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Es geht in die Klinik. Würde gern davor noch explodieren

D+ie B~lut8linie


Ich finde auch das du es lassen solltest. Ich habe auch eine schwere Kindheit wegen meiner Mutter hinter mir.

Sie ist so in ihrer Welt gefangen das sie nie sehen würde das sie der Auslöser war für meine Depressionen.

Auch ich war im Krankenhaus 12 Wochen. Sogar 2 x.

Es hat sehr geholfen und ich kann es nur empfehlen.

Wenn ich merke es geht wieder los würde ich auch wieder hin. :)

ULrlau.be-r`in1x5


Ein Erbe kann man übrigens ausschlagen. Und wenn Dir etwas gehört, dass Dir nicht guttut oder Dich überfordert, verkauf es. Selbstmitleid hilft Dir nicht weiter, und erpressen lassen würde ich mich auch nicht von ihm.

Ausschlagen kann ich da leider nichts mehr. Und verkaufen auch nicht, weil ich einige Akte unterschrieben habe...

Und ja, Selbstmitleid hilft mir nicht weiter. Tut mir leid. Heute Morgen war es einfach so.

Sie ist so in ihrer Welt gefangen das sie nie sehen würde das sie der Auslöser war für meine Depressionen.

Auch ich war im Krankenhaus 12 Wochen. Sogar 2 x.

Es hat sehr geholfen und ich kann es nur empfehlen.

Wenn ich merke es geht wieder los würde ich auch wieder hin. :)

Das freut mich, dass es dir wieder besser geht.

Und eigentlich hast du Recht, die meisten sehen nicht, dass sie in einer Welt gefangen sind, in der sie nicht mehr raus können.

Ich habe Angst, einmal an genau dem Punkt zu stehen. So festgefahren und verbohrt zu sein, dass es keine Abweichungen mehr geben kann.

Wahrscheinlich ist mein Vater selbst ein Opfer, wenn ich mir meine Großeltern betrachte, ist das auch kein Wunder. Meine Oma it gefühlskalt und hart. Mein Opa selbstverliebt und lebt nur in der Vergangenheit, als er noch jung und toll war. Wenn ich ihn schon reden höre, könnte ich ihm ins Gesicht kotzen. Ich war denen ja auch nie gut genug, weil ich kein Wunderkind war, wie mein Vater. Leider war mein Vater so ein Kind, die Erwartungen waren hoch an ihn. Erfüllt hat er sie nie. Da wurde er fallen gelassen, aber gleichzeitig auf ein Sockel gestellt, ihm immer wieder gesagt, dass er ja besser wäre als alle anderen und dass nur das zählt.

Ich empfinde Mitleid und Mitgefühl an diesem Punkt, aber er hört auf.

Er wusste was mit ihm nicht stimmt und einen Selbstmordversuch hat er in jungen Jahren auch schon hinter sich. Geholfen hat ihm keiner, er wurde nur noch mehr fallen gelassen.

Klink, Therapie bekam er keine.

Was ich nicht verstehe... Warum nicht als Erwachsener, er sah doch ganz genau was er tat. Dass er kaputt gemacht hat mit seinem Geschrei, dass man Klingeln in den Ohren hatte. Mit seinem Brechen, dass man nichts wert ist, weil man keinen IQ von 140 hatte.

Mit seinen Spielchen, meine Talente zu gebrauchen um sich besser da zu stellen, mir meine Hobbies damit aber zerstörte, weil sie nur so funktionieren durften, wie er das wollte. Wie es in seinem Augen richtig war. Dass das was vorhanden war nicht genug genug war, weil andere es ja besser können.

Die Leidenschaft und der Spaß daran zählten nicht.

Dass man dumm und asozial ist, weil man lieber Kinder und Familie wollte und mit Putzen glücklich ist, anstatt zu studieren.

Und deswegen ist man ein Mensch zweiter Klasse.

Will er denn, dass sein Kind genauso wird wie er? Damit er nicht sieht was er ist, weil es ja noch mehr davon gibt?

Ich bleibe dabei, er hätte in Therapie gehen können, hätte sich helfen können, aber sein Ego war im Weg. Er brauchte das nicht, er ist dafür zu gut. Zu perfekt. Aber gleichzeitig nannte er sich Monster.

Wo ist da die Logik?

Und macht es das verzeihlich, dass er ein Opfer war?

Ich hoffe, das ich in der Klinik meinen Frieden finde, ich kann es nicht ändern, nur meine Einstellung dazu. Und hoffen, dass ich es bei meinen Kindern besser mache.

Bisher dachte ich, das mir das gelingt. Momentan kann ich mir nicht mal mehr merken, was ich zum Frühstück hatte, wie soll ich mir da in den wichtigen Dingen sicher sein...

Vielleicht sieht das nach Selbstmitleid aus, in mir drinnen empfinde ich das nicht so. Es ist kein innerliches Jammern, es ist eine Art Zerissenheit. Vielleicht ist es das gleiche?

Noch eine Woche und ich bete, dass nichts dazwischen kommt.

Morgen packe ich den Koffer. Das wird schon werden. Es muss.

L"ouis/ian]a


Was ich nicht verstehe... Warum nicht als Erwachsener, er sah doch ganz genau was er tat. Dass er kaputt gemacht hat mit seinem Geschrei, dass man Klingeln in den Ohren hatte. Mit seinem Brechen, dass man nichts wert ist, weil man keinen IQ von 140 hatte.

Mit seinen Spielchen, meine Talente zu gebrauchen um sich besser da zu stellen, mir meine Hobbies damit aber zerstörte, weil sie nur so funktionieren durften, wie er das wollte. Wie es in seinem Augen richtig war. Dass das was vorhanden war nicht genug genug war, weil andere es ja besser können.

Viele Erwachsene sind nicht reflektiert. Früher gab es auch noch nicht so die Therapiemöglichkeiten. Ein Mensch mit einer narzisstischen Persönlichkeitsstörung hat ein kaputtes Selbstwertgefühl, das er aber über das Abwerten anderer versucht hochzuhalten.

Da Du selbst Mutter bist und Familie hast, wird es Zeit, dass Du Dich emotional von ihm löst. Ich weiß, das ist leichter gesagt als getan, auch ich habe keine einfache Kindheit gehabt und stehe mit meiner Mutter immer noch auf Kriegsfuß, aber ich habe, auch wenn das wahnsinnig schwer ist, verstanden, dass sie einfach nicht anders kann. Eltern ändern sich nicht - ich glaube, das kann man guten Gewissens in Stein meißeln. Dass sie so sind, wie sie sind, ist ja kein Hobby sondern das Resultat eines längeren Prozesses, das fängt mit den Genen an, geht weiter über die frühkindliche Prägung im Elternhaus und dann kommt eins zum anderen, Erfahrungen, Auswertung dieser Erfahrungen (natürlich immer mit der geprägten Brille) und die daraus resultierende Lebenseinstellung.

Ich bleibe dabei, er hätte in Therapie gehen können, hätte sich helfen können, aber sein Ego war im Weg. Er brauchte das nicht, er ist dafür zu gut. Zu perfekt. Aber gleichzeitig nannte er sich Monster.

Wenn er in Therapie gegangen wäre, hätte er sein Gesicht verloren, sein überhöhtes Selbstbild wäre kaputtgegangen, möglicherweise hätte er sich dann umbringen müssen, weil er sich - aufgrund der Brille der Prägung - dann für lebensunwert gehalten hat. Und bevor man sich genötigt sieht, sich selbst zu töten, vermeidet man lieber alles, was einen in diese Situation bringen kann. Wenn er sich für perfekt gehalten hätte, wäre er ganz locker und souverän in Therapie gegangen, aber er wußte genau, dass dort alles aufgedeckt würde, was er krampfhaft versteckt hat: Seine Verletzlichkeit, seine Nicht-Perfektheit, sein Selbsthass auf alles, was nicht perfekt ist und damit auf sich selbst.

Und macht es das verzeihlich, dass er ein Opfer war?

Nein. Aber eventuell verständlicher.

Im Grunde ist es so, dass der Mensch zuerst auf sich schaut und dann erst auf andere. Er wurde von seinen Eltern offensichtlich ruiniert und hat dieses Kaputte weitergegeben, weil er nichts anderes zu geben hatte. Dass Du anders bist, verdankst Du eventuell Deiner Mutter oder anderen Menschen, die er wohl nicht hatte.

Ich will hier nicht für ihn die Lanze brechen. Ich habe selbst einen gewissen Ekel vor narzisstischen Menschen und würde ihnen manchmal am liebsten die Maske herunterreißen und ihnen einen Spiegel vorhalten. Aber was würde ich damit letztendlich erreichen? Würde es mir tatsächlich gelingen (was fraglich ist), ihnen ihr eigentliches Bild zu zeigen, würden sie daran zerbrechen. Damit ist niemandem gedient, also gehe ich auf Distanz.

Dasselbe würde ich Dir auch raten.

Konzentriere Dich auf Dich und auf das Jetzt. Deine Kindheit ist vorbei. Deine Jugend auch. Du kannst nichts zurückholen, Du kannst das, was geschehen ist, nicht mehr ändern. Aber etwas kannst Du: Deinen Blick darauf ändern. Manchmal hilft es, die Schwäche des anderen zu erkennen und ihn, ein Stück weit, als jemanden zu betrachten, der, so wie man selbst, auch ein Packen zu tragen hat.

Kümmer Dich um Dich. Krieg Dein Leben wieder auf die Reihe. Und achte auf Dich. Lass nicht zu, dass das Schlechte an Dir haften bleibt und Dich - vielleicht auf eine andere Weise - zum Täter macht. Opfer und Täter liegen verdammt nahe beieinander. Darum sagt man auch, dass man beim Bekämpfen von Monstern darauf achten muß, nicht selbst zum Monster zu werden.

Nimm Abstand, und je mehr räumlichen Abstand Du gewinnst, desto leichter wird es, auch emotional Distanz reinzubekommen.

UFrlauKberiGnC15


Guten Morgen und nochmal vielen Dank für eure Antworten.

Ich konnte die letzten Tage einfach nicht antworten, hab versucht das Thema wegzudrängen.

War aber keine gute Idee, ich hab schlimme Alpträume.

Heute Nacht träumte ich davon, dass meinem Kind etwas schlimmes angetan wurde, und dass ich fast machtlos war etwas dagegen zu tun. Der Traum war so real und mein Kind schrie und heulte, hatte Schmerzen und ich sah, wie es innerlich zerbrach.

Dem entsprechend ist meine Laune heute. Ich versteh diese Träume nicht.

Mein Erzeuger (ich hab mich dazu entschlossen ihn nur noch so zu nennen) versuchte mich die Tage anzurufen. Zuvor stritt er sich böse mit meiner Mutter, direkt danach rief er bei mir an. Ich hab davon nichts gewusst, und da ich seine Nummer nicht erkannte (weil gelöscht) ging ich natürlich ran. Ich war verwirrt (diese Momente hab ich momentan manchmal) und hab tatsächlich nicht gerafft, dass er es ist (ich war vermutlich auch "geschockt") er äffte mich nach und wollte mit mir reden. Ich wollte ihn abwimmeln (dafür hab ich zur Zeit echt keinen Nerv). Aber er legte los und ich merkte einfach schon in den ersten Sekunden, dass er nur auf Streit aus war, er bekam bei meiner Mutter kein Gehör, so hat er es wohl bei mir probiert. Ich hab dann einfach aufgelegt und seine Nummer gesperrt.

Er lernt es einfach nicht.

Vielleicht schaffe ich es zu lernen, Verständnis für sein Handeln zu bekommen. Wie du schreibst Louisiana.

Räumliche Distanz gibt es mehr als genug, über 800 KM und trotzdem hat er einem so in der Hand.

Ich fürchte mich regelrecht vor Familienfesten (die bald kommen) und dass ich dort sehen muss.

Vielleicht wird das in der Klinik ja besser.

Es sind noch zwei Tage. Und leider hab auch ich nichts dazu gelernt. Sooft war ich geplant im Krankenhaus und jedes Mal bin ich davor so fertig, dass ich eigentlich keine Kraft habe mich dem ganzen zu stellen (vielleicht waren deswegen die ganzen Op's zu belastend?) Ich halte die Zeit kaum aus, ich hab Angst, dass einen Tag davor noch etwas passiert, vor allem Krankheit der Kinder der mir, die dann den Termin verhindern.

Seit 5 Tagen tut mir der Unterleib weh, seit 5 Tagen die Blase, ich hab das immer vorm Krankenhaus. aber geplatze Zysten können doch wohl kaum psychosomatisch sein?

S%. wa|lli-sixi


Ich hab dann einfach aufgelegt

:)^

Ich fürchte mich regelrecht vor Familienfesten

geh halt nicht hin

Ich halte die Zeit kaum aus, ich hab Angst, dass einen Tag davor noch etwas passiert

würde mir genauso gehen, nicht davon verrückt machen lassen, bzw ist's ja ganz normal vor sowas bißchen abzudrehen (ich geh morgen nur zum Zahnarzt und dreh schon ein wenig am Rad ;-D Vor ner Therapie würd ich vermutlich sogar zittern und Schweißausbrüche kriegen (was dich jetzt nicht auf Ideen bringen soll!))

U&rlaubEerinx15


würde mir genauso gehen, nicht davon verrückt machen lassen, bzw ist's ja ganz normal vor sowas bißchen abzudrehen (ich geh morgen nur zum Zahnarzt und dreh schon ein wenig am Rad ;-D Vor ner Therapie würd ich vermutlich sogar zittern und Schweißausbrüche kriegen (was dich jetzt nicht auf Ideen bringen soll!))

Ja, die Angst vorm Zahnarzt kann ich aber auch gut verstehen. Du hattest den Termin heute? Wie gehts dir?

Aber die Schweißausbrüche kommen auch ohne dein Zutun ;-D Morgen um die Zeit fahr ich schon los.

Bin froh, wenn es soweit ist.

S;. wal=lisixi


Konstruktives Weiterkommen und Verarbeitung für die nächste Zeit :)*

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