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Wie kann ich Sex nach Vergewaltigung wieder genießen?

T.inkerZbellx3110 hat die Diskussion gestartet


Hallo ihr Lieben,

Ich wurde vor ca. 10 Jahren vergewaltigt. Zu diesem Zeitpunkt war ich erst 14 Jahre und hatte auch noch kaum Erfahrungen im Bereich Sex.

Seit 2,5 Jahren bin ich glücklich vergeben und hatte anfangs ziemliche Angst was das Thema Sex betrifft. Nach langem Hin und Her habe ich dann meinem Freund davon berichtet. Er weiß nur, dass es passiert ist, er weiß nicht unter welchen Umständen oder von Details der Tat. Glücklicherweise hat er total verständnisvoll reagiert und mir seine Hilfe angeboten und mich nicht sitzen gelassen.

Wir sind super glücklich und ich bin sehr froh, dass ich ihn an meiner Seite habe. Die einzigen Probleme die wir bzw. ich habe, sind beim Sex. Ich kann mich nicht fallen lassen, habe Probleme zu genießen und kann ihm weder sagen oder zeigen was mir gefällt noch kann ich ihm sagen, dass ich das, was er gerade macht nicht möchte. Beim Sex bin ich total passiv und liege einfach nur da und lasse ihn machen. Auch wenn ich nichts mache, möchte ich den Sex in den Momenten trotzdem. Für ihn muss es einfach nur frustrierend sein, wenn die Partnerin einfach nur da liegt und nichts macht und quasi nicht mal eine Miene verzieht bei dem was er macht. Deshalb denke ich, ist ihm mit der Zeit auch die Lust am Sex vergangen und wir haben nur sehr selten Sex. Im letzten halben Jahr waren es nur max. 5 Mal. Allerdings verwöhnen wir uns anderweitig gegenseitig. Wobei ich auch hier sagen muss, dass ich absolut passiv bin und mich nicht rege, wenn er mich bspw. oral befriedigt.

Ich würde mein Verhalten beim Sex gerne ändern und wünsche mir ein normales Sexleben und das wir beide den Sex genießen können.

Habt ihr Tipps, wie ich mein Verhalten beim Sex ändern kann? Wir sind mittlerweile ratlos und wissen nicht was ich bzw. wir noch machen können um das Problem in den Griff zu bekommen.

Vielleicht noch wichtig zu wissen ist, dass ich, wenn mir etwas weh tut oder ich etwas nicht möchte, schon den Willen habe das mitzuteilen, aber mein Körper starr ist und sich nicht bewegt und auch meine Stimme ist wie weg. Ich kann dann einfach nichts sagen und halte dann die Schmerzen etc. einfach aus. Das das falsch ist, das weiß ich. Aber, aus Angst das mir das gleiche noch einmal passieren könnte, traue ich mich nicht mich bemerkbar zu machen. Mein Freund würde das NIEMALS machen, aber leider bekomme ich das nicht in den Kopf rein. Der macht bei dem Thema sofort dicht und schaltet in "Alarmbereitschaft".

Ich hoffe, dass ihr vielleicht einige Tipps habt, was ich bzw. wir noch versuchen können.

Lieben Gruß

Tinkerbell

Ps: Ich bin in psychologischer Behandlung, allerdings traue ich mich nicht darüber mit meinem Therapeuten zu sprechen, da mir die Problematik peinlich ist.

Antworten
Pblüs4chbielst


Dir ist es peinlich dass dir sexuelle Gewalt angetan wurde?

Du solltest mit deinem Therapeuten drüber reden.

Er hatte sicher schon Patientinnen denen ähnliches angetan wurde und kennt sich mit der Thematik aus.

Der kann dir auch Tipps geben, wie du mit einer Schockstarre umgehen kannst.

T>in^kerbe_ll3x110


Mir ist peinlich das ich mich beim Sex so "unreif" verhalte.

SJurfFeHrfixx


Ich schliesse mich dem Rat von Plüschbiest an: Sprich das Thema bei dem Therapeuten, bei dem du in Behandlung bist an!

Ich denke er kann dir da helfen und das hilft dir und deinem Freund hoffentlich zukünftig mehr den Sex geniessen zu können.

E<laf3Remicmh0815


Na, du hast doch allen Grund dazu! Das muss dir nicht peinlich sein. Dein Verhalten hat schließlich eine sehr unschöne Ursache.

Deinem Therapeuten würde ich davon erzählen. Nur so kann er dir umfassend helfen. Du hast sicher schon verstanden das man über so was reden muss wenn es besser werden soll.

Im Grunde geht es dir doch momentan gar nicht so schlecht. Du hast einen liebevollen und verständnisvollen Partner der von der Vergewaltigung weiß und Rücksicht nehmen will aber vielleicht nicht so recht kann. Er ist mit der Situation sicher genauso überfordert wie du.

So wie ich das verstanden habe stört dich dein passives Verhalten beim Sex. Und du wüsstest auch was dir gefallen würde und was dir nicht so gefällt. Du kannst es nur nicht ausdrücken. Vielleicht fängst du ganz klein an. Nimm dir eine Sache davon heraus. Irgendweine Kleinigkeit. Nur eine. Eine Stellung die du besonders magst, oder eine Stelle an der du von deinem Freund gerne angefasst werden möchtest. Und dann versucht du beim nächsten mal diese eine Sache zu kommunizieren und bewerte danach das Ergebnis.

Aber vor allem solltest du ihm sagen wenn er dir unbewusst/ungewollt weh tut. Wenn du nichts sagst und es ohne Regung über dich ergehen lässt kann er nicht wissen das dir Handlung X nicht gefällt.

Hmm, damals konntest du dich nicht wehren. Warst dem Vergewaltiger ausgeliefert und hattest keine Möglichkeit dich dem zu entziehen. Aber jetzt bist du doch in der Situation das dich niemand zwingt. Sobald du Stop, Aua o.Ä. sagst hört es auf. Du hast jetzt Kontrolle. Du musst sie nur ausüben.

Das Vertrauen ist da, kann da sein. Du möchtest mit deinem Freund Sex haben. Du vertraust ihm. Jetzt musst du nur noch dir selber vertrauen.

Umnwis0senxde80


Hey Tinkerbell,

es ist furchtbar was dir passiert ist, aber das ist nicht deine Schuld gewesen! Das wird dir dein Therapeut schon gesagt haben. Du musst dich dafür nicht verstecken und schämen schon gar nicht. Es ist wunderbar, dass du einen Partner gefunden hast, der dir helfen möchte.

Vielleicht hilft dir das Ampelsystem. Rot, gelb, grün. Das sind einfache Worte, leicht auszusprechen und leicht verständlich. Wenn dein Freund etwas macht, das dir gefällt, sagst (flüstert) du: grün, wenn du dir nicht so sicher bist: gelb und wenn es weh tut, oder du es nicht magst: rot!!!!! Auf jeden Fall rot!!!!! Du MUSST rot sagen. Sex muss dir gefallen und darf auf keinen Fall weh tun!

C,omrxan


Mir ist peinlich das ich mich beim Sex so "unreif" verhalte.

Du willst es angehen und dich öffnen können, nicht nur deinem Freund zuliebe, sondern du möchtest auch den Spaß daran entdecken, der dir durch dieses Erlebnis genommen wurde.

Daran ist überhaupt nichts peinlich. Ich finde, es hat Größe, zu sagen: das ist der Mann, mit dem ich wieder selbstbestimmten Sex haben möchte.

Ich würde dir auch sagen: sprich es an. Aber zuallererst bei deinem Freund. Wie ElafRemich0815 auch schon sagte: wenn du nicht weißt, was dir gut tut, dann sag doch einfach das, was dir nicht gut tut. Mit Ankündigung, dass du das so handhaben möchtest, damit du wieder lernst, Kontrolle darüber zu bekommen. Denn wenn die negative Kontrolle schon klappt, dann wird die positive Kontrolle auch leichter werden.

Versuch es ihm einfach behutsam beizubringen und woran das liegt. Er kennt deine Geschichte ja und wird dich sicher tatkräftig dabei unterstützen. Und dem Therapeuten solltest du es auch sagen. Es ist ein Stück deines Lebens und deines Traumas. Wir bräuchten keine Therapeuten, wenn wir aus Scham nicht alles erzählen.

Alles Gute dir, und toi toi toi, dass du auch diesen Schritt in der Beziehung noch schaffst. :)*

B8alrdurhxh


Hallo Tinkerbell3110,

erstmal auch von mir ganz viel Respekt und Hochachtung, dass Du eine für euch belastende Situation ändern willst.

dass ich, wenn mir etwas weh tut oder ich etwas nicht möchte, schon den Willen habe das mitzuteilen, aber mein Körper starr ist und sich nicht bewegt und auch meine Stimme ist wie weg. Ich kann dann einfach nichts sagen und halte dann die Schmerzen etc. einfach aus.

unabhängig von falsch oder richtig, passiert das also einfach, obwohl Dein Kopf weiß das das nicht gut ist, verstehe ich das richtig?

allerdings traue ich mich nicht darüber mit meinem Therapeuten zu sprechen, da mir die Problematik peinlich ist.

Worüber sprichst Du denn dann mit ihm?

Mir ist peinlich das ich mich beim Sex so "unreif" verhalte.

Genau wie alle anderen Teilnehmer rate ich Dir natürlich auch: Sprich darüber. Es wird Dich viel Überwindung kosten; vielleicht werden Tränen fließen, aber ich bin ziemlich sicher, dass Du stärker wirst, wenn Du die Scham besiegst.

Du schreibst von "Deinem Therapeuten", ich nehme also an, dass es ein Mann ist. Wäre es evtl. leichter mit einer Frau zu sprechen; kannst Du Dir vorstellen, Dich an eine Beratungsstelle zu wenden?

Hast Du an Dir selbst schon beobachtet, wann die Starre und die Sprachlosigkeit einsetzen? Gibt es eine Art "Frühwarnsystem" bei Dir im Kopf, dass Dich wissen lässt, ab wann es unangenehm wird?

Ihr seid beide in einer Zwickmühle. Sex und nüchternes Beobachten verträgt sich einfach nicht gut.

Das Ampelsystem wurde ja schon vorgeschlagen. Wenn Du einfach nichts sagen kannst, wäre ja auch ein "Zeichen" denkbar (ein leichter Kniff in den Oberarm Deines Freundes etwa). Du schriebst allerdings, dass Du Dich auch nicht bewegen kannst.

Wie wäre es denn, wenn Du den aktiven Part übernimmst? Das hätte den Vorteil, dass Du soweit gehen könntest wie Du möchtest bzw. Dir gut tut.

In einem nächsten Schritt könntest Du oder ihr dann die Toleranzgrenze etwas steigern.

Dein Freund ist zwar nicht Dein Therapeut, aber ihr müsst sehr vorsichtig ausprobieren, was Dir eigentlich guttut. Und er ist ja einfühlsam und geht auf Deine Bedürfnisse ein.

Also nur Mut und Kopf hoch!!

Sf. wal*lisixi


Hallo :-)

Für das Peinlichkeitsproblem beim Sex gibt es vielleicht einen Trick, nämlich das Gefühl und seine Überwindung zu genießen, so als eine Art Kick. Klingt vielleicht irgendwie seltsam hat bei mir aber recht gut funktioniert. Basiert natürlich auf dem Vertrauen das man dem anderen entgegen bringt, also so generell gesehn - und dieses Vertrauen hast du ja vermutlich.

Das mit der Starre ist leider recht häufig, genauso wie eine gewisse Entfremdung/Distanz zum/während des Taterlebens. Eine Art psychisches Notfallprogramm vermutlich.

Hilfreich können da kleine und noch kleinere Schritte sein wie die genannten Ampelfarben vielleicht, oder sonst irgendwelche Minimalzeichen die man vorher vereinbaren könnte. Überhaupt könntest du versuchen vorher Dinge abzuklären, oder (find ich irgendwie schwerer) im nachhinein, währenddessen ist natürlich am schwersten.

Entspannung und Wohlfühlen sind wichtig, da lässt sich einiges machen, aber habt ihr vielleicht schon probiert? Massagen z.B., körperliche Nähe und Erregung genießen ohne es zwangsläufig in handfestem Sex enden zu lassen. Erkundet eure Körper neugierig und liebevoll (du für dich vielleicht auch mal allein). Oder lass ihn mal passiv sein und mach was du gern hättest, ..klar das wird dir an peinlichem Empfinden einiges abverlangen, lach dann vielleicht einfach drüber, das hilft garantiert! :-)

Ganz wichtig: mach dir keinen zusätzlichen Druck! Verzeih dir dass es (jetzt noch) so ist und stress dich nicht. Wenn du dir was vornimmst und nicht schaffen solltest, mach dich nicht fertig und verzweifle nicht, das ist nicht sonderlich* schlimm und wenn du willst hast du Versuche noch und nöcher.

* = Gut ist es, milde ausgedrückt, natürlich nicht wenn du Dinge über dich ergehen lässt die du nicht möchtest - aber wie gesagt, verzeih dir das** unbedingt und wenn's irgendwie möglich ist sprich mal außerhalb des Sex mit deinem Freund darüber was dir gefällt/nicht gefällt damit das seltener, bis irgendwann gar nicht mehr, vorkommt.

** = Verzeih dir auch die Starre während der Vergewaltigung damals (ich geh mal davon aus dass es die Lähmung da auch gab), das ist maßgeblich dafür die ganze Geschichte hinter dir lassen zu können und womoglich auch dafür die jetzigen Lähmungsmomente los zu werden. Es ist eine automatische Psychen-Schutzfunktion gewesen (manchmal ist die Evolution halt echt nicht ganz proper), also nichts was unverzeihlich wäre.

Das das falsch ist, das weiß ich.

Hmnaja, es ist wohl nicht so gesund aber werte es am besten nicht so streng, das würde das Verzeihen sehr erschweren. Es ist halt traumaerlernter Mist, mit dem man aber schon umzugehen lernen kann.

Das Vertrauen ist da, kann da sein. Du möchtest mit deinem Freund Sex haben. Du vertraust ihm. Jetzt musst du nur noch dir selber vertrauen.

:)^ Gut gesagt, und das gute ist dass du auf den allerkleinsten Erfolgen aufbauen kannst, jeder noch so kleine Ausdruck dessen was du willst oder nicht willst zeigt deiner Psyche dass du jetzt mehr für dich da bist und auf dich aufpasst, sogar schon das Schreiben hier und deine diesbezüglichen Besserungswünsche signalisieren das deiner Psyche. :-)

Viel Erfolg dir und schreib noch mehr/wieder wenn du magst. Ich schätze es geht sehr vielen Menschen so, und sehr wahrscheinlich nicht mal nur solche die ne Vergewaltigung erleben mussten... nicht dass man da relativieren oder bagatellisieren sollte aber vllt hilft dir Gedanke ja dass auch zahlreiche andere dieses Problem haben oder hatten. :)*

T@inkQerbjelXl311x0


Hallo,

Ja, das mein Freund so liebevoll und rücksichtsvoll ist hilft mir auch sehr und ich bin wirklich sehr froh ihn zu haben. x:)

Das Ampelsystem klingt gut, aber im Prinzip ist es egal um welches Wort es sich dreht, ich kann nicht sprechen. Es ist als ob meine Stimme weg ist und ich kann dann nicht mehr sprechen.

@ Baldurhh:

Genau, mein Kopf weiß, dass xy gerade nicht richtig ist, aber mein Körper erinnert sich an damals und hat in diesen Momenten mehr Macht als mein Kopf.

Deshalb kann ich dann auch nicht sprechen oder mich bewegen.

In der Vergangenheit haben wir erst einmal meine Familienverhältnisse, Kindheit etc. in chronologische Reihenfolge gebracht.

Anschließend haben wir daran gearbeitet, dass ich meine Angststörung wieder unter Kontrolle bekomme. Gerade als ich einen neuen Arbeitsplatz hatte, war das Problem ziemlich groß. Und da ich den Platz aber unbedingt behalten möchte, mussten wir uns vorrangig um die Angststörung kümmern.

Genau, ich habe einen Therapeuten, also einen Mann.

Ich denke nicht das es mit einer Frau einfacher wäre darüber zu sprechen.

Ich habe mir die Geschichte schon mehrfach aufgeschrieben und habe sie dann versucht mir selbst vorzulesen. Aber selbst das hat erst nach einigen Tagen und Anläufen funktioniert. Darüber zu reden oder aber die Worte auszusprechen kann ich nicht. Da ist dann das selbe wie beim Sex; meine Stimme ist wie weg und ich verfalle in die Schockstarre.

Den aktiven Part? Derzeit ein absolutes No-Go.

Durch die Erinnerungen und Erfahrungen von damals ist in mir dieses "Wenn du anfängst es zu genießen oder aktiv zu sein, dann kannst du nicht mehr "Nein" sagen" verankert.

Das Vertrauen zu meinem Freund ist definitiv da :)z

Swtellla80


Ich habe mir die Geschichte schon mehrfach aufgeschrieben und habe sie dann versucht mir selbst vorzulesen. Aber selbst das hat erst nach einigen Tagen und Anläufen funktioniert. Darüber zu reden oder aber die Worte auszusprechen kann ich nicht. Da ist dann das selbe wie beim Sex; meine Stimme ist wie weg und ich verfalle in die Schockstarre.

Kannst du dir vorstellen, das von dir aufgeschriebene deinem Therapeuten zu geben, damit er es selbst lesen kann?

Pklüsch,b]iexst


Wenn dir das darüber reden schwer fällt, dann schreib doch drüber.

Du kannst dem Therapeuten doch dein Problem schriftlich schildern.

TDinklerbell3Z110


Hallo,

Also die Sache mit der Vergewaltigung habe ich ihm auch aufgeschrieben und gegeben.

Er hat es sich dann durch gelesen und weiß seitdem Bescheid was damals passiert ist.

Bei dem jetzigen Problem finde ich das schwierig, weil ich da anschließend ja mit ihm drüber reden muss, damit sich das Problem ändert.

Und genau das kann ich nicht.

CWinnaCmon4


Durch die Erinnerungen und Erfahrungen von damals ist in mir dieses "Wenn du anfängst es zu genießen oder aktiv zu sein, dann kannst du nicht mehr "Nein" sagen" verankert.

Das ist ein psychologisches Phänomen, welches ich gerne das Angst-Paradoxon oder auch - etwas plastischer - das Angst-Monster nenne. Bildlich gesprochen ist die Angst nämlich so groß und wirft so große Schatten, dass sie die Lösung verdeckt.

Denn: Aktuell bewegst du dich nicht, du sprichst nicht und bist total passiv - du kannst schon nicht mehr "Nein" sagen. Selbst aktiv zu werden, würde dich vielleicht aus der Starre befreien und du wärest dann vielleicht wirklich in der Lage, "Nein" zu sagen. Ich sage "Vielleicht.", weil man es dafür zumindest ausprobieren müsste. Nicht ans Ziel ("Nein" sagen können) brachte dich bisher deine jetzige Strategie.

Das ist eben so paradox daran, aber wenn man das erstmal erkannt hat und es einem wie Schuppen von den Augen fällt, wird es einfacher. Denn - verlieren kannst du ja nix, der Status Quo ist ja schon das, vor dem du Angst hast.

Und peinlich braucht dir deine "Unreife" auch nicht zu sein - sowas ist nach einem traumatischen Erlebnis völlig normal.

CLinna^mon4


Da fällt mir ein - ich hoffe, ich habe gerade nicht situativ totalen Blödsinn geschrieben. Zwar gibt es das von mir beschriebene Phänomen, allerdings schreibst du ja:

Durch die Erinnerungen und Erfahrungen von damals ist in mir dieses "Wenn du anfängst es zu genießen oder aktiv zu sein, dann kannst du nicht mehr "Nein" sagen" verankert.

Ich weiß ja nicht, ob damals vielleicht Alles "harmlos" anfing und du anfangs einverstanden warst und dann die Situation kippte. Falls es so war, hilft dir mein Beitrag wohl nicht und es tut mir leid, falls das dementsprechend unpassend war. Es ist halt auch schwierig, konkret zu helfen, kennt man keine Details. Damit meine ich nicht, dass du hier irgendetwas offenlegen sollst - das musst du keinesfalls. Aber wenn ein gewissen Vertrauen zu deinem Therapeuten besteht wäre es vielleicht wirklich gut, sich bei ihm zu überwinden und zu reden.

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