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der perfekte moment

F9e.


Comran, zu welcher Jahreszeit warst du dort und wo war das?

Bei mir wars paar Tage vor Weihnachten, ich fuhr mit meinem Mietwagen grad aus Tromsø raus (die Strecke von der Eismeerkathedrale nach Osten), um den vielen Lichtern der Stadt zu entfliehen, als ich realisierte, dass am Himmel viel Nordlicht war und ich umgehend anhalten sollte. Und dann war alles voll am Himmel... überall leuchtend helles grünes Nordlicht.

Später stand ich noch stundenlang in meinem Arktis-Outfit im Schnee (etwas weiter östlich allerdings, weiter weg von Tromsøs Lichtern) und hab mir das Spektakel angesehen und fotografiert.

War nicht mein erstes Nordlicht, aber was ich früher gesehen hatte (an gleicher Stelle), war eher enttäuschend.

Die Hurtigrouten habe ich in Tromsø zwar auch schon gesehen, aber ich bin nie damit gefahren.

FPex.


Einen anderen "perfekten Moment" habe ich nachts geträumt.

Was muss man träumen, für so eine Wirkung? :-)

C0omrIaxn


Comran, zu welcher Jahreszeit warst du dort und wo war das?

Wir fuhren die Südrute von Kirkenes nach Bergen. März 2014. Feb/März ist eine fantastische Zeit für Nordlichter. Wir waren irgendwo hinter Oksfjord und hatten das erste Polarlicht noch vor dem Abendessen und nach dem Abendessen nochmal 2 Stück. Durch die Küstennähe und die Stärke des Polarlichtes schimmerten sogar die Orte. Ich hatte ein super Objektiv drauf und konnte einige Fotos schießen, die wir auf unserer Urlaubs-DVD dann mit Jean-Michel-Jarre's "Oxygen" musikalisch hinterlegt haben. Da kriegen wir heute noch Gänsehaut, wenn wir uns das anschauen.

Einen anderen "perfekten Moment" habe ich nachts geträumt.

Was muss man träumen, für so eine Wirkung? :-)

Solche perfekten Momente träume ich auch gelegentlich, aber das ist dann nicht jugendfrei ]:D

Dg.orbius TL.


Ein kühler früher Morgen im April . Ich fuhr zum Rhein mit dem Fahrrad . Kurz hinter der Emschermündung kann man nah ans Ufer und dort stehen große Weidenbäume . Dort also hin und an dieser Stelle traute ich kaum meinen Augen , so unwirklich schien die Sonne zwischen den Bäumen und von hoch oben hingen Girlanden runter .

Erst habe ich nicht gegriffen was es war , unglaublich ,die Sonne glitzerte auf dem Wasser und von den hohen Bäumen hingen Girlanden von Klopapier runter . Es war gleichzeitig schön anzusehen und gleichzeitig gruselig ;-D .

Ich Blöde hatte meine Kamera nicht dabei , hätte auch keinen Zweck gehabt nochmal nach Hause zu fahren und die Kamera holen . Ich begriff das dieser Moment einzigartig war .

Wenn ich an die Girlanden denke , lache ich immer darüber ;-D .

diie Tportxe


einige erlebnisse klingen wirklich sehr schön x:)

CfindVeremllax68


Es ist einige Jahre her, ich saß neben dem Mann meiner Träume (er war wirklich mein Alter Ego) auf dem Beifahrersitz. Wir rasten durch die Nacht, und ich war erfüllt von einer seltsamen glücklichen Gelassenheit. Wenn ich jetzt sterben würde, so dachte ich mir, so würde es mir nichts ausmachen. Ich war "angekommen".

CSind)eresllax68


Andere perfekte Momente hatten immer mit beeindruckenden Ereignissen in der Natur zu tun.

Ich kann zum Beispiel in meinem Lieblings-Feriendomizil stundenlang am Fenster stehen, wenn ein Gewitter sich entlädt und sich der Atlantik unter mir in beeindruckender Gewalt aufbäumt und tobt ... ein Naturschauspiel sondergleichen. Ich weiß nicht - ich brauch nichts anderes. Ich sauge das in mir auf und bin für den Rest des Tages irgendwie erfüllt.

cRhHi


Ich hatte einen, vor gut 5 Jahren. Mein Mann und ich waren damals frisch zusammen. Wir haben die gesamte Nacht auf dem riesigen Kuschelsofa verbracht, Filme per Beamer geguckt, Spaß ohne Ende gehabt und saßen dann am frühen Morgen auf meiner Terrasse, erschöpft, beide mit einem Effect in der einen und einer Kippe in der anderen Hand und haben uns den Sonnenaufgang angeschaut. Absolut perfekt.

W@apterxli2


Ich hatte schon total viele perfekte Momente. Zum Beispiel ist es immer perfekt, nachts vom Weinberg auf Würzburg runterzugucken. Oder dieser Moment, wo ich bei einem Konzert war und die Musik mich so berührt hat, dass ich fast angefangen hab, zu heulen. Oder das erste Mal mit meinem Exfreund mit gleichzeitigem Orgasmus. Oder der Moment neulich, wo man Schwarm nach meiner Handynummer gefragt und etwas, was mich seit Monaten beschäftigt, genau in die richtige Richtung gelaufen ist. Oder wenn man Sport macht und diesen Punkt erreicht, wo man sich einfach nur gut fühlt und ewig weitermachen könnte.

d ie ToYrte


wars das schon? ":/

D).or#is Lx.


Dieses Jahr kommen für mich bestimmt noch einige perfekte Momente . *:) Kirschen pflücken oben auf der Halde im schönsten Sonnenschein. Steinplize suchen und vor allem finden mit dem Geruch nach Regen und Feuchtigkeit , während andere Menschen blind vor jeder Schönheit schreiend und auf Fahrrädern durch den Wald sausen . Yeah !

LMog FLaxdy


Einen perfekten Moment, bei dem ich mir auch gewünscht hätte, meine Kamera dabei zu haben, hatte ich vor ein paar Jahren im Frühling.

Ich fuhr an einer T-Kreuzung mit dem Auto auf einen unwahrscheinlich schönen rosa blühenden Baum zu, der so riesig war, dass er fast über die gesamte Breite der Straße ging. Der Baum allein war schon toll, aber dann lief ein Mann ins Bild, der komplett in Rot-und Orangetönen gekleidet war. Das passte so wunderbar zusammen und hätte ein phantastisches Motiv für ein Foto oder eine Postkarte abgegeben. Im Geiste sehe ich das Bild heute immer noch. x:)

Meinen letzten perfekten Moment hatte ich letzte Woche beim Mumford & Sons-Konzert. Als "Little Lion Man" losging, hat der ganze Saal getobt und mitgesungen. Und ich stand da, gröhlend, mit Entenpelle und Tränchen im Knopfloch. Hach.

SK.U wallxisii


Potentielle Zutaten sind für mich für solche Moment vielleicht Zufriedenheit, Ausgeglichenheit, Melancholie oder Euphorie, Umgebung (oder das aufgehen in ihr), akutes Wohlfühlen, gewisse Ausgelebtheit (also sich einigermaßen befriedigend auszuleben) und noch mehr vielleicht. Ausgeglichenheit und Euphorie mögen sich wiedersprechen aber ein perfekter Moment erzeugt irgendwie auch eine eigene Art der Euphorie.

Sind auch nicht alle perfekten Momente von derselben Art, und nochmal andere sind definitiv sozusagen Pseudo (manchmal aber auch gar nicht so definitiv sondern schwer zu unterscheiden) - so ist z.B. Melancholie oder Euphorie nie alleine ausreichend und ein gewisses Mindestmaß an genereller Zufriedenheit ist sehr wahrscheinlich immer Vorraussetzung.

Ich frag mich allerdings schon länger wie wichtig auch die (Regelmäßigkeit der) pseudoperfekten Momente, z.B. aus reiner Euphorie geboren, dafür sind das Mindestmaß an Zufriedenheit zu erreichen. (Andererseits geht's auch bei denen um ein gutes Maß, nicht nur Mindest- sondern v.a. auch Maximalmaß)

Auch interessant ist die Frage wie sehr sich solche Momente mit Flucht beißen, ich glaub die Pseudos praktisch gar nicht, aber die Perfekten möglicherweise schon, oder vielleicht geht es auch hier um ein Maß, ein Maximalmaß an Flucht, oder es ist die Bewusstheit um die Flüchte und die Intuition um deren Vertretbarkönnkeit entscheidend, keine Ahnung.

Sicher weiß ich bisher jedenfalls dass mir ein zu seltenes Aufkommen von perfekten und pseudoperfekten Momenten massiv an Lebensfreude und letztlich vielleicht sogar -willen nimmt und dass letztere alleine aber auch keinen Ersatz für die perfekten darstellen können.

In einem vergangen mehrmonatigem Zeitraum hab ich versucht Euphorien die Spitzen zu kappen um meine Ausgeglichenheit noch weiter zu erhöhen, das funktioniert :-D aber ich glaube es geht (für mich) leicht auf Kosten der generellen Zufriedenheit, ich hatte das Gefühl oder die Angst dass das zu Unglücklichkeit und/oder Beliebigkeit (alles ist relativ, alles "ist" einfach) führt. Interessantes Experiement gewesen aber es widerspricht (zumindest auf diese Weise, durch Spitzen kappen, Ausgeglichenheit erzeugen) glaube ich der gewissen Auslebung (das klingt zwar besser als Ausgelebtheit^^ aber der nähere Zeitraum der Vergangenheit und wie auslebend man da war ist da ja vermutlich auch entscheidend).

Mehr von der theoretischen Seite zu dem Thema würde mich brennend interessieren falls sich da auch mal jemand Gedanken gemacht hat oder machen will...

Zur praktischen Seite:

Eigentlich zu später Start (Nachmittag) zu einer Wanderung bei Pommelsbrunn, ging da sofort nach dem Zugausstieg heftig den Berg rauf und nahm gar kein Ende, ächtzschnaufschwitzundgrins und dann, während des Sonnenuntergangs, komm ich zur Burgruine. Hammer Ausblick, hammer Farben am Himmel direkt über dem Tal der Pegnitz Richtung Westen, ein [[https://de.wikipedia.org/wiki/Datei:Burgruine_Lichtenstein,Neueres_Geb%C3%A4ude.JPG "Häuschen"]] (das Bild ist nach Osten), kleines Mäuerchen und eine Bank, daraufgesetzt und Schlafsack um die Schultern gewickelt. Erst in Ruhe genossen und dann mit Musik das Verblassen des Himmels und das Auftauchen der Sterne beobachtet, 2 oder 3 Stunden. Dann in dem Häuschen genächtigt und in einer überraschend weißgeschneiten Landschaft aufgewacht. :-o ;-D Kein Moment, ein ganzer Abend/Nacht x:) Ein Perfekter "Moment"? Ich glaube nicht, pseudoperfekt und wundervoll - ich glaube da hat noch ein Quentchen mehr Ausgeglichen gefehlt (und bei der Weiterwanderung ist meine Hammerlaune leider leider Genervtheit gewichen weil ich wirklich ständig auf die Fresse geflogen bin (anfangs fand ich's noch witzig) ;-D das Quentchen Ausgeglichenheit hätte vllt auch diese Genervtheit verhindert).

Perfekte Momente gibt's natürlich schon auch (oft würde die erzählt einigermaßen banal klingen^^), nicht ständig aber trotzdem einige, paar Mal im Jahr ist gut, einmal im Jahr wär wohl zu wenig und noch weniger bedenklich.

Einen perfekten Moment, bei dem ich mir auch gewünscht hätte, meine Kamera dabei zu haben

Mit einer Kamera kann man an der Perfektheit und ihrem Erleben aber leider auch volle Kanne vorbeisausen^^ ich hab seit einiger Zeit wieder mal eine und muss schon aufpassen neben dem knipsen nicht das reelle Erleben des Augenblicks zu vernachlässigen.

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Einen perfekten Moment hatte ich auch, als ich das erste mal auf einem Motorrad saß. x:) Fast wolkenloser Himmel, vom Sonnenuntergang orange gefärbt, links neben mir unzählige, strahlend gelbe Rapsfelder, rechts ein im Sonnenlicht glitzernder Fluss, ich beflügelt vom Rausch der Geschwindigkeit und vom Gefühl der Freiheit...

Und nachdem ich gerade voll bei der Urlaubsplanung bin: Da wird es auch eine ganze Menge Neue geben, nehme ich an...

LIog zLCadxy


Mit einer Kamera kann man an der Perfektheit und ihrem Erleben aber leider auch volle Kanne vorbeisausen^^ ich hab seit einiger Zeit wieder mal eine und muss schon aufpassen neben dem knipsen nicht das reelle Erleben des Augenblicks zu vernachlässigen.

Dazu gibt es ja unterschiedliche Sichtweisen. Ich kann teilweise genießen und fotografieren. Je nach Situation geht das ja auch abwechselnd. Ich muss auch mit der Kamera nicht mal den perfekten Moment festhalten. Es genügt teilweise, wenn ich am gleichen Abend irgendwann mal ein Foto gemacht habe - dann fällt er mir wieder ein, wenn ich später das Foto ansehe.

Z.B. habe ich in Island mal das Vergnügen gehabt, das Nordlicht zu sehen. Meine Fotos davon sind erschütternd schlecht. Das macht aber nichts. Trotzdem erinnern sie mich an diesen wundervollen Abend voller berührender und perfekter Momente.

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