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Schlafprobleme...

T,oby_ hat die Diskussion gestartet


Vor einigen Wochen war ich einmalig bei einem Osteopathen. Durch Kopfmassage kam es bei mir zu einem Gefühl im Hinterkopf, was man durchaus als "orgasmisch" einordnen könnte. Gut, dachte ich mir, der weiß wohl, wo man was berühren muss, damit genau das passiert.

Nun, seit ein paar Tagen ist mir aufgefallen, dass sich dieses Gefühl beim Schlafengehen wieder bemerkbar machte, immer dann, als ich so langsam in den Schlaff "überglitt". Und gerade eben ist es passiert - ich hatte wieder so ein explosionsartiges Empfinden im Hinterkopf. Ich habe immer noch erhöhten Puls....Weil ich a) nicht weiß, was das ist und b) warum das passiert.

Dazu muss ich sagen, dass ich derzeit sehr viel Stress habe und mich auf unterster Ebene persönlichen Wohlbefindens einordnen würde. Vielleicht sorgt dieses "Zur Ruhe kommen" beim Schlafengehen dafür, dass mein Körper so reagiert?

Auch habe ich öfters Panikattacken innerhalb der ersten Stunde des Schlafes (Herzrasen, Schweiß,...).

Insgesamt kann man sagen, dass ich einfach nicht mehr normal ein- und durchschlafen gehen kann, so wie es früher der Fall war. Kann man alle diese Symptome auf den Stress und die Unzufriedenheit schieben? Und, um an oben anzuknüpfen - kennt jemand besagtes Gefühl ?

(Ich bin kein ängstlicher Mensch, doch im Augenblick nervt es mich zum Beispiel wieder tierisch, dass ich mir über sowas den Kopf zerbreche und nicht schlafen kann. Vielleicht kann mir jemand deutlich machen, dass das nichts weiter ist. ^^)

Ich freue mich über jede Antwort :-) .

LG Toby

Antworten
NdotMic4hael)Caine


Vor einigen Wochen war ich einmalig bei einem Osteopathen. Durch Kopfmassage kam es bei mir zu einem Gefühl im Hinterkopf, was man durchaus als "orgasmisch" einordnen könnte. Gut, dachte ich mir, der weiß wohl, wo man was berühren muss, damit genau das passiert.

Gibts ne Möglichkeit, dass Du mit dem Osteopathen nochmal sprichst und ihm das schilderst - so wie hier? Wäre vielleicht der kürzeste Weg momentan?!

Dazu muss ich sagen, dass ich derzeit sehr viel Stress habe und mich auf unterster Ebene persönlichen Wohlbefindens einordnen würde. Vielleicht sorgt dieses "Zur Ruhe kommen" beim Schlafengehen dafür, dass mein Körper so reagiert?

Auch habe ich öfters Panikattacken innerhalb der ersten Stunde des Schlafes (Herzrasen, Schweiß,...).

Das ist Mist ... Zur Ruhe kommen sorgt oft dafür dass Sachen hochkommen, die wir tagsüber gut verdrängen. Das Problem ist, dass die dann noch nicht unbedingt konkret benennbar sein müssen, was dann bei der Problemlösung zuerst mal nicht weiter hilft. Redest Du mit jemandem darüber? Mit Freunden? Also über Ängste und über Möglichkeiten, die in eurer Phase des Lebens ja gerade auf euch zukommen?

Gerade über Angst zu reden kann sehr viel helfen sie realistischer zu bekommen. Ängste die hauptsächlich in Deinem eigenen Kopf statt finden können eine blockierende übergroße Eigendynamik entwickeln. Ängste haben auch wichtige Aufgaben - uns eben auch zu warnen! Manchmal verlieren sie aber in uns selbst die Perspektive und gallopieren dann unkontrolliert in gedankliche Kathastrophenszenarien, die nicht überschaubar sind.

Wenn Du sie aussprichst können sie im Gespräch mit anderen kleiner werden. Hast Du jemand der die ernst nehmen kann, aber eben weder klein redet noch überdimensional aufplustert? Der Dich auch an ähnliche Situationen in der Vergangenheit erinnern kann, in der vorher erdachte Kathastrophenszenarien eben trotz Befürchtungen nicht eingetreten sind?

Liest Du gern?

:)_

Txobyx_


Gibts ne Möglichkeit, dass Du mit dem Osteopathen nochmal sprichst und ihm das schilderst - so wie hier? Wäre vielleicht der kürzeste Weg momentan?!

Vielleicht sollte ich das machen....Aber ich fand den Besuch damals sehr unangenehm. Ich kann es nicht leiden, wenn Fremde mich intimer anfassen (nicht falsch verstehen^^, aber man gibt sich ja in solchen Situation "in fremde Hände").

Redest Du mit jemandem darüber? Mit Freunden? Also über Ängste und über Möglichkeiten, die in eurer Phase des Lebens ja gerade auf euch zukommen?

Die Sache ist.... Mir ging es immer gut, und ich hatte auch nie das Bedürfnis, mich jemanden anzuvertrauen (außer in einer Sache, aber das weißt du ja, NotMichaelCaine :)_ ) . Nun ist es so, dass ich schon länger krank bin. Mittlerweile gibt es eine vermeintliche Diagnose (in 2 Wochen bin ich beim Rheumatologen, dann weiß ich hoffentlich mehr). Die Angst ist "nur", dass ich kein normales Leben wie bisher mehr führen kann, dass es mir dauerhaft schlecht geht.

Hast Du jemand der die ernst nehmen kann, aber eben weder klein redet noch überdimensional aufplustert?

Meine Freundin. Aber in dem Fall kann sie auch nicht helfen... Ich warte auf die Diagnose, dann schaue ich weiter. Wäre wohl der beste Ansatz.

Liest Du gern?

Oh ja :)z . Danke für den kleinen Anstoß. Ich wollte mir erst ein Buch zulegen. Das mache ich. Meinst du, dass ich Abends lesen kann, um zur Ruhe zu kommen?

Lg :-)

N3otM=ichaelxCaine


Aber ich fand den Besuch damals sehr unangenehm. Ich kann es nicht leiden, wenn Fremde mich intimer anfassen (nicht falsch verstehen^^, aber man gibt sich ja in solchen Situation "in fremde Hände").

Ok - nee, dann ist das nichts. Kann ich gut nachvollziehen. Wenn da kein Vertrauen da ist kann das schwierig sein. Vielleicht kannst Du Deine Symptome noch mal so allgemein wie hier in einem Forum für Osteopathie schildern? Nur so zur Sicherheit. Vielleicht antwortet ja auch hier nochmal jemand, der sich mit Osteopathie etwas auskennt.

Mir ging es immer gut, und ich hatte auch nie das Bedürfnis, mich jemanden anzuvertrauen (außer in einer Sache, aber das weißt du ja, NotMichaelCaine :)_ )

:) ja - Du hast quasi noch keine "Routine" dafür ;-) - das is ok. Unabhängigkeit ist klasse! Aber jeder - ausnahmslos jeder Mensch braucht irgendwann im Leben mal irgendeine Form von Hilfe und Unterstützung. Das ist ganz normal. Wenn wir mit einfacheren Situationen "geübt" haben sind wir später eher in der Lage wenn etwas ganz dramatisches passiert schneller um Hilfe zu bitten. Keiner will Hilfe brauchen ;-). Aber es ist gut zu wissen, das und wie wir welche bekommen können und vor allem wie wir dabei konkret werden können. Wenn Du das jetzt lernst hast Du diese Fähigkeit für Dein ganzes Leben.

Nun ist es so, dass ich schon länger krank bin. Mittlerweile gibt es eine vermeintliche Diagnose (in 2 Wochen bin ich beim Rheumatologen, dann weiß ich hoffentlich mehr). Die Angst ist "nur", dass ich kein normales Leben wie bisher mehr führen kann, dass es mir dauerhaft schlecht geht.

OK! Das ist keine Kleinigkeit. Diese Art von Angst. Die würde ich an Deiner Stelle schon mit jemandem teilen wollen auch wenn derjenige da grade nichts konkretes machen kann. Er kann mitdenken und mir eben das Gefühl vermitteln, dass was immer da kommt ich da nicht allein durch muss. Das hilft oft schon um einen Teil der Angst abzubauen.

Ängste sind was komisches. Ignorieren funktioniert auf Dauer nie. Es scheint nur eine Zeit lang so. Aber das Unterbewusstsein lässt sich nicht wirklich austricksen und hat die trotzdem noch in petto. Da ist es nicht verwunderlich, wenn Du schlecht schläfst.

Momentan ist die Diagnose nicht sicher, wenn ich Dich richtig verstanden habe. Das bedeutet dass Du in der Luft hängst. Das kann schon an den Nerven zerren! Das würde es bei jedem! Wirklich! Du musst da nicht cool drüber stehen. Die Situation ist sch.. und das sollte man so auch sagen. Dieses in der Luft hängen wird ja zum Glück nicht ewig dauern.

Für diese Zeit: Wenn Du magst schau mal hier in den [[http://www.med1.de/Forum/Psychologie/378883/#p9036034 Tipps zur Angstbewältigung - Faden]]. Nicht alles davon passt auf Deine Situation.

Sind die Angst Gedanken momentan konkret da vor dem Einschlafen? Nach dem Motto: Was wäre wenn?

Oder fühlst Du einfach nur Deine körperlichen Reaktionen wie beschrieben?

Es gibt Atemtechniken die bei Panikattacken helfen können:

[[https://www.youtube.com/watch?v=K__g4oQU4Ls Hier]] ein Beispiel. Welche für Dich funktioniert - probier mal.

Meine Freundin. Aber in dem Fall kann sie auch nicht helfen... Ich warte auf die Diagnose, dann schaue ich weiter. Wäre wohl der beste Ansatz.

Naja - direkt helfen im Sinne von was aktiv tun oder Dir Lösungen präsentieren muss sie ja auch nicht. Darum gehts gar nicht. Aber sie kann Dich schon begleiten und eben dabei sein. Versuch das nicht auszuschliessen. Dieses andere auch an Situationen beteilligen können, in denen man sich selbst sehr schwach oder sogar hilflos fühlt ist insgesamt eine wichtige Eigenschaft im Leben, die Du immer mal wieder brauchen kannst. Es geht nicht darum jede X-beliebige Person "vollzujammern" sondern darum authentisch mit ein paar ganz ausgewählten Personen über das sprechen zu können was einen selbst bewegt, selbst wenn es ganz schrecklich negative Dinge sind. Das verbindet nämlich auch und will geübt und gelernt werden, wie man sowas machen kann.

Ängste blockieren uns im Kopf. Ich weiss nicht ob Du da schon mal Infos darüber gesehen hast aber Gerald Hüther erklärt das z.B. ganz gut. ([[https://www.youtube.com/watch?v=CDbWQPqZBcA hier z.B. in 5 Minuten]]). Je nach Angst kann die tatsächlich durch Gespräche weniger werden. Es gibt z.B. ja auch Menschen, die Angst vor dem Computeromographen haben. Wenn diese Angst groß, aber noch nicht panisch ist weiss jeder Arzt hilft es sich mit diesen Menschen zu unterhalten bzw. ihnen etwas zu erzählen, wenn während die Röhre arbeitet. Klar - wenn die Panik zu groß ist reicht das allein nicht, aber es hat einen Effekt. Deshalb ist reden so wichtig.

Ihr müsst ja nicht dauernd darüber reden was wäre wenn. Aber wenn Du's mal aussprichst und sie zuhört und dich in den Arm nimmt hilft das schon! Mit Freunden kann man ja auch manchmal superschwierigen ernsten Situationen eine Art Galgenhumor abgewinnen. Das löst etwas diese neurologische Spannung und hilft Ängste in die richtige Relation zu setzen.

Ich wollte mir erst ein Buch zulegen. Das mache ich. Meinst du, dass ich Abends lesen kann, um zur Ruhe zu kommen?

Lesen kann helfen! Oder natürlich Musik hören. Manche nehmen auch Audiobücher oder eben geführte Entspannungsübungen. Kannst Du mit letzterem was anfangen? Du hast ja sicher ein Smartphone oder? Schau mal bei den Podcasts oder z.B.

[[https://www.youtube.com/watch?v=c8NdFOXBgxE hier]] ;-). Entweder Du musst dann lachen ( hilft auch gut gegen Angst ;-) ) oder Du merkst - ey das funktioniert ja für mich oder Du schläfst vielleicht durch die monotone Stimme schon ein.

Halt uns auf jeden Fall auf dem Laufenden wegen Deiner Diagnose... Vielleicht magst Du auch jetzt schon was dazu schreiben?

HNyfperioWn


Toby_

Kann man alle diese Symptome auf den Stress und die Unzufriedenheit schieben? Und, um an oben anzuknüpfen - kennt jemand besagtes Gefühl ?

Stress und Unzufriedenheit kann dazu führen das du nicht mehr gut schlafen kannst, es also zu Schlafstörungen kommt. Stress, Ärger, Sorgen, Ängste, Probleme ect können zu Schlafstörungen führen.

Wichtig ist, das du abends im Bett nicht mehr mit dem Handy on gehst, also Whats App, Face usw xD

Auch solltest du kein TV oder PC Spiele mehr spielen wenn du im Bett bist. Weil dann kommt das "Dracula"-Hormon [[https://de.wikipedia.org/wiki/Melatonin Melatonin]] nicht zu dir ;-D

Lies dazu mal hier:

[[http://www.spiegel.de/gesundheit/diagnose/licht-von-handy-laptop-und-tablet-stoert-schlaf-a-1003928.html Licht von Handy-Laptop stört den Schlaf]]

Das Hormon Melatonin, der Zeiger der inneren Uhr, wird bei Dunkelheit von der Zirbeldrüse im Gehirn ausgeschüttet. Helligkeit hingegen hemmt die Sekretion des Hormons.

Neben dieser träge auf Licht ansprechenden, sogenannten zirkadianen Rhythmik signalisiert blaues Licht sofort: Wachbleiben! "Eine solche 'Blaudusche' macht uns sehr schnell wach", erklärt Christian Cajochen, Leiter des Zentrums für Chronobiologie an der schweizerischen Universität Basel. "Das ist wie ein Koffeineffekt."

Der Grund ist, dass spezielle Photorezeptoren in unserer Netzhaut auf blaue Wellenlängen um 480 Nanometer besonders empfindlich reagieren. Sie produzieren das Protein Melanopsin und leiten darüber die Wahrnehmung von Licht an unsere innere Uhr im Gehirn weiter. Diese liegt in einem Zellhaufen über der Sehnervenkreuzung und ist durch Nervenfasern mit der Melatonin-produzierenden Zirbeldrüse verbunden.

Ich denke aber, wenn der Stress nachlässt sollte es mit dem Schlaf wieder besser werden.

Wichtig ist, das du für dich gute Bedingungen zum schlafen schaffst.

- Kein Handy, PC, TV im Bett

- Bequemes Schlaflager schaffen

- Ins Bett gehen wenn du müde bist. Sich wach halten, gegen die innere Uhr anzukämpfen kann auch zu Schlaflosigkeit führen.

- Auf Umgebungstemperatur achten, nicht zu kalt und nicht zu warm

- Zimmer verdunklen. Wenn du keine Rollos oder nur Vorhänge hast wo Licht durchkommen kann, kann das den Schlaf stören. Oder z.B. eine Strassenlampe vor dem Haus die ins Zimmer leuchtet ect

- Alkohol und Kaffee sollte man abends auch meiden

- ein Einschlafritual schaffen.

Das kannst du versuchen umzusetzen, vielleicht hilft es dir. :)_

Wenn es dich interessiert dann lies auch mal zum Thema [[https://de.wikipedia.org/wiki/Chronobiologie Chronobiologie]]

Grüsse

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