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Vermutlicher Borderliner redet nicht mehr.. Was kann ich tun?

B$rokenU&nicxorn hat die Diskussion gestartet


Vorweg: Ich will nichts hören von "Woher willst du wissen dass er Borderline hat bla" "Eigendiagnosen kannst du nicht stellen" oder "lass ihn gehen" und sowas. Ich bin kein Psychologe, der Mensch, über den ich schreiben werde, ist kein Psychologe, wir sind beide "erst" 17, ich und viele meiner Freunde VERMUTEN, dass er Borderline haben könnte, sein Verhalten jedenfalls zeigt es extrem. Welche genauen Verhaltensweisen er zeigt, möchte ich jedoch NICHT ausführlich auflisten, dankeschön!

So. Alles fing vor 2 Jahren an, als ich meinen (nun ex-)freund kennengelernt habe. Mir fiel damals schon auf, dass er merkwürdig war.. Er redete kaum, war extrem verschlossen, doch dass war/ist dass, was mich so an ihm anzieht. Leider litt er schon damals unter SVV (Schneiden und gegen die Wand schlagen).

Schon kurze Zeit später lernte ich seine Familie kennen, alles war super. Da ich keine Beziehung wollte, waren wir eben offiziell nur Freunde, obwohl wir uns ganz klar wie ein Paar verhielten. Da ich auch meine Probleme habe (krankhafte Eifersucht dank meines Erzeugers) gab es jedoch nach ca einem dreiviertel Jahr immer wieder kleine streitereien. Er lernte ein Mädchen kennen (nur über das Internet), welche dann offiziell seine Freundin war nach relativ kurzer Zeit. Die beiden haben sich jedoch noch nie gesehen (auch heute nicht). Nach meinem "Liebesgeständnis" und viel gerede, war die Beziehung schnell vorbei und wir waren dann offiziell ein Paar. Wir beide hatten die Vermutung, dass er sich durch die ständigen streitigkeiten einfach ungeliebt gefühlt hat und sich so die nächstbeste, jemand neues, dem er alles anvertrauen kann, gesucht hatte. Thema vergessen, wir hatten die schönste Zeit unseres Lebens, bis wieder irgendwie alles komisch wurde. Er hat mich ignoriert, warum, wusste er danach nicht mehr. Wahrscheinlich aus Wut wegen irgendwas, was ich falsch gemacht habe.

Dann hatte er mich eine Woche lang ignoriert, in derselben Woche bin ich dann aber spontan zu ihm gefahren (Was ich vergessen hatte zu erwähnen: Fernbeziehung, 600km außeinander)

Am Bahnhof war dann plötzlich alles wieder okay, als wäre nichts gewesen. Er hatte kein Problem, ich hab versucht, mit ihm zu reden, einfühlsam, alles war wieder gut. Am Sonntag musste ich wieder nach hause, ich war überglücklich, dass alles so gut verlaufen war.

Aber es hielt nicht lange. Vielleicht 2 Wochen, dann war wieder der nächste "Ausraster" seiner seits, ich weiß bis heute nicht, warum. Er hat mich überall blockiert, ich dachte "okay, lass ihn, in 2 wochen fährst du wieder zu ihm und bleibst da auch die ferien über". 4 Tage später hatte er eine neue Freundin, die er jedoch wirklich nur diese 4 Tage kannte. Was ich schon ziemlich fragwürdig finde. Gestern bin ich also zu ihm gefahren. Ich habe gestern und heute versucht, mit ihm zu reden. Er ist mir einfach unglaublich wichtig, und ich möchte wenigstens wissen, was ich falsch gemacht habe. Ich möchte nicht, dass diese 2 Jahre einfach so enden müssen. Ich hab schon so vieles in meinem Leben verloren, ich kann ihn einfach nicht loslassen. Aber er redet einfach nicht. Er liegt oder sitzt in seinem Bett, regt sich nicht, als wäre er tot. Manchmal nickt er oder schüttelt den Kopf. Aber redet kein Wort. Je länger ich bei ihm bleibe und mit ihm versuche, zu reden (völlig ruhig), desto aggressiver wird er. Er ballt seine Fäuste zusammen, zittert, ich bekomme angst, dass er mich schlägt und verlasse weinend sein Zimmer.

Nochmal: Ich möchte nicht hören "lass ihn gehen". Ich vermute einfach, dass er Borderline hat,ich möchte ihm helfen. Ich hab gesehen, dass er sich verletzt hat. Es fühlt sich einfach falsch an, dass er ohne mich ist. Ich hab nicht das Gefühl, dass er glücklich ist ohne mich.. Bei der Frage kommt keine Antwort. Er wird eher trauriger.

Kann mir jemand bitte ernst gemeinte Ratschläge geben? Zum Psychologen wollte er mal, als er noch mit mir geredet hat, jedoch traut er sich nicht alleine. Wie soll ich mit ihm reden? Was könnte ich sagen? Ich hab auch einfach angst um ihn, dass er sich schlimmeres antut als die paar kratzer auf seinem Arm..

Antworten
I1sabexll


Hmmm...Du machst es Einem sehr schwierig ehrlich und konstruktiv antworten zu können, wenn Du so viel einschränkst was Du "nicht hören willst".

Ist das vielleicht genau der Punkt? Dass Du schon ahnst worauf es hinaus laufen könnte in den Kommentaren die hier kommen, diese aber eben einfach nicht willst?

Was genau erhoffst Du Dir denn sonst?

BZrokeonUnicforn


Ich schließe 2 Sachen aus. "Blablabla keine Selbstdiagnose" und "Lass es."

Ich hatte gehofft, dass jemand auch mit einem Borderliner zusammen ist/war, und vielleicht Tipps hat, wie er wieder mit sich reden lässt. :)

cxhi


Ich vermute einfach, dass er Borderline hat,ich möchte ihm helfen.

Du KANNST einem Borerliner nicht helfen. Selbst wenn du Psychologie studiert hättest, könntest du ihm vermutlich nicht helfen. ER muss Hilfe suchen und sie zulassen. Klingt so einfach, ist so schwer! Von daher, ja, das Leben ist hart und eure Situation alles andere als gut, aber (ja, hier kommt endlich das aber) du KANNST ihm nicht helfen, sich und sein Leben in den Griff zu bekommen. Die Verantwort für sein Leben und seine Art zu leben, die trägt er allein. DU kannst sie nicht übernehmen, das ist schlicht nicht machbar. Tja nun, wolltest du sicher auch nicht lesen oder hören, aber die Wahrheit kann man halt net für ewig aussperren.

B/roken&Unicoxrn


:)= Dass ICH ihm nicht helfen kann, ist mir bewusst. Er würde sich jedoch helfen lassen, wäre er nicht in dieser "phase", dieses "Schwarz"-denken, wie es im Internet oft genannt wird. Dazu müsste ich aber erst an ihn ran kommen.

c:h<i


Jo, bringt nur nichts, weil in 2 Wochen die nächste dunkle Phase kommt. Und die hellen Phasen, die kommen von allein, da kannst du nix zu tun.

IasabRell


BrokenUnicorn

Ok, ich versuche es mal in der Hoffnung, dass es nicht zu hart rüberkommt.

Ich schließe 2 Sachen aus. "Blablabla keine Selbstdiagnose"

Selbst wenn die Diagnose gesichert wäre (wobei selbst das für Ärzte sehr schwer ist, zudem ist Borderline eine sehr komplexe und auch unterschiedlich ausgeprägte Erkrankung) - was hast Du davon dem Ganzen einen Namen zu geben? Inwiefern hilft es Dir weiter?

und "Lass es."

Ich werde zwar diese zwei Worte nicht aussprechen - dennoch wird es wohl darauf hinauslaufen....was soll man denn auch Anderes raten?

Was mir auffällt und mich ehrlich gesagt auch ziemlich erschrocken hat beim Lesen, ist Dein fast schon massiv aufdringliches Verhalten.

Wenn ich das richtig verstanden habe ist es so:

Er hat Dich die letzten zwei Wochen komplett ignoriert und sogar blockiert. Kam in dieser Zeit mit einem anderen Mädel zusammen. Und ohne Kontakt, lediglich weil es vorher abgemacht war, bist Du gestern hingefahren? Und er hat Dich zwar reingelassen, redet aber nicht mit Dir, liegt schweigend auf seinem Bett, zeigt wenn dann in seiner Gestik leichte Aggressivität wenn Du auf ihn einredest?

Und dann noch:

Es fühlt sich einfach falsch an, dass er ohne mich ist. Ich hab nicht das Gefühl, dass er glücklich ist ohne mich.. Bei der Frage kommt keine Antwort. Er wird eher trauriger.

Puhhh...ich versuche es mal ganz, ganz vorsichtig und lehne mich mal ein wenig aus dem Fenster, was ich an sich ungern tue:

Es mag zwar sein, dass er Probleme hat. Von mir aus ist er auch Borderliner.

Aber es kommt mir nicht so vor, als läge sein momentanes Verhalten daran. Denn wenn man Deine Beschreibung liest, noch dazu hernimmt, dass Du Deine Gefühle auf ihn überträgst - es tut mir sehr leid, er will einfach nicht, dass Du da bist (hat er Dir doch schon allzudeutlich im Vorfeld gezeigt, oder nicht?). Er kann es nur nicht so direkt sagen, weil er sieht wie sehr Du leidest, will Dir nicht wehtun. Du setzt ihn sehr unter Druck.

Und Du weißt es doch eigentlich auch wenn Du mal genauer in Dich reinhorchst - sonst hättest Du nicht schon im Vorfeld versucht sowas abzublocken was ich geschrieben habe, oder? Du versuchst es jetzt auf (s)eine Krankheit zu schieben, darauf, dass er Probleme hat die nichts mit Dir zu tun haben.

Aber - nochmal, es tut mir ehrlich leid - auch ein psychisch Kranker verhält sich nicht durchgehend so anderen Personen gegenüber, wenn er diese nicht grundsätzlich nicht da haben will.

Kann mir jemand bitte ernst gemeinte Ratschläge geben? Zum Psychologen wollte er mal, ...(...)...

Ein ernsthafter Ratschlag ist an dieser Stelle, dass Du vielleicht mal zu einem Psychologen gehst? Ein solch abhängiges Verhalten ist auf keinen Fall gesund, Du schadest letztendlich am meisten Dir selbst damit.

Elhemaligter NutZzer' (#578069x)


Mit 17 kann man noch keine Borderlinestörung diagnostiziert bekomnen.

s"chn^eoc5ke198x5


Ich schließe mich Isabell voll und ganz an:

Es mag zwar sein, dass er Probleme hat. Von mir aus ist er auch Borderliner.

Aber es kommt mir nicht so vor, als läge sein momentanes Verhalten daran. Denn wenn man Deine Beschreibung liest, noch dazu hernimmt, dass Du Deine Gefühle auf ihn überträgst - es tut mir sehr leid, er will einfach nicht, dass Du da bist (hat er Dir doch schon allzudeutlich im Vorfeld gezeigt, oder nicht?). Er kann es nur nicht so direkt sagen, weil er sieht wie sehr Du leidest, will Dir nicht wehtun. Du setzt ihn sehr unter Druck.

Und Du weißt es doch eigentlich auch wenn Du mal genauer in Dich reinhorchst - sonst hättest Du nicht schon im Vorfeld versucht sowas abzublocken was ich geschrieben habe, oder? Du versuchst es jetzt auf (s)eine Krankheit zu schieben, darauf, dass er Probleme hat die nichts mit Dir zu tun haben.

Aber - nochmal, es tut mir ehrlich leid - auch ein psychisch Kranker verhält sich nicht durchgehend so anderen Personen gegenüber, wenn er diese nicht grundsätzlich nicht da haben will.

Natürlich hat er Probleme, wenn er sich selber verletzt, aber so wirklich koscher und normal kommt mir dein Verhalten (Eifersucht, bedrängen, in Schubladen stecken) auch nicht vor. Warum näherst du dich einer Person, die du damit verletzt und wütend machst?

Ein wirkliches Interesse am Gegenüber kann ich hier nicht herauslesen, vielmehr versuchst du mit Gewalt dein Ding / deine Agenda durchzuziehen.

Und ja, ein Borderline-Störung kann man frühstens mit 21 / 25 diagnostizieren. Alles andere ist Quatsch. Und auch hier: Ausblenden der Fakten, die dir nicht gefallen.

d-ana[e87


Man kann niemanden erreichen der nicht erreicht werden will, egal ob mit oder ohne Borderline. Lass ihn in Ruhe, wenn du nicht akzeptieren kannst das es vorbei sein soll, was ich verstehen würde so ohne irgendwelche Erklärungen oder Anlass oder so, musst du warten ob die Zeit dir auf die eine oder andere Weise hilft. Also ob du ihn doch ziehen lassen kansnt oder er wieder ankommt. Die Zeit kannst du sinnvoll nutzen in dem du dir Hilfe suchst. Die brauchst du ganz offensichtlich nämlich mindestens ebenso dringend wie er.

PolüsdcKhbiexst


TE, bist du ein kleines Klammeräffchen? ":/

P{lüs_chbiMexst


Irgendwie kommt mir die TE vor, wie diese Eltern die das Leben ihres Kindes durchplanen

und als Begründung angeben,:"Wir meinen es doch nur gut".

I&ndiviwdualisxt


@ BrokenUnicorn

Dein Blick auf deinen Freund macht auf mich nicht den Eindruck gleicher Augenhöhe oder Partnerschaftlichkeit, sondern wirkt auf mich eher "operativ" - als würdest du danach suchen, wo du am besten "den Hebel ansetzen" kannst, um ihn wie ein Werkstück zu modellieren. Oder anders gesagt, als würdest du ihm nicht seinen 50%-Anteil am gemeinsamen Geschehen zugestehen, sondern unter dem Deckmantel der Hilfe insgeheim 100% Regie anstreben. Ähnlich sind auch deine einleitenden Signale an uns hier im Forum. Als suchtest du hier gar keinen echten Austausch mit uns, sondern nur "bessere Werkzeuge" für deine Ziele.

Ich sage nicht, dass du das bewusst oder in böser Absicht tust, ich gebe nur als Feedback zu bedenken, wie es auf mich wirkt: nämlich sehr unangenehm, beinahe überheblich. Als wolltest du um jeden Preis alle Fäden selbst in der Hand haben. Diese "Macher"-Attitüde ist gewiss für Vieles gut im Leben, aber ganz sicher nicht für eine gleichberechtigte Partnerschaft und auch nicht für echten Austausch.

Dass ihn die mit so einer Haltung einhergehenden unterschwelligen Signale in die Flucht bzw. Defensive treiben, ist für mich total verstädlich - auch ganz ohne Unterstellung einer Borderline-Persönlichkeitsstörung. Und mit einer solchen erst recht. Er hat seine 50% Einfluss bei dir offenbar nicht selbstverständlich, sondern müsste sie sich ständig und immer wieder erkämpfen und dir gewissermaßen "abringen". Nicht jeder hat die Kraft und Nerven für sowas - und dann bleibt eben nicht mehr viel außer Flucht oder Verweigerung.

Wwirrqmaus


Wenn er nicht mit dir reden will, dann will er nicht...ob Borderline oder nicht.

DU hast in diesem Falle ehr das Problem. Du bildest dir ein, dass er ohne dich nicht kann (weil in Wirklichkeit du ohne ihn nicht kannst) und nun sollen wir dir einen Rat geben, wie du dich ihm wieder erfolgreich aufzwingen kannst, damit dein Ego zufrieden ist. Du benutzt diesen Menschen.

Wenn er nicht mit dir reden will, ist es sein Recht. Du schadest ihm, das nicht zu akzeptieren, aber das ist dir egal. Dir geht es letztendlich ja nur um dich und DEINE Gefühle, sonst würdest du ihn in Ruhe lassen.

Klar, und das wolltest du natürlich jetzt auch nicht hören.

Wuirrmxaus


Das ist übrigens psychische Gewalt, die du ausführst, und die ist für jedermann, besonders für psychisch instabile Menschen nicht wirklich der Hit.

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