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Nie wieder abhängig - Motivation, Energie aus dem inneren Selbst

L)ichtXAmHoribzonxt


@ Baldurhh

Aber lass uns hier nicht diskutieren, wie gut ich nachvollziehen kann, wie Najona21 sich fühlt.

Einverstanden. :)z

L&ichtAjmHorizoxnt


@ Najona21

(Und würde mich bei Dir, Najona21, über mehr Absätze in den Texten freuen… ;-))

Wurde berücksichtigt :)D

Danke schön. :-) @:)

Vor allem dein letzter Satz ist eine berechtigte Hinterfragung, wobei normal ja relativ ist. Man(n) kann auch in den meisten Hinsichten völlig normal sein und was das Sexuelle betrifft, etwas unnormaler...

Na ja, "normal" ist eben so ein Begriff, wer ist schon wirklich normal… ;-D Ich wusste nicht, wie ich es kurz besser benennen sollte. :-D

Was ich damit sagen wollte, ist, dass ein Mann, der darauf aus ist, "Eltern" zu spielen, vermutlich auch ein Defizit kompensieren möchte - genau wie Du. Er "spielt" praktisch den reifen Erwachsenen, ist es in Wirklichkeit aber nicht, und damit sind aus meiner Sicht die Probleme vorprogrammiert. Hat er kein solches Defizit zu kompensieren, wird er (glaube ich wenigstens) das Bedürfnis, "Eltern" zu sein, gar nicht erst entwickeln und eine Beziehung käme daraufhin gar nicht erst zustande. Er würde für Dich nie interessant werden - obwohl er vielleicht gerade gut für Dich wäre.

Ein kleines Dilemma, wenn man so will.

Ich habe auch Erfahrungen mit solchen Konstellationen. Vor meinem jetzigen Partner hatte ich einige "ungesunde" Beziehungen mit solchen Eltern-Ersatz-Personen (für mich reichte es aber aus, dass sie sich nur so verhielten - älter als ich, und schon gar nicht wesentlich älter, mussten sie dafür gar nicht sein), und keine davon hat lange gehalten. Das galt ebenso für Freundschaften.

Auch heute (mit Partner) gerate ich hin und wieder noch ins Schwärmen für bestimmte Personen… Denn mein Partner ist gerade nicht so eine ideale Eltern-Figur (das ist wohl der Grund, warum es mit uns so lange funktioniert), mein Defizit ist jedoch noch immer da und verlangt ab und zu nach Befriedigung… Ich leide dann eine Weile, stelle mir die Fragen, die ich Dir aufgeschrieben habe, beherrsche mich, die Person in Ruhe zu lassen und irgendwann vergeht es wieder… Schön ist das nicht. Ich würde es gern abstellen. >:( Mein Partner weiß, dass ich da etwas seltsam ticke, und gerät auch nicht in Eifersucht, wenn ich mal wieder schwärme… Er weiß ja, was es bedeutet, dass es weniger um diese Person geht als um etwas, das in mir passiert… Ich erzähle ihm zwar nicht jedes Mal davon, aber manchmal bekommt er es eben doch mit.

N`ajowna2x1


@ LichtAmHorizont

Was ich damit sagen wollte, ist, dass ein Mann, der darauf aus ist, "Eltern" zu spielen, vermutlich auch ein Defizit kompensieren möchte - genau wie Du. Er "spielt" praktisch den reifen Erwachsenen, ist es in Wirklichkeit aber nicht, und damit sind aus meiner Sicht die Probleme vorprogrammiert.

Hmm.. Aber nur, weil jemand ein Defizit kompensieren möchte, muss es doch nicht gleich bedeuten, dass er durch und durch unreif ist und gar nichts spielt. Angenommen, ein Vater hat seine Tochter verloren - mal ein extremes Beispiel - und sucht sich in dieser Hinsicht eine Art Ersatz. Er lernt irgendwann eine sehr junge Frau kennen, mit der er sich auf Augenhöhe unterhalten kann, mit der seine Interessen übereinstimmen und beide verlieben sich. Gleichzeitig bevormundet er sich manchmal etwas, möchte sie vor allem Schlechten beschützen, nur das Beste für sie, tröstet sie und hilft ihr, wenn es ihr nicht gut geht, gibt seine Lebenserfahrung und kennengelernten Weisheiten an sie weiter, unterstützt sie soweit es ihm möglich ist, und wenn sie mal Mist baut/ sich vielleicht aufmüpfig verhält/ ihre Grenzen austesten will, weist er sie behutsam in ihre Schranken und ihr Grenzen auf. Sie ist ja nicht durch und durch Kind, ansonsten würde er sie gar nicht als vollwertige Partnerin betrachten können.

Ein Teil von ihr ist noch nicht erwachsen geworden und braucht Hilfe dabei und in mancherlei Hinsicht etwas Erziehung, und da sie zum Großteil eine Frau ist, sind diese ja nicht immer nötig, sondern ab und zu und auch zeitbegrenzt.

Er tut das alles gerne, weil er in diesem Bereich Nachholbedarf hat, und beide geben sich das, wonach sie sich gesehnt hatten.

Wie alt bist du denn, wenn ich fragen darf? Hattest du vor deinem aktuellen Partner ausschließlich diese Konstellationen in den Beziehungen oder wie du geschrieben hattest, nur einige? Wie lange hielten diese so, wenn es Beziehungen ohne Elter-Ersatz waren?

Das galt ebenso für Freundschaften.

Ja, das Problem war auch bei mir gegeben. Meine beste Freundin war zum Teil eine auch ein Elter-Ersatz :-/ Sie war fürsorglich, beschützerisch, leicht autoritär, klug und sagte von sich selber, sie erziehe gerne Menschen. Manchmal waren da auch die Lehrer dran ;-D Freundschaften zu Menschen, die diesen Ersatz für mich nicht verkörpern, interessieren mich auf Dauer nicht wirklich....

Toll, dass du einen Partner hast, dem du so etwas erzählen kannst, ohne abgewertet bzw. als komisch angesehen zu werden und der dafür Verständnis zeigt. :-)

Niaj$o`na21


Ergänzend:

Ich würde es gern abstellen.

Bist/ warst du mal in Therapie, und wurde versucht, das Problem zu therapieren?

L$icJhtyAmHorixzont


@ Najona21

Ich kann nur aus meiner Erfahrung berichten, dass es zwischen dem "väterlichen" Partner und der "Kind"-Partnerin immer irgendwann gewaltig gekracht hat - weil einer von beiden, oder beide, ihre Rolle zu ekzessiv ausfüllten. Ich fühlte mich irgendwann nur noch als Kind (weil er mich mehr und mehr so behandelte und ich keine erwachsenen Phasen mehr haben "durfte"), oder er fühlte sich von meiner (oft wortlos übermittelten) Forderung, mein Vater zu sein, überfordert, weil er sich dann doch auch ganz gern mal fallengelassen hätte. Bei mir wäre er aber leider ins Leere gefallen - denn ich konnte nur Kind sein...

Mag sein dass ich auch nur Pech hatte und an die besonders krassen Exemplare geraten bin.

Meine Beziehungen zu Männern (vor meinem jetzigen Partner) dauerten zwischen wenigen Monaten bis zu ca. 2 Jahren.

Mit Freundinnen war es aber ebenso. Anfangs fand ich es einfach toll, wenn eine Freundin mich an die Hand nahm und durch's Leben führte. Doch früher oder später nahm sie es als Legitimation dafür, über mich bestimmen zu dürfen und besser zu wissen was gut für mich ist als ich selbst - und dann bin ich davon gelaufen. (Im Gegensatz zu Dir war ich immer die Verlassende und bin nie von einer Freundin verlassen worden.)

LNichtLAmHorrizonxt


Heute habe ich nur noch unverbindliche Freundschaften (sieht man sich, ist gut, sieht man sich länger nicht, auch). Zu einer innigen, engen Freundschaft sehe ich mich nicht in der Lage.

Ich bin so um die 40 herum. Beziehungen ohne Eltern-Konstellation hatte ich vor meinem jetzigen Partner nicht. Dann war da lange gar nichts - und dann kam er.

Nein, ich war noch in keiner Therapie.

NOajonna21


@ LichtAmHorizont

oder er fühlte sich von meiner (oft wortlos übermittelten) Forderung, mein Vater zu sein, überfordert, weil er sich dann doch auch ganz gern mal fallengelassen hätte. Bei mir wäre er aber leider ins Leere gefallen - denn ich konnte nur Kind sein...

Mag sein dass ich auch nur Pech hatte und an die besonders krassen Exemplare geraten bin.

Durchgehend eine Vaterrolle einnehmen zu müssen muss dann in einer Beziehung, in der man sich auch auf Augenhöhe begegnen sollen könnte, überfordernd und unzufriedenstellend sein. Ich weiß auch nicht, wie das mit einer Beziehung bei mir wäre. Würde ich an eine Vaterfigur geraten, würde ich mich wahrscheinlich automatisch wie ein kleines Mädchen verhalten, gerade um das väterliche Verhalten zu forcieren, und wenn ich daran denke, dass er dann als Vaterersatz mal in mir eine Schulter zum Anlehnen sucht, eine starke Frau, bei der er sich auch mal fallen lassen kann und die sich um ihn kümmert, würde ich das als ziemlich merkwürdig und unnatürlich empfinden.

Ich hatte vor einem Jahr mal ein kurzes Verhältnis zu einem Mann, der doppelt so alt war wie ich. Er war geschieden, hatte andauernd Stress mit seiner Ex-Frau, die das kleine gemeinsame Kind instrumentalisierte, um ihm eins auszuwischen. Er trug einen Haufen Ballast bei sich, wollte mit mir über sein Befinden sprechen, über seine Traurigkeit wegen dem Kind, was ihm die Mutter vorenthalten wollte, und ich sollte ihm Ratschläge erteilen und für ihn zu dieser Zeit ein Fels in der Brandung sein.

Es fühlte sich so merkwürdig an, und ich habe mich mehr als unwohl gefühlt. Am liebsten wäre es mir gewesen, er hätte mir nie was von seinen Problemen erzählt.

Ich bin eigentlich ein Mensch, der sich gerne Probleme anderer Menschen anhört und liebe das Gefühl, jemandem helfen zu können und mit Rat und Tat zur Seite zu stehen. Zugegeben, ich sehe das auch als Bestätigung meiner Kompetenzen.

Aber bei ihm hat mich das ganze schon fast sauer gemacht... Ich war total überfordert mit allem, was er mir an Problemen geschildert hatte. Es waren keine komplexen Probleme, aber ich war mit der Situation immer wieder auf's Neue so überfordert, dass mir nicht mal die banalsten, helfenden Worte wie ''alles wird wieder gut'' eingefallen sind. Ich bekam sowas wie Black-outs und wär am liebsten davongerannt.

Ich denke also, bei mir würde es genauso wie bei dir ablaufen: Kind oder Erwachsen sein. Erwachsen sein und mal das Kind zwischendurch hervorblitzen zu lassen würde bestimmt schwierig werden.

Ich sehe schon, mit Beziehung wird das wohl die nächsten Jahre nichts. :=o

Heute habe ich nur noch unverbindliche Freundschaften (sieht man sich, ist gut, sieht man sich länger nicht, auch). Zu einer innigen, engen Freundschaft sehe ich mich nicht in der Lage.

Ich bin so um die 40 herum. Beziehungen ohne Eltern-Konstellation hatte ich vor meinem jetzigen Partner nicht. Dann war da lange gar nichts - und dann kam er.

Nein, ich war noch in keiner Therapie.

Die Parallelen sind erstaunlich und würden mir eigentlich Sorgen bereiten, wenn du nicht geschrieben hättest, dass du noch nicht in Therapie warst - wobei ich mir irgendwie nicht vorstellen kann, dass sich solch ein Verlangen und das daraus resultierende Verhalten wegtherapieren lässt.

Naja, ich werde die Hoffnung nicht aufgeben.

Darf ich fragen, was genau deinen Freund so besonders für dich macht, dass du dich trotz der Tatsache, dass er keine Ersatz-Figur verkörpert, zu ihm hingezogen/ dich in ihn verliebt hast?

LCichtA`m Horizoxnt


@ Najona21

wenn ich daran denke, dass er dann als Vaterersatz mal in mir eine Schulter zum Anlehnen sucht, eine starke Frau, bei der er sich auch mal fallen lassen kann und die sich um ihn kümmert, würde ich das als ziemlich merkwürdig und unnatürlich empfinden.

Mich hat Anlehnungsbedürftigkeit väterlicher Partner regelrecht aggressiv gemacht. Plötzlich habe ich ihn für seine Schwäche verachtet.

Darf ich fragen, was genau deinen Freund so besonders für dich macht, dass du dich trotz der Tatsache, dass er keine Ersatz-Figur verkörpert, zu ihm hingezogen/ dich in ihn verliebt hast?

Dass er keine Bedürftigkeit ausstrahlt. Er ruht in sich. Er muss nichts kompensieren. (Jedenfalls nichts Weltbewegendes.) Er lässt mich neben sich stehen (nicht drüber oder drunter).

Dass er meine seltsamen Anwandlungen (ab und zu mal für jemanden schwärmen) einfach so hinnimmt, hat mich anfangs etwas irritiert… Für mich fühlte es sich so wichtig an, für ihn war es nicht viel anders als eben eine Schwäche für Schokolade… Nichts jedenfalls, wofür er mich verurteilen würde.

Die Schattenseite daran ist, dass ich vom Gefühl her mit dem trockenen Brot zusammen lebe… Der "Kick" fehlt eben… Sex ist gut, aber kein Feuerwerk… Es ist fast eher eine geschwisterliche Beziehung. Ich würde sie aber um keinen Preis der Welt wieder für eine abhängige Beziehung hergeben.

Ich habe zwar keine Therapie gemacht (ich kann mir auch nicht vorstellen, dass sich so eine Sucht wegtherapieren lässt), mich aber sehr, sehr viel mit psychologischen Themen beschäftigt, viele Mechanismen, die in mir ablaufen, verstanden, mich durchschaut, andere durchschaut. Das hat mir sehr geholfen. Und mich wahrscheinlich überhaupt erst in die Lage versetzt, für meinen jetzigen Partner attraktiv zu werden. Für eine unreflektierte Verrückte hätte er sich garantiert nie interessiert. (Und ich mich dann auch nicht für ihn.)

N.ajonxa21


@ Baldurhh

Plötzlich habe ich ihn für seine Schwäche verachtet.

Ich habe jetzt mal LichtAmHorizont's Beitrag zitiert. Eigentlich kam dieselbe Erkenntnis bei mir schon vor einigen Monaten während einer Therapiestunde zur Sprache, keine Ahnung, wieso ich sie vergessen hatte.

Das ist auch einer der Gründe, weshalb ich die Jungs von mir weggestoßen habe. Sie wurden halt wie schon beschrieben etwas anhänglich, sensibel, zeigten mir ihre weiche und sensible Seite, da sie mich ja als potenzielle Freundin sahen, bei der sie einfach sie selbst sein konnten und verloren aus meiner Sicht an Stärke und Männlichkeit dadurch. Ich habe sie auch dafür teils verachtet und habe mich mit dieser Seite der Jungs überfordert gefühlt und konnte nicht so richtig damit umgehen.

Auch deshalb habe ich mich so zu diesem ''Arschloch'' hingezogen gefühlt; weil er mir diese Seite nie offenbart hat. Er war ein ziemlicher Macho, war unsensibel, gab sich, als könnte ihm niemand etwas anhaben und emotionale Nähe gab es nie - eher Kälte und Distanz.

Ich weiß, dass es eher von charakterliche Stärke zeugt, wenn sich ein Mann sensibel, freundlich, fürsorglich verhält. Die Jungs wirkten auch ziemlich selbstzufrieden und ließen mich daran teilhaben. Sie hatten es nicht nötig, jemanden herablassen zu behandeln, um ihr Selbstwertgefühl aufzuwerten wie bei diesem einen Mann.

Es waren Jungs aus Familien mit beruflich erfolgreichen, liebevollen Eltern, machten gerade ihr Abi. Sie waren sozial kompetenz, hatten einen großen Freundeskreis, der ebenfalls hauptsächlich aus Abiturienten/ Studenten bestand und Hobbys wie z.B. Fußball.

Der Mann, der mich ziemlich mies behandelte, war 30, hatte im Leben nichts auf die Reihe bekommen, wuchs mit einem gewalttätigen Alkoholiker auf, der die Mutter regelmäßig verprügelte und sie betrog, hatte nur einen Hauptschulabschluss und gerade mal eine Ausbildung als Mechaniker oder so abgeschlossen, zog mit 28 gerade mal von zu Hause aus, hatte keine Hobbys außer wöchenendliche Besäufnisse in Discotheken, Besuche im Fitnessstudio und so viele Frauen wie möglich abschleppen und zu demütigen durch Beleidigungen und sonstigem herabwürdigendem Verhalten. Er lebte in einem... naja, nicht sehr sozialen Viertel, und seine wenigen Freunde waren auch eher Looser.

Natürlich sagte mir mein Verstand das alles auch so, aber gefühlt war er der tolle, männliche Hecht, der so einen starken Charakter hatte, dass niemand ihm etwas anhaben konnte und die anderen verletzliche, bedürftige Wesen, die einfach nicht männlich genug waren für mich. %-| ":/

Ncaj^onaD2.1


@ LichtAmHorizont

Dass er meine seltsamen Anwandlungen (ab und zu mal für jemanden schwärmen) einfach so hinnimmt, hat mich anfangs etwas irritiert… Für mich fühlte es sich so wichtig an, für ihn war es nicht viel anders als eben eine Schwäche für Schokolade… Nichts jedenfalls, wofür er mich verurteilen würde.

Na, da hast du wohl einen guten Fang gemacht. :-)

Die Schattenseite daran ist, dass ich vom Gefühl her mit dem trockenen Brot zusammen lebe… Der "Kick" fehlt eben… Sex ist gut, aber kein Feuerwerk… Es ist fast eher eine geschwisterliche Beziehung. Ich würde sie aber um keinen Preis der Welt wieder für eine abhängige Beziehung hergeben.

Hmm... Ich habe mal gelesen, dass Beziehungen voller Leidenschaft, Spannungen, Idealisierungen etc. ungesund sein sollen und sich letztenendes sowieso ein Ende finden wird. Schön, dass du deine harmonische, gesunde Beziehung zu schätzen weißt!

Wenn man sich immer wieder in Beziehungen begibt, die auf dieselbe Art und Weise negativ verlaufen, kann man sich auch nie weiterentwickeln und wiederholt einfach nur seinen Teufelskreis mit wechselnden Partnern, kann nie zur Ruhe kommen.

L;ichtlAmwHorYizoxnt


@ Najona21

Na, da hast du wohl einen guten Fang gemacht. :-)

:)z Ich frage mich aber manchmal, ob mein Partner meine Schwäche noch so gelassen sehen könnte, wenn er wüsste, was tatsächlich in mir los ist in solchen Phasen… Ich gebe mir ja alle Mühe, ihn nicht so viel davon merken zu lassen, und dann sieht er es vielleicht kleiner und harmloser, als es ist. Wobei es, im Ergebnis, harmlos bleibt, da ich ja nicht fremdgehe oder so etwas. Es läuft bei mir inzwischen mehr auf der Ebene ab wie wenn ein Teenager einen Star anschwärmt - ich beschränke mich auf's Schwärmen, versuche zwar, kleine, unverfängliche Kontakte zur "Zielperson" herzustellen, achte aber peinlichst genau darauf, keine Grenzen zu überschreiten (oder mich sonst lächerlich zu machen). Bei einer um die 20jährigen findet ein Mann es vielleicht noch niedlich, von ihr angeschwärmt zu werden und sie in seiner Gegenwart verlegen zu erleben. Bei einer um die 40jährigen Frau wird's halt irgendwann peinlich… |-o

Hmm... Ich habe mal gelesen, dass Beziehungen voller Leidenschaft, Spannungen, Idealisierungen etc. ungesund sein sollen und sich letztenendes sowieso ein Ende finden wird. Schön, dass du deine harmonische, gesunde Beziehung zu schätzen weißt!

Dazu musste ich aber auch erst so alt werden, wie ich bin. Mit 20 hätte ich das nicht hinbekommen...

Wenn man sich immer wieder in Beziehungen begibt, die auf dieselbe Art und Weise negativ verlaufen, kann man sich auch nie weiterentwickeln und wiederholt einfach nur seinen Teufelskreis mit wechselnden Partnern, kann nie zur Ruhe kommen.

Stimmt. Daher musste ich auch vor meinem jetzigen Partner eine ganze Weile allein sein - um wenigstens für mich ein wenig zur Ruhe zu kommen. In dieser Zeit habe ich psychologische Bücher gewälzt und das Internet zu dem Thema leer gelesen. :-)

Deine Empfindungen mit diesem Arschloch-Typ kann ich übrigens gut nachvollziehen. Es klingt vielleicht etwas merkwürdig, aber gerade dass so ein Typ Nähe nicht zulässt, vermittelt einem selbst so etwas wie Sicherheit. Warum das so ist (und wie ich das erklären kann), darüber muss ich noch nachdenken… ":/

B>aldjurhh


dass ein Mann, der darauf aus ist, "Eltern" zu spielen, vermutlich auch ein Defizit kompensieren möchte

So ähnlich ist es wohl auch. Nur würde er das vermutlich nie als Defizit sehen. Das kommt ja nicht im "Gewand einer Schwäche" daher, sondern ist scheinbar Stärke. Es hat auch immer etwas erhebendes, wenn man lenken und führen kann.

Allerdings entsteht in so einem Fall immer auch ein Ungleichgewicht in der Partnerschaft. Die Person, die die Vaterfigur einnehmen muss, muss sich ja immer so verhalten und die in der Rolle des kleinen Mädchens als Beispiel auch. Soziopathische Persönlichkeiten machen sowas; nutzen ihre Macht, um andere klein zu halten und setzen ggf. ihre Fäuste ein. LichtAmHorizont hat recht, wenn sie sagt, dass es sich dabei auch um Opfer handelt, aber es ist eher eine typisch männliche Reaktionsweise. Adolf Hitler wird z.B. nachgesagt, er habe mal gesagt, dass es nichts schöneres gäbe, als sich ein junges Ding zu erziehen, dass formbar wie Wachs sei. Wieviel Verachtung steckt in dieser Sichtweise.....?!?

Ich habe z.T. Angst, wieder unter mehreren Menschen zu gehen, die während der letzten Jahre ihr Leben gelebt haben; immerhin habe ich nichts zu erzählen, lebte lange in Isolation, bin einfach kein fröhlicher Mensch mehr, den man gerne um sich herum haben möchte.

Das kann ich sehr gut nachempfinden. Und selbst wenn die lange Isolation nicht gewesen wäre, hast Du vermutlich aufgrund Deiner besonderen Interessen auch keinen Spaß an "banalen Studententhemen" und würdest Dich in der Gesellschaft erfahrenerer Menschen eher wohlfühlen. Aber da sehe ich erstmal nicht so ein Problem: Hamburg ist eine große und schöne Stadt und es sollten sich Gleichgesinnte finden, die miteinander ins Theater oder in die Oper gehen. Man kann doch in Lokalzeitungen inserieren oder so. Dafür gibt es jedenfalls Lösungen.

aber ich habe dann dieses starke Verlangen danach, diesen Mann mir quasi ''einzuverleiben'', alles von ihm in mir zu haben..

Du glaubst aber nicht ernsthaft, dass ein reifer, erfahrener und souveräner Mann, der alle symbolischen Aspekte einer Vaterfigur in sich vereint, sowas mit sich machen lassen würde.

Ich muss jetzt nach der kurzen Hitler Exkursion nochmal mit meiner Bildung protzen: Die Kirche in Gestalt vieler Kleriker hat im Mittelalter massiv dazu beigetragen, dass unsere Einstellung zu Frauen sehr negativ ist. Sie haben der ungebildeten Dorfbevölkerung tatsächlich einzureden versucht, es gäbe eine "vagina Dentata", die die Geschlechtsteile der Männer frißt. Die Frau galt als Dummes und sexuell unersättliches Wesen ohne Geist. Naja, wer selbst Enthaltsamkeit als etwas Gutes propagiert, muss seine Haltung ja irgendwie rechtfertigen, also macht er den "armen, triebgesteuerten" Männern eben Angst vor der Frau.

Details lasse ich jetzt mal außen vor.

Danke....... ;-D

Wenn ich eure Schilderungen so lese, fallen mir immer wieder die Begriffe Macht und Unterwerfung ein. Ihr gebt den Männern die Macht, in dem ihr euch unterwürfig verhaltet und wenn sie dann ihre weiche und sensible Seite zeigen, kehrt sich das Verhältnis um und ihr übt Macht aus, indem ihr ihnen die kalte Schulter zeigt und sie plötzlich verachtet.

Wie ich schon früher schrieb, kommt eine Beziehung so nie in die rechte Balance. Ich würde auch vermuten, dass sich so ein verhalten nicht "wegtherapieren" lässt, aber ihr könnt euer Verhalten immer wieder hinterfragen, lernt eure Wünsche und Bedürfnisse immer besser kennen und erlangt Kontrolle über eure Emotionen. Das man ihnen manchmal sehr gern nachgeben würde, halte ich für normal, aber ich glaube auch, dass viele Männer es durchaus reizvoll finden würden, eine sexuelle Beziehung zu einer Kindfrau einzugehen. Nabokovs Lolita ist ein Beispiel dafür und Weltliteratur.

LPichtVAmHLorixzont


@ Baldurhh

Wenn ich eure Schilderungen so lese, fallen mir immer wieder die Begriffe Macht und Unterwerfung ein. Ihr gebt den Männern die Macht, in dem ihr euch unterwürfig verhaltet und wenn sie dann ihre weiche und sensible Seite zeigen, kehrt sich das Verhältnis um und ihr übt Macht aus, indem ihr ihnen die kalte Schulter zeigt und sie plötzlich verachtet.

Genauso sieht es aus.

Wenn ich aber an der Macht bin und er der kleine Junge, erweckt er Mitleid, und dieses Mitleid ertrage ich nicht und ich wandele es um in Verachtung. Ziemlich krank, was?

Der einzig gangbare Weg für mich ist daher, so einen Mann von mir zu befreien. Er soll nicht unter mir leiden müssen…

Aber seltsam, warum hat der Mann, wenn er die Macht hat, kein Mitleid mit mir? ":/

Adolf Hitler wird z.B. nachgesagt, er habe mal gesagt, dass es nichts schöneres gäbe, als sich ein junges Ding zu erziehen, dass formbar wie Wachs sei. Wieviel Verachtung steckt in dieser Sichtweise…..?!?

Ich kannte tatsächlich einen Mann, der dasselbe über sich gesagt hat...

BDa5ldxurhh


Scheisse, bin ich altmodisch!

Ich zitiere mich mal selbst:

Man kann doch in Lokalzeitungen inserieren oder so.

Man kann natürlich auch einer Facebook Gruppe beitreten, über eine App herausfinden, ob sich gleichgesinnte in der "Homezone" befinden; jemanden "liken". ;-D

Aber seltsam, warum hat der Mann, wenn er die Macht hat, kein Mitleid mit mir? ":/

Sollte er eigentlich haben; tarnt sich vielleicht unter gönnerhaftem Verhalten; nennt Dich: "seine kleine Maus", oder so. Die meisten Menschen sind intuitiv gar nicht so unsensibel. Die merken schnell, was sie mit wem machen können; wie weit sie gehen können. Und wenn sie ihr Ziel erreicht haben; setzen sie eben noch eins drauf. Das verunsichert, die ohnehin unterwürfige Frau noch mehr. Der ursprüngliche "Beschützerinstinkt" verwandelt sich in Verachtung. Die Frau quengelt und nervt; will mehr Zeit mit ihrem "Schatz", bettelt, fleht....Er ist ungebildet und primitiv oder Überfordert: Egal aus welchem Grund, irgendwann haut er zu.

Es gibt unzählige Gründe und keiner ist eine Rechtfertigung.

LrichtA>mHxorizont


Sollte er eigentlich haben; tarnt sich vielleicht unter gönnerhaftem Verhalten; nennt Dich: "seine kleine Maus", oder so.

Oh scheiße. Ja. %:|

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