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Warum machen Drogen Sofort gute LAune, aber AD brauchen Wochen?!

ThestZrale


Wie bei ALLEN Medikamenten oder Drogen macht auch bei Ketamin die Dosis das Gift. In sehr geringen Dosen ist Ketamin quasi sofort Stimmungsaufhellend, der Grübelzwang wird durchbrochen und es wirkt für Tage!

Es gibt viel untersucheungen darüber

hier ein Kurzes Video von einer Patientin vor und kurz nach der Gabe auf Englisch [[https://www.youtube.com/watch?v=t3kQFUPgKe0]]

Und hier erklärt eine Psychaterin warum das Ketamin quasi sofrt wirkt auch auf Englisch [[https://www.youtube.com/watch?v=mGRUWFTKD8E]]

Übrigens habe ich noch nie Drogen genommen.

TIesttraHle


Das Ketamin hilft vor allem den Menschen, die völlig Thearapieresisten sind, bei denen ALLE AD NICHT gewirkt haben, bei denen auch Elektrokrampf und Schlafentzug nicht hilft! Sogar bei diesen Schwersten Depressionen hilft Ketamin.

s`chnecHkef198x5


Ich kenne Ketamin nur aus Drogen-Kreisen (selber nie konsumiert) und aus angelesenen Infos. Aber ich glaube nicht, dass es ein Wundermittel ist.

Mir würde so ein Medikament gravierend Angst machen, vor allem wenn man die Indikation KKK (für Kinder, Katzen, Katastrophen) kennt. Ketamin ist ein Halluzinogen, das heißt, man kann darauf auch wunderbare (traumatisierende) Horrortrips erleben oder Psychosen / Neurosen erst hervorrufen. Ganz abgesehen davon, dass es unter Ketamin häufig zu einer Art Locked-in-Syndrom kommt, das heißt, der Konsument verliert jegliche Kontrolle über die Motorik (gefährlich!) und hat das Gefühl, dass der Körper nicht mehr zu ihm gehört.

Sorry, zu viele scheiß-Ketamin-Geschichten von Usern gehört und an Wundermittel glaube ich im Bereich Psyche sowieso nicht - weil wir sowohl physiologisch als auch psychologisch total unterschiedlich gestrickt sind.

T@estraxle


@ schnecke,

na klar, wenn du das zeug Literweise in die reinkippst!! Aber hier geht es um minimale dosierung!

s'chnec9ke19x85


PS: Und ja, ich bin sehr dafür, dass an Alternativen geforscht wird und illegale Stoffe (zum Beispiel Cannabis, LSD usw.) genauer auf ihren möglichen Nutzen bei psychischen und sonstigen Erkrankungen erforscht werden. Trotzdem glaube ich, dass nichts die mitunter lange und schwierige Suche nach der richtigen Hilfe obsolet machen kann. Wenn man sich alleine mal anguckt, wie viele Therapieformen es gibt, wie viele verschiedene Angebote (von vollstationär, teilstationär bis zu ambulant), wie viele Medikamente bereits auf dem Markt sind und dass all diese Maßnahmen wiederum individuell kombiniert werden können oder müssen, dann sehe ich da einen nicht gerade kleinen Behandlungskatalog.

Noch was zu den Drogen: Was dir vorschwebt, ist ein ständiger High. Mich macht z.B. Cannabis immer extrem glücklich (wirklich extrem!), aber das ist nicht die Normalität. Will heißen: Das Ziel eines Arztes muss und soll es immer sein, den Patienten wieder an die Normalität heranzuführen. Und normale Menschen sind auch nicht 24/7 glücklich, sondern sie verfügen über Strategien, mit den Downs umzugehen, sie besser oder schlechter zu überwinden, aber Problemen auch schonungslos ehrlich ins Auge zu sehen. Glück ist kein Dauerzustand, Glück ist immer punktuell. Angst, Traurigkeit, Enttäuschung, Erschöpfung ist per se ja nichts Krankhaftes, 95% aller Menschen begegnen diesen Gefühlen tagtäglich und überwinden sie tagtäglich.

s<ch&neceke1\985


Bei niedrigen Dosierungen stellen sich Halluzinationen ein und die Wahrnehmung von Zeit und Raum ist verzerrt. Höhere Dosierungen können so genannte Nahtoderlebnisse zur Folge haben. Konsumierende werden in Zustände versetzt, die dem Sterben ähnlich sein sollen: Es entsteht das Gefühl, den eigenen Körper zu verlassen oder mit der Umwelt zusammenzufließen, was als Ich-Auflösung oder Ich-Entgrenzung bezeichnet wird. Konsumierende kommen an einen Punkt, an dem sie sich völlig losgelöst fühlen von der Realität. Für diesen Zustand wurde der Begriff "K-Hole" geprägt.

Akute psychische Risiken

Die starken Bewusstseinsveränderungen ähneln den Symptomen einer schizophrenen Psychose. Unter kontrollierten Bedingungen wurden sogar Experimente durchgeführt, um die durch Ketamin hervorgerufenen psychotischen Effekte zu untersuchen. Für manche Konsumierende liegt der Reiz der Droge vermutlich gerade in den halluzinogenen Effekten und dem Abtauchen in die "K-Hole". Diese extremen Zustände können allerdings auch Angst und Panikattacken auslösen.

Erinnerungslücken und Blackouts können ebenfalls auftreten, weshalb Ketamin ebenso wie GHB auch unter dem Stichwort "K.O-Tropfen" bekannt geworden sind.

Akute körperliche Risiken

In der medizinischen Anwendung gilt Ketamin als vergleichsweise sicher, da Überdosierungen in der Regel keine ernsthaften Probleme nach sich ziehen. Dennoch gibt es Berichte von Todesfällen, in denen Ketamin als alleinige Substanz bei Verstorbenen gefunden wurde. Die näheren Umstände dieser Fälle konnte jedoch nicht eindeutig geklärt werden.

Herzrasen, Übelkeit und zeitweilige Bewegungsunfähigkeit sind häufig berichtete Folgewirkungen. Die akuten körperlichen Risiken sind jedoch vor allem geprägt durch ein erhöhtes Unfallrisiko. Zum einen sind Konsumierende stark in ihrer Wahrnehmung und Bewegungsfähigkeit eingeschränkt, zum anderen mindert Ketamin das Schmerzempfinden. Beispielsweise hat sich in einem dokumentierten Fall eine Person Verbrennungen dritten Grades zugezogen, weil sie das Bewusstsein verlor und mit dem Gesicht auf einen elektrischen Grill zu Fall gekommen ist. In anderen Fällen kam es zu Todesfällen durch Ertrinken oder Unterkühlung.

Dass derartige Unfälle keine Seltenheit sind, zeigen auch Befragungen mit Konsumierenden. In einer Studie mit 90 Ketaminkonsumierenden gaben 13 Prozent an, als direkte Folge des Konsums in einen Unfall verwickelt worden zu sein. 83 Prozent von ihnen kannten eine Person, die sich unter dem Einfluss von Ketamin verletzt hat.

Langfristige Risiken

****

Da es bei dem Konsum von Ketamin schnell zu einer Toleranzentwicklung kommt, ist bei wiederholtem Konsum eine Dosiserhöhung notwendig, damit der gewünschte Effekt einsetzt. [...]

Je öfter diese Substanz konsumiert wird, desto bedenklicher sind die Folgen für Gedächtnis, Lernen und Wahrnehmung. In Folge von Langzeitkonsum hat man bei Usern Beeinträchtigungen der Gedächtnisleistung und neurologische Störungen beobachtet.

Der chronische Konsum von Ketamin verursacht teils irreparable Schäden am Harntrakt. Dazu gehören in erster Linie Erkrankungen der Blase und der Nieren. Warum der regelmäßige Ketaminkonsum den Harntrakt schädigt ist bisher unklar [...]

Während die Symptome in den meisten Fällen nach dem Absetzen des Konsums nachlassen, kann der Harntrakt auch irreversibel geschädigt werden. Selbst bei sehr jungen Patientinnen und Patienten musste in Einzelfällen die Blase operativ entfernt werden.

Berichten zufolge leiden einige chronische Konsumierende unter starken krampfartigen Bauchschmerzen. Dies führe dazu, dass die User mehr Ketamin nehmen, um sich Erleichterung von den Schmerzen zu verschaffen. Unklar ist noch, ob dies mit Leberschäden bei Ketaminkonsumierenden in Zusammenhang steht.

Da Ketamin das Herz-Kreislaufsystem belastet, sind Personen mit Herzproblemen und Bluthochdruck besonders gefährdet für Herzinfarkte und Schlaganfälle. Dies gilt besonders dann, wenn noch weitere stimulierende Drogen wie Kokain oder Amphetamine konsumiert werden.

Quelle: [[http://www.drugcom.de/drogenlexikon/buchstabe-k/ketamin/]]

EJhemalAiger NuutzerM (#528x611)


Mich wundert immer wieder, was manche Leute sich FREIWILLIG reinpfeifen!

:-o :-o :-o

die Blase operativ entfernt werden

Übrigens, Schnecke1985:

Danke für deine Erklärungen... Das kapier sogar ich :)^

E+hemalqiger rNutze&r D(#528x611)


Mich wundert immer wieder, was manche Leute sich FREIWILLIG reinpfeifen!

:-o :-o :-o

die Blase operativ entfernt werden

Übrigens, Schnecke1985:

Danke für deine Erklärungen... Das kapier sogar ich :)^

ColeoI EdwaarIds v. Davxonpoort


Warum schafft es die Pharmaindustrie nicht, die Wirkung der Drogen in eine Medikament unzuwandeln?

Ähm... hm. Finde sich nicht mehr oder weniger jede Droge nicht irgendwie auch in der medikamentösen Behandlung? Es ist ja nicht Sinn und Zweck dass sich der gesunde Normalbürger etwas rein pfeift, das ihn zu einem nicht einschätzbaren Menschen werden lässt. Physisch wie psychisch. Irgendjemand schrieb es ja, der Zweck der Medikamente ist es einen geistigen/körperlichen Normalzustand, zumindest eine Schmerzlinderung herzustellen.

Und die ein oder andere Droge waren/sind ja durchaus mal Medikamente gewesen. Opium/Heroin ist doch ein hübsches Beispiel.

Was stellst du dir denn vor? Hat ja sowohl in der medikamentösen Behandlung einen Sofort-Effekt als auch als Heroin im illegalen Sinne.

Und die die unter Depressionen leiden kommen doch nicht aus der Depression raus, wenn sie sofort high sind. Ziel ist Normalität und sein Leben wieder in den Griff zu bekommen. Und ich glaube schwere Akutfälle in der Klinik bekommen sicherlich etwas mehr als AD die erst nach Wochen wirken.

Pille und alles gut ist nun mal nicht in dem Sinne erwünscht wenn die Psyche das Problem ist. Andere Sache sind körperliche Probleme.

LPaRpucmola


Eigentlich muss man doch nach dem Verwendungszweck differenzieren, oder?

Die sofortige gute Laune durch Alk/Drogen ist zwar gut, aber ja auch kein "gesunder Normalzustand". Insofern gibt es zwei Bedarfsgruppen:

A: Dauerhaftes erlangen eines stabilen Normalzustandes

B: sofortiger Rausch/Betäubung/"gute Laune" als Notfallprogramm in der Krise

für B gibt es sofort wirksame Medikamente (benzos), die helfen, aber eben halt auch keinen stabilen Normalzustand herstellen.

NPuHrariNhyoxn


Drogen machen sofort gute Laune und erst später fühlst du dich beschissen. Vielleicht für immer.

Durch Medikamente fühlst du dich zuerst beschissen und erst später besser. Vielleicht für immer.

Simples Konzept, würde ich meinen. Ich weiß, was ich mir aussuche.

E+hLemaliMger NutKzer g(#574:413x)


Das hängt mit ihrem Wirkmechanismus zusammen. Auch nicht alle Drogen machen mal eben schnell glücklich.

ADs sollen auch nur therapiestützend und stimmungsaufhellend wirken und dir nicht einen schnellen Spaßkick verschaffen. Wobei es auch Antidepressiva mit hohem Missbrauchpotential gibt. Psychopharmaka sind im Endeffekt doch nichts anderes als Drogen.

Zum Ketamin:

Soweit ich weiß wurde an der Charite Berlin eine Pilotstudie damit geführt. Dort bekamen die Patienten 10mg Ketamin verabreicht. Der stimmungsaufhellende Effekt soll bei über 50% der Patienten sofort eingesetzt und ca. 1 Woche angehalten haben.

10mg Ketamin lösen nur eine subtile Wirkung aus (S-Ketamin wirkt auch viel weniger halluzinogen dafür aber sedierender) und machen keinen Zombie wie jemand der sich seit Stunden nicht näher definierbare Mengen an Keta durch die Nase zieht.

Viele Psychopharmaka haben schlimme Nebenwirkungen, manche machen sogar abhängig.

Auch bei Ketamin gilt: Die Dosis macht das Gift. In einem klinischem Umfeld sollten mögliche Langzeitschäden besser überwachbar sein, außerdem lässt sich die Dosis in der Therapie wirklich nicht mit dem Konsummuster eines Langzeitnutzers vergleichen. Eventuell ist Ketamin in dieser Anwendungsart auch relativ nebenwirkungsarm. DXM wird in hohen Dosen auch als Droge missbraucht und ist sehr gesundheitsschädlich, in therapeutischen Dosen findet man es in stinknormalem Hustensaft.

Zu der Studie muss man allerdings auch sagen, dass sie wirklich klein war.

Cfleo Edwa|rds vg. Djaxvonpoort


Oh, selbst "Heroin" selbst, ist sogar wieder als Medikament zugelassen, zumindest wenn man Wikipedia glauben darf. Hab jetzt nicht weiter nachgeschaut, musste aber lesen, dass es seit 09 wohl wieder legal zugelassen ist als Medikament.

Nun ja, wer auch immer damit behandelt wird ":/ Wer das als Schmerzlinderung braucht, wird wohl eher im künstlichen Koma liegen, bevor er damit behandelt wird. Sicher interessant welche 5, 10 (irgendeine willkürliche Zahl braucht man ja) Menschen damit jährlich behandelt werden.

Na siehst du jedenfalls Testrale, manchmal ein schmaler Grat zwischen Drogen und offizieller anerkannter Medikamentenbehandlung. Noch nicht mal auf Heroin kann man sich verlassen dass es heutzutage nur noch als illegale Drohe wandert. Wobei das nun weiß Gott nicht gegen AD verschrieben wird. Gnau wie Cannabis ja mehr oder weniger gute Laune machen soll, wird es eigentlich doch nur im Bereich der neurologischen Probleme verschrieben. Zumindest selten, aber es wird.

EHhemal;iger N_utzer %(Q#57a4413)


Nachtrag:

Es gibt anscheinend doch schon ein paar mehr Studien, mit teilweise auch höherer Dosierung.

[[http://link.springer.com/article/10.1007%2Fs00115-012-3636-0?LI=true]]

[[https://www.thieme-connect.com/products/ejournals/html/10.1055/s-0034-1398967]]

hier mal zwei Beispiele, an der Charite finde ich gerade nur andere, aber ähnliche Zahlen die ist jedoch auch schon etwas älter als die ich meine gelesen zu haben.

E^hemaligeLr Nutz&er (w#574413x)


Natürlich spielen bei der Entwicklung von Medikamenten auch immer Gesetze/Politik und wirtschaftliche Interessen eine große Rolle.

Zum Thema Gesetze/Politik ist Dronabinol ein trauriges Beispiel. Der Wirtschaftsfaktor schlägt sich besonders stark in HIV und Infektionsmedikamenten nieder.

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