» »

Nie wieder abhängig - Motivation, Energie aus dem inneren Selbst

N8ajo(na2a1


Auf die restlichen Antworten antworte ich morgen, meine Finger können schon nicht mehr schreiben.. :=o

BLaldu-rhh


OK, Glückwunsch erstmal, dass Du der Versuchung nicht nachgegeben hast.

Bleib realistisch, gib nicht Deinem Verlangen nach. Das mit Deinem älteren Nachbarn ist eine Fata Morgana, in der Wüste Deines eigenen Lebens. Du kannst ja gern träumen, aber träum von Dingen, die Dein Leben schöner machen, nicht komplizierter. Geh raus, lenk Dich ab; wenn es nicht geht, was hindert Dich?

Die Tatsache, dass Dich Menschen nicht interessieren jedenfalls glaube ich nicht. Du analysierst die Menschen um Dich herum doch die ganze Zeit. Jemand, der sich nicht interessiert, tut das nicht. Deine Lebensumstände sind momentan nicht schön und Du bist einsam, aber "da draußen" gibt es Menschen, die an mehr als Small-Talk interessiert sind. Ich will mal mit der Beantwortung einiger Deiner Fragen anfangen; ich schaffe bestimmt nicht alle, aber ich fange erstmal an.

Meinst du damit, dass die Frau diesen ''Kick'', der aus diesem ''Ausnahmezustand'' resultiert, insgeheim genießt?

Nein, ich meine es eher so:

Wenn Du eine Allergie hast, gehst Du zum Allergologen. Der findet heraus, wogegen Du allergisch reagierst und versucht Dich zu desensiblisieren. Er spritzt Dir wöchentlich eine höhere Dosis der Allergie auslösenden Substanz. Mit Glück hast Du irgendwann keine Symptome mehr.

Die Desensibillisierung einer geschlagenen Frau verläuft unter negativen Vorzeichen. Sie genießt die Schläge natürlich nicht. Das wären ja die blöden Argumente schlagender Männer: "Eigentlich will sie es ja; sie hat ja selber schuld; ich musste es ja tun etc." Sie entwickelt verdammt feine Antennen. Sie versucht ihr Verhalten ständig seinem Verhalten anzupassen. Sie ist devot in umfassendem Sinn. Devotes Verhalten beschränkt sich nicht auf Sexualität. Es ist viel umfassender. Sie unterwirft sich, aber egal, was sie tut: Die Kartoffeln sind immer zu weich, oder noch nicht gar. Egal, was sie tut und ob die Kartoffeln genau richtig sind; er schlägt zu. Sie stumpft ab und resigniert, spürt es nur noch, wenn sie es mal wieder retten muss, weil eine extreme Reaktion seinerseits sie dazu zwingt. Nur dann wenn Adrenalin ihren Körper durchströmt, ist sie am Leben.

Schon möglich, dass sie sich noch nach irgendwas sehnt. Aber das Leben besteht eben nicht aus einer Aneinanderreihung schöner Momente, sondern aus ein paar schönen Momenten in einer langen Reihe von Alltagsmomenten.

Die Austreibung der Sensibilität durch ihren Mann hat sie geprägt. Sie traut ihren eigenen Eindrücken nicht mehr, sondern nur noch dem, was der Neue ihr sagt. Er sagt ihr: Ich würde Dich niemals schlagen. Sie glaubt ihm; sie kann sich ja schließlich nicht selbst glauben. Der Kreislauf wiederholt sich, wenn sie Pech hat.......

Verschlechterte er sich wegen der Frau oder unabhängig von eurem Verhältnis?

Die Frau hatte damit nichts zu tun. Die Verschlechterung ist eine Folge der Überlastung von Muskeln, Gelenken, Sehnen usw. Ich habe lange gedacht, dass es sich um eine vorübergehende Verschlechterung handelt und lange geglaubt, dass es bestimmt "bald wieder gut wird". Aber das wurde es nicht und egal, wen es trifft und was es ist, man muss es akzeptieren. Das ist ein Prozess und der dauert. Zu Beginn unseres Kontaktes dachte ich noch, ich könnte sie vielleicht mal in der Schweiz besuchen. Am Ende nach einem Jahr, wusste ich: Das wird nicht möglich sein.

Ich wusste das sie devot ist, weil sie es selber geschrieben hat. Sie bezeichnete sich als Devotee. Das ist sozusagen grob vereinfacht eine Art Fetisch. Sie fühlte sich zu Behinderten hingezogen, wie Du Dich zu älteren Männern. Wobei ich da noch meine Zweifel hätte. Ich schätze, das Subjekt Deiner Fixierung ist austauschbar.

Ja, ich weiß, was du meinst. Man möchte nicht herausstechen, nicht auffallen, solange es primär nichts mit dem eigenen Verhalten, mit der eigenen Ausstrahlung, der eigenen Art zu tun hat.

Ja und Nein. Meine Behinderung gehört zu meinem Wesen. Dadurch falle ich auf. So oder so. Ich möchte nicht vorab verurteilt werden. Ich möchte nicht, dass jemand Angst hat, auf mich zuzugehen, weil er nicht weiß, wie er sich mir gegenüber verhalten soll. Ich möchte nicht, dass jemand glaubt, ich würde mehr leiden als andere, weil ich diese Behinderung habe und sich in Folge dessen nicht traut, auf mich zuzuugehen, weil er befürchtet, ich könnte nur jammern.

Ich finde viele Deiner Gedanken aus dem ersten Abschnitt absolut nachvollziehbar und richtig. Ich gehe morgen mal darauf ein.

Wie wahr... Leider wurde mir das erst vor kurzem erst bewusst...

Was ist passiert?

N&ajo+na6_21


@ Baldurhh

Hallo,

ich war die letzte Zeit irgendwie in meiner eigenen Welt, habe kaum nachgedacht und wollte einfach nur passiv sein.. Tut mir leid für die verspätete Antwort.

Geh raus, lenk Dich ab; wenn es nicht geht, was hindert Dich?

Ich würde es gerne viel öfter machen, aber es immer alleine machen zu müssen betrübt mich etwas... Außerdem habe ich zwar viele Pläne für die Zukunft und generell den Wunsch, wieder vielem nachgehen zu können, aber die Antriebslosigkeit – resultierend aus der Abwesenheit eines ''besonderen Menschens'', durch den ich an Lebenskraft gewinne – kommt mir meistens in den Weg. Es ist einfach zum Verzweifeln...

Die Tatsache, dass Dich Menschen nicht interessieren jedenfalls glaube ich nicht. Du analysierst die Menschen um Dich herum doch die ganze Zeit. Jemand, der sich nicht interessiert, tut das nicht.

Ich analysiere, weil mich die Motive für das Verhalten der anderen interessieren. Ich analysiere und interpretiere generell ziemlich gerne. Interesse ist zwar schon vorhanden, jedoch sehe ich den Menschen meist als Objekt, dem ich entweder keine oder negative Gefühle entgegenbringe. Meistens trifft der erstere Fall zu.

Sie stumpft ab und resigniert, spürt es nur noch, wenn sie es mal wieder retten muss, weil eine extreme Reaktion seinerseits sie dazu zwingt. Nur dann wenn Adrenalin ihren Körper durchströmt, ist sie am Leben.

Danke für die ausführliche Erläuterung, auf diese Gedanken kam ich bisher nie. Sehr aufschlussreich.

Aber das wurde es nicht und egal, wen es trifft und was es ist, man muss es akzeptieren. Das ist ein Prozess und der dauert.

Wie lange ist ist es denn her, seitdem das ganze passiert ist?

Zu Beginn unseres Kontaktes dachte ich noch, ich könnte sie vielleicht mal in der Schweiz besuchen. Am Ende nach einem Jahr, wusste ich: Das wird nicht möglich sein.

Das tut mir leid. Ich hoffe, du hast dann irgendwann nochmal die richtige Frau für dich getroffen.

Ja und Nein. Meine Behinderung gehört zu meinem Wesen. Dadurch falle ich auf. So oder so. Ich möchte nicht vorab verurteilt werden. Ich möchte nicht, dass jemand Angst hat, auf mich zuzugehen, weil er nicht weiß, wie er sich mir gegenüber verhalten soll. Ich möchte nicht, dass jemand glaubt, ich würde mehr leiden als andere, weil ich diese Behinderung habe und sich in Folge dessen nicht traut, auf mich zuzuugehen, weil er befürchtet, ich könnte nur jammern.

Kann ich sehr gut verstehen, aber zum Glück leben wir in einer Zeit, in der behinderte Menschen in der Regel nicht mehr zu Außenseitern gemacht werden...

NoajoGna_21


Was ist passiert?

Mir wurde einfach in letzter Zeit bewusst, wie viel mir das Leben zu bieten hat. Ich habe zwar mit meinen Umständen und dem Umfeld meistens sehr viel Pech gehabt, aber ich selber habe viel Potential, um aus dem Ganzen auszubrechen. Ich weiß, wozu ich in der Lage bin, was ich kann, wie ich sein möchte und dass ich es schaffen kann, alles zu erreichen, was ich mir für mich wünsche. Ich habe die Voraussetzungen dafür, und das weiß ich jetzt.

Gut, die Tatsache, dass ich Lebenskraft nur durch jemand anderen bekommen kann, steht mir derzeit im Wege, und die Tabletten werden nicht viel daran ändern können, aber ich glaube, dass ich das bald irgendwie hinbekommen kann. Das muss ich, denn ich will nicht erst mit 30 mein Abi nachholen und meinen Weg beschreiten...

N1ajonxa_21


In meiner vorgestrigen Therapiestunde haben wir noch einmal darüber geredet, dass ich mich halt nicht für die tollen Männer interessiere, die jeder Frau gut tun würden, sondern für die, die für mich emotional unerreichbar und ziemliche Arschlöcher sind.

Wieso die charakterlich schwachen Männer mich so anziehen und dadurch so stark und männlich für mich wirken und die charakterlich starken Männer mich abturnen.

Ich weiß ja, dass die Männer, auf die ich so fliege, charakterlich schwach und ziemliche Loser sind und die, die ich von mir stoße und teils verachte, starke Charaktere sind, die das absolut nicht verdient haben. Gefühlt ist es aber umgekehrt der Fall, und trotz der Tatsache, dass ich mir des Ganzen im Bilde bin, ändert sich nichts daran. Wir blieben dann an dieser Stelle stehen, und meine Therapeutin meinte, ich sollte das doch nochmal mit in die Woche nehmen; vielleicht erlange ich ja in den nächsten Tagen weitere Erkenntnisse, die dann in der Therapie besprochen, analysiert, interpretiert, etc. werden können.

Leider fällt mir nichts dazu ein. Es ist ja so, dass ich bei den schwachen Männern, die so männlich und stark auf mich wirken, emotional nicht durchdringen kann. Mir ist immer von anfang an bewusst, dass diese nur sexuelles Interesse hegen und absolut keine Beziehung zu mir möchten. Könnte es sein, dass ich mir deshalb so zu ihnen hingezogen fühle, weil ich weiß, dass es nie auf eine Beziehung hinauslaufen wird?

Dann frage ich mich aber, wieso ich keine richtige, gesunde, stabile, unkomplizierte Beziehung eingehen möchte...

Auch haben wir letztens besprochen, dass dieser Kinderanteil in mir jemanden braucht, der mir kontinuierlich das Gefühl gibt, dass er IMMER da ist; bei dem ich die Sicherheit bekomme, die ich brauche. Das stärkste Verlangen, das ein Kind hat, wenn es um die Eltern geht: immer jemanden im Hintergrund zu wissen; zu wissen, dass einem immer der Rücken gestärkt wird; zu wissen, dass dieser jemand ihn nie, niemals verlassen wird; zu wissen, dass man IMMER auf ihn zählen kann und er sich IMMER um mich kümmern und mich unterstützen wird.

Ich bin momentan ziemlich verwirrt und fühle mich hilflos. Ich weiß so viel, aber gefühlsmäßig wird sich ja durch das alleinige Wissen nichts ändern. Wie soll ich das denn schaffen? Das ist so extrem wichtig, um mich weiterzuentwickeln und meinen Weg beschreiten zu können...

Mit Sicherheit habe ich jetzt einiges vergessen, aufzuschreiben. Das werde ich dann in den Tagen bestimmt ergänzen...

Lxich4tAmkHoriPzonxt


Was hältst Du denn von dem, was ich weiter vorne schrieb:

So etwas hilft mir durchaus auch. Allerdings reicht mir dafür mittlerweile eine virtuelle Figur, die ich mir erschaffe. Ich denke: Was würde die von mir sehen wollen, damit sie mir auf die Schulter klopft? Diese Figur kann auch eine reale Person sein, in die ich mein Wunschbild hinein projiziere… Die ich mit meinen Erfolgen allerdings nie beglücken werde, weil ich mich ja nicht an sie heranmache. Aber die Vorstellung, dass sie mich hinterher gut fände, reicht schon.

Ich trage diese Figur dann als so eine Art Schutzengel mit mir herum…

Eine virtuelle Schutzfigur? Mir hilft das wirklich immens. Nicht immer, aber sehr oft.

Wollen Sie selber etwas dazu schreiben?

Dann melden Sie sich an bzw. lassen Sie sich jetzt registrieren, das ist kostenlos und innerhalb weniger Minuten erledigt. Interessant sind sicher auch die übrigen Diskussionen des Forums Psychologie oder aber Sie besuchen eines der anderen Unterforen:

 ·  ·


Nicht angemeldet: Anmelden | Registrieren | Zugangsdaten vergessen? | Hilfe

Startseite | Impressum | Nutzungsbedingungen | Netiquette | Datenschutz | Mobile Ansicht   © med1 Online Service GmbH