» »

Nie wieder abhängig - Motivation, Energie aus dem inneren Selbst

N`ajo3nMa21


@ LichtAmHorizont

und dann sieht er es vielleicht kleiner und harmloser, als es ist. Wobei es, im Ergebnis, harmlos bleibt, da ich ja nicht fremdgehe oder so etwas.

Dann gibt es ja keinen Grund, ihn komplett darüber aufzuklären, solang es keine echte Verliebtheit ist und es deine Gefühle für ihn eventuell beeinträchtigt.

Deine Empfindungen mit diesem Arschloch-Typ kann ich übrigens gut nachvollziehen. Es klingt vielleicht etwas merkwürdig, aber gerade dass so ein Typ Nähe nicht zulässt, vermittelt einem selbst so etwas wie Sicherheit.

Vielleicht geht es dir ja ebenfalls so, aber mir wird dadurch Sicherheit vermittelt, dass es halt nie darauf hinauslaufen wird, von dem Mann eingeengt zu werden. Dieses Gefühl wird bei mir immer sehr schnell ausgelöst. Ich will immer nur die Männer, bei denen es mir vorher ganz klar ist, dass ich sie nie bekommen werde. Okay, eine Ausnahme gab es, aber das wird sie womöglich auch immer bleiben.

@ Baldurhh

Du glaubst aber nicht ernsthaft, dass ein reifer, erfahrener und souveräner Mann, der alle symbolischen Aspekte einer Vaterfigur in sich vereint, sowas mit sich machen lassen würde.

Nein, natürlich nicht. In meinen Fantasien findet so einiges statt, was in echt nicht realisierbar ist.

ihr könnt euer Verhalten immer wieder hinterfragen, lernt eure Wünsche und Bedürfnisse immer besser kennen und erlangt Kontrolle über eure Emotionen.

Ja, und mit ein wenig Zeit und Erfahrung wird sich eventuell ein ganz natürliches, selbstverständliches Verhalten daraus ohne jedwede damit verbundene Anstrengung, Rationalität und Disziplin daraus entwickeln.

aber ich glaube auch, dass viele Männer es durchaus reizvoll finden würden, eine sexuelle Beziehung zu einer Kindfrau einzugehen.

Ja klar, eine sexuelle Beziehung wünschen sich wahrscheinlich viel mehr Männer zu einer Lolita, als man denkt; aber das ist es ja, eben nur eine rein sexuelle Beziehung und keine Partnerschaft mit allem drum und dran. Keine Zukunftspläne, keine gemeinsamen Familienfeiern...

Also lieber versuchen, die Finger von solchen Männern zu lassen, und alleine bleiben, bis man bereit für eine geeignete Partnerschaft auf Augenhöhe mit Gleichberechtigung und Eigenständigkeit ist. Keine Machspielchen, kein Erziehen des anderen, kein Kompensieren irgendwelcher Defizite durch den anderen, weil man mittlerweile in einer reifen Persönlichkeit gefestigt ist und mit sich selbst im Reinen.

Die merken schnell, was sie mit wem machen können; wie weit sie gehen können. Und wenn sie ihr Ziel erreicht haben; setzen sie eben noch eins drauf. Das verunsichert, die ohnehin unterwürfige Frau noch mehr. Der ursprüngliche "Beschützerinstinkt" verwandelt sich in Verachtung.

Wow, du hast echt Ahnung. Das ist mir schon mehrmals passiert in genau dieser Form.

Ich hatte mal einen Fahrschullehrer, der anfangs sehr sympatisch war, jedoch auch sehr autoritär und halt ziemlich ''männlich''. Bei solchen Männern verhalte ich mich in der Regel automatisch eher devot, wahrscheinlich, weil ich es bei meinem Vater auch musste.

Auf jeden Fall wurde er immer dominanter und autoritärer, je devoter und nervöser ich mich verhielt, was durch seine anfängliche, natürliche dominanz ausgelöst wurde. Seine Sprüche wurden sexueller und frecher und dadurch, dass meine Nervosität und devote Haltung durch ihn gesteigert wurde, wurde er leicht aggressiv und genervt durch das durch ihn ausgelöste Verhalten. Es fielen Sprüche wie ''Dafür würde ich dich jetzt am liebsten küssen'', ''Ich kann dich auch über's Knie legen solange, bis du wieder entspannter wirst und lachst''...

Ich wünschte, ich könnte meine devote Haltung ändern, aber weiß ebenfalls nicht, wie.. Vielleicht brauche ich mehr Selbstsicherheit, aber sie bleibt trotzdem immer in mir veranktert und fühlt sich natürlich an für mich.

Er ist ungebildet und primitiv oder Überfordert: Egal aus welchem Grund, irgendwann haut er zu.

Ganz eindeutig mein Vater - ein Prachtexemplar der Soziopathen. :)=

Wir hatten früher eine riesige Weide, auf der Pferde wir Pferde hielten. Einmal ist er aus Spaß mit seinem Quad darüber gerast, und als er mir über den Fuß gefahren ist, als ich 7 Jahre alt war, wurde ich angeschrien und gefragt, wieso ich so blöd war und nicht meinen Fuß weggezogen habe. Wohlgemerkt, ich stand die ganze Zeit nur auf einer Stelle und rannte nicht rum oder so. Eine Entschuldigung kam selbstverständlich nie.

Oder er hatte mal ein kleines Motorrad gekauft, und ich sollte es mal austesten im Alter von 8 Jahren (ja, er legte auch schon wert drauf, dass ich in dem Alter wusste, wie man Autos bedient). Auf jeden Fall setzte er mich auf das Motorrad, dessen Gleichgewicht ich gerade so halten konnte, und ich fuhr mit ungefähr 20km/h geradeaus. Was macht er? Er rennt hinter mir her, SPRINGT auf den Hintersitz des Motorrads und war ganz geschockt davon, dass seine 8-jährige, kleine, dünne Tochter mit dem Motorrad umkippt und er sich verletzt. Natürlich ist er danach wie ein Verrückter ausgerastet und hat mich fertiggemacht dafür.

Meine Mutter wurde auch andauernd als Boxsack missbraucht, auch gerne mal im Motorradclub vor den anderen Asozialen, wenn sie mal wieder Widerworte gab. Auch der Hund musste fast täglich dran glauben und wurde zusammengeschlagen.

Gott, ich verstehe nicht, warum dieser Widerling nie ins Gefängnis musste... Ich kann einfach nicht verstehen, wieso solche Schandtaten passieren und das Böse die Kontrolle über so viele Menschen hat.

L@ichtAm"Hori\zxont


@ Najona21

Vielleicht geht es dir ja ebenfalls so, aber mir wird dadurch Sicherheit vermittelt, dass es halt nie darauf hinauslaufen wird, von dem Mann eingeengt zu werden.

Ja, genau, das ist der Grund! Danke.

Ich wünschte, ich könnte meine devote Haltung ändern, aber weiß ebenfalls nicht, wie..

Bei mir ist das eines Tages passiert, weil jemand mit seiner herrischen Art einen Schritt zu weit gegangen war. Ich habe ihn (ohne vorher darüber nachzudenken) verbal zur Sau gemacht, was er sich einbildet, was für einen Ton er da eigentlich anschlägt usw., und danach war er lammfromm zu mir. (War kein Beziehungspartner, sondern nur ein Bekannter. Von der Konstellation so ähnlich wie Dein Fahrlehrer.) Ich war über mich selbst überrascht - aber das hat mir auch Auftrieb gegeben für zukünftige solche Begegnungen. Da ist mir klar geworden, dass ich auch so etwas wie Stolz besitze und mir nicht jeder kommen kann, wie er gerade will.

Na, dein Vater scheint ja ein richtiges :-X zu sein...

BLaldNurxhh


Nabend die Damen,

Nach so einem Arbeitstag wird meine Antwort etwas kürzer ausfallen als sonst, aber ich werde morgen nochmal genauer auf eure Beiträge eingehen.

In meinen Fantasien findet so einiges statt, was in echt nicht realisierbar ist.

Ich würde schätzen, dass Du dieses Schicksal mit wirklich vielen Menschen teilst. Genau das ist das "Schöne" an Fantasien. Man muss sie nicht ausleben. Dadurch dass man sie auslebt, werden sie profan und verlieren ihren Reiz.

Wow, du hast echt Ahnung.

Danke, ja hab ich. Mich würde interessieren, wie Du auf die beknackten Sprüche von Deinem Fahrlehrer reagiert hast. Was Dein Devotes Verhalten angeht; willst Du es denn ablegen, oder findest Du es auch irgendwie reizvoll und zweckmässig. Es gibt Menschen, die sich dazu bekennen, devot zu sein und damit ganz zufrieden sind. Ich war vor einigen Jahren in einer Partnerbörse angemeldet und habe dort eine Dame aus der Schweiz kennen gelernt. Die war eindeutig devot und hat das auch ziemlich klar geschrieben. Für mich war das nix und ich hab es ziemlich schnell einschlafen lassen. Nähere Gründe morgen falls ihr Interesse habt.

Ich wünschte, ich könnte meine devote Haltung ändern, aber weiß ebenfalls nicht, wie..

Hier gilt dasselbe wie für den Soziopathen. Devote Menschen haben etwas von ihrem Verhalten und sie bezwecken etwas mit ihrer Unterwürfigkeit. Das das der Fall ist, bedeutet allerdings nicht, dass es gut ist. Sie sind so geprägt und haben es nicht anders gelernt: Sie tappen ohne nachzudenken immer wieder in dieselbe Falle. Das passiert nicht aus Absicht, oder weil sie blöd sind. Ihnen fehlt schlichtweg eine Alternative.

Aber zum Glück gibt es ja Foren wie diese.....und Leute wie mich 8-)

Nein, im Ernst. LichtAmHorizont und ich werden Dir schon noch ein paar Denkanstöße mitgeben.

Apropos Licht: Das mach ich jetzt mal aus, damit ich morgen einen halbwegs vernünftigen Job mache.

Schlaft gut!

LnichtA4mHoQrizoxnt


LichtAmHorizont und ich werden Dir schon noch ein paar Denkanstöße mitgeben.

Na, das hoffe ich doch. Bisher bin ich ja hauptsächlich am "mitjammern"... ;-)

Nuajonja:21


@ LichtAmHorizont

Wenn ich aber an der Macht bin und er der kleine Junge, erweckt er Mitleid, und dieses Mitleid ertrage ich nicht und ich wandele es um in Verachtung. Ziemlich krank, was?

Ich habe nochmal einen Beitrag der letzten Seite aufgegriffen. Erträgst du diesees Mitleid nicht, weil du nicht damit umgehen kannst, dich um einen Mann, der eigentlich Stärke und Autorität ausstrahlen soll, zu kümmern? Das erklärt mir gerade nämlich mein Verhalten... Vielleicht ist es auch bei dir so?

Ich habe ihn (ohne vorher darüber nachzudenken) verbal zur Sau gemacht, was er sich einbildet, was für einen Ton er da eigentlich anschlägt usw., und danach war er lammfromm zu mir. (War kein Beziehungspartner, sondern nur ein Bekannter. Von der Konstellation so ähnlich wie Dein Fahrlehrer.) Ich war über mich selbst überrascht - aber das hat mir auch Auftrieb gegeben für zukünftige solche Begegnungen. Da ist mir klar geworden, dass ich auch so etwas wie Stolz besitze und mir nicht jeder kommen kann, wie er gerade will.

Finde ich bewundernswert; ich hoffe, da gelang ich auch noch hin.

Na, dein Vater scheint ja ein richtiges :-X zu sein...

Das ist noch durch die Blume ausdrückt. :-/

Na, das hoffe ich doch. Bisher bin ich ja hauptsächlich am "mitjammern"... ;-)

Ach nein, auch du hast mir sehr geholfen mit deinen Beiträgen.

@ Baldurhh

Nach so einem Arbeitstag wird meine Antwort etwas kürzer ausfallen als sonst, aber ich werde morgen nochmal genauer auf eure Beiträge eingehen.

Danke @:)

Ich würde schätzen, dass Du dieses Schicksal mit wirklich vielen Menschen teilst. Genau das ist das "Schöne" an Fantasien. Man muss sie nicht ausleben. Dadurch dass man sie auslebt, werden sie profan und verlieren ihren Reiz.

Ach, die eine oder andere wird auf jeden Fall noch ausgelebt werden. :=o

Mich würde interessieren, wie Du auf die beknackten Sprüche von Deinem Fahrlehrer reagiert hast.

Ich war so nervös und einschüchtert durch ihn, dass ich zum Beispiel auf die Aussage mit dem ''Über's Knie legen'' nur ein schüchternes, leises ''Nein, danke'' rausbekommen habe. %-|

Bei älteren Männern, die autoritär und dominant sind, werde ich einfach zu schnell nervös und zu einem kleinen Mäuschen.

willst Du es denn ablegen, oder findest Du es auch irgendwie reizvoll und zweckmässig. Es gibt Menschen, die sich dazu bekennen, devot zu sein und damit ganz zufrieden sind.

Ich würde es schon gerne beibehalten, nur selbstsicherer werden und in der Lage dazu sein, auch mal dominant auftreten und Menschen, die mich einschüchtern, klare Grenzen zu setzen, die sie dann auch respektieren.

Wenn ich einen Mann treffe, der dominant ist (mich aber nicht einschüchtert), würde ich das gerne beibehalten, um Fürsorge zu bekommen - jedoch dann nicht auf eine väterliche Art und Weise. Im Bett macht Devot-sein auch spaß.

Es ist halt einfach natürlich für mich, zu jemandem aufblicken zu wollen, mich etwas lenken zu lassen. Bei jemandem, der nichts Böses, Demütigendes im Schilde führt, ist es ja nicht so schlimm.

Allerdings gab es bisher viele Situationen, in denen ich sehr unsicher und devot gewirkt und somit ein herablassendes Verhalten bei anderen bewirkt habe.

Ich habe vor 2 Jahren ein paar Monate lang gekellnert. Eine große Gruppe erwachsener Gäste hat mich herablassend behandelt und versucht, mich des Geldes wegen zu bescheißen. Als ich dann einen Arbeitskollegen holte, der mich immer seinen Schützling nannte, waren sie auf einmal willig, das restliche, fehlende Geld zu bezahlen und haben sich ins Fäustchen gelacht.

Ein anderer Mitarbeiter, von dem jeder wusste, dass er total komplexbeladen war und viele Probleme hatte, hat mich mal in einer seiner schlechtesten Phasen sehr herablassend behandelt und gedemütigt vor den anderen Mitarbeitern. Hat versucht, mich in meiner Gegenwart schlechtzumachen und redete die ganze Zeit über meinen Kopf hinweg, lachte sich über mich kaputt. Wohlgemerkt, er war 30 -.- Ich wurde von den anderen nur bemitleidenswert angeguckt, weil er sozusagen derjenige war, der den Laden geschmissen hat, wenn der Chef weg war.

Ich denke mal, dass ich erst Selbstsicherheit erlangen werde, wenn ich reifer und reicher an Lebenserfahrung werde und meine Persönlichkeit gefestigt ist...

Auch muss ich wahrscheinlich mit vielen Menschen zu tun gehabt haben; also wird es wohl noch eine Weile dauern..

Für mich war das nix und ich hab es ziemlich schnell einschlafen lassen. Nähere Gründe morgen falls ihr Interesse habt.

Klar, immer her damit.

Devote Menschen haben etwas von ihrem Verhalten und sie bezwecken etwas mit ihrer Unterwürfigkeit.

Birgt ja auch genügend Nachteile, so ist es ja nicht. :=o

Das passiert nicht aus Absicht, oder weil sie blöd sind. Ihnen fehlt schlichtweg eine Alternative.

Aber zum Glück gibt es ja Foren wie diese.....und Leute wie mich 8-)

Allerdings^^

N=aOjbonxa21


Ich ertappe mich gerade bei dem Gedanken, alles in Angriff zu nehmen, was ich mir vorgenommen habe. Ich bin gerade höchst motiviert - aber nur, weil ich nicht aufhören kann, an diesen älteren, bereits von mir erwähnten Mann zu denken. Einfach, damit er sich für mehr als nur eine Affäre mit mir vorstellen könnte, damit ich ihm gewachsen bin.

Vorhin habe ich seine Telefonnummer im Internet gefunden und anonym angerufen. Er ging ran, und ich hörte seine schöne, sanfte Stimme; im Hintergrund seine Frau, wie sie mit den Kindern beschäftigt war. :-( Nach ein paar Sekunden habe ich aufgelegt.

Ich habe nicht vor, das zu wiederholen. Wie bekomme ich diesen Mann aus dem Kopf? Ich weiß nicht mal, ob ich ihn als eine Art Vaterfigur ansehe. Ich bewundere ihn und sehe zu ihm auf, aber ich möchte mich mit ihm auf Augenhöhe befinden, weil ich ihn sehr mag und ihm gefallen möchte. Auch möchte ich vieles in Angriff nehmen, weil er über meine Depressionen und einen Teil er Probleme im Bilde ist. Als wir uns zuletzt vor ein paar Wochen gesehen haben, hat er mich wirklich angeflirtet, und auch anderes deutete darauf hin, dass er auf mich steht. Komplimente bezüglich meiner Intelligenz und dass ich eine sehr hübsche junge Frau bin fielen auch. Er hat aber auch Mitleid mit mir, und ich will nicht, dass er auf mich herabblickt und ein kleines, armes Mädchen sieht.

Jetzt gerade fällt mir wieder ein, dass ich mir ja schon alle negativen Auswirkungen auf mich vor Augen gehalten habe.

Oh man, ich hoffe, ich kann widerstehen. Das ist wirklich nicht leicht - er ist so verlockend.... |-o

NUa=jonax21


Ich mag wirklich vieles an ihm...

Seine schönen rehbraunen Augen, sein schmales, eingefallenes Gesicht, seine sehr schmalen Lippen, seine etwas gekrümmte Nase... Seine schöne gebräunte Haut, die gepflegten Hände, seinen dünnen Körper, die braunen glänzenden Haare, seine Hautfalten... Eigentlich nicht mein Typ, aber das mag ich alles, weil es zu IHM gehört.

Wenn er lächelt, kneift er seine Augen ein wenig dabei zu und wirkt so schüchtern manchmal... Er versucht manchmal Witze zu machen, um mich zum Lachen zu bringen, die gar nicht witzig sind, und gerade deshalb lache ich, weil er dann einfach so süß und unbeholfen dabei ist und mich lachen sehen möchte. Auch mag ich die Art, wie er redet mit seiner ruhigen, sanften und doch männlichen Stimme. Wenn er sich bewegt, wirkt das beinahe etwas feminin, aber irgendwie gefällt mir das, wenn er es tut. Er hat eine schüchterne und einfühlsame Art an sich. Wenn er etwas anfasst, dann so, als würde er befürchten, es zerbreche gleich. Eigentlich gefällt mir die Art, wie er sich kleidet, bei anderen Männern nicht. Er kleidet sich sehr fein und auch spießig, aber irgendwie verleiht das seinen femininen Bewegungen so einen gewissen Touch... Er wirkt nicht wirklich männlich und doch zieht es mir sehr zu ihm hin. Zwar befindet er sich in einer hohen Stellung, wirkt aber gleichzeitig nicht sehr autoritär; halt so, dass jeder ihn respektiert, weil er eine ''Rationale Autoritätsperson'' verkörpert. Er ist mit sich im Reinen, durchdenkt jedes Wort, das über seine Lippen geht, wirkt selbstzufrieden und glücklich. Er ist sehr kultiviert, eloquent und sozialkompetent. Er scheint eine ehrlich Haut zu sein, ist ein exzellenter Zuhörer und ziemlich weise...

Wie gerne würde ich mit diesem mein einfach nur nackt im Bett liegen und mir Geschichten aus seinem Leben anhören. Seine Hände und Blicke überall spüren sowie erwiderte Liebe mit ihm gemeinsam erleben, während wir stundenlang der schönsten Nebensache der Welt nachgehen und uns ineinander verlieren und gemeinsam in Extase schweben...

B0al{du"rhh


Hallöchen,

@ LichtAmHorizont

Na, das hoffe ich doch. Bisher bin ich ja hauptsächlich am "mitjammern"... ;-)

Du hast geschrieben, Du glaubst, ich hätte keine Ahnung, wie Najona21 sich fühlt. Ich hab darauf ja keine eindeutige Antwort gegeben. Emotional gebe ich Dir recht. Es fällt mir schwer, Gründe dafür zu finden, warum sich jemand "klein" macht. Da kannst Du sie viel besser verstehen als ich, weil Du selbst betroffen bist. Deshalb finde ich Deine Antworten auch hilfreich. Ich bemühe mich, Najonas Schicksal rational zu sehen. Bei Dir ist es "gelebte Erfahrung"; Du hast Dich mühsam "freigekämpft" und wenn Du heute ins Schwärmen gerätst, hast Du Selbstkontrolle und einen Partner, der Dich sozusagen "erdet". Das was Du tust, ist sehr hilfreich, denn Du gibst Najona21 das Gefühl, dass sie nicht allein ist. Also mach weiter!!!

Gott, ich verstehe nicht, warum dieser Widerling nie ins Gefängnis musste... Ich kann einfach nicht verstehen, wieso solche Schandtaten passieren und das Böse die Kontrolle über so viele Menschen hat.

Es ist sehr schwer, sowas zu verstehen. Trotz jahrelanger beruflicher Erfahrungen, mit Menschen, die gedehmütigt und gequält wurden, kann auch ich das nicht verstehen. Aber ich glaube, Du begehst einen Denkfehler.

"Das Böse" ist bei Dir eine abstrakte Macht gegen die man nichts unternehmen kann, weil sie wie ein Unwetter über einen kommt. Du als Kind hast es so erlebt und warst ja tatsächlich in diversen Situationen, seinen Launen machtlos ausgeliefert. Aber wenn Du sein Verhalten damit begründest, dass "das Böse" Kontrolle über ihn hat, sprichst Du ihn von der Verantwortung für sein Handeln frei.

Die hat er aber. Er ist mit seinem Verhalten bisher immer irgendwie durchgekommen. Niemand hat etwas gegen seine Gewaltexzesse getan. Niemand hat ihn angezeigt und so dafür gesorgt, dass er in den Knast kommt. Wahrscheinlich hatten alle Angst vor ihm und diese Angst hat genau das verhindert. Seine Kumpel haben ihn unterstützt; hatten sie auch Angst vor ihm, waren sie emotional auch so verroht, wie er?

Ich bin auch manchmal impulsiv, ich fahre gelegentlich "aus der Haut", ich habe eine schwere Allergie gegen Dummheit; ich wäre unehrlich, wenn ich zu 100% ausschließen würde, dass ich jemals jemanden Ohrfeige. Aber spätestens wenn mir das einmal passiert, wüßte ich, dass es das letzte Mal sein muss. Halte mich für arrogant, aber ich behaupte, ich bin klüger als Dein Vater. Ich würde mich fragen, warum ich so gehandelt habe. Ich würde mich in Therapie begeben und mich auf Knien bei meiner Partnerin bzw. meinem Kind entschuldigen. Und der Grund dafür ist so einfach:

Fröhliches und unbeschwertes Kinderlachen macht mich glücklich; eigentlich gibt es kaum etwas schöneres. Ich lache lieber gemeinsam mit meiner Partnerin, als sie allein zum Weinen zu bringen. Seine Wut an Kindern oder Hunden auszulassen, ist charakterlich erbärmlich.

Ich habe in der Beziehung ein gewisses Verständnis für Deine Mutter. Du hättest ihren Schutz gebraucht und sie hat ihn Dir nicht gegeben. Sie war auch "Opfer" und hat versucht "ihre Haut zu retten". Aber trotzdem trägt sie auch Verantwortung.

Birgt ja auch genügend Nachteile, so ist es ja nicht.

Da hast Du recht und dass will ich auf gar keinen Fall kleinreden; ich wäre ein Arschloch, wenn ich das täte.

Dennoch schreibst Du, dass Du mehrfach an solche Typen geraten bist. Du gibst genügend Beispiele und immer wieder ist es dasselbe. Bekloppte Machos, die ihre Selbstsicherheit daraus nähren, dass sie jemanden runtermachen....wie Parasiten, die sich ein Wirtstier suchen, dem sie langsam die Lebenskraft rauben. Wie gesagt: Ich habe genug davon erlebt. Alkoholiker, die ihre Frauen schlagen; Frauen, die ins Frauenhaus flüchten und immer wieder zu ihren Männern zurückkehren, weil "er ja versprochen hat, dass er sich ändert und es dieses Mal ganz bestimmt ernst meint". Wie naiv muss man sein, um sowas drei, viermal mitzumachen?

Und wenn sie es dann endlich geschafft haben, sich von den Idioten zu trennen, gehen sie eine neue Beziehung ein und stellen nach x Monaten fest, dass auch der neue Lover säuft. Ich sage nicht, selber Schuld, aber irgendwas muss es doch sein, dass solche Frauen immer wieder zu solchen Schwachmaten hinzieht.

Ich erkläre mir das inzwischen - sagen wir - biochemisch. Ich habe keine Ahnung, ob ihr das kennt, aber wenn ich extrem wütend oder auch verängstigt bin, fühle ich mich gleichzeitig extrem lebendig. Mein Organismus ist ausschließlich damit beschäftigt, zu überleben. Adrenalin durchflutet meinen Körper und quasi wie ein Ertrinkender kämpfe ich mich zurück an die Wasseroberfläche, um dort gierig die Luft einzusaugen. Solche Lebensbedrohlichen Situationen habe ich schon erlebt und ich stelle mir vor, dass es bei Menschen, die Gewalt erleben ähnlich sein muss. "Was wird passieren, wenn er nach Hause kommt; wird er wieder betrunken sein?" Schon der Gedanke daran, versetzt den Körper in höchste Alarmbereitschaft. Alles andere ist schwach dagegen; ein Partner, der kalkulierbar reagiert, bei dem man weiß, was einen erwartet, versetzt einen eben nicht in diesen "Ausnahmezustand".

Ich bin nicht pessimistisch. Es gibt einen Ausweg und immer Hoffnung und ich zumindest, habe aus diesen "Grenzerfahrungen" eins mitgenommen: Das Leben ist schön und (vermutlich) hat man nur eins davon. Deshalb sollte man es wie einen Schatz behandeln.

Nun aber in die Schweiz:

Sie schrieb mich an und bedauerte, dass wir so weit auseinander wohnen. Ich im Norden Deutschlands und sie in der Schweiz. Sie fragte mich ein wenig über mein Leben und ich antwortete, dass ich mein Leben u. a. deshalb so schön fände, weil ich schon einiges durchgemacht hätte. Ich ließ sie wissen, was das war. Sie schrieb, wie sehr sie meine Stärke bewundern würde und wie mutig ich sei. Wir schrieben uns einige Mails und immer wieder betonte sie, dass sie meine Haltung bewundern würde. Eines Tages erhielt ich eine andere Nachricht von einer anderen Frau ebenfalls aus der Schweiz; sie hatte meinen Nick von erster Frau erhalten. Ich fand das ein wenig taktlos und dachte mir: "Ich kann doch jetzt nicht der halben Schweiz schreiben und mir dafür anhören, wie mutig und tapfer ich bin". Während dieser Zeit verschlechterte sich mein gesundheitlicher Zustand und ich wurde - na sagen wir - auch ein wenig depressiv. Da ich lieber lebe, als mein Dasein vor dem Bildschirm eines PC's zu verbringen, entschloss ich mich, das Ganze zu beenden.

Wie ihr wißt, habe ich eine Behinderung. Früher habe ich mir deswegen widerliche Dinge anhören müssen. Sätze wie: "Na sowas hätte man früher auch vergast" waren dabei; aber auch Sätze wie: "Ich bewundere Sie, sie sind so tapfer und voller Lebensfreude".

Ich will weder das Eine noch das Andere. Ich möchte nicht vergast werden, aber auf einen "Sockel" gestellt werden will ich auch nicht. Da gehöre ich einfach nicht hin. Zum Glück hat sich das verändert, aber es gibt immer noch viel Unsicherheit und Ärgernisse. Das die Menschen "Spasti" und behindert als Synonym für eine Beleidigung verwenden, ärgert mich als Spastiker besonders. Das könnt ihr euch sicher vorstellen.

Soviel dazu. Habt noch einen schönen Tag Najona21 und LichtAmHorizont.

Bis bald

BvalYdu=rhxh


@ Najona21

Mist; der Text ab dem zweiten Absatz ging natürlich an Dich.

T'estr"ale


Ich bin jetzt nicht Borderliner, aber ich leide unter leichten, bis mittelschweren Depressionen Und ich frage mich auch oft, ob der Wunsch nach Liebe und auch der Wunsch nach Erotik uns unfrei macht. Villeicht ist man als Mensch erst dann Frei, wenn man sich nicht an andere Bindet, so lehrt es z.B der Buddhismus...

B,alNduErxhh


Hab gerade Deine letzten beiden Beiträge gelesen und bin schockiert:

Du sitzt in Deiner Isolationszelle und malst Dir aus, wie Du mit einem älteren Mann nackt im Bett liegst, der zu Hause zumindest eine Frau hat.

Du willst nicht die Verursacherin für ein gebrochenes Frauenherz sein und Deine Selbstachtung aufgeben. Ich zumindest sehe auf dem Display meines Telefons die Nummer des Anrufers.

Versteh mich nicht falsch, aber solltest Du dieser Versuchung nachgeben, hast Du weder etwas erreicht, noch etwas begriffen. Ich habe kein Problem damit, meine Beiträge dann auf null zu reduzieren.

Ldich^t;AmHoriizont


@ Najona21

Erträgst du diesees Mitleid nicht, weil du nicht damit umgehen kannst, dich um einen Mann, der eigentlich Stärke und Autorität ausstrahlen soll, zu kümmern? Das erklärt mir gerade nämlich mein Verhalten... Vielleicht ist es auch bei dir so?

Es läuft dann eben einfach was verkehrt. Ist halt so als wenn die starke Mama sich plötzlich an der Brust des Kindes ausheult. Damit kann das Kind nicht umgehen. Die an der Kindesbrust heulende Mutter übergibt damit die Verantwortung für ihr Wohlbefinden dem Kind - das diese nicht übernehmen kann und will. Es braucht ja selber die starke Schulter. Und für die Last, die die heulende Mutter dem Kind auferlegt, hasst das Kind die Mutter. (Oder wahlweise den Vater.) Bin nicht sicher, ob es dasselbe ist, was Du empfindest.

Ich bin gerade höchst motiviert - aber nur, weil ich nicht aufhören kann, an diesen älteren, bereits von mir erwähnten Mann zu denken. Einfach, damit er sich für mehr als nur eine Affäre mit mir vorstellen könnte, damit ich ihm gewachsen bin.

So etwas hilft mir durchaus auch. Allerdings reicht mir dafür mittlerweile eine virtuelle Figur, die ich mir erschaffe. Ich denke: Was würde die von mir sehen wollen, damit sie mir auf die Schulter klopft? Diese Figur kann auch eine reale Person sein, in die ich mein Wunschbild hinein projiziere… Die ich mit meinen Erfolgen allerdings nie beglücken werde, weil ich mich ja nicht an sie heranmache. Aber die Vorstellung, dass sie mich hinterher gut fände, reicht schon.

Ich trage diese Figur dann als so eine Art Schutzengel mit mir herum…


Du hast diesen Mann ja sehr schön beschrieben, muss ich sagen.

Und bei mir wäre es gerade diese Sicht auf ihn, die mich vor lauter Ehrfurcht und Respekt vor ihm von allem abhalten würde, was seine Grenzen überschreiten könnte. Ich könnte das "Heilige" an ihm nie durch Blödheiten zerstören! Niemals! Tue ich es doch, empfinde ich mich als äußerst respektlos, und Respekt hat jemand, den ich so sehe, nun wirklich verdient. Findest Du nicht auch? Also lass diesen Unsinn mit den Anrufen… Stell Dir vor, was er denkt, wenn er weiß, dass Du das bist. Sicherlich nicht das, was Du gerne hättest! Das Gegenteil wäre der Fall! Er würde anfangen, Dich zu verachten und auf Dich herab zu sehen und Dich unter "arme Irre" zu verbuchen. Willst Du das? Nein, oder?

Lvich>tdAm}Horizonxt


Übrigens, ich musste den Respekt für meine Anhimmel-"Opfer" auch erst schmerzlich lernen. Ich habe es mal bei einem Mann übertrieben und er hat mich seine Verachtung mehr als deutlich spüren lassen. Ich bin in diesem Augenblick förmlich im Boden versunken und habe anschließend alles dafür getan, ihm nie wieder über den Weg zu laufen, so sehr habe ich mich geschämt. (Und wenn ich heute daran denke, schäme ich mich immer noch.) Das hat meine Sicht nachhaltig verändert. Ich bin danach nie wieder jemandem so auf die Senkel gegangen.

Denn ich habe plötzlich begriffen, dass der andere ein Mensch ist, auch Empfindungen hat, ein Recht auf Privatsphäre hat, und eben nicht der ist, den ich in ihm gesehen habe. Und vor allem: Dass mein Verhalten respektlos war.

Wenn Du es selbst auch herausfinden willst, nur zu… Vielleicht hilft's für die Zukunft… Für mich war es damals eine recht schmerzhafte, aber äußerst lehrreiche Keule. %:|

NVajonza2x1


@ Baldurhh

Aber wenn Du sein Verhalten damit begründest, dass "das Böse" Kontrolle über ihn hat, sprichst Du ihn von der Verantwortung für sein Handeln frei.

Nein, nein, so meinte ich das gar nicht. Ich hatte mich nur falsch ausgedrückt, eigentlich meinte ich seine böse Seite, nicht das Böse per se, welches dann oftmals Besitz von ihm ergriffen und die Kontrolle übernommen hatte.

Wahrscheinlich hatten alle Angst vor ihm und diese Angst hat genau das verhindert.

Ich habe zwei meiner Tanten gefragt, wieso sie eigentlich nie die Polizei gerufen hatten, als meine Mutter mal wieder zusammengeschlagen wurde. Meine Tante und mein Onkel wohnten ja über uns und hatten es immer mitbekommen, aber nie ein Wort gesagt.

Beide meinten dann einfach nur, dass sie ihn ja schon so viele Jahre kennen würden und befreundet seien. HALLO ??? ? Diese ''Freundschaft'' war wichtiger als das Leben ihrer Schwester. Ekelhaft sag ich da nur zu.

Mein Vater war kurz nach der Trennung bei einer Tante, die in einer anderen Stadt wohnt (die andere, die nicht über uns wohnt) und hat bei ihr gegessen und rumgemeckert, dass meine Mutter ja auch Schuld daran ist, dass die ''Beziehung'' kaputtgegangen ist; sie hat ja nur gesoffen und war nicht mehr wiederzuerkennen (ja, sie hat damit angefangen, weil er ihr sehr schlimme Dinge antat am laufenden Band!). Dieser widerliche Dreckskerl...

Am selben Tag hat er meine Tante dann in Abwesenheit ihres Mannes angebaggert. Es fielen Worte wie ''geile, dicke T....'' etc. Sie hat ihn auch nicht rausgeschmissen, ist nur nicht darauf eingegangen und hat es später meiner Mutter erzählt.

Bin ich froh, wenn ich die ganzen Verrückten nicht mehr sehen muss in nur wenigen Jahren..

Seine Kumpel haben ihn unterstützt; hatten sie auch Angst vor ihm, waren sie emotional auch so verroht, wie er?

Als er meinte Mutter vor seinen Freunden gedemütigt und geschlagen hat, meinten sie nur ''Hör doch auf'' etc, aber keiner hat versucht, ihn wirklich zurückzuhalten. Einerseits aus Angst, andererseits denke ich auch mal, weil sie keinen Keil zwischen sich treiben wollten, da sie sich seit Jahren kannten.

Da waren Junkies, Zuhälter, Alkoholiker und halbwegs normale Leute bei. Ich denke mal, dass es sie jetzt nicht sooo interessiert hat.

Würde ein Freund/ eine Freundin von mir jemanden halb kaputtschlagen, würde ich jeglichen Respekt und jedwede Sympathie verlieren und diesen Menschen sofort anzeigen, ohne Umschweife! Unfassbar...

Naja, vermutlich hatten die genug Dreck am stecken. Was meine vermeintliche Familie angeht, da habe ich NULL Verständnis. Würde mein Schwager meine Schwester auch nur einmal anrühren, würde ich unmittelbar die Polizei alamieren.

Aber spätestens wenn mir das einmal passiert, wüßte ich, dass es das letzte Mal sein muss.

Sowas kann denke ich mal niemand ausschließen, man weiß ja nicht, in welche Situationen man noch geraten wird. Aus diesem Satz entnehme ich mal, dass du bisher niemandem körperliche Gewalt in welcher Form auch immer angetan hast.

Ich würde mich in Therapie begeben und mich auf Knien bei meiner Partnerin bzw. meinem Kind entschuldigen. Und der Grund dafür ist so einfach:

Fröhliches und unbeschwertes Kinderlachen macht mich glücklich; eigentlich gibt es kaum etwas schöneres. Ich lache lieber gemeinsam mit meiner Partnerin, als sie allein zum Weinen zu bringen. Seine Wut an Kindern oder Hunden auszulassen, ist charakterlich erbärmlich.

Leider fühlen sich die Menschen mit schwachen Charakteren wie die Größten in den Momenten, in denen sie jemanden unter sich ordnen können und in der Lage sind, tun und lassen zu können, was sie wollen. Es ist peinlich, feige, unreif, ekelhaft und durch nichts zu entschuldigen.

Als ich vor 2 Jahren für 3 Wochen Kontakt zu meinem Vater nach 4 Jahren aufnahm, durfte ich mir bei jedem Treffen anhören, wie stolz er davon erzählte, wenn er mal wieder jemandem ''die Fresse poliert hat'', und das dreckige Grinsen dabei.... Das Ekel merkt auch gar nichts.

Bisher hat er sich noch kein einziges Mal bei irgendjemandem entschuldigt. Vor einem Jahr traf er die Tante meiner Mutter in einem Restaurant und hat diese angemecktert (obwohl sie von gar nichts wusste und seit Jahren keinen Kontakt mehr zu meiner Mutter hatte), dass meine Schwester aufgehört hat zu studieren und ein faules Stück sei, das ihn damals um Geld ''beschissen'' hat (er hat nie Unterhalt gezahlt, obwohl er verdammt viel Geld hatte. Wir hätten für Geld ''lieb sein müssen''), was er sehr wohl verdient hat, und dabei ging es nicht mal um große Summen.

Dann hat er ihr noch in seiner Wut ''gesagt'', dass meine Mutter eine faule Säuferin wäre, die nichts auf die Reihe bekommt außer einem Job im Altenheim und ich ein faules Stück, das bloß nicht arbeiten will. Wir sind alle selbst Schuld daran, dass wir keinen Cent von ihm gesehen hatten. Keiner von uns hat sich bei ihm gemeldet, und versteht bis heute nicht warum.

Also ich war wirklich sprachlos... Wütend und sprachlos.

Ich habe in der Beziehung ein gewisses Verständnis für Deine Mutter. Du hättest ihren Schutz gebraucht und sie hat ihn Dir nicht gegeben. Sie war auch "Opfer" und hat versucht "ihre Haut zu retten". Aber trotzdem trägt sie auch Verantwortung.

Ja, aber wenn ich so einen tollen Freund hätte, wäre ich doch lieber in ein Frauenhaus geflüchtet oder so. Ich kann zwar rational gesehen nachvollziehen, wieso sie dort geblieben ist, aber Verständnis habe ich keins dafür. Absolut gar nicht.

Das Schönste war immer, als sie mich nachts zu einem ihrer Alkoholiker-Freunde geschliffen hat, weil sie uns mein wundervoller Vater sich wieder in die Haare bekommen haben.

Dann saßen wir bei einem stinkenden Penner in einer Bruchbude bis es morgens wurde. Beide betranken sich, bis sie einschliefen, rauchten, hörten laute, schreckliche Musik und ich saß daneben und erstickte fast durch den Gestank und holte dann morgens zu Hause meinen Schlaf nach.

Oder die Autofahrten, als meine Mutter vor meinem Vater aus dem Motorradclub weggefahren ist und er uns hinterhergejagt ist, bis er sie zum Anhalten bewegen konnte und sie dann draußen fertig gemacht hat.

Ein weiteres Highlight meiner Kindheit war die Nacht, in der so laut geschrien, geheult wurde wie noch nie und mein Vater ihr einen Holzkleiderbügel über den Schädel gehauen hat, so dass er zerbrach.

Wie kann man da nicht den Arsch hochkriegen und flüchten ??? Wie kann man seine Kinder jeden Abend auf's Neue solchen Szenarien aussetzen ??? Wie kann die eigene Familie, die alles mithört, weggucken ???

Und wenn sie es dann endlich geschafft haben, sich von den Idioten zu trennen, gehen sie eine neue Beziehung ein und stellen nach x Monaten fest, dass auch der neue Lover säuft. Ich sage nicht, selber Schuld, aber irgendwas muss es doch sein, dass solche Frauen immer wieder zu solchen Schwachmaten hinzieht.

Hmm... Masochismus, null Selbstwertgefühl... Um es besser machen zu können, bedarf es an Weiterentwicklung, innerer Stärke und eventuell auch ein höheres Ziel; etwas, wofür sich dieser ganze Aufwand, der Stärke, Geduld und Zeit erfordert, lohnt. Vielleicht ist es den meisten zu viel Aufwand oder sie sind fest davon überzeugt, dass sich gar nichts ändern kann, weil es ja schon Jahre so läuft. Vielleicht können sie sich gar nicht vorstellen, dass sie überhaupt bei einem anderen Mann mit Niveau und Einfühlsamkeit gut ankommen würden, weil sie selbst nicht viel zu bieten haben.

Ich denke da gerade an meine Mutter... Ein halbwegs normaler Mann würde sie nie im Leben als Partnerin wollen... Sie ist (nicht mal böse gemeint) ziemlich dumm durch ihren Alkoholkonsum geworden, sieht aus wie ein Wrack, verhält sich oftmals wie ein bockiges Kind, bleibt gerne unter ihres Gleichen, weil sie mit sonst niemandem klarkommt.

Viele können sich gar nichts Besseres mehr im Leben für sich vorstellen, weil bisher alles so negativ verlief. Ich nehme jetzt mal Übergewichtige Menschen als Beispiel. Eine meiner Tanten ist fettleibig, will unbedingt abnehmen und nimmt doch immer mehr zu. Ich habe sie einmal gefragt, wieso sie sich denn nicht zusammenreißen kann, wenn es sie doch so belastet. Sie antwortete nur ''Ach, ich bin jetzt schon so dick geworden, dass ich gar nicht glaube, diese Kilos jemals runterzubekommen''. Sie kann sich gar nicht mehr vorstellen, überhaupt dünn und glücklich zu werden und macht es sich in ihrem Selbstmitleid bequem.

Man benötigt für solche drastischen Veränderungen eine Menge Disziplin, Durchhaltevermögen und eventuell Menschen, die einem beistehen. Meine Mutter will z.B. auch keine Therapie machen, weil sie sich mit gar nichts befassen möchte und sich ihre Welt mit ihrem Alkohol schön trinkt. Sie gibt sich mit ihrem Schicksal zufrieden.

Manche denken einfach, sie müssten sich mit ihrem Leben zufrieden geben und verbauen sie somit die Chancen auf ein schöneres Leben.

Vielleicht ist es einfach die Gewohnheit, die einen alles ertragen und mitmachen lässt...

Ich schreibe sofort weiter, der Text wäre in einem sonst zu lang.

N!ajo$naL2x1


Ich hoffe, es wurde verstanden, was ich im Großen und Ganzen sagen wollte. Bin mir jetzt nicht so sicher, ob ich mich klar ausgedrückt habe und ob der Kern verstanden wurde. ":/

und immer wieder zu ihren Männern zurückkehren, weil "er ja versprochen hat, dass er sich ändert und es dieses Mal ganz bestimmt ernst meint". Wie naiv muss man sein, um sowas drei, viermal mitzumachen?

Ich glaube, viele sind gar nicht mal so naiv und glauben es tatsächlich. Sie wissen es wahrscheinlich selber tief im Inneren, wollen ihr verhalten aber durch solche Aussagen entschuldigen und noch in den Spiegel gucken können ohne ein verlorenes, bemitleidenswertes, abhängiges Geschöpf zu erblicken. Wahrscheinlich spielt auch die Abhängigkeit zu diesem Mann eine große Rolle. ''Er ist ja nicht immer so'', ''Es gab auch wirklich schöne Momente mit ihm'' und blabla...

Schon der Gedanke daran, versetzt den Körper in höchste Alarmbereitschaft. Alles andere ist schwach dagegen; ein Partner, der kalkulierbar reagiert, bei dem man weiß, was einen erwartet, versetzt einen eben nicht in diesen "Ausnahmezustand".

Meinst du damit, dass die Frau diesen ''Kick'', der aus diesem ''Ausnahmezustand'' resultiert, insgeheim genießt?

Das Leben ist schön und (vermutlich) hat man nur eins davon. Deshalb sollte man es wie einen Schatz behandeln.

Wie wahr... Leider wurde mir das erst vor kurzem erst bewusst...

Da ich lieber lebe, als mein Dasein vor dem Bildschirm eines PC's zu verbringen, entschloss ich mich, das Ganze zu beenden.

Ihr habt euch dann nicht getroffen, oder?

Was meintest du denn damit, als du sagtest, sie wäre devot gewesen?

Während dieser Zeit verschlechterte sich mein gesundheitlicher Zustand und ich wurde - na sagen wir - auch ein wenig depressiv. Da ich lieber lebe, als mein Dasein vor dem Bildschirm eines PC's zu verbringen, entschloss ich mich, das Ganze zu beenden.

Verschlechterte er sich wegen der Frau oder unabhängig von eurem Verhältnis?

Gut, dass du das erkannt hast. Viele (ich auch eine lange Zeit) verlieren sich in diesem passiven Rumhängen vorm PC, schotten sich von der Außenwelt ab, während sie sich gar nicht ausgeschlossen fühlen, da sie sich ja währenddessen in eine andere Welt begeben. Man ist anonym, irgendjemand in irgendwelchen Foren versteht einen immer, und man kann sich über alles Mögliche austauschen. Generell fällt einem das lockere Kennenlernen beim Schreiben einfach leichter...

Wie ihr wißt, habe ich eine Behinderung. Früher habe ich mir deswegen widerliche Dinge anhören müssen. Sätze wie: "Na sowas hätte man früher auch vergast" waren dabei; aber auch Sätze wie: "Ich bewundere Sie, sie sind so tapfer und voller Lebensfreude".

Um ehrlich zu sein dachte ich, dass solche Aussagen vor langer, langer Zeit gemacht wurden :-| Was müssen das nur für beschränkte, zurückgeliebene Leute gewesen sein...

Ich will weder das Eine noch das Andere. Ich möchte nicht vergast werden, aber auf einen "Sockel" gestellt werden will ich auch nicht. Da gehöre ich einfach nicht hin. Zum Glück hat sich das verändert, aber es gibt immer noch viel Unsicherheit und Ärgernisse. Das die Menschen "Spasti" und behindert als Synonym für eine Beleidigung verwenden, ärgert mich als Spastiker besonders. Das könnt ihr euch sicher vorstellen.

Ja, ich weiß, was du meinst. Man möchte nicht herausstechen, nicht auffallen, solange es primär nichts mit dem eigenen Verhalten, mit der eigenen Ausstrahlung, der eigenen Art zu tun hat.

Natürlich willst du wie jeder andere Mensch behandelt werden, deine Behinderung soll hauptsächlich nicht wahrgenommen werden. Du willst kein ''Behinderter'' sein, sondern ''Baldurhh''. Ich kann denke ich so ungefähr nachvollziehen, wie es sein muss. Mich nervt es zum Beispiel auch, von ''Borderlinern'' und nicht ''Menschen mit Borderline-Syndrom'' zu lesen, hören.

Man ist nicht der nur kranke Mensch, sondern ein Mensch, welcher genauso individuell ist wie seine Mitmenschen. Man will als normaler Mensch wie jeder andere wahrgenommen werden und nicht bevorzugt/ benachteiligt, verachtet/ betüdelt werden.

Hab gerade Deine letzten beiden Beiträge gelesen und bin schockiert:

Du sitzt in Deiner Isolationszelle und malst Dir aus, wie Du mit einem älteren Mann nackt im Bett liegst, der zu Hause zumindest eine Frau hat.

Du willst nicht die Verursacherin für ein gebrochenes Frauenherz sein und Deine Selbstachtung aufgeben. Ich zumindest sehe auf dem Display meines Telefons die Nummer des Anrufers.

Versteh mich nicht falsch, aber solltest Du dieser Versuchung nachgeben, hast Du weder etwas erreicht, noch etwas begriffen. Ich habe kein Problem damit, meine Beiträge dann auf null zu reduzieren.

Nein, ich werde meiner Versuchung nicht nachgeben, die heute auch schon wieder nachgelassen hat. Ich will mich weiterentwickeln und erwachsen werden. Das gestern war ein kleiner ''Rückschlag'', der aus dem Affekt heraus passiert ist. Es liegt wirklich an meiner Isolation. Ich muss dringen raus. Gestern habe ich geträumt, dass die Sonne scheint und ich durch einen Wald laufe, die Bäume berühre und den Duft des Waldes, der Natur einsauge und war glücklich. Heute war ich im Park spazieren nach meiner Therapiestunde und habe mich schon ausgeglichener gefühlt.

Wollen Sie selber etwas dazu schreiben?

Dann melden Sie sich an bzw. lassen Sie sich jetzt registrieren, das ist kostenlos und innerhalb weniger Minuten erledigt. Interessant sind sicher auch die übrigen Diskussionen des Forums Psychologie oder aber Sie besuchen eines der anderen Unterforen:

 ·  ·


Nicht angemeldet: Anmelden | Registrieren | Zugangsdaten vergessen? | Hilfe

Startseite | Impressum | Nutzungsbedingungen | Netiquette | Datenschutz | Mobile Ansicht   © med1 Online Service GmbH