis, dass Du 30 Minuten alle zwei Tage laufen kannst. Stellt sich also nur die Frage, was der beste Trainingsplan für das Erreichen Deiner alten Form ist.

Sicher nicht heute 2,5km mit Gehpausen und morgen dann 5km in 30 Minuten. Die Steigerung musst Du Dir dann wieder in vielen Wochen erarbeiten. Und genau das ist doch die Verbesserung, die Du suchst. Musst Du aber auch als solche wahrnehmen und akzeptieren und nicht immer nur nach oben schielen und alles erreichte als "kalten Kaffee" einschätzen. Sei mal stolz auf das was Du hast und nutze es dann als solide Stufe für den nächsten Level.

SsugartBoo


Jetzt ist mein Beitrag verschwunden ":/N

Ich reite auf L-Niveau, habe allerdings ein s-fertiges Pferd und einen GP-Trainer, so dass eigentlich wirklich alle Voraussetzungen gegeben sind. Ich habe das Springen aufgegeben, weil mir dabei der Kopf im Weg war (zu hoch, zu steil, Angst vor erneutem Sturz usw). Im Dressursattel fühle ich mich viel wohler und sicherer.

Am Sitz zB liegt es auch nicht- ich kann das, was ich tun soll, um das Pferd in eine Lektion zu bringen, einfach nicht umsetzen.

Das Reiten ist ja nur ein Beispiel. In anderen Lebensbereichen geht es mir teilweise genauso!

_}ParGvatxi_


Deine Beiträge zeigen schon ganz deutlich, dass du deine (kleinen) Fortschritte nicht siehst bwz. wahrnimmst und deine Erfolge zudem noch schlecht redest.

Ich treibe schon immer Sport, aber ich verbessere mich in nichts davon! Joggen zB gehe ich seit Jahren und ich habe **null Kondition und/oder Ausdauer **

Ich bin alle zwei Tage gelaufen! Immer eine andere Strecke, zwischen 30 und 45 Minuten. Dann hatte ich eine längere Zwangspause wegen Bänderriss und laufe nun 2-3 Mal die Woche! Die Läufe sind 20-40 Minuten und je nach "Form" sind das zwischen 2,5 und 4 km. Aber nicht mal die 2,5 kann ich durchlaufen ohne zu gehen!

Ich reite seit ca.25 Jahren und komme mir manchmal vor, als säße ich das erste Mal auf meinem Pferd.

Ich reite auf L-Niveau...

Meinst du nicht, dass sich das alles ziemlich widerspricht? Arbeite mal an deinem Selbstwert und versuche zu lernen das zu schätzen was du hast und bisher erreicht hast. Akzeptiere aber auch deine Grenzen und erfreue dich auch an kleinen Erfolgen.

SCug@arB:oo


Grenzen steckt man sich aber selbst! Ich weiß ja, dass ein M-Niveau zB durchaus machbar, bzw.erlernbar ist. Mein Frust wächst aber daraus, dass mir 1000 mal einer erklärt, wie ich das machen soll und ich kann es einfach nicht umsetzen!

Aber es geht ja nicht nur darum! Ich bin ja jetzt nicht für immer todtraurig, nur weil ich keine höheren Lektionen reiten kann.

Mir begegnen im Alltag unzählige solcher "Situationen". Ich setze mir realistische Ziele und scheitere an den einfachsten Dingen! Sport war ja jetzt nur ein Beispiel!

Nehmen wir mal ein anderes "Alltags-Problem: Die Arbeit! Voll durchgestartet, mittlerweile von allen überholt. Ich komme mir einfach dumm vor, weil alle anderen mehr wissen als ich! Eigne ich mir Wissen an, was mir, warum auch immer, derzeit absolut schwer fällt, weiß ich trotzdem weniger als alle anderen. Ich habe das Gefühl, dass mein ganzer Kopf gerade alles hemmungslos blockiert.

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