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Zu sehr auf Optik fixiert! :-(

E=hemal\ig1er Nut0zer (#5V686]97)


Ja - das ist schwierig.

Was die durch ihre Existenz tun ist Dir bewusst zu machen, dass Du verschiedene Bedürfnisse hast und Dich momentan hauptsächlich nach dem der Attraktivität richtest. Weil die das in Dir auslösen sind die dafür auch zuständig.

So einfach ist das aber nicht. Du bist für das was in Dir ausgelöst wird zuständig. Es ist Dein Job Dir zu sagen: Ah - der ist attraktiv - den will ich und dafür nehm ich folgendes in Kauf: A / B / C / D... auch wenn ich das eigentlich sch.. finde.

Momentan merkst Du das Du das sch... findest. Dann nennt man einen "Bewusstwerdungsprozess". Du realisierst: Mist ich will zwar deren Attraktivität, aber ich will auch noch was anderes und bislang klappt das nie?!? Ausserdem will ich eigentlich nicht, dass ich dafür A /B / C / D in Kauf nehmen muss.

Dein Kopf sagt Dir jetzt: ey logisch man: wenn Du nicht die oberen 10 000 nimmst ( attraktivitätsmässig) musst Du auch nicht A / B / C / D in Kauf nehmen. Ob das stimmt weisst Du dabei noch gar nicht?! Dein Kopf sagt Dir eben: es ist wahrscheinlicher.

Und jetzt geht eben der innerliche Streit los - was ist wichtiger: attraktivität oder andere Komponenten? und wenn ja welche? und was von A/B/C/D lehne ich innerlich so stark ab, dass ich das nie wieder tun will, weil ich mich selber innerlich nur noch ankotze wenn ich das mache? Ist das ankotzgefühl so stark, dass das Attraktivitätsgefühl dagegen total klein aussieht?

Glaub mir - da mussten wir alle mehr oder weniger durch. Das ist tough gehört aber zum erwachsen werden einfach dazu. Du bist am Ende der Herr in Deinem (Gefühls)haus. Du kannst entweder die Augen/ Ohren / Nase und den Mund zu machen und dich in den Keller dieses Hauses setzen - dann machen die Gefühle halt was sie wollen?! Oder Du stehst auf, räumst mal auf und gibst ihnen eine Idee Deiner Wertvorstellungen. Die Gefühle bekommen ein Mitsprachrecht bei der ausgestaltung - alle!Dafür hast DU zu sorgen! Aber DU hast das sagen und das letzte Wort und darauf zu achten, dass keiner zu kurz kommt.

Kurz: Eigenverantwortung :)

Keine Sorge - das kann man üben! Das Leben gibt einem ne Menge Lektionen dafür. Wir sind eben auf einem hardcore Schulungsplaneten hier ;-). Ist ein bischen wie die Sorte Computerspiel, wo Dir keiner richtig sagt was die Mission ist und Du erst mit der Zeit durch Trail and Error rausfindest worum es sich drehen könnte, auf Level 15 aber merkst, dass doch alles ganz anders is :). In diesem Sinn: geh mit Spass an die Erforschung! Du bist ganz schön spannend!

mieneFas


@ NotMichealCain

Ja, so fühle ich mich. Wirklich ein Kampf, was meinst du mit ich sei spannend?

EcvolRuzzxer


Ja, so fühle ich mich. Wirklich ein Kampf...

So lange kein Krampf daraus wird, passt das schon. :p>

E#hemjalig,er N4utzer] (<#568697x)


2015 gabs dazu die kindgerechte vereinfachte Pixar Basis Variante in Form von [[https://www.youtube.com/watch?v=xhHkk1q04GA Alles steht Kopf]].

Das sieht erst mal albern aus, aber das Grundprinzip wird da schon dargestellt. Wir Menschen basieren halt nun mal nicht nur auf einer Gefühlsschiene (z.B. nur dem Sexdrive, der eben häufig von der Optik angesprochen wird ) sondern haben eine Reihe von Bedürfnisse und eine breite Gefühlspalette, die alle einen Sinn haben und die wir irgendwie sortiert bekommen müssen, damit es jedem von uns individuell gut geht. Um das ganze noch schick kompliziert zu machen gibts uns nicht von der Stange sondern wir haben alle eine Combi, die ein leicht abgewandeltes Usermanual bräuchte. Das gibt uns nur keiner, sondern wir müssen das selber schreiben während wir Erfahrungen machen.

Bei Dir scheint momentan eben bezüglich Partner der reine Sexdrive die Hosen anzuhaben. Er will: Du springst und alles andere wird ihm unbesehen untergeordnet, ganz egal ob Du das eigentlich gut findest oder nicht. Ist der dann befriedigt kommen zunächst die anderen Bedürfnisse (z.B. nach eine längeren Beziehung, die anscheinend bislang mit keinem der sexuell für Dich attraktiven möglich war) wieder zum Zug: Einmal z.B. eben auch Deine Werte "ich will mich nicht scheisse behandeln lassen, auch wenn er gut aussieht" oder was auch immer.

Deshalb der Vergleich:Du selber sitzt im Keller und triffst keine aktiven Entscheidungen, die alle Deine Gefühle berücksichtigen sondern überlässt diese Position Deinem Sexdrive. Anschliessend beklagst Du Dich darüber, das der die anderen nicht mit einbezieht, weil die sich bei Dir beklagen, dass Du nicht führst.

Das Mindeste was Du als Chef mal tun solltest wäre aufzutauchen und Dich der Truppe zu stellen. Als Chef kannst Du Dir dann auch erst mal anschauen wie die Truppe zusammenarbeitet, dazu musst Du noch nichts ändern ( hast Du schon gemacht sonst wäre Dir nicht bewusst geworden, dass Du hier grad Dinge mit Dir machen lässt nur weil einer "schöner" ist die Du eigentlich scheisse findest). Als nächster Schritt musst Du den Mitarbeiter Sexdrive mal ordentlich ins Kreuzverhör nehmen. darauf reagiert er mit "schmollen": Wenn ich das schicke A Model nicht haben kann vermies ich Dir die Laune mit allem was ich zur verfügung habe.

Dein Job als Chef ist Dir das entweder gefallen zu lassen oder Dir den Mitarbeiter mal ordentlich zur Brust zu nehmen: er darf mal für 2 Wochen nicht in die Führungsposition. Statt dessen gibst Du die an eins der andere Bedürfnisse die sich beschwert haben, dass sie niiiiiieee zum Zug kommen.

Und so weiter. Du verstehst schon ;-).

Wer Du bist bestimmst Du. Wenn Du's nicht tust tuts Dein stärkstes Gefühl. Versteh mich nicht falsch: Zeitweise kann das ja ganz lustig sein, aber das führt immer dann zum Frust wenn der Captain die Mannschaft nicht im Blick hat sondern seine Crew einem Egomanen unterstellt, dem die anderen völlig egal sind. Dann würds auch ohne den Captain gehen. Er erfüllt seinen Job nicht. Deine innere Freiheit ist davon abhängig, dass der Captain stark ist und Entscheidungen trifft. Wenn er das nicht tut tanzen ihm nicht nur die Gefühle sondern bald auch die Mitmenschen draussen auf der Nase herum.

Das alles näher rauszufinden kann Dich entweder endlos nerven oder Du siehst es als Adventure. Das ist es nämlich eigentlich. Gäbs das als Computerspiel würdest Du vermutlich mit Spass knobeln was das Zeug hält ;-). Leben 2.0!

Das mein ich mit:

Du bist ganz schön spannend! Bring Deine Firma mal auf Vordermann, Mensch! Kündigen kannst Du nicht - ne andere bekommst Du in diesem Leben nicht.

m5en7eas


Meine Gefühle kann ich entweder nachgehen, oder sie versuchen zu ignorieren, "abschalten" oder ändern, kann ich meine Gefühle nicht!.

Also, entweder gehe ich weiter mit den Kerlen ins Bett und hoffe auf mehr, werde aber wahrscheinlich immer wieder enttäuscht, oder ich gehe eben nicht mehr mit den typen ins Bett, dann bleibt aber das Gefühl, etwas verpasst zu haben, also wenigsten für ein paar Stunden mit dem Typen zusammen gewesen zu sein.

Keines meiner Gefühle kann cih beeinflussen, jedenfalls weis ich nicht wie das anzustelleln ist. egal, was ich also machen, es bleibt immer ein negativer Beigeschmack....

E/vHolutzxzer


Es ist durchaus erfreulich, dass du ein Mensch mit so viel "Gefühlen" bist, aber was macht eigentlich dein Verstand während der ganzen Zeit? Wie alt bist du eigentlich? Etwas pubertär klingt es ja schon noch bei dir... :|N

E_heTmal[iger NutIzer" (#5x68697)


Es geht nicht ums abstellen. Es geht ums Bewerten und darum, dass Du allein es in der Hand hast wie Du mit ihnen umgehst. Wenn wir keine Risiken eingehen erleben wir nichts. Wenn wir Risiken eingehen birgt das die Gefahr der Enttäuschung. Geht uns allen so.

Wenn Du merkst das Dir Enttäuschungen deutlich mehr zu schaffen machen als das Bett davor Dir Spass gemacht hat kippt es eben irgendwann. Das passiert vielen früher oder später und dann fangen Menschen an ihre Bewertungen zu ändern und überlegen wie sie ihr Verhalten ändern können. Sie machen was anders beim kennenlernen oder lassen sich "Prüfungen" einfallen.

Das ist wirklich ein ganz normaler Prozess den wir alle durchlaufen. Und jeder von uns entscheidet wie er das macht.

d|ie^ Torxte


ach lass mal, jeder hat so seine macken. man ist wie man ist. sein charakter zu ändern ist meiner meinung nach kaum möglich. ich find mein charakter auch scheisse aber ihn wirklich zu verändern bekomm ich nicht hin. find dich damit ab @:)

Ephdemal{iger N[utze1r (#52G8611)


Also, entweder gehe ich weiter mit den Kerlen ins Bett und hoffe auf mehr, werde aber wahrscheinlich immer wieder enttäuscht, oder ich gehe eben nicht mehr mit den typen ins Bett, dann bleibt aber das Gefühl, etwas verpasst zu haben, also wenigsten für ein paar Stunden mit dem Typen zusammen gewesen zu sein.

Und dazwischen gibt es nix für dich?

Also was festes anleiern?

Shor[oma]n


Aber wie kann ich mich den zwingen, die Männer interessant zu finden, die ich nicht attraktiv finde?

Du kannst dich nicht selbst zwingen und auch nicht selbst verarschen. Aber aus Erfahrung lernen und dein Verhalten anpassen. Du kannst dein eigenes Verhalten doch selbst reflektieren, darin liegt ein großer Wert.

Und wie nennt sich diese Störung, die ich offensichtlich habe...?

Hast du denn überhaupt eine Störung?

Ich halte ein gewisse Selektivität in der Attraktivität des Partners für normal. Und auch gesund. Ein optisch attraktiver Partner suggeriert z.B. mehr sexuelle Fitness und Gesundheit. Und er erhält oft mehr Sympathien.

Aber sicherlich gibt's auch übersteigerte Formen.

Wenn du unbedingt pathologische Ausprägungen wissen willst: dann schau mal unter Selbstwertregulationsstörung.

Du würdest dann indirekt deinen Selbstwert zu stark von der Attraktivität des Partner abhängig machen. Und da du selbst so wenig Selbstwert für dich empfändest, müsste eben der Partner der Superattraktive sein, um auf dich zurückzustrahlen. Dass das in der Regel nicht aufgeht, versteht sich von selbst, du würdest vermutlich viel Ablehnung erfahren, immer wieder. An sich wäre es eine Art Depression.

Eine andere Art: Zwangsstörungen. Wenn du z.B. jeden superattrakiven Kerl anbaggern müsstest, obwohl du es eigentlich nicht willst. Wenn du krankhaft den Superattraktiven hinterrennst oder sie stalkst. Obwohl du weißt, dass die nicht wollen und das auch deutlich machen.

Noch eine andere Form: Narzissmus. Ich bin schön, wichtig, toll und wertvoll. Und mein Partner, der als mein Schmuckstück dienen soll, muss dieses unterstreichen. Der Mensch dahinter ist egal, Hauptsache er unterstreicht meine Schönheit. Wird er unattraktiv, werf ich ihn weg und suche das nächste Schmuckstück für den Dienst in meiner Umlaufbahn.

Damit das aber med. Probleme werden, muss da ein gehöriger Leidensdruck dazu kommen. Sonst wäre es halt einfach eine Ausprägung im normalen Kontinuum menschlichen Verhaltens. Dann würde man dein Verhalten einfach als "anspruchsvoll" beschreiben.

Ich glaube, dass man in Zahlen so eine Sache besser analysieren kann:

Das Maß deiner Selektivität:

* Wieviele optisch attraktive Männer siehst du denn, wenn du an einem normalen Tag durch die Stadt gehst? Oder durch die Fotos in einer Forum für die Partnersuche von Schwulen blätterst? Wie ist da so der Anteil? Bleiben also genügend Möglichkeiten für dich oder bist du so superselektiv, dass die Auswahl praktisch gegen Null geht? Suchst du speziell nach Gelegenheiten, wo Schönheit die Hauptrolle spielt? Z.B. Modell-Wettbewerbe? Oder Beauty-Salons? Obwohl dich das innerlich stört?

Dein Maß an Zugeständnissen:

* Wenn einer superattraktiv ist, wie weit gehen deine Zugeständnisse? Bis zur Beziehungsabhängigkeit und Hörigkeit? Würdest du z.B. dein ganzes Vermögen opfern, um den superattraktiven zu halten, selbst wenn du dann pleite bist? Würdest du dich schlecht behandeln oder misshandeln lassen, nur aus dem irrigen Glauben, so den Partner zu halten?

Deine Wertvorstellungen:

* Was ist deine innere Haltung gegenüber den nicht so superattraktiven? Wertest du sie ab, siehst sie als nutzlos und minderwertig, die am besten nicht mal in deine Nähe kommen sollten, verachtest sie innerlich? Oder könntest du auch freundlich, sozial und kollegial mit ihnen umgehen, z.B. im Beruf oder im Leben?

EOvolu3zqzer


@ Soroman

Das nenne ich dann mal einen guten Beitrag. :)=

EAhe'malniger Nutzeer (f#568x697)


Vielleicht noch eine Beobachtung, die Du Dir bewusst machen könntest:

Der nicht so gut aussehende Typ, der bei Dir auf der Freundschaft+ Schiene landet, nimmt die selbe Rolle ein wie Du bei den gut aussehenden Typen, die keine Beziehung mit Dir wollen.

Buddhisten nennen sowas Karma.

Das Leben steckt Dich bestimmten Personen gegenüber in genau die gleiche Rolle, die Du anderen Personen gegenüber aktiv ausübst, damit Du was für Dich draus lernst. WAS Du daraus lernst ist dem Leben egal, weil das Leben kein Ego hat. Es ist keine Person.

Abstrakter Backround

Gefühle kommen und gehen. Wenn wir aufmerksam mit uns selbst sind merken wie a) welche Gefühle mit b) welchen Ereignissen verbunden sind und c) welchen Einfluss wir selbst auf die Situation in der sie entstehen ausgeübt haben. Letzteren können wir gut finden, richtig, oder vielleicht rückblickend betrachtet mistig oder falsch, weil wir uns schlecht fühlen. Darauf können wir mit Verhaltenexperimenten reagieren oder wir wiederholen das was wir schon kennen in ähnlichen Situationen immer wieder. Ohne Neugier und Verhaltenveränderung ist die Chance das ein Gefühlsspektrum sich erweitert kleiner als mit. Der entscheidende Faktor sind wir selbst.

Wenn Du Deinen attraktiven Bettpartnern z.B. mal genauso unversöhnlich gegenüber treten würdest, wenn sie Dich versetzen oder mal energisch auf ein "Was sind wir jetzt - Freundschaft+ oder Beziehung" bestehen würdest könnte sich etwas ändern - in Deiner Gefühlswelt. Du meinst jetzt vielleicht: Nur zum negativen, denn dann ist der Typ weg?! Sexuell akut stimmt das. Aber das scheint bislang ja sowieso Deine Erfahrung zu sein? Irgendwann ist er weg und hat einen oder mehrere andere Partner?! Was Du also verlierst ist eine Zeit in der Du Dich klein machst (ihm alles mögliche durchgehen lässt was Du anderen nicht durchgehen lassen würdest) und die Option auf Sex mit ihm wenn er gerade mal Lust hat. Ist es das wert? Oder wärs nicht besser mal auszuprobieren einfach Du selbst zu sein?

Das Überraschende dabei kann ( nicht muss ) auch sein, dass Dein Gegenüber positiv reagiert, wenn sich da einer nicht zur Minna machen lässt, klare Worte findet und eben nicht alles tut, damit er mal ran darf.

Ersetz das Kopfkino mal durch Realität und schau wo Dich das hinführt. Dazu musst Du nicht aufhören mit für Dich attraktiven Männern zu daten. Sondern aufhören zu meinen Du müsstest froh sein, dass sie Dir ihre Zeit widmen und ihnen einfach ehrlich zeigen wer Du bist. Gegebenenfalls mit Wutanfall bei Versetzungen oder wie auch immer Du damit normalerweise umgehst ;-).

m,enDexas


@ Soromom

ich denke du hast recht, das hat bestimmt etwas mit mein einem Selbstwertgefühl zu tun. Ich fühle mich nicht maskulin genug und indem ich mit den sehr maskulinen, für mich sehr attraktiven Männern schlafen, habe ich unterbewusst, das Gefühl, an deren Maskulinität teilhaben zu können. Aber das ist irgendwie schizophren, weil alle, die ich kenne, mir sagen, das ich eine sehr männliches Auftreten und Habitus habe, keiner vermutet, das ich schwul bin, bis ich es sage.

Ich verabscheu die unanttraktiven nicht, ich kann gut mit denen arbeiten oder quatschen, die sind mir sogar angenehmer, weil ich mich nicht mit denen vergeliche und mit den unattraktiven kann ich ganz zwanglos reden. Mit den attraktiven bin ich innerliche verkrampft...

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