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Hausarzt will mich nicht überweisen

Svo[iHsses hat die Diskussion gestartet


Hallo zusammen,

mein Problem ist nicht schnell erklärt, aber ich versuche eine Kurzfassung.

Mir ging es letztes Jahr richtig mies. Ich war ohne Grund am heulen und mir wurde alles zu viel. Ich bin zum Hausarzt und habe Antidepressiva bekommen. Irgendwann ging es wieder besser und jetzt seit fast vier Wochen ist es schlimmer als zuvor.

Ich leide unter dauerkopfschmerzen und es findet sich kein Grund. Blutwerte sind in Ordnung, MRT wurde gemacht und auch da alles in Ordnung. Gestern war ich beim Neurologen. Das war ein Reinfall. Ich war nach 15 min wieder draußen. Der Arzt hat mich ständig unterbrochen und war der Meinung das ich mir die Schmerzen nur einbilden würde uns sowieso alles meine Schuld wäre. Ich saß danach im Auto und konnte nur noch heulen....

Ich weiß nicht mehr was ich machen soll..... Ich habe schon versucht von meinem Hausarzt eine Überweisung in eine Klinik zu bekommen, aber ich bekomme keine von ihm.....

Kann ich in einem solchen Fall auch ohne Überweisung in eine Klinik? Achso krank geschrieben bin ich schon seit 4 Wochen mit der Diagnose Spannungskopfschmerz. Aber ich kann nicht mehr.....

Grüße soisses

Antworten
T.ragiscCherCllownfixsch


Wie deine Schuld? Was genau sagte er denn?

Ich glaube auch nicht, dass du deswegen in eine Klinik überwiesen wirst, oder mußt den passenden Arzt dafür finden, der das macht.

Ohne Überweisung kommt man meines Erachtens nur im Notfall in eine Klinik, wenn du einen Unfall hattest oder so.

Kannst ja mal ohne Überweisung bei einer Klinik vorstellig werden, was sie sagen. Dann weißt du es. :)*

bNdak


Mir ging es letztes Jahr richtig mies. Ich war ohne Grund am heulen und mir wurde alles zu viel. Ich bin zum Hausarzt und habe Antidepressiva bekommen. Irgendwann ging es wieder besser und jetzt seit fast vier Wochen ist es schlimmer als zuvor..dauerkopfschmerzen und es findet sich kein Grund..

Ich weiß nicht mehr was ich machen soll.. ich kann nicht mehr....

Das sind nur sichtbare Antworten auf körperlicher Ebene auf etwas, was dich beschäftigt und dir keine Ruhe gibt. Was genau das ist – kannst nur du rausfinden.

Es könnten irgendwelche Situationen sein, in deinem Leben - mit denen du häufig oder ab und zu konfrontiert bist. Die dich beschäftigen, es aber nicht an der Oberfläche sichtbar ist. Oder wo du keine Lösung findest. Könnte auch beim Kontakt mit anderen Menschen sein.

Du könntest dir alles aufschreiben, was das sein könnte. Und langsam wird sich da eine gewisse Ordnung und Struktur bilden.

bWdak


Oder andersrum gefragt,

mir wurde alles zu viel

Was das alles ist - das weißt du ja nur du selbst. Und weil es zu viel ist, deshalb kannst du es auch nicht mehr sehen. Und es auch nicht strukturieren.

Wie in einer großen Schublade unterm Bett, wo keiner weiß, was da alles liegt. Die Schublade ist schon richtig voll, weil man da ständig irgendwelche Sachen gepackt hat. Und dann vergessen, was es war.

Bei 2-3 Teilen, ist ja noch übersichtlich. Bei 30- 40, ist schon zu viel.

Deshalb kannst du erst mal aufschreiben, wie viele Komponenten in der Schublade liegen. Diese benennen und beschreiben. Dann siehst du diese viel besser und deutlicher.

KpleineQHeCxe2x1


Unikliniken haben Ambulanzen. Nicht für alle braucht man eine Überweisung. Ruf deshalb in der Ambulanz der nächsten Klinik an und frag ob du eine Überweisung brauchst. Notfalls würde ich den Hausarzt wechseln. Was hält dich bei dem wenn der die Sache nicht ernst nimmt?

Avpfe_lweisn82


Mir ging es letztes Jahr richtig mies. Ich war ohne Grund am heulen und mir wurde alles zu viel. Ich bin zum Hausarzt und habe Antidepressiva bekommen.

Der Hausarzt ist mit Sicherheit nicht die richtige Ansprechperson um sich Antidepressiva verschreiben zu lassen. Dafür braucht es einen Facharzt der eine Anamnese aufnimmt, eine Diagnose stellt, Behandlungsmethoden bespricht. Ein Medikament verschreiben und tschüss ist keine Behandlung. Auf eine Überweisung vom Hausarzt bist du nicht angewiesen. Schlag das Telefonbuch auf oder noch besser guck auf jameda oder sanego.de da hast du noch zusätzlich Bewertungen mit dabei das die Auswahl erleichert. Such dir mehrere Alternativen an Psychiatern, ruf an, vereinbare einen Termin und dann hast du auch Sicherheit fachmännisch betreut zu werden. Zusätzlich kannst du dir auch gleich über die Krankenkasse (persönlich hingehen oder per Mail anschreiben) eine Therapeutenliste zukommen lassen mit niedergelassenen Psychotherapeuten. Anrufen, Termin vereinbaren. Auch da solltest du dir mehrere Alternativen schaffen, nicht den Erstbesten nehmen sondern den wo du dich aufgehoben und wohl fühlst.

S*ois)sxes


Danke erstmal für eure Antworten!

Ja vielleicht sollte ich das mit dem aufschreiben mal in Angriff nehmen und meine Vergangenheit endlich mal vernünftig aufarbeiten. Was aber gar nicht so einfach ist.... Und um bei dem Beispiel mit der Schublade zu bleiben, ich habe vielleicht in letzter Zeit immer wieder mal was da rein gestopft.... Und jetzt geht sie nicht mehr richtig zu.....

Ich werde gleich auch mal meine Krankenkasse anmailen und mir eine Therapeuten Liste besorgen

Grüße soisses

H}eyTm


Erfahrungsgemäß wird eine Klinik schwierig sein, wenn du nicht akut selbt- oder eigengefährend bist. Aber es steht dir natürlich immer frei hinzugehen.

Ich würde auch eher versuchen, über niedergelassene Therapeuten/Psychiater zu gehen. Der Schritt mit der Liste ist schon mal super!

Leider sind die total überlaufen und es wird einige Zeit dauern, bis zu tatsächlich die Therapie anfangen kannst. Für die Zwischenzeit empfehle ich dir den Sozialpsychiatrischen Dienst. Den gibt es in jeder größeren Stadt und die bieten meistens auch Begleitung von Personen an, die auf einen Therapieplatz warten. Ist auf jeden Fall eine gute Sache! :)*

Snoi}sses


Ich werde sowieso lange warten müssen. Ich bin LKW Fahrerin und immer zwei Wochen am Stück unterwegs. Sprich ich habe im Monat eh nur zwei Tage an den ich Termine machen kann. Immer den Montag morgen um acht nachdem ich das Wochenende zu Hause gewesen bin.

Vielleicht hätte ich auch deswegen den Gedanken das ein Klinik Aufenthalt besser für mich wäre.

c/hi


Chronische Spannungskopfschmerzen lassen sich gut mit Amitriptylin behandeln. Ursachen können überall liegen, bei mir lags daran, dass ich ständig die Zähne zusammengepresst hab.

A+urMora


habe Antidepressiva bekommen. Irgendwann ging es wieder besser und jetzt seit fast vier Wochen ist es schlimmer als zuvor.

Vielleicht ist es eine Nebenwirkung des Antidepressiva?! Oft müssen solche Medikamente langwierig eingestellt werden und es ist auch nicht jedes Medikament das Richtige für einen. Deshalb bräuchtest du dafür einen Arzt der sich mit sowas auskennt. Neurologe oder Psychiater. Ich habe allerdings den persönlichen Eindruck, dass Antidepressiva garnicht richtig wirken. Es gibt jede Menge Nebenwirkungen die sofort eintreten, aber ein positiver Effekt lässt meist ewig auf sich warten und scheint auch oft eher ein Placeboeffekt zu sein.

Aspfelwe>in8x2


Erfahrungsgemäß wird eine Klinik schwierig sein, wenn du nicht akut selbt- oder eigengefährend bist. Aber es steht dir natürlich immer frei hinzugehen.

Wenn eine Eigen- oder Fremdgefährung vorliegt wird man nicht mehr gefragt ob man in der Klinik bleiben möchte oder nicht. Hier ist die Antwort, die Zwangseinweisung. Allerdings hat man auch die Möglichkeit (in jeder psychiatrischen Klinik) sich an die Ambulanz zu wenden, ein Gespräch mit dem diensthabenden Psychiater zu führen um in Krisensituationen zur Abschirmung auf einer offenen Akutstation aufgenommen zu werden.

Alpf el$weiin82


Deshalb bräuchtest du dafür einen Arzt der sich mit sowas auskennt. Neurologe oder Psychiater.

In solchen Fällen ist ausschließlich ein Psychiater zuständig. Ein Neurologe beschäftigt sich mit dem Aufbau, der Funktion und Erkrankungen des physischen Nervensystems. Ein Psychiater ist ein Facharzt für Psychiatrie (und Psychotherapie).

D*ieKHruexmi


Unikliniken haben Ambulanzen. Nicht für alle braucht man eine Überweisung. Ruf deshalb in der Ambulanz der nächsten Klinik an und frag ob du eine Überweisung brauchst.

abgesehen von der Notaufnahme braucht man auch für Uniklinik-Ambulanzen eine Überweisung, oft sogar vom Facharzt und nicht vom Hausarzt. Sonst können die Behandlungen nicht abgerechnet werden und umsonst arbeitet niemand gerne.

Bei permanenten Kopfschmerzen wäre eine Schmerzambulanz richtig. Dort wird auch Ursachenforschung betrieben neben Schmerzlinderung und ggf zum entsprechenden Facharzt weiterverwiesen.

Chronische Spannungskopfschmerzen lassen sich gut mit Amitriptylin behandeln

das Medikament unterdrückt nur das Schmerzgedächnis, hilft jedoch nicht gegen die Ursache.

c+hxi


Jopp, aber wenn man wochenlang Spannungskopfschmerzen hatte und keine Ursache gefunden wird, isses ne gute Behandlungsmehhode, zumal die Dosis minimal ist.

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