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Mein Weg ins (neue) Leben

MJammu?t86


Ich verstehe deine Bedenken gut. Was mir da sehr hilft, ist eben mein Faden. Vielleicht könnte deiner auch eine Art Anker für dich werden? :)_

Ja ich denke das mir der Faden auch gut tut. Ich spüre meist wie es mir gleich ein Stück besser geht wenn ich hier etwas niederschreibe und es zum Teil auch den Druck von mir nimmt.

Leider kostet es mich manchmal sehr viel Überwindung oder ich schaffe es einfach nicht meine Situation zu formulieren. Es wird aber denke von Beitrag zu Beitrag besser.

Ansonsten wenn telefonieren einigermaßen geht: In den meisten Städten gibt es Krisentelefone, da kann man auch mal plaudern (anonym ;-) ).

Das funktioniert bei mir leider überhaupt nicht. :=o . Ich habe zwar keine generelle Angst vor dem telefonieren und telefoniere im Beruf oder um etwas abzuklären usw. ohne Probleme. Aber wenn es darum geht über mich zu plaudern, dann bin ich am Telefon ungefähr so gesprächig wie ein Taubstummer. ;-D

Manchmal kann das echt entlastend vieles an Verantwortung abgeben zu können.

Verantwortung scheint bei mir ein entscheidendes Thema zu sein. Mir ist selbst schon mal die Erkenntnis gekommen und letztens hat es auch die Therapeutin angesprochen: Ich scheine große Angst vor Verantwortung zu haben. Das wird sicherlich noch Thema in einigen Stunden sein.

Und ein Psychologe kann auch nicht in Köpfe reinschauen und schauen was du willst. ;-D

Auch wenn die Vorstellung im normalen Alltag nicht so schön ist, währe ein Telepath für eine Psychotherapie schon eine geile Sache. ;-D Der würde aber wahrscheinlich nach ein paar Blicken in unsere kranken Köpfe selbst zum Fall für die Klapse. ]:D

Super, dass du dich nicht entmutigen lässt.

Hast du es denn geschafft? :)_

Ja ich war nun endlich bei der Selbsthilfegruppe :-D . Ich war nun zwei mal bei der geleiteten Selbsthilfegruppe am Mittwoch. Aber habe ich da ehrlich gesagt überhaupt nicht wohl gefühlt. Der Altersschnitt lag denke ich auch so um die 50 oder höher.

Habe mich dann letzte Woche überwunden zu der Selbsthilfegruppe für junge Erwachsene zu gehen. Und was soll ich sagen. Ich habe mich da sehr wohl gefühlt und ich denke ich werde diese in nächster Zeit mal regelmäßig besuchen. :-D

Yoda hat gesagt: "Nicht versuchen, tun Du musst."

Erstmals danke für diesen Satz. Der hat mir als ich ihn gelesen habe gleich ein lächeln auf den Mund gezaubert. Ich liebe diese verdrehten Yodasätze. ;-D

Druck das hier alles aus und nimm es mit zur Therapeutin. Sag kein Wort und gib es ihr.

Da es letzte Woche überraschend ziemlich gut gelaufen ist, möchte ich es in den nächsten paar Wochen noch so versuchen. Aber ich habe mir schon fix vorgenommen, wenn es wieder schlechter wird es mit Zetteln oder per Mail zu versuchen. Es ist mir oder vielleicht besser gesagt es wird mir klar, dass es nur Schritt für Schritt gehen kann.

Msammoutx86


Hallo wieder einmal,

habe nun lange wieder mit mir gerungen hier zu schreiben. Obwohl ich fast täglich hier reingeschaut habe, konnte oder vielleicht wollte ich mich auch nicht dazu durchringen etwas niederzuschreiben.

Es fällt mir einfach schwer die richtigen Worte zu finden. Meine Gefühle, meine Bedürfnisse oder einfach generell meine Gedankenwelt in Worte zu fassen. Oder ich bin mit den Worten die ich finde einfach nicht zufrieden. Wahrscheinlich ist das der Perfektionismus der mir schon einige male nachgesagt wurde.

Die letzten Wochen waren im großen und ganzen immer ein auf und ab. Je besser es mir teilweise in einer Situation ging, desto stärker kahm danach das Tief. Ich erlebte immer wieder schöne Momente, mir wurde zum Teil auch in gewisser Weise ein wenig die Augen geöffnet, aber so sicher wie das Amen im Gebet kahm dann meist Abends oder Nachts die Dunkelheit zurück und machte mich regelrecht fertig.

So wurde ich z.B. von einer Cousine und ihrem Mann eingeladen eine Radtour zu machen. Diese war soweit auch schön, auch als wir zu einem Badesee gefahren sind, was zuvor aber nicht ausgemacht war. Die beiden waren jedenfalls darauf vorbereitet und meinten ich könne ja einfach mit der kurzen Hose die ich anhatte baden, was ich nach kurzem überlegen auch machte.

Ganz überraschend bereitete mir das Baden große Freude, obwohl ich mich dazu schon seit Jahren nicht mehr ermutigen konnte, da ich hierfür viel zu unsicher war, bzw. es mir einfach großes Unwohlsein bereitet hatte.

Es kahm mir dann auch die Einsicht, dass ich in gewissen Dingen einfach über meinen Schatten springen muss und versuchen müsste wieder mehr zu leben!

Aber Abend kahmen mir dann plötzlich wieder die großen Zweifel. Zweifel darüber ... ... worüber eigentlich? Ich kann das nicht wirklich benennen. Zum großen Teil über die Absichten der beteiligten Personen. Darüber ob sie mich wirklich mögen. Über ihre Motivation für dieses Unternehmen. Vertrauen in andere Personen ist sowieso ein sehr großes Thema bei mir.

Dann sind bzw. waren da auch noch Zweifel darüber ob ich so etwas überhaupt machen dürfte, ob mir so ein Unternehmen, ich sag mal so ein Spaß, überhaupt zusteht. Zweifel ob ich wirklich im Sozialen Umfeld akzeptiert und aufgenommen werde.

Weiteres belastet es mich der generelle Umstand dieser Gefühlswandlungen. Ich weis nicht wirklich wie ich das erklären soll. Einfach zu wissen, dass ich kaum mal etwas wirklich genießen kann, bzw. ohne dass danach sofort ein Tief folgt, raubt mir irgendwie die Kraft. Ich mag das einfach nicht mehr!


Ich muss denke ich generell versuchen mein Denken positiver zu gestalten. Man kann mich glaube ich getrost einen Pessimisten nennen. Gehe meist gleich mal vom schlimmsten aus und sehe alles schwarz. Oder manchmal dann auch mal wieder fast komplett mit rosaroter Brille und laufe fast unbekümmert gegen die Wand.

Mache jetzt mal Schluss. Vielleicht schaffe ich ja in den nächsten Tagen noch was zu schreiben.

Moamwmut8x6


Leider wieder ein sehr be...issener Tag

Ich habe mich denke ich nun doch überwunden aufzuschreiben, was ich gestern erlebt habe. Es zumindest zu versuchen. Es war bis zum späten Nachmittag ein recht normaler Tag. Ich konnte mich zwar nicht überwinden etwas zu unternehmen oder zu erledigen, aber die depressiven Gedanken usw. hielten sich in Grenzen.

Am späteren Nachmittag hatte ich gestern meine wöchentliche Therapiesitzung, welche leider der Anfang des be...issenen Tages war. Schon der Anfang fiel mir schwer, jedes Wort kostete mich enorme Überwindung, egal ob es um meine Gefühle ging oder belangloser Smalltalk.

Jede Minute die verging machte es mir auch schwerer der Therapeutin zu folgen. Es war als wollte ich alles ausblenden was auch nur im geringsten mit der Therapiestunde zu tun hätte. Alles andere kahm mir so viel intensiver vor. Das rattern des Ventilators, das Knarren in den Wänden, um Fußboden. Ein beiläufiges Geräusch von draußen welches hereindringt.

Ich verspürte innerlich denke ich einen enormen Wiederstand. Aber ich kann nicht sagen wieso, warum. Und dann plötzlich ging es los: Die Gedanken an die Worte, die Prophezeiung meines alten Therapeuten: "Die anderen Therapeuten werden mit dem Schweigen nicht klar kommen! Die meisten hätten sie schon aus der Therapie geworfen!" Und noch einige andere Sätze.

Dazu dann die Reaktionen der Therapeutin auf mein Schweigen und vielleicht auch komplette ausklinken aus der Stunde durch mein Augenschließen. Sie wollte nun immer stärker eine Reaktion von mir erwirken. Begann Antworten von mir zu verlangen, aber ich konnte nichts sagen. Dafür war ich schon wieder viel zu sehr im Schweigen gefangen, welches ich noch immer nicht wirklich begreifen kann.

Jedenfalls fühlte ich mich langsam immer mehr von meiner Therapeutin in die Ecke gedrängt, wobei sie das sicherlich nicht beabsichtigt hatte. Ich wartete schon nur mehr auf den Satz: "Wenn sie mir nicht überzeugend zeigen können dass es ihnen gut geht, muss ich die Rettung rufen!".

Dazu kahm es zum Glück nicht, da ich mich doch noch zu ein paar Worten durchringen konnte. Leider ging ich dann mit dem Gefühl, die Therapeutin währe wütend und enttäuscht auf mich. Halt so als ob sich die Sätze oben erfüllt hätten.

Auch wenn ich es nicht erklären oder näher beschreiben kann, habe ich seit gestern das Gefühl eine andere, leider eher negative, Einstellung zu meiner Therapeutin zu haben. Bis gestern war ich voller positiver Worte über sie und hatte zumindest hin und wieder die Einstellung es könnte sich vielleicht wirklich alles mal zum positiven ändern wird(obwohl ich diese Therapie aus eigenem Antrieb heraus mache, habe ich keine wirklich Hoffnung, dass sich das ganze mal auszahlen wird).

Das Ganze hatte ich nachdem ich die Stunde verlassen hatte ziemlich schnell, ich denke leider zu schnell, wieder verdrängt.

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