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Psychologin verlässt den Wohnort

Alias 723447


Hallo zusammen,

@ Sheep,

hm, mit der Selbsthilfegruppe glaube ich eher nicht, daß es mir helfen wird.

Es sind viele Dinge, die ich in der Therapie erzählt und auch wieder vergessen habe. Hört sich etwas komisch an, ich weiß. Sie hat viele Veränderungen bei mir mitbekommen und kann mich manchmal besser einschätzen, als ich mich selbst.

Es geht auch um Dinge, die für mich traumatisch waren und wir haben es immer noch nicht geschafft, dabei vorwärts zukommen. Immer wieder komme ich in eine instabile Phase.

@ Cinderella,

ja, ich bin echt aus allen Wolken gefallen. Bis ich es genau realisiert hatte, waren ein paar Stunden vergangen.

Klar, eine Versetzung kann immer vorkommen, das finde ich nur normal. Mir wäre es lieber gewesen, wenn sie es zum Anfang der Stunde erklärt hätte und wir zusammen darüber gesprochen, wie ich damit umgehen könnte.

Was deine damalige Psychologin gemacht hat, war meiner Meinung nach auch wirklich alles andere, als professionell. :|N

@ loveable<3,

finde ich gut, daß dein Psychologe sagte, daß er die Therapie nicht beendet, wenn du noch etwas aus der Therapie mitnehmen kannst. Ich fragte ja meine auch schon und sie sagte, daß ich noch Therapie bräuchte.

Sie werde ich aber höchstwahrscheinlich nicht mehr sehen. Sie hat es schriftlich weitergereicht, außerdem kann der/die neue Therapeut/in die Krankengeschichte einsehen. Der Psychiater ist auch auf der selben Station. Es ist bei uns so. Psychologen und Psychiater arbeiten zusammen.

Trotzdem wird es sowieso eine Zeit dauern, bis sie mir bei jemandem neuen einen Termin geben. Es gehen 3 Psychologinnen gleichzeitig.

Bei einem männlichen Psychologen werde ich mich nicht öffnen können.

SWunflIowerx_73


Okay, die Info am Ende der Sitzung zu erhalten, war richtig blöd. In doppelter Hinsicht. Dass man es nicht vorher wusste - und nicht mal die Chance bekam, die Info IN der Sitzung zu verarbeiten.

Aber: So ist es.

Neun Jahre sind eine lange Zeit, selbst bei Terminen nur 1x im Monat. In Deutschland liegen die Grenzen für Verhaltenstherapie (wurde hier FALSCH geschrieben) bei 60, in Ausnahmefällen 80 Sitzungen. Aber man versucht schon, mit 45 Sitzungen durch zu sein.

Viel wichtiger als die Sitzungsanzahl ist aber die Frage: Ging es überhaupt darum zu lernen, die Probleme EIGENSTÄNDG zu bewältigen? Oder war die Therapeutin ein willkommener Anlaufpunkt, um Probleme abzuladen? Hat ihre Anwesenheit verhindert, dass man sich andere Leute sucht?

Was Du jetzt tun kannst: Dich auf die hoffentlich in der Therapie gelernten Dinge konzentrieren - und ganz bewusst eigenständig anwenden. Denn in 9 Jahren, selbst mit nur einem Termin pro Monat, sind doch etliche Sitzungen zusammen gekommen und Du solltest daraus etwas mitgenommen haben.

Ansonsten (falls Du rein faktisch immer noch Anrecht auf Therapie hast) bleibt Dir nur, offen mit einem evtl. Nachfolger zu arbeiten. Du fängst vielleicht mit der Person von vorne an - aber Du hast schon Erfahrungen und Erkenntnisse. Hoffe ich zumindest. Bau' darauf auf und plane diesmal, dass die Therapie keine lebenslange Begleitung werden soll.

Alias 723447


Nein, lebenslang möchte ich keine Therapie machen.

Ich versuche schon, dass was ich lerne anzuwenden.

Es war nicht nur, um Probleme abzuladen. Ich glaube, wenn ich keine Therapie gemacht hätte, hätte ich mir vor Jahren schon das Leben genommen, insofern hat die Therapie durchaus geholfen, außerdem bin ich arbeitsfähig, es hat sich vieles verbessert aber damit es mir wirklich besser gehen würde, müßte man an meinen Traumata arbeiten und das haben wir noch nicht geschafft. Ich habe ehrlich Angst, bei jemandem neues das aufzuarbeiten. Ich weiß nicht, wie ich das angehen soll. Weil da am Anfang die Vertrauensbasis fehlt.

Aber egal.

Ich habe genug Antworten bekommen und bedanke mich bei allen.

S|unfDlow|er!_x73


Vertrauen kann wachsen... Und Du bist im Gegensatz zu einem Therapieneuling die Therapiesituation an sich jetzt schon gewohnt. Und: Du weißt, dass Du schon mal vertrauen konntest!

Alias 723447


Ja, das stimmt allerdings. @:)

Danke

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