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Mein Weg ins (neue) Leben

HXeyxm


Hey Mammut!

Ich habe erst jetzt mitbekommen, dass du hier auch einen eigenen Faden hast. Ich finde das super und glaube, dass dir das ganz gut helfen kann. :)z @:)

Aber trotzdem macht sich schon wieder das Schweigen breit. Von Stunde zu Stunde fällt mir das Reden wieder schwerer und es wird ein immer größerer Kampf.

Ein Tipp, den ich mal selber bekommen habe jedoch noch nicht geschafft habe ihn anzuwenden : Sprich das genau so an. Dass es dir schwer fällt dich zu öffnen und auch manche Themen zu besprechen. Mag erstmal komisch klingen, aber dann hat man nicht mehr so Angst vor dem "Was ist wenn ich es wieder nicht schaffe".

Ich habe auch gelegentlich Briefe geschrieben, wenn ich was besprechen wollte, mich aber nicht getraut habe es von mir aus der Therapeutin zu sagen. Dann hab ich den Spieß nämlich umgedreht. Aus 'Ich muss das ansprechen' wurde 'Sie wird mich drauf ansprechen' und das fand ich soooo viel leichter. Gerade der erste Schritt ist der Schwerste.

Am Anfang fand ich das recht kindisch, habe aber mitbekommen, dass es einige so machen. Und auch meine (Ex-)Therapeutin meinte, das ist vollkommen okay.

Vielleicht eine Möglichkeit für dich?

Ich fühlte mich so beschissen. Beschissen weil ich umsonst früher von der Arbeit gegangen bin, umsonst die Parkgebühr entrichtet hatte und vor allem weil ich so ein Angsthase war und es einfach nicht geschafft habe zu klingeln und die Selbsthilfegruppe aufzusuchen.

:°_ :)*

Ich finde nicht, dass du gescheitert bist. Im Gegenteil: Du hast es versucht und das allein war schon ein riesen Fortschritt! Auch wenn du das nicht so siehst. ;-)

Ich hätte da auch Probleme gehabt, wenn ich noch hätte klingeln sollen. Vor allem weil das für dich völlig unerwartet kam.

Vielleicht braucht es einfach noch etwas Zeit. Und nächstes mal weißt du ja, was zu erwarten ist (zumindest beim Eintritt).

Ich würde dir raten, es nochmal zu versuchen wenn du dich von dem Schock erholt hast. Ich habe die Erfahrung, dass Leute aus einer Selbsthilfegruppe nicht beißen - im Gegenteil, sie sind meistens am verständnisvollsten.

Vielleicht kannst du ja vorab auch mit jemanden per E-Mail in Kontakt treten? Sagen, dass du dir das gerne anschauen würdest, aber dich erstmal im Hintergrund hälst. Und falls es dir helfen würde: Ob dich jemand vielleicht unten vor der Tür abholen würde. @:)


Noch ein kleiner Spruch für dich:

Neue Wege

Ein neuer Weg ist immer ein Wagnis.

Aber wenn wir den Mut haben loszugehen

Dann ist jedes Stolpern und jeder Fehltritt ein Sieg

Über unsere Ängste, unsere Zweifel und Bedenken.

LG,

Mlammuxt86


Hallo Heym,

deine Antwort hat mich wirklich sehr gefreut. @:)

Dies ist glaube ich schon der dritte Anlauf hier einen eigenen Faden zu machen. Und nun mit der neuen Therapie dachte ich, ich versuche es nochmal. Der Faden soll vor allem ein Versuch sein, zwischen den Therapiestunden Druck abzulassen, was wenn ich mich überwinden kann hier zu schreiben auch gut funktioniert, aber auch um Gedanken und Vorkommnisse festzuhalten die eventuell für die Therapie wichtig sein könnten.

Mir gehen nämlich vor allem die Gedanken die mir oft in den Sinn kommen so schnell wieder verloren. Für einen Moment scheint mir alles klar zu sein und im nächsten ist wieder alles im Nebel und mich noch so sehr anstrengen, aber ich komme nicht darauf.

Ein Tipp, den ich mal selber bekommen habe jedoch noch nicht geschafft habe ihn anzuwenden : Sprich das genau so an. Dass es dir schwer fällt dich zu öffnen und auch manche Themen zu besprechen. Mag erstmal komisch klingen, aber dann hat man nicht mehr so Angst vor dem "Was ist wenn ich es wieder nicht schaffe".

Ich habe auch gelegentlich Briefe geschrieben, wenn ich was besprechen wollte, mich aber nicht getraut habe es von mir aus der Therapeutin zu sagen. Dann hab ich den Spieß nämlich umgedreht. Aus 'Ich muss das ansprechen' wurde 'Sie wird mich drauf ansprechen' und das fand ich soooo viel leichter. Gerade der erste Schritt ist der Schwerste.

Am Anfang fand ich das recht kindisch, habe aber mitbekommen, dass es einige so machen. Und auch meine (Ex-)Therapeutin meinte, das ist vollkommen okay.

Vielleicht eine Möglichkeit für dich?

Ich habe die Therapeutin von Anfang an darauf hingewiesen, dass es zu diesem Schweigen kommen kann. Sie weiß also so weit Bescheid, dass es mir schwer fällt und es immer wieder passieren kann, dass ich plötzlich nichts mehr sagen. Ich habe nämlich aus diesem Grund erst im Jänner eine einjährige Therapie abgebrochen. Bei meinem letzten Therapeuten brachte ich kaum mal mehr ein Wort heraus. Über fast zwei Monate haben wir uns hauptsächlich angeschwiegen, und das 3 mal die Woche. Es gab zwar noch andere Gründe aber dies war der Hauptgrund.

Daher habe ich das diese Thematik auch von Anfang an bei der neuen Therapeutin angesprochen. Sie macht ihren Job soweit auch sehr gut finde ich. Bisher habe ich bei ihr auch ein sehr viel besseres Gefühl als bei meinem alten Therapeuten.

Dank deiner Antwort ist mir nun auch eine Idee gekommen. Bei meinem alten Therapeuten hatte ich versucht die Themen die ich in der Stunde besprechen möchte vorher per SMS anzukündigen. Das ging aber damals ziemlich nach hinten los und war dann der Anfang vom Ende der Therapie.

Vielleicht ist meine neue Therapeutin da ja offener und sie ist was ich gesehen habe auch per Mail erreichbar. Eventuell schaffe ich es ja gleich am Montag mit ihr darüber zu sprechen.

Ich finde nicht, dass du gescheitert bist. Im Gegenteil: Du hast es versucht und das allein war schon ein riesen Fortschritt! Auch wenn du das nicht so siehst. ;-)

Ich weiß du hast Recht, aber ich schaffe es gerade nicht es genau so zu sehen. Da währt sich sozusagen etwas in mir dagegen. Vermutlich kennst du das Gefühl nur zu gut.

Ich hätte da auch Probleme gehabt, wenn ich noch hätte klingeln sollen. Vor allem weil das für dich völlig unerwartet kam.

Vielleicht braucht es einfach noch etwas Zeit. Und nächstes mal weißt du ja, was zu erwarten ist (zumindest beim Eintritt).

Ich würde dir raten, es nochmal zu versuchen wenn du dich von dem Schock erholt hast. Ich habe die Erfahrung, dass Leute aus einer Selbsthilfegruppe nicht beißen - im Gegenteil, sie sind meistens am verständnisvollsten.

Vielleicht kannst du ja vorab auch mit jemanden per E-Mail in Kontakt treten? Sagen, dass du dir das gerne anschauen würdest, aber dich erstmal im Hintergrund hälst. Und falls es dir helfen würde: Ob dich jemand vielleicht unten vor der Tür abholen würde. @:)

Ich denke das mit der Klingel war für mich unterbewusst ich auch nur eine super Ausrede den Schwanz einzuziehen und abzuhauen. Es brauchte halt noch einen kleinen Grund aufzugeben und den hatte ich damit gefunden. Meine Angst war ja, dass die Türe nicht einfach aufgeht sondern sich jemand über die Gegensprechanlage meldet und ich mich rechtfertigen müsste.

Dabei habe ich bevor ich abgehauen bin noch 3 anderen Personen dabei zu gesehen wie sie kurz geklingelt haben und ohne Mucks kurz darauf die Türe geöffnet haben.

Aber da war halt doch die riesen Angst: WAS WENN DOCH!

Auf der Homepage ist keine Mailadresse, aber dafür eine Telefonnummer angeführt. Aber der Gedanke da anzurufen, lässt mich gleich schaudern. Es ist nicht das telefonieren an sich, das macht mir nichts, aber der Grund. Es kommt mir so lächerlich vor, da extra anzurufen und mehr oder weniger um Hilfe zu bitten.

H3eyxm


Mir gehen nämlich vor allem die Gedanken die mir oft in den Sinn kommen so schnell wieder verloren. Für einen Moment scheint mir alles klar zu sein und im nächsten ist wieder alles im Nebel und mich noch so sehr anstrengen, aber ich komme nicht darauf.

Oh ja, das kenne ich. Und dafür ist so ein Faden wirklich toll! :p>

Was auch hilfreich ist (zumindest für mich :-p ): Um etwas zu posten muss man erstmal eine Struktur in dieses ganze Wirrwarr bringen und das sortiert dann nicht nur die geschriebenen Zeilen, sondern auch die Gedanken im Kopf.

Und vor allem bekommt man ein Feedback. Man selbst ist ja sehr emotionsgeladen und mitten in der Situation und sieht einige Dinge dann viel anders, als es andere tun. Da sind Mitschreiber sehr hilfreich - sie geben einem mal einen anderen Blickwinkel, sind auch distanzierter. Man erkennt Dinge, die man sonst nicht erkannt hätte und man bekommt auch echt gute Ratschläge! :)z

Und was ich immer ganz toll finde (auch wenns banal klingt ]:D ): man hat es schriftlich! Alle niedergeschriebenen Gedanken und Gefühle zu einem bestimmten Zeitpunkt. Wenn man einige Zeit (Monate/Jahre) später das Geschriebene liest, dann erkennt man total gut, wo man sich verändert hat, was besser geworden ist. Das nimmt man gar nicht so wahr.

Kleine Geschichte von mir: Ich habe 2013 mal kurze Zeit Tagebuch geschrieben Habe ich schon total oft angefangen, aber immer nur kurz durchgehalten. Hier ist es total anders. Vielleicht wegen den oben genannten Punkten.. Echt nicht viel, ich glaube 5 Seiten in Word und nur einige Tage abdeckend. Das war eine Zeit, wo ich schon tief in der Krise war. Wenn man die Zeilen jedoch heute liest, würde man das überhaupt nicht denken. Vielmehr waren die Zeilen nach dem Motto "Nicht viel passiert...".

Und genau da erkenne ich, dass es mir inzwischen viel leichter fällt, meine Gefühle wahrzunehmen und auch zu beschreiben. Ohne diese Zeilen hätte ich es wohl nicht bemerkt, bzw. nicht so stark wie es tatsächlich war.

Ich kann dir echt nur den Rat geben: Les ab und zu in deinen alten Beiträgen rum. :)z

Ich werde hier auf jeden Fall dabei bleiben und hoffe, dass du von diesem Faden profitierst. :)_

Dank deiner Antwort ist mir nun auch eine Idee gekommen. Bei meinem alten Therapeuten hatte ich versucht die Themen die ich in der Stunde besprechen möchte vorher per SMS anzukündigen. Das ging aber damals ziemlich nach hinten los und war dann der Anfang vom Ende der Therapie.

Vielleicht ist meine neue Therapeutin da ja offener und sie ist was ich gesehen habe auch per Mail erreichbar. Eventuell schaffe ich es ja gleich am Montag mit ihr darüber zu sprechen.

Warum ging das bei deinem alten Therapeuten nach hinten los? War er nicht begeistert?

Ich finde die Idee klasse! Und ich kann mir vorstellen, dass die meisten Therapeuten wohl nichts dagegen haben. Ich drücke dir die Daumen, dass du am Montag schaffst das anzusprechen! :)*

Ich weiß du hast Recht, aber ich schaffe es gerade nicht es genau so zu sehen. Da währt sich sozusagen etwas in mir dagegen. Vermutlich kennst du das Gefühl nur zu gut.

Ja, kenne ich. ;-)

Aber es bewahrheitet sich was, was ich gerade oben geschrieben hatte:

Man selbst ist ja sehr emotionsgeladen und mitten in der Situation und sieht einige Dinge dann viel anders, als es andere tun. Da sind Mitschreiber sehr hilfreich - sie geben einem mal einen anderen Blickwinkel, sind auch distanzierter.

Auch wenn man es selbst noch nicht selber so wahrnimmt und sich alles in einem dagegen wehrt. Du musst es ja nicht glauben, aber versuch es einfach mal anzunehmen und im Gedächtnis abzuspeichern. :)_

Wahrheit ist immer subjektiv - für dich war eben diese Situation ein Niederschlag und ich empfinde es als Fortschritt. Es gibt keine falschen Gefühle. Diese Denkweise hilft sehr, sowas auch anzunehmen nach dem Motto "Das Empfinden meines Gegenüber hat ebenso Legitimität, auch wenn ich es anders sehe".

Auf der Homepage ist keine Mailadresse, aber dafür eine Telefonnummer angeführt. Aber der Gedanke da anzurufen, lässt mich gleich schaudern. Es ist nicht das telefonieren an sich, das macht mir nichts, aber der Grund. Es kommt mir so lächerlich vor, da extra anzurufen und mehr oder weniger um Hilfe zu bitten.

Okay, das verstehe ich nur zu gut. Hast du denn Freunde / gute Bekannte, die von deinen Problemen wissen und dich vielleicht das erste mal Begleiten würden? Wenn man am Anfang nicht ganz allein ist, ist das durchaus hilfreich.

Ansonsten: Mach dir keinen Druck. Alles kommt zu seiner Zeit. Wenn es noch nicht geht, dann geht es noch nicht und das ist völlig okay so.

LG,

M8ammutx86


Hi Heym,

vielen Dank für deine Antwort. @:)

Es ist für mich irgendwie immer wieder ein Kampf hier was zu schreiben. Wobei es da weniger darum geht, etwas "öffentlich", wenn auch Anonym, preiszugeben sondern denke ich macht mir Umstand, dass ich mich mit mir selbst beschäftige zu schaffen.

Nun kämpfe ich wieder seit gestern Morgen (naja war eher schon 11 Uhr ;-D ) damit hier zu schreiben. Aber ich schaffe es immer wieder ausreden zu finden oder mich mit etwas abzulenken.

Schon weiß ich wieder nicht was ich eigentlich gerade schreiben wollte. Sobald ich nur den Anstand mache etwas was mir durch die Gedanken geht niederzuschreiben oder in der Therapie zu besprechen wird es in meinem Kopf so chaotisch und verwirrend oder einfach gähnend leer, dass ich keinen Gedanken mehr fassen kann.

Aja ich weis wieder: Schlagwort "Tagebuch".

Ich habe es auch schon mehrmals versucht, aber es nicht mal geschafft einen einzigen Eintrag zu machen bzw. diesen zu speichern. Das Worddokument war entweder nach zwei stunden immer noch leer oder schon wieder leer oder wanderte gleich danach unwiderruflich ins digitale Nirwana.

Das war auch ein Grund wieso ich es mal hier versuchen wollte. Da es hier keine "einfache" Möglichkeit gibt alles wieder zu löschen, ist die Gefahr geringer das ich nachträglich alles wieder verschwinden lasse.

Ich habe mal vor Jahren einen Film SCIFI Film gesehen, in dem es ein "Gerät" gab Gedanken, Gefühle und Wahrnehmungen einer Person aufzuzeichnen und in einer anderen Person wiederzugeben. Das war ein komisches biologisches Ding, dass man glaube ich am Bauchnabel einstöpselte oder so. Weis den Titel nicht mehr. Aber für so ein "Gerät" / "Ding" / "oder was auch immer" würd ich einiges geben.

Mal einfach einen Tag damit herumlaufen und dann dem Therapeuten geben und er kann alles voll nachvollziehen.

Warum ging das bei deinem alten Therapeuten nach hinten los? War er nicht begeistert?

So wirklich genau weiß ich es selbst nicht. Die Kluft zwischen dem Therapeuten und mir war zu diesem Zeitpunkt schon sehr groß. Ich wollte das ganze zuerst mit ihm besprechen, habe aber nie den Mut gefunden. Eines Sonntagnachts (glaub so um 1 Uhr) habe ich ihm dann ohne Vorwarnung folgenden Text gesimmst:

Gute Nacht! Ich möchte Ihnen nur kurz ein paar Stichwörter für die morgige Therapiestunde schreiben. Ich hoffe dadurch das Schweigen brechen zu können. Die Stichwörter sind: Grund für diese SMS; Die Stunde vom 30.10.; Aktuelle Gefühlslage; Therapieabbruch?; Psychiater;

Ich bitte Sie auf diese SMS nicht zu antworten, da der Gedanke, dass jederzeit eine Antwort kommen könnte, mich extrem unruhig machen würde. Weiteres bitte ich Sie, sollte ich morgen in der Therapiestunde nicht gleich etwas sagen, die Stunde mit Bezug auf diese SMS zu eröffnen. Jede Minute die anfangs verstreicht macht es mir sehr viel schwerer.

Ich hoffe sie nicht zu später Stunde geweckt zu haben. Aber es hat leider lange gedauert mich hierzu durch zu ringen. Mit freundlichen Grüßen Mammut86

Ich habe damals hier auch gepostet wie es in der Therapiestunde am nächsten Tag gelaufen ist.

Siehe folgenden Link: [[http://www.med1.de/Forum/Psychologie/712826/?p=4#p21984629]]

War gerade selbst etwas geschockt wie Zornig und wütend ich damals war. Hatte das gar nicht mehr so im Kopf.

Okay, das verstehe ich nur zu gut. Hast du denn Freunde / gute Bekannte, die von deinen Problemen wissen und dich vielleicht das erste mal Begleiten würden? Wenn man am Anfang nicht ganz allein ist, ist das durchaus hilfreich.

Ja es gäbe ein paar Personen die mich begleiten würden wenn ich es schaffe würde sie zu fragen. Versuche gerade für mich zu klären was mir schwerer fällt. Nochmals alleine dort hinzugehen oder jemanden zu bitten mich zu begleiten. Uff ... ... ... ... ... . Ehrlich gesagt ich kann mich nicht entscheiden welcher Gedanke mir gerade mehr Angst macht.

M,ammutx86


eine Kindheits-, / Jugenderinnerung

Gestern Abend kahm mir unerwartet eine Erinnerung wieder hoch, die mir die Tränen in die Augen drückte. Über diese Erinnerung habe ich noch nie mit jemanden gesprochen. Viele wissen zwar davon, aber niemand wie schrecklich es mir dabei wirklich ging und wie sehr es mich beschäftigt hatte.

Also zur Geschichte:

Ich war als Kind schon von klein auf übergewichtig (was ich auch heute noch bin). Im Alter von 10 - 12 (weis leider nicht mehr in welchem Jahr es war) haben meine Eltern ohne mich zu fragen beschlossen, dass ich über die Sommerferien für glaube ich 6 Wochen, in ein Diätcamp sollte. Sie haben es mir zwar kurz vor dem Ende der Schule gesagt, aber mir keine Wahl gelassen. ES MUSSTE SEIN UND SCHLUSS AUS!

Weil ich mich selten getraut habe wirklich meine wahren Gefühle zu zeigen und für mich selbst zu kämpfen, gab ich schließlich schnell nach und spielte den willigen braven Sohn. Dabei zählte ich von da an nur noch die Tage bis ich von zu Hause weg musste und begann an mir und auch an der Liebe meiner Eltern zu zweifeln. Ich begann zu denken, dass ich ja schlecht sei, man mich so wie ich bin nicht lieb haben kann / darf. Meine Eltern mich so wie ich bin nicht mögen.

Ich kann mich noch teilweise an die mehrstündige Autofahrt erinnern. Während dieser wurde die Angst immer fürchterlicher und größer. Ich spielte damals glaube ich auch mit dem Gedanken auf der Autobahn aus dem Auto zu springen ob als Suizidversuch oder einfach nur dämlicher Fluchtversuch weis ich nicht..

Schaffe es gerade nicht weiterzuschreiben. Vielleicht noch später oder morgen

Mwa\mmut}86


Hatte gestern wieder je einen Termin bei meiner Psychiaterin und bei meiner Therapeutin. Beide Termine sind soweit gut gelaufen, aber ich komme irgendwie aus meinem Loch nicht heraus.

Meine Psychiaterin hat die Dosis für die Tabletten am Morgen nochmals ein wenig erhöht. Mal schauen ob sich dadurch etwas ändert. Habe in 4 Wochen wieder einen Kontrolltermin. Sie meinte das ich geduldig sein muss, da sich solche Problem und Verhaltensmuster halt nicht von heute auf morgen auflösen.

Das verstehe ich auch und sehe ich auch ein. Ich finde auch nicht, dass ich da Wunschträume habe. Zumindest nicht bewusst.

Bei der Therapeutin ist es so lala gelaufen. Den Punkt mit der SMS bzw. Mail vor dem Termin habe ich nicht geschafft anzusprechen. Wollte auch über den Traum reden den ich hier niedergeschrieben habe, aber das gelang mir auch nicht. Wir haben es dann zumindest geschafft über die Arbeit zu sprechen und wie mein Werdegang da bisher war - mit den Höhen und Tiefen.

Irgendwie hatte ich das Gefühl nicht wirklich in der Therapie anzukommen. Man könnte sagen es fühlt sich für mich nicht wirklich wie Therapie an, als ob irgendwas fehlen würde. Ich kann es leider nicht wirklich greifen bzw. beschreiben. Vielleicht ist es auch nur weil ich mich nicht so wirklich fallen lassen kann. Ein Teil von mir erwartet glaube ich, dass es so richtig schlimm sein muss. Schmerzlich. Von Trauer erfüllt.


Und dann kommen an manchen Tageszeiten, sobald es mir mal etwas besser geht, die Zweifel auf ob ich überhaupt krank bin. Ob ich nicht einfach nur faul, nicht engagiert genug bin oder im schlimmsten Fall einfach nur Mitleid erhaschen möchte. In diesen Momenten zweifle ich daran, dass ich überhaupt eine Therapie verdient habe bzw. brauche, weil ich bin ja nicht krank, sondern nur nicht fleißig genug.

Oft kommen mir dann auch Gedanken mich zu ritzen oder zu schneiden (habe ich bisher aber erst ein paar mal vor mehreren Jahren gemacht). Heute kahm mir der Gedanke, dass ich das vielleicht nur machen möchte um mir selbst zu zeigen, doch du bist krank. Sozusagen als sichtlicher Beweis dafür.


Habe heute auch nochmals wegen der Selbsthilfegruppe geschaut. Dabei habe ich gesehen, dass der Verein mehrere unterschiedliche Angebote hat. Unter anderem auch morgen für Depression und Ängste. Da war auch eine Handynummer von einer Ansprechperson angegeben.

Vielleicht schreibe ich heute noch eine SMS (anrufen kann ich mir bei dem Thema nicht vorstellen) um es mir leichte zu machen morgen da hinzugehen. Der Termin währe auch erst um 18:30, sodass ich nicht wieder früher von der Arbeit gehen muss.


So mehr fällt mir gerade nicht ein und es hat auch ein wenig gut getan hier zu schreiben. Ein kleines Stück fühle ich mich nun besser.

Jedem der das wirklich lesen sollte, noch einen schönen Tag

H6eOyxm


Kurze Antwort @:)


Meine Psychiaterin hat die Dosis für die Tabletten am Morgen nochmals ein wenig erhöht. Mal schauen ob sich dadurch etwas ändert. Habe in 4 Wochen wieder einen Kontrolltermin. Sie meinte das ich geduldig sein muss, da sich solche Problem und Verhaltensmuster halt nicht von heute auf morgen auflösen.

Das verstehe ich auch und sehe ich auch ein. Ich finde auch nicht, dass ich da Wunschträume habe. Zumindest nicht bewusst.

Ich kenne jetzt nicht die Vorgeschichte deiner medikamentösen Therapie, aber es ist recht normal, dass manche ADs nicht bei jedem wirken. Wie lange nimmst du die schon?

Und hattest du schon andere ADs?

Irgendwie hatte ich das Gefühl nicht wirklich in der Therapie anzukommen. Man könnte sagen es fühlt sich für mich nicht wirklich wie Therapie an, als ob irgendwas fehlen würde. Ich kann es leider nicht wirklich greifen bzw. beschreiben. Vielleicht ist es auch nur weil ich mich nicht so wirklich fallen lassen kann. Ein Teil von mir erwartet glaube ich, dass es so richtig schlimm sein muss. Schmerzlich. Von Trauer erfüllt.

Therapie muss nicht nur traurig sein. Im Gegenteil, manchmal kann man mit Therapeuten auch lachen (hab ich gehört ]:D ). :-D

Und dann kommen an manchen Tageszeiten, sobald es mir mal etwas besser geht, die Zweifel auf ob ich überhaupt krank bin. Ob ich nicht einfach nur faul, nicht engagiert genug bin oder im schlimmsten Fall einfach nur Mitleid erhaschen möchte. In diesen Momenten zweifle ich daran, dass ich überhaupt eine Therapie verdient habe bzw. brauche, weil ich bin ja nicht krank, sondern nur nicht fleißig genug.

Diese Zweifel kenne ich sehr gut. Ich habe sie immer noch manchmal, aber mittlerweile fällt es mir deutlich leichter mich davon zu distanzieren.

Was ich dir raten kann, ist dir bewusst zu machen, dass es durchaus Situationen gibt, wo du anders handeln wolltest, aber eben nicht konntest. Sonst wärst du ja wohl auch nicht so unzufrieden mit deinem Leben. Krank sein heißt nicht, dass man 100%, 24/7 und 365 Tage nur von Symptomen geplagt ist. Gerade psychische Erkrankungen ähneln oftmals einer Sinusfunktion.

Habe heute auch nochmals wegen der Selbsthilfegruppe geschaut. Dabei habe ich gesehen, dass der Verein mehrere unterschiedliche Angebote hat. Unter anderem auch morgen für Depression und Ängste. Da war auch eine Handynummer von einer Ansprechperson angegeben.

Vielleicht schreibe ich heute noch eine SMS (anrufen kann ich mir bei dem Thema nicht vorstellen) um es mir leichte zu machen morgen da hinzugehen. Der Termin währe auch erst um 18:30, sodass ich nicht wieder früher von der Arbeit gehen muss.

Ich finde super, dass du dich nicht gleich entmutigen lässt! :)^

Wie ist es denn gelaufen?

M6amvmut8x6


Ich kenne jetzt nicht die Vorgeschichte deiner medikamentösen Therapie, aber es ist recht normal, dass manche ADs nicht bei jedem wirken. Wie lange nimmst du die schon?

Und hattest du schon andere ADs?

Solange ist meine Vorgeschichte bezüglich ADs gar nicht. Leider weiß ich selbst nicht was ich genau schon alles genommen habe. Aber es waren erst ein paar unterschiedliche, im Abstand von ein paar Jahren. Ich habe ich mal was für ein paar Monaten genommen, dann wieder meistens selbst abgesetzt. Dann mal wieder was genommen, wieder abgesetzt usw.

Aktuell nehme ich morgens Venlafaxin. Aktuell bin ich bei 225 mg angekommen. Aber weiter werden wir es nicht erhöhen, da mein Blutdruck zu hoch ist und ich mich auch nicht mit zu Hohen Dosen zu dröhnen möchte. Nehme die ADs seit Februar / März. Anfangs habe ich auch für Abends was genommen, weis da den Namen aber nicht. Das habe ich aber abgesetzt, weil ich obwohl ich die Minimaldosis hatte den ganzen nächsten Tag das Gefühl hatte, morgens eine Schlaftablette genommen zu haben.

Auf die Große Frage ob das AD wirkt:

Da bin ich mir so unsicher. Ich kann da nicht wirklich mit Ja oder Nein antworten. Aber vermutlich ist das schon ein Zeichen was die Richtige Antwort ist!? Den einzigen Unterschied den ich klar ausmachen kann seit ich ADs nehme, ist der Umstand, dass ich mich oft an meine Träume erinnere, wobei das in letzter Zeit auch wieder nachlässt. Wusste früher vielleicht 2-3 mal im Jahr was ich geträumt hatte. Mein letzter Therapeut meinte, dass dies ein schlechtes Zeichen währe. ":/

Therapie muss nicht nur traurig sein. Im Gegenteil, manchmal kann man mit Therapeuten auch lachen (hab ich gehört ]:D ). :-D

Ich hatte im Krankenhaus mal einen Therapeuten der mit sehr sympathisch war. Dieser war auch sehr witzig und ging alles irgendwie locker und mit Humor an. Wenn ich so zurückdenke wirkten die Sitzungen bei immer so entspannend. Aber es war auch nur eine Stunde pro Woche für 8 Wochen. Es war also auch nur ein kurzer Eindruck, hätte sich also auch noch komplett ändern können.

Bei meinem letzten konnte ich keinen Humor erkennen. Wenn ich mal, meistens schon aus Verzweiflung heraus, einen Scherz machte, wurde es gleich Staubtrocken analysiert. Bei meiner jetzigen Therapeutin weiß ich noch nicht so recht, aber ich denke sie ist für vieles offen, auch für Humor.

Humor ist bzw. war bei mir in den letzten Jahren immer eine Art vieles zu verkraften und nicht zu sehr zu verzweifeln. Das ging teilweise soweit, dass ich mit meinem teilweisen Schwarzen Humor meine Arbeitskollegen zum teil schon ein bisschen verstört habe. ]:D

Ich finde super, dass du dich nicht gleich entmutigen lässt! :)^

Wie ist es denn gelaufen?

Oh großes Wunder. Ich war diese Woche auch bei keiner Selbsthilfegruppe. :(v

Mittwoch habe ich gespritzt, da ich mich bei dem Termin für das Länderspiel von Österreich vertan hatte. Ich dachte sie spielen Dienstag, haben aber doch erst Mittwoch gespielt. Habe nach längerem überlegen und ringen mit mir selbst, dann entschlossen Mittwoch nicht zum Termin der Selbsthilfegruppe zu gehen und stattdessen am Donnerstag den Termin wahrzunehmen.

Wurde dann leider am Mittwoch von unserem Nationalteam enttäuscht aber hatte mir nicht die großen Hoffnungen gemacht..

Und dann gestern %:|

War eigentlich schon sehr guter Hoffnung es zu packen. Ging wieder früher von der Arbeit ist zur Zeit sowieso wenig los bzw. schaffe ich sowieso nichts mehr und habe wieder mal 4,50 EUR Parkgebühr geblecht.

Lümmelte dann wieder für fast eine Stunde vor dem Gebäude herum. Und mein Hirn ratterte auf Hochtouren, nur halt nicht auf die sinnvolle Art.

Und irgendwann fand ich dann wieder einen endgültig ausschlaggebenden Punkt der mich zum Aufgeben brachte. Habe dann zum xten mal auf die Homepage des Vereins geschaut und dann erst geschnallt, dass dieser Termin nicht wirklich als Selbsthilfegruppe ausgeschrieben war sondern einfach als "nettes Zusammensitzen" von Menschen mit psychischen Beeinträchtigungen.

Ihr denkt euch jetzt vermutlich, ist doch Jacke wie Hose, aber das Fehlen des Wortes "Selbsthilfegruppe" war den der Punkt der mich aufgeben lies.

Nun habe ich mir vorgenommen nächsten Mittwoch zu dem 18:30 Uhr Termin zu gehen. Ist sogar ein spezieller Termin für Neueinsteiger - "Geleitete Selbsthilfegruppe für Neueinsteiger".

Gebe dann auch noch einen Termin Freitags für "junge" Erwachsene von 18 bis 35. Einerseits spricht mich das noch mehr an, aber hier stört mich das Wort "junge". Obwohl ich von der angeführten Höchstgrenze noch 5 Jahre entfernt bin, rede ich mir ein, dass ich doch nicht zu der Gruppe "junge Erwachsene" gehöre.

Bei Gründen (Ausreden) zu finden bin ich anscheinend wirklich Spitze. |-o

Mxa/mmutr86


Therapie macht alles schlimmer?

Was ich letztes Jahr und aktuell wieder sehr stark bemerke, ist dass wenn ich eine Therapie mache alles schlimmer zu werden scheint.

Uff ... ... ... ... Wie soll ich das erklären?

Wie es ohne Therapie läuft:

Ich führe generell ein sehr bescheidenes und zurückgezogenes Leben. Der Alltag besteht eigentlich meist aus Arbeiten gehen (wo soweit alles OK ist), dann nach Hause. Zu Hause versuche ich mich dann einfach irgendwie zu beschäftigen (leider kaum mit etwas sinnvollen). In meiner Freizeit unternehme ich kaum etwas - größtenteils aus Angst und oder Einsamkeit.

Auch wenn mich das nicht wirklich glücklich gemacht hat, war es doch meist in Ordnung. Ja es gab immer mal wieder schwierige Phasen und natürlich immer mal wieder Zukunftsängste, aber es war zum aushalten.

Wenn ich Therapie mache:

Ich bin irgendwie immer auf einer Grundspannung. Kann irgendwie schwer abschalten. Spüre es vor allem auf der Arbeit. Ich merke, dass ich vermehrt Schlampigkeitsfehler mache. Werde zwar trotzdem noch immer für meine Arbeit gelobt bzw. es wird schön geredet: "Es macht doch jeder mal Fehler". Aber ich merke, dass das nicht meine Art ist.

Kann mich kaum ermutigen etwas anzugehen. Spüre sogar verstärkt die Angst, was ich auf der Arbeit ansonsten eher weniger verspürte. Setze meine eigene Leistung immer herunter, bin mit kaum etwas zu frieden.

Nun wird die Arbeit aber irgendwie zur Belastung. Geht nun soweit, dass ich mir nun für nächste Woche spontan ab Mittwoch Urlaub genommen habe.


Daher frage ich mich teilweise schon ob die Therapie den Stress Wert ist. Hatte das schon letztes Jahr in der Therapie bemerkt. In der Zeit zwischen den beiden Therapien ging es mir dann wieder besser. Und nun seit die Therapie wieder begonnen hat fängt es wieder an immer Anstrengender zu werden.

BFonbnie BecnWnetxt


Ich kann das bestätigen. Während der Therapie ging's mir so schlecht wie nie in meinem Leben.

Ist doch irgendwie auch logisch: man arbeitet verschüttete Dinge auf und das ist brutal anstrengend und schmerzhaft.

Ich bin durch die Hölle gegangen, aber das war es wert!

Diese Sachen gehörten auf den Tisch!

Man muss diesen Schmerz spüren, sich mit dem dunklen Teil in sich beschäftigen, ihn annehmen, ich denke nur so kann man sich damit versöhnen und drüber wegkommen.

Das ist zumindest meine Erfahrung.

Es kostet sehr viel Kraft, aber es lohnt sich :)*

Htezyxm


Da bin ich mir so unsicher. Ich kann da nicht wirklich mit Ja oder Nein antworten. Aber vermutlich ist das schon ein Zeichen was die Richtige Antwort ist!?

Ich kenne die Situation. :)_ ]:D

Aber leider kann ich dazu auch nichts weiteres sagen, als dass man eben weiter probieren muss. AD's wirken ja bei Menschen unterschiedlich und da kann man nur seine eigenen Erfahrungen machen.

Vielleicht wenn du auf SSRIs nicht anspricht, dass du mal in eine andere Substanzgruppe wechselst?

Trizyklische AD's? Neuroleptika? ":/ Da muss dein Arzt wissen, was einen Versuch wert wäre, oder was man lieber sein lassen sollte.

Ich wünschte ich könnte dir mehr bzw. hilfreicheres schreiben. |-o

Wusste früher vielleicht 2-3 mal im Jahr was ich geträumt hatte. Mein letzter Therapeut meinte, dass dies ein schlechtes Zeichen währe.

Ich glaube, das ist gar nicht mal so ungewöhnlich. Viele können sich an Träume nicht oder nur selten erinnern. Glaube nicht, dass da ein erkrankungsspezifisches Problem ist. (Bin ja aber kein Arzt/Therapeut :-p )

Humor ist bzw. war bei mir in den letzten Jahren immer eine Art vieles zu verkraften und nicht zu sehr zu verzweifeln.

:)z

Die Erfahrung habe ich auch gemacht. Sich teilweise über seine eigene Erkrankung lustig zu machen / sie zu verspotten nimmt auch den Schrecken etwas weg. Das ist halt auch ein kraftvolles Mittel. ;-)

Oh großes Wunder. Ich war diese Woche auch bei keiner Selbsthilfegruppe.

War eigentlich schon sehr guter Hoffnung es zu packen. Ging wieder früher von der Arbeit ist zur Zeit sowieso wenig los bzw. schaffe ich sowieso nichts mehr und habe wieder mal 4,50 EUR Parkgebühr geblecht.

Lümmelte dann wieder für fast eine Stunde vor dem Gebäude herum. Und mein Hirn ratterte auf Hochtouren, nur halt nicht auf die sinnvolle Art.

Das tut mir leid, dass es nicht so geklappt hat, wie du es dir vorgestellt hast. :°_

Es ist aber auch eine echte Überwindung den ersten Schritt zu machen.

Jemand der dich begleiten könnte hast du nicht, oder?

Ansonsten mach dich nicht fertig. Wie gesagt, ich sehe es schonmal seeeehr positiv, dass du überhaupt hin bist. :)^

Und vielleicht bist du noch nicht so weit und brauchst einfach noch ein bisschen Zeit?

Nun habe ich mir vorgenommen nächsten Mittwoch zu dem 18:30 Uhr Termin zu gehen. Ist sogar ein spezieller Termin für Neueinsteiger - "Geleitete Selbsthilfegruppe für Neueinsteiger".

Super, dass du dich nicht entmutigen lässt.

Hast du es denn geschafft? :)_

Gebe dann auch noch einen Termin Freitags für "junge" Erwachsene von 18 bis 35. Einerseits spricht mich das noch mehr an, aber hier stört mich das Wort "junge". Obwohl ich von der angeführten Höchstgrenze noch 5 Jahre entfernt bin, rede ich mir ein, dass ich doch nicht zu der Gruppe "junge Erwachsene" gehöre.

Ach, wenn das Alter so angegeben ist, dann ist es doch auch okay so und vielleicht fühlst du dich da sogar wohler? Und wenn dich das "junge" stört, denk es dir weg. :-p


Zu "Mit Therapie ist alles schlimmer":

Auch das finde ich nicht ungewöhnlich. Das geht vielen so (siehe auch Beitrag von Bonnie Bennett).

Was ich dir sagen kann: Die Therapie ist den Stress wert!

Du warst doch voher unglücklich mit irgendwas, sonst hättest du das Ganze gar nicht angefangen.

Therapie ist Arbeit. Schwerstarbeit. Und kurzfristig gesehen wohl eher eine Belastung.

Aber langfristig kann sich soooo viel verbessern. Bitte, bitte bleib dran. :)*

LG

Mbammcut8R6


Seit gestern geht es mir nun seit nun ungefähr 14 Tagen wieder ein bisschen besser. Bin anscheinend aktuell in einem ziemlichen Loch gefangen. Kämpfe mit großer Unsicherheit und Selbstzweifel. Dazu kommen in letzter Zeit verstärkt Gedanken über Suizid und SVV. Jede Kleinigkeit die ich machen soll stellt mich unter Druck und lässt mich förmlich verzweifeln.

Dazu kommt noch, dass ich nicht wirklich mit jemanden darüber sprechen kann. Es fällt mir generell schwer mich jemanden anzuvertrauen und dazu weiß ich, dass es kaum jemanden in meinem Bekanntenkreis gibt der mich wirklich verstehen kann. Es ist ja nicht so, dass sie es nicht verstehen wollen, aber als nicht betroffener eine solche Phase zu verstehen ist halt auch sehr schwer. Und andererseits habe ich auch ein schlechtes Gefühl, meine Mitmenschen immer wieder mit meinen Problemen und Gedanken zu belasten - denn wenn es um Suizid usw. geht muss das Gegenüber das ja auch selbst verkraften können.

Schaffe es ehrlich gesagt gar nicht es auszudrücken wie es mir die letzten Tage gegangen ist. %:|

Heute Abend habe ich wieder eine Therapiestunde. Mal schauen, vielleicht bessert es sich dann ja nochmal ein Stück. Aber eine Stunde ist halt doch etwas wenig. Habe auch schon eine richtige Liste was ich mit ihr besprechen möchte, wofür die Zeit schon mal gar nicht reichen wird und ich mich vermutlich auch nicht trauen werde.

Versuche einfach mal, um etwas Ordnung in meinen Kopf zu bekommen, die Punkte hier niederzuschreiben:

1. Antrag auf Therapiezuschuss durch Krankenkasse neu beantragen.

2. Sinnhaftigkeit einer Doppelstunde bzw. ob überhaupt die Möglichkeit besteht.

Mir kommt vor ich beginne nach einer Stunde gerade mal warm zu werden und wenn ich dann in der Lage währe zu sprechen ist die Zeit um. Habe mir gedacht vielleicht bringt da eine Doppelstunde etwas.

3. Roten Faden der sich durch die Therapiestunden zieht.

Ich sehen mich in den Stunden irgendwie nach Ordnung und Struktur. Aktuell wird es eigentlich anfangs mir überlassen das Gesprächsthema zu wählen. Da ich es aber nicht schaffe das Gespräch zu beginnen, fängt dann die Therapeutin an und es ergibt sich dann immer Stockend ein Gespräch. Aber es kommt mir so vor, dass wir jedes Mal wo anders anfangen und überall offene Fäden zurückbleiben.

4. Die Möglichkeit ihr nicht auf dem Stuhl gegenüber zu sitzen sondern am Boden oder in der Ecke zu sitzen.

Das hört sich vermutlich schon fast bescheuert an, aber immer wenn ich mich schlecht fühle oder unter Druck gesetzt kommt in mir der Drang hoch mich auf den Boden zu setzen oder bei ihr in die Ecke des Raumes. Gleichzeitig kommt dabei das Gefühl eines schutzlosen hilflosen Kleinkindes hoch, dass in der Ecke Schutz sucht.

Weis aber nicht ob das wirklich was bringen würde, aber möchte es mal schaffen es anzusprechen und es eventuell mal zu probieren. Aber spüren schon, dass das sehr sehr schwer wird!

5. SVV Gedanken

In den letzten Tagen habe ich oft wenn ich ein Messer gesehen haben, den Drang verspürt, mir die Arme aufzuritzen bzw. Bilder im Kopf gehabt wo ich sie wirklich extrem aufschlitze. Das wurde teilweise schon sehr schlimm. Mir kahm auch der Gedanke ob ich mich indirekt nicht teilweise auf andere Art selbst verletze.

Meine Therapeutin hat mich anfangs über SVV gefragt. Habe ihr damals gesagt, dass mich laufend Gedanken hierzu plagen, aber ich es nicht umsetze. Darauf hat sie mich gefragt wie es mit häufigen "Unfällen" aussieht. Habe es damals verneint.

Am Wochenende kahm mir dann, dass ich im Sommer eigentlich immer einen Sonnenbrand nach dem anderen habe. So auch wieder letzte Woche. Es sind zwar keine wirklich schlimmen, aber ich habe mich gefragt wieso ich mich eigentlich nie eincreme? Ich denke zwar daran, aber mache es unerklärlicherweise nicht. Und auch wenn ich dann den Sonnenbrand habe erlaube ich mir unerklärlicherweise nicht den Schmerz zu lindern. Ich zwinge mich immer dazu es zu ertragen und durchzuhalten.

6. Themenvorschläge vor der Stunde per Mail

Das habe ich ja schon mal hier beschrieben. Ich möchte der Therapeutin, um mir den Beginn der Stunde zu erleichtern, vorab die Themen die mich beschäftigen per Mail zu senden.

7. Thema Wohnungskauf

Ich habe durch einen Zufall von meinem Bruder eine Info über Wohnungen bekommen, die aktuell im Bau sind und die ich mir doch ansehen könnte. Was ich bisher gesehen habe würde die mir auch wirklich gefallen. Aber alleine der Gedanke, was da alles zu Managen ist. Der Kredit. Die Entscheidungen die da zu treffen währen usw. machen mich fertig.

Habe es mir nicht mal geschafft das ganze mal genauer anzusehen. Und dazu kommt die Angst, dass mich mein Bruder anspricht und fragt wie es den nun ausschaut. %:|


Es gäbe noch viele weitere Dinge die mich zur Zeit beschäftigen und mir Druck machen, aber dann werde ich hier gar nicht mehr fertig. Vieles würde aber denke ich schon einfacher werden, wenn es mir einfach gelingen würde zu sagen: "Tut mir leid, das ist mir gerade alles zu viel, das soll bitte jemand anderes machen."

H0exym


Dazu kommt noch, dass ich nicht wirklich mit jemanden darüber sprechen kann.

Ich verstehe deine Bedenken gut. Was mir da sehr hilft, ist eben mein Faden. Vielleicht könnte deiner auch eine Art Anker für dich werden? :)_

Ansonsten wenn telefonieren einigermaßen geht: In den meisten Städten gibt es Krisentelefone, da kann man auch mal plaudern (anonym ;-) ).

Aber eine Stunde ist halt doch etwas wenig.

Bin anscheinend aktuell in einem ziemlichen Loch gefangen. Kämpfe mit großer Unsicherheit und Selbstzweifel. Dazu kommen in letzter Zeit verstärkt Gedanken über Suizid und SVV.

Hast du mal über einen (erneuten) Klinikaufenthalt nachgedacht? Manchmal kann das echt entlastend vieles an Verantwortung abgeben zu können. Und es ist auch bei weitem intensiver. :)z

Mir kommt vor ich beginne nach einer Stunde gerade mal warm zu werden und wenn ich dann in der Lage währe zu sprechen ist die Zeit um. Habe mir gedacht vielleicht bringt da eine Doppelstunde etwas.

Ich weiß ja jetzt nicht, wie deine Therapiestunde gelaufen ist... Aber ich weiß, dass grundsätzlich die Möglichkeit besteht. Ob es tatsächlich eine Doppelstunde ist - immerhin ist das ja ziemlich anstrengend - oder eben zwei mal pro Woche Therapie.

Wenn du es nicht angesprochen hast, spreche es unbedingt mal an. :)*

Ich sehen mich in den Stunden irgendwie nach Ordnung und Struktur. Aktuell wird es eigentlich anfangs mir überlassen das Gesprächsthema zu wählen. Da ich es aber nicht schaffe das Gespräch zu beginnen, fängt dann die Therapeutin an und es ergibt sich dann immer Stockend ein Gespräch. Aber es kommt mir so vor, dass wir jedes Mal wo anders anfangen und überall offene Fäden zurückbleiben.

Hast du das so mal gegenüber deiner Therapeutin ausgesprochen?

Menschen stellen ja meist unterschiedliche Erwartungen an eine Therapie. Manche wollen halt eher über das Aktuelle, also die vergangene Woche reden und manche brauchen halt diese klare Linie. Und ein Psychologe kann auch nicht in Köpfe reinschauen und schauen was du willst. ;-D

Weis aber nicht ob das wirklich was bringen würde, aber möchte es mal schaffen es anzusprechen und es eventuell mal zu probieren. Aber spüren schon, dass das sehr sehr schwer wird!

Wenn du den Eindruck hast, dass es helfen könnte, dann probiere es ruhig mal aus. :)z @:)

Es sind zwar keine wirklich schlimmen, aber ich habe mich gefragt wieso ich mich eigentlich nie eincreme? Ich denke zwar daran, aber mache es unerklärlicherweise nicht. Und auch wenn ich dann den Sonnenbrand habe erlaube ich mir unerklärlicherweise nicht den Schmerz zu lindern. Ich zwinge mich immer dazu es zu ertragen und durchzuhalten.

Ich würde das nicht unter SVV, sondern SSV (Selbstschädigendes Verhalten) einordnen, wobei der Übergang auf fließend ist. Bewusste Inkaufnahme von körperlichen Schäden (Sonnenbrand) und Verweigerung von Schmerzbehandlung gehört definitiv in die Ecke SVV/SSV.

7. Thema Wohnungskauf

Da kann ich leider wenig dazu beitragen. |-o

Wenn es aber für dich zu viel scheint, dann würde ich sagen lass es lieber oder frag jemanden um Hilfe beim regeln der ganzen Sachen (Dein Bruder?).

Ansonsten.... PN. @:)

LG,

SZaldxo


Du bist ja schon mächtig am Selbstbestrafen. Obwohl dein Kopf ganz genau weiß, dass es nicht gut ist, in der Therapiestunde nichts zu sagen, zerrt dein Unterbewusstsein so lange und so heftig an dir, bis es gewonnen hat. Und das ist ja auch kein Wunder: das UB ist viel stärker in deiner Steuerung als Du. Was dein UB nicht weisst, ist, dass Du es überlisten kannst: es arbeitet nämlich nach Mustern. Und diese Muster hast Du ihm vorgegeben. Irgendwann einmal als es nötig war, Entscheidungen zu treffen. Da warst Du noch ziemlich klein.

Heym hat es schon gesagt, es hilft alles nichts: jeder Marathon beginnt mit dem ersten Schritt. Den hast Du noch gar nicht getan. Und Du hast in jeder Therapiestunde, auch jedesmal wenn Du vor der Tür stehst, wieder die Chance, ihn zu tun.

Ich schlage Dir folgendes vor:

Druck das hier alles aus und nimm es mit zur Therapeutin. Sag kein Wort und gib es ihr.

Yoda hat gesagt: "Nicht versuchen, tun Du musst."

Ohne deinen Willen wird nichts gehen.

MOam@mut8x6


Hallo,

in den letzten Tagen ging es mir recht gut. Das habe ich zum Großteil meiner Cousine R., meiner Tante M. und meinem Cousin R. und seiner Freundin K. zu verdanken. War von ihnen in den letzten Tagen eingeladen, da ich vor kurzem Geburtstag hatte.

Vor allem meinen Cousine R. und die Freundin von meinem Cousin K. sind zwei Personen mit denen ich sehr gut reden kann. Habe mich ihnen gut unterhalten können und auch ein paar Dinge besprechen können die mich beschäftigen. ... ... and for a moment for a moment I was happy ... ... ... and for a moment for a moment i found hope... ...zeit Textstellen aus einem Lied das ich sehr schön finde.

Ich denke ich war am Montag sogar glücklich und froh darüber was sie für mich getan haben. Die Einladung. Die Geschenke (wobei das von meiner Tante wieder komplett übertrieben ist). Ich habe sogar darüber nachgedacht allen eine SMS zu senden wie dankbar ich ihnen bin, da ich mich in diesen Situationen gefühlsmäßig nicht wirklich ausdrücken kann und dann oft eher gelangweilt oder vielleicht sogar gekränkt wirke (zumindest meine gefühlte Auffassung). Aber konnte mich bisher nicht dazu durchringen. Mal sehen ":/


Und heute bin ich wieder komplett fertig bzw. war komplett fertig. Hatte sogar schon ein Messer in der Hand und wollte mich ritzen bzw. habe es sogar mehr oder weniger versucht. Aber zum Glück bin ich da doch sehr ängstlich und wir haben keine sehr scharfen Messer. Also ist es nochmal gut ausgegangen.

Und das nur weil ich mir eine einzige Aufgabe vorgenommen habe. Ich wollte mit meinen Eltern bezüglich des Wohnungskaufes reden. Da ich von ihnen dafür Geld bekommen würde, ich aber keine Ahnung habe wieviel, wollte ich das mit ihnen mal ungefähr besprechen. Dies ist nötig damit ich mir das finanziell mal ansehen kann um zu prüfen ob ich mir das ganze überhaupt leisten kann mit Kredit und so.

Aber das kommt mir vor wie die Besteigung eines 8tausenders. Aber ich will nicht aufgeben. Habe es mir nun für morgen Abend vorgenommen. Da ich morgen wieder eine Therapiesitzung habe und die Situation mit der Therapeutin besprechen möchte, hoffe ich das ich es dann etwas entspannter angehen kann.

Übrigens: Nachdem ich beschlossen habe es für heute sein zu lassen, habe ich mich größtenteils beruhigt. Es ist zwar eine depressive Stimmung geblieben aber das gröbste ist vorbei.

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