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Schlage mich selbst - Selbsthass

G~aljazx"in,a


Ganz so ist es nicht. Ich lasse mich nicht blenden, sondern wäre einfach gern nur durchschnittlich. Bin ich aber nicht, wegen eines Hormondefektes. Ich wurde nun mehrfach operiert, auch plastisch. Nun ist aber mein Hormonhaushalt völlig kaputt, weil der Körper unerwartet etwas überkompensiert.

Ich hab u.a. schlimme Akne bekommen und Haarausfall. Zusätzlich zu den bestehenden Problemen. Die Wunden verheilen schlecht. Habe seit 1 Jahr Schmerzen. Die Ärzte sind völlig überfordert damit. Mir hat das halt das Genick gebrochen, da all meine Hoffnung in den OPs lag und das alles besser wird. Jetzt ist alles noch schlimmer.

Wenn es einfach nur ein simples Kopfproblem wäre... leider ist es alles andere als das. :°(

scch{neckex1985


Es ist nicht bei allen "Normalos" ein reines Kopfproblem. Ist es nicht.

Momentan sehe ich bei dir, dass du gegen alles ankämpfst, was ein bisschen Besserung in deine Situation bringen könnte. Warum? Warum macht es dir so Angst, die Schmerzen loszulassen?

Warum macht es dir so Angst, nach rechts und links zu blicken?

Du hast durchaus ein kompliziertes Problem, das bestreite ich auch gar nicht. Ich bestreite nur, dass daraus zwangsläufig ein beschissenes Leben erwachsen muss!!

Kurz gesagt: Du kämpfst stärker gegen positive Optionen an, als gegen negative Aussichten! Das ist kein Resultat aus deiner Krankheit / deinen Problemen, das ist deine eigene Entscheidung! Du willst alles nur negativ sehen. Du willst hier nur gegen Leute ankämpfen, die dir positive Inputs geben! Warum? Warum schreibst du hier, wenn dich optimistische Rückmeldungen auf die Palme bringen (ich hatte diese Phase übrigens auch).

Ist es nicht nur ein Kampf gegen dich selber? Der Trugschluss, dass Pessimismus irgendwie mit "Realismus" gleichzusetzen ist? Dass du dich nie(!) selber lieben kannst, weil nur "perfekte" Menschen Liebe verdienen?

Warum investierst du nicht all diese Energie in den Kampf gegen den Selbsthass, schleuderst nicht all den A***löchern, die dich dissen (und die es zweifellos gibt) den Mittelfinger in die Fresse?

Was bewegt dich / überzeugt dich davon, dass Selbsthass lohnender ist als berechtigte Aggression gegen außen?

s4cehimlchhexr


Hallo liebe Galaxina @:) ,

ich kann schon verstehen, dass Du verzweifelt bist. Was Du beschreibst klingt nicht angenehm.

Hast Du gar keine Familie? Also auch keine Eltern/Geschwister?

sQch-ilchxer


Auf jeden Fall finde ich, Du hast einen schönen und originellen Nickname gewählt. Also soo dumm kannst Du nicht sein.

G?alax ixna


Ich war nie ein Pessimist und würde mich auch nicht als einen bezeichnen. Die letzten vier Jahre hab ich aber durchgehend nur medizinische Misserfolge erlebt.

Nichts, was ich angefasst habe, hat sich zum Guten gewendet, obwohl ich sagenhaft viel Energie aufgewendet habe. Ich habe unabdingbar an den Erfolg geglaubt, aber der kam nie. Und das hat plötzlich mein Weltbild zerstört. Der Glaube, dass man durch Wille alles erreichen könne, war komplett in mir zerstört.

Aus dieser Erfahrung entwickelte sich schnell meine aktuelle Haltung. Ich kann sehr wohl unterscheiden, wo es Sinn macht Energie zu investieren und wo es ein totes Rennen bleiben wird. Und mein Körper ist so ein totes Rennen, ein schwarzes Loch, dass Hoffnungen und Energie verpufft.

Ich meine, wie liebt man jemanden, der dich ständig demütigt und vorführt? Der dir dein Leben zur Hölle macht? Das Dingens da, das bin definitiv nicht ich. Ich hab kein Problem mit mir, sondern mit meinem Körper.

Ab und an treffe ich meine Eltern oder auch meine Schwester. Das ersetzt aber keine eigene Familie. Sport würde ich gern wieder machen, geht aber nicht wegen der Schmerzen. Ich tue doch kleine Schritte, geh raus, zu Konzerten usw. Dennoch ist es leer in mir. Unheimlich leer. Antidepressiva nehm ich keine, auch weil mein Prolaktin zu hoch ist. Ob ich einen Tumor hab ist derzeit noch unklar. Ich warte die neuen Blutwerte noch ab.

Eine Hiobsbotschaft nach der nächste... genau das meine ich.

s\chiilchexr


Wie gesagt, ich kann das sehr gut verstehen, wenn man nach so vielen Hiobsbotschaften am Boden ist.

Du hast also eine Schwester und Eltern. - Natürlich ersetzen die keine eigene Familie, aber vielleicht besser als gar niemand.

Wohnt ihr in der selben Stadt? Kannst Du mit ihnen sprechen?

Welchen Sport hast Du denn gemacht? Und welche Konzerte besuchst Du?

Kannst Du arbeiten, oder geht das nicht?

bXdak


Also die Frage ist nun, wie und womit lässt sich das Hormonsystem von innen beeinflussen. Ich sehe da 2 Optionen. 1) Es ist nicht möglich – oder 2) es ist möglich. Wenn wir uns für die zweite Variante entscheiden, dann muss es auch ein Weg geben, wie das funktionieren soll. Die Antworten dafür, müssen irgendwo sein. Denn du bist bestimmt nicht der einzige Mensch, der so ein Problem hatte. Von der Gruppe der "Betroffenen" gibt es bestimmt viele, die das erfolgreich geheilt haben. Welche das sind und wie die das gemacht haben, das können wir bestimmt nicht in alle 100% erfahren. Aber irgendwas lässt sich da bestimmt finden. Danach musst du danach suchen.

Habe seit 1 Jahr Schmerzen

Und wo genau?

Die Ärzte sind völlig überfordert damit

Na ja, das Problem könntest du vielleicht lösen, indem es auch irgendwann den nötigen Spezialisten findest. Wer das genau ist – das kann ich dir nicht sagen, ich weiß es nicht. Du wirst es aber finden.

alle meine Hoffnung lag in den OPs

Eine Operation, ist nur Hilfe von außen. Das entscheidende ist aber von innen. Hatte mal vor Jahren ein Buch von einem plastischen Chirurgen gelesen, der gerade darüber erzählt hat. Werde es mal suchen, wie das hieß. War sehr interessant geschrieben, und da ging es genau darum.

deagnae8x7


Ich meine, wie liebt man jemanden, der dich ständig demütigt und vorführt? Der dir dein Leben zur Hölle macht? Das Dingens da, das bin definitiv nicht ich. Ich hab kein Problem mit mir, sondern mit meinem Körper.

In dem man erkennt das der Körper einen nicht quält sondern Teil von einem ist der eben nicht anders kann. Wenn du deinem Körper ein eigenes Bewusstsein zusprichst, die von ihm lossagst und trennst um ihm dann die Schuld für alles zu geben, dann reißt du dich selbst entzwei und so kann man nicht ins Gleichgewicht kommen.

Der erste Schritt wäre also aufzuhören dich von deinem Körper zu trennen. Körper - Geist- Seele ist eins, auch wenn es dir gerade nicht passt. Da kannst du dich winden wie du willst, bis zu deinem Tod formt dein Körper alle Erfahrungen die du machst entscheidend mit. Sei es durch die Art und Weise wie deine Sinne auf Eindrücke reagieren, sei es durch die Art und Weise wie dein Hirn vernetzt ist.

Du kannst das gerne scheiße finden und fluchen und kreischen, aber diesen Fakt musst du als das betrachten was er ist, ein Fakt an dem du nichts drehen kannst.

G>atlaxiNna


Also zunächst mal: Klar kann man das Hormonsystem beeinflussen. Dafür gibts Hormone und andere Medikamente. Das machen wir ja seit vielen Jahren mit den Ärzten. Es wurde ja auch dann opertiv hormonproduzierendes Gewebe, dass zu viel war entfernt - natürlich in der Hoffnung, dass dann genau dieses Hormon in den normalen Bereich zurückfällt. Fiel es aber nicht, weil jetzt die Nebenniere oder was anderes etwas überkompensiert und jetzt wieder zu viele Hormone da sind. Und genau das passiert sonst nicht und die Ärzte (ich war bei mehreren Spezialisten) sind damit überfordert, weil es eigentlich nicht sein dürfte. Es ist paradox.

Die Folge ist halt nur, dass die Situation nach der OP nich schlimmer ist, als vorher. Für mich war das ein Genickbruch. Und die Schmerzen stammen von einer plastischen OP im Intimbereich - ich hoffe, ich habe mich jetzt "nackig" genung gemacht. :°(

FZizzUlypuxzzly


Du musst dich nicht nackig machen. Wenn Du etwas nicht sagen willst ist doch iO. Wenn Du etwas nicht beantworten willst, sage es. Ich denke, hier respektiert das jeder.

Der Glaube, dass man durch Wille alles erreichen könne, war komplett in mir zerstört.

Der Wille ist ein hervorragendes Instrument. Damit kann man vieles erreichen, nicht alles. Beispiel: Wenn man etwas will, kannst Du für dich allein einiges durchsetzen. Brauchst Du dafür jemanden der dir hilft und sagt das macht er/sie nicht weil..... was ist es dann? Zum Wohl oder zum Wehe? Hörst Du auf einen guten Rat und betrachtest das Für und Wieder? Oder willst Du mit dem Kopf durch die Wand?

Aus dieser Erfahrung entwickelte sich schnell meine aktuelle Haltung. Ich kann sehr wohl unterscheiden, wo es Sinn macht Energie zu investieren und wo es ein totes Rennen bleiben wird. Und mein Körper ist so ein totes Rennen, ein schwarzes Loch, dass Hoffnungen und Energie verpufft.

Ich meine, wie liebt man jemanden, der dich ständig demütigt und vorführt? Der dir dein Leben zur Hölle macht? Das Dingens da, das bin definitiv nicht ich. Ich hab kein Problem mit mir, sondern mit meinem Körper.

Dein Körper gehört aber zu dir. Kann es sein, dass Du schon vor den Op deinen Körper abgelehnt hast? Wann hat das angefangen? Du kannst deinen Körper nicht von deinem Kopf (Wille,Geist,Gedanken) trennen.

Du schreibst, dass die Ärzte völlig überfordert sind. Wie sollen sie denn deinem Körper helfen, wenn Du ihn zerstörst/zerstören willst? Warum sollte sich dein Körper anstrengen, wenn Du schreibst, er macht dein Leben zur Hölle? Ist es nicht eher so, das dein Wille deinen Körper demütigt und vorführt und strafst, be-strafst wo und wann immer Du willst?

Ich kann dir nur raten, deinen Körper so anzunehmen wie er jetzt ist. Heilung kannst Du nur dann erfahren, wenn Du deinen Körper, Geist, Seele und Psyche wieder in Einklang bringst. Einfach wird es nicht. Aber je eher Du damit anfängst, umso besser. Die Zeit, die Du jetzt verstreichen lässt, kannst Du immer schwerer aufholen.

Ich wünsche dir aus tiefstem Herzen, dass Du den Weg zur Heilung über eine therapeutische Behandlung oder auch eine entsprechende Kur so schnell wie möglich gehst.

C]arameala x2


Du hast eine Brust-OP hinter dir, Galaxina. Ist es die, die Probleme bereitet im Nachhinein?

Was Fisslypuzzly schreibt, klingt vielleicht hart, aber man kann die Einheit von Körper, Geist, Seele, Psyche nicht voneinander abtrennen. Es schmerzt zutiefst, wenn man es macht, leider.

Es ist auch verständlich, dass man eine Idealvorstellung von sich hat und dass man mit gewissen Sachen leben kann und mit anderen nicht und manchmal ist auch gar kein Land in Sicht und schlichtweg, auch Ärzte können sich irren und einfache Sachen übersehen.

Ein Arzt der sich darauf zum Beispiel spezialisiert hat ist Dr. Schäfer von der Uniklinik Marburg/Gießen.

[[http://www.ukgm.de/ugm_2/deu/umr_zuk/27241.html]]

Cyaram5alax 2


Oh, sorry, Fizzlypuzzly, habe deinen Namen falsch geschrieben.

F#izzlhypuzxzly


Was Fisslypuzzly schreibt, klingt vielleicht hart,

Danke Caramala 2, das wollte ich auch geschrieben haben, ging aber völlig unter. Ja es ist nicht einfach, aber wie soll man sonst helfen...können? Dein Feedback hat mir gut getan, denn ich schreibe schon, so weit es mir möglich ist, sehr überlegt und diesen Beitrag habe ich drei mal in der Vorschau gelesen.

ClarTamalax 2


Man kann es auch etwas anders ausdrücken. :-) Denn im Grunde ist es so, dass man körperlich, geistig, psychisch an gewisse Vorgaben gebunden ist, die man kennen lernen kann und über die man dann Änderungen herbeiführen kann. Aber das wird einem nicht immer leicht gemacht, denn nicht jeder Therapeut oder Arzt kann einem hier helfen und dann steht man tatsächlich erst einmal alleine da. Ich habe das auch schon erlebt, bei anderen und bei mir selbst. Es kann aber auch eine Chance sein, sich selbst wirklich kennenzulernen und zu schauen, was man wirklich braucht und dann findet man über diese Bedürfnisse, dann diejenigen, die einem ein Stück weit weiterhelfen können.

Ich wünsche dir jedenfalls, dass es dir trotzdem gelingt, Galaxina, :)_ dass du doch noch an dich glauben kannst, abgesehen von allem Äußeren, was dir im Moment nicht gefällt und von dem Körper, der im Moment nicht richtig funktionieren kann, auch wenn das schon lange Zeit so geht.

Phlanet/enw`inxd


Mal eine ganz andere Idee: nimmst du bzgl. deiner Hormonstörung Hormone ein? ":/ Ich frage das weil ich weiss wie depressiv ich mit der Pille war. Vielleicht passt bei dir hormonell einiges nicht und das beeinflusst deine Psyche. Ich weiss das hilft nun nicht so richtig, da du ja primär Hormonstörungen hast, aber falls die eigentliche Ursache deiner psychischen Probleme Hormonungleichungen sind, dann kann eine Therapie gar nicht fruchten.

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