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Jede Schwangere ist für mich eine Strafe...

HPone<y91I_miat_Minxi13


Schnecke

Danke für deine lieben Worte :)_

Ja ich habe einen tollen Partner. Eine schöne große Wohnung, ein super tolles Kind.

Aber Moritz fehlt mir hinten und vorne.

Ich stelle mir zwangsläufig vor wie es jetzt wäre, wenn er hier wäre...

Ich hoffe dass ich diese Gedanken irgendwann los werde bzw sie seltener kommen :-(

H.oneye91_mitt_Minxi13


Dina

Herzlichen Glückwunsch zu deiner Schwangerschaft - und das meine ich ehrlich!! @:)

Bei mir sind es jetzt schon wieder 11 Zyklus, 2 mit Clomi und Utrogest, ohne Erfolg. Es tut einfach so weh :-(

Ja das Gefühl mit dem "Mühe geben" hab ich auch... Irgendwie als würden sie es einfach nicht verdienen ein Kind auszutragen :-( ich fühle mich furchtbar mit dem Gedanken.

Ich bin auch nicht perfekt, das weiß ich.

Aber ich "hebe" mich in dem moment über sie als hätte ich es mehr verdient schwanger zu werden als andere. Und das hasse ich so dermaßen an mir.

Ich bin Egoistisch und asozial in dem Moment.

Und das obwohl ich mein Kind abgetrieben habe. Ich hab es garantiert nicht mehr verdient als andere schwanger zu werden.

Aber ich kriege dieses Gefühl innerlich nicht los. Das frisst mich grade so sehr auf :°(

Moownxsti


Honey

Diese Gefühle kennen sehr viele Frauen, deren Kinderwunsch unerfüllt bleibt. Mir ging es einst genauso. Ich wollte immer drei Kinder, hatte aber nur fünf vorzeitig gescheiterte Schwangerschaften, während meine jüngeren Schwestern ein Kind nach dem anderen bekamen (Ich habe 15 Nichten und Neffen!). Beim letzten vorzeitigen Schwangerschaftsende war ich schon 40. Ende des 4. Monats war mein Baby plötzlich tot, weil es sich einen Knoten in die Nabelschnur gebastelt hatte. Es war ansonsten ein gut entwickelter Bub. Danach war ich so fertig, dass ich mich einige Wochen später in eine Therapie begab.

Sechs Jahre später begannen bei mir die Wechseljahre. Damit wurde es endlich besser. Mittlerweile bin ich 60. Immer noch bedauere ich es, keine Kinder zu haben. Ich kann mich aber für jede Frau von Herzen freuen, wenn sie schwanger ist und sie irgendwann ein gesundes Kind zur Welt bringt. Für mich war es wichtig zu lernen, das eine (den eigenen Kinderwunsch, das eigene "Versagen") vom anderen (das Glück der anderen) zu trennen.

DYi)na9x0


Du bist nicht egoistisch und asozial in dem Moment, sondern ein Mensch mit Gefühlen.

Ich glaube im Forum fällt es leichter sich zu freuen, weil man die Geschichte dahinter kennt. Man weiß wie die Mädels zu ES und NMT fiebern, wie angespannt und enttäuscht sie sind.

Im realen Leben machts einfach Klick und die Leute sind schwanger. Da beschäftigt sich keiner mit Zyklustee, Hochlagenlänge, ZS oder sonst was.

Man selbst informiert sich, googelt sich die Finger wund, ist bald ein wandelnden Lexikon, kennt die fruchtbaren Tage genau und trotzdem schnackelt es nicht.

Und andere setzen die Pille ab, haben null Zyklusprobleme und alles läuft wie im Bilderbuch.

Ist doch normal dass da manchmal Neid aufkommt.

Du brauchst dich selber dafür nicht verurteilen.

Die Entscheidung die du getroffen hast war richtig. Dass es bisher nicht geklappt hat ist keine Strafe dafür! Du darfst alle Gefühle zulassen, unterdrücken bringt ja auch nichts! Also sei ruhig mal sauer auf das Schicksal. Verlier nur nicht den Glauben an ein Happy End! :)*

sMweuenyx43


Liebe Honey

Ich nehm dich jetzt mal in den Arm und drück dich gaaaanz feste :)_

Das was du durchmachen musst ist sehr traurig und ja - auch ungerecht. Warum dir bzw. euch das passieren musste weis ich leider nicht.

Ihr seid einen mutigen Schritt gegangen der euch alles abverlangt hat und auch jetzt noch. Euer kleiner Schatz hatte leider keine Chance und dennoch ist er für immer in eurem Herzen. Ich wünsche dir und deinem Mann das ihr zusammen einen Weg findet um diesen Verlust zu verarbeiten.

Ich bin auch nicht perfekt, das weiß ich

Niemand ist perfekt! Geh nicht so hart mit dir ins Gericht, das hast du nicht verdient. :°_

Das frisst mich grade so sehr auf

Du trauerst und das ist wichtig.

Ich bin Egoistisch und asozial in dem Moment.

Du bist in einem emotionalen Ausnahmezustand, da tun wir Dinge die wir sonst nie tun würden. :)* Die Wut, Verzweiflung und Trauer lassen dich so sein .

LWo\laXx5


Ja das Gefühl mit dem "Mühe geben" hab ich auch... Irgendwie als würden sie es einfach nicht verdienen ein Kind auszutragen :-( ich fühle mich furchtbar mit dem Gedanken.

Ich bin auch nicht perfekt, das weiß ich.

Aber ich "hebe" mich in dem moment über sie als hätte ich es mehr verdient schwanger zu werden als andere. Und das hasse ich so dermaßen an mir.

Ich bin Egoistisch und asozial in dem Moment.

Und das obwohl ich mein Kind abgetrieben habe. Ich hab es garantiert nicht mehr verdient als andere schwanger zu werden.

Finde ich gut, dass du dir dessen bewusst bist, dass deine Empfingungen diesbezüglich eigentlich unsinnig sind. :)=

Das trifft auch auf den Gedanken, dass Schwangere eine Strafe für dich seien, zu. Das sind sie logischerweise nicht. Diese Wahrheit musst du "nur noch" irgendwie deinem Gefühlsleben verklickern... ;-)

Warum dir bzw. euch das passieren musste weis ich leider nicht.

Nicht alles was passiert, hat einen Grund oder einen tieferen Sinn. Es gibt auch einfach Zufall. Da gibt es nichts zu wissen.

Manche Dinge muss man einfach so nehmen, wie sie kommen. (Auch wenn man sie gerne anders hätte.)

Der ganz Groll macht es kein Stück wahrscheinlicher, dass es mit der neuerlichen Schwangerschaft bzw. Elternschaft doch noch klappt. Also ist es im Sinne der eigenen Lebenszufriedenheit doch allemal besser, nicht so sehr mit den aktuellen Gegebenheiten zu hadern.

Ich verstehe schon, dass das in der akuten Situation schwierig sein kann, aber wie gesagt: der Groll gegen andere, die (in diesem Punkt) mehr Glück haben, bringt ja nichts...

P,eeKl"exe


Aber Moritz fehlt mir hinten und vorne.

Ich stelle mir zwangsläufig vor wie es jetzt wäre, wenn er hier wäre...

Du steckst halt noch mitten in der Trauer. Gönn dir die Zeit dazu. Trauer geht auch einher mit Wut und Ohnmacht. Ich wünsche dir dass du ein bisschen milder und lieb mit dir selber umgehen kannst. Ist ja auch echt schwierig was du mitgemacht hast. Das wirft einen halt volle Kanne auf den Beton des Lebens. Der Aufprall ist hart und tut echt, echt weh. Versammel ein paar lieben Menschen um dich herum und kümmere dich um dich selbst. Dir alles Liebe @:)

FwaS;oVLca


Ich habe keine Kinder und auch keinen Kinderwunsch (wobei das hierfür glaube ich auch gar nicht notwendig ist), aber ich kann mir sehr gut vorstellen, dass das schrecklich für dich sein muss. Man kann das dadurch, dass die Bäuche irgendwann sichtbar werden und viele Leute liebend gerne übers Kinderkriegen reden, ja auch nicht wirklich im Alltag ausblenden.

Ja das Gefühl mit dem "Mühe geben" hab ich auch... Irgendwie als würden sie es einfach nicht verdienen ein Kind auszutragen :-( ich fühle mich furchtbar mit dem Gedanken.

Ich bin auch nicht perfekt, das weiß ich.

Aber ich "hebe" mich in dem moment über sie als hätte ich es mehr verdient schwanger zu werden als andere. Und das hasse ich so dermaßen an mir.

Diese Gefühle hat sicher jeder mal im Leben. Ich glaube wir sehen uns alle gerne großherzig und gönnend an, aber manchmal wird das sehr herausgefordert. Langfristig ist es sicher auch besser, wenn es einem gelingt diese Gefühle loszulassen, aber in deinem Fall denke ich, dass es noch Zeit braucht. Und mir hilft dann immer, wenn ich diese Gefühle für den Moment akzeptiere, auch wenn ich sie nicht mag und sie nicht dauerhaft bleiben dürfen. Aber akut kann ich manchmal nicht anders und dann hilft akzeptieren eher als verdammen, weil es sie nur größer macht und ich mich nur noch schlechter fühle.

Und das obwohl ich mein Kind abgetrieben habe. Ich hab es garantiert nicht mehr verdient als andere schwanger zu werden.

Mein Eindruck ist, dass du zu hart mit dir ins Gericht gehst. Das klingt ja als hättest du aus Jux und Dollerei abgetrieben, dabei hattest du sehr nachvollziehbare Gründe.

Was ich grundsätzlich bei dem Thema nicht verstehe (und das ist nicht als Affront gegenüber irgendwem gemeint!), warum es beim Thema Schwangerschaft so oft um Versagen bzw "es verdient haben" geht. Ich hab oft den Eindruck, dass ein großer Teil des Leids auch daher rührt, dass man sich damit quält, warum es nicht klappt, obwohl man es doch verdient hätte. Dabei erscheint es mir immer eher als ein Glücksspiel, wo man zwar Chancen ausrechnen kann, aber mehr auch nicht. Was ich sagen will: keine ist schuld, wenn sie trotz Wunsch nicht schwanger wird. @:)

Und Honey, auch wenn es abgedroschen klingt, du bist noch jung, da kann noch viel passieren. :)_ :)*

fzalcob pele:grinxoides


@ Nico Zôe,

es war zwar an Honey gedacht aber da hier in diesem Tread sicher viele Frauen lesen, die ähnliches erlebt haben, ging dieser Beitrag auch an dich. Dir ist es sogar zweimal und Monsti noch öfters passiert. Das tut mir unendlich Leid. :°_

@ Honey,

Ich verstehe deine Gedanken und Gefühle. Ich habe mich auch sehr gefragt, wieso manche Kinder bekommen, obwohl sie sehr ungesund leben. Bitte mach eine Therapie, das wird dir helfen. @:) :)*

Liebe Grüße

T/ambou8r-in


Hallo Honey,

ich kann dir jetzt nix hilfreiches schreiben weil ich in einer ähnlichen Situation bin und damit auch nicht zurecht komme.

Ich hatte zwei Fehlgeburten, bin Ende dreißig und werde seit der zweiten Fehlgeburt nicht mehr schwanger.

Das Kinderwunschthema versaut mir das Leben. Ich fühle mich auch sehr oft schlecht, wenn ich Schwangere oder Neugeborene sehe.

In meinem Bekanntenkreis bekommen viele Leute schon ihr drittes Kind.

Ich habe ein gesundes Kind, aber trotzdem fühle ich mich als Versagerin, weil ich nur ein Kind "geschafft" habe.

Auch ich gebe mir viel Mühe mit Zyklusbeobachtung und dem ganzen Scheiß, den ich mittlerweile richtig verabscheue.

Aber es bringt nix.

Ich empfinde auch öfter Neid und Mißgunst gegenüber anderen Frauen aber das vorherrschende Gefühl ist Unzulänglichkeit.

Und ich fühle mich vom Schicksal ungerecht behandelt.

Ganz besonders beneide ich eine Freundin, die ein Kind hat und kein weiteres will. Wenn es bei mir nur auch so wäre....

Weil eigentlich habe ich ein tolles Leben und das beste Kind der Welt und am liebsten würde ich es einfach nur genießen.

Das schaffe ich aber leider nicht.

S)un-floBwer_x73


Honey,

ich habe Deine Geschichte damals stumm mitverfolgt. Es war ein großer und belastender Schicksalsschlag, der DICH so beeinflusst, wie er es tut. Das mag nicht jeder verstehen, ist aber DEINE Realität. Und wenn Dir Schwangere nicht gut tun, dann passe einfach auf DICH auf. Und gehe der Person ggf. doch aus dem Weg. Nicht einfach so, vielleicht wäre eine kurze Rückmeldung sinnvoll. Aber pass' AUF DICH auf.

Und was den Kinderwunsch betrifft:

Bisher hat es halt noch nicht geklappt und ich hab nur noch 4 versuche, das deprimiert mich so sehr.

Verständlich. Aber: Nimm' den Druck raus. Es gibt einfach Fälle, wo der ZU GROSSE Wunsch den Nachwuchs verhindert. Gib' Dir mehr Zeit, bis Du allgemein stabiler bist. Mach' eine Pause mit den ganzen Versuchen. Und auch wenn es für Dich wie blöde Floskeln klingt: Du bist noch jung, da geht noch viel. Aber eher dann, wenn Dein ganzer Körper inkl. Seele sich gefangen haben.

Ich habe im direkten Freundeskreis zwei Fälle, wo schon bei der ersten Schwangerschaft (mit ganz viel Druck und Kinderwunsch) massiv nachgeholfen werden musste, obwohl es nicht mal klare Ursachen gab. Und wo das 2. & sogar 2. Kind problemlos bzw. quasi ungeplant kamen, als der Druck raus war. Das gibt es immer wieder!

s'chnKe ck8e1E9885


@ Honey

Danke dafür, dass du meinen Beitrag nicht in den falschen Hals gekriegt hast. Ich habe nämlich sehr gezögert, den Text abzuschicken. Wenn du dich stark genug fühlst, dann möchte ich gerne noch was anfügen (also bitte nur lesen, wenn du dir sicher/stabil bist):


Ich bin selber von Kinderlosigkeit betroffen. Gewollt, ungewollt, das alles fließt bei mir ineinander. Auf jeden Fall wollte ich mir schon als Teenie mich nicht auf den Gedanken Kind einlassen. Damals aus dem Grund, dass meine Mutter selber psychisch krank und ich ebenso gestört war, und ich dieses Dilemma nicht weitergeben wollte.

Das Gleiche bei meiner Physis: Ich wurde wegen meines Aussehens stark gemobbt und ich bin mir bewusst, dass mein Aussehen sich evt. auf ein Kind auswirken könnte. Das alles wollte ich nicht. Mit Mitte 20 kam dann die offizielle Diagnose einer psychischen Krankheit.

Mein Partner ist auch offiziell zeugungsunfähig, wegen seiner Krebsbehandlung. Wir haben zwar noch irgendwo Sperma (von vor seiner Behandlung) eingefroren, aber für mich stand lange fest: Wenn es nicht natürlich geht, dann soll es einfach nicht sein.

Ich bin jetzt 31 und wir verhüten seit Jahren nicht. Manchmal klopft auch in meinem Kopf die Stimme an, die sagt: "Was wäre, wenn...?". Aber ich lasse mich auf diese Stimme gar nicht ein, auch wenn ich mittlerweile psychisch soweit gefestigt bin, dass ich wahrscheinlich eine tolle Mama wäre (mein Partner wäre übrigens auch ein wundervoller Papa!). Bei ihm ist es ähnlich.

Will heißen: Wir sehen beide manchmal die Versuchung, die ein Kinderwunsch in sich birgt. Aber andererseits sehen wir für uns beide auch die Contra-Seiten, die Momente der Gegenwart, die unbezahlbar sind und die vielen Nerven, das Geld und die Gebundenheit, die Kinder mit sich bringen.

Kurz gefasst: Würde ich mich voll auf das Thema Kinder / Kinderwunsch einlassen, dann wäre ich wahrscheinlich auch traurig, deprimiert und verzweifelt. Zumal bei uns beiden auch nur ein Kind nicht ohne Kinderwunschbehandlung machbar wäre.


Hier möchte ich wieder allgemein einsteigen:

Mein Partner hatte Krebs und es war das aller- allerschlimmste, was ich mir hätte vorstellen können. Viel schlimmer, als wenn es mich selber getroffen hätte. Aber ich erinnere mich noch heute gut daran, wie meine Schwimu und ich an dem Schild "Kinderonkologie" an der hiesigen Uni vorbeimarschiert sind und einfach nur gott-dankbar waren, dass unser Patient rational verstand, was vor sich ging. Dass es um kein kleines, unschuldiges Wesen ging :°(

Natürlich gibt es in deiner Situation vieeeel Spielraum nach oben, was gute Dinge betrifft. Aber auch unzählige Dinge nach unten (d.h. negativer).


Ich wünsche dir ganz doll, dass du eines Tages (bald!) deinen Frieden findest. :)* Aber m.M. nach wird der Frieden nie durch eine andere Person erzeugt (z.B. durch Partner oder andere Kinder), sondern durch einen persönlichen, langen Reifeprozess und viel Disziplin.

:)* :)* :)* :)*

S(h5ojEo


Ich habe im direkten Freundeskreis zwei Fälle, wo schon bei der ersten Schwangerschaft (mit ganz viel Druck und Kinderwunsch) massiv nachgeholfen werden musste, obwohl es nicht mal klare Ursachen gab. Und wo das 2. & sogar 2. Kind problemlos bzw. quasi ungeplant kamen, als der Druck raus war. Das gibt es immer wieder!

Japp, solche Fälle aus dem Bekanntenkreis kann ich auch beisteuern. Zwei.

Honey, Du bist noch so jung - ich weiß, dass Du möchtest, dass Deine Kinder altersmäßig nicht weit auseinander sind, aber davon mal abgesehen hast Du wirklich noch Zeit. Und im Moment bist Du so, so verzweifelt - dass Deine Hormonlage so durcheinander ist, muss keinesfalls direkt körperlich an Abtreibung und Ausschabung liegen. Schwangerschaft und Geburt wirbeln alles durcheinander, auch danach muss sich alles wieder einpendeln. Dass sich bei Dir momentan nichts einpendelt, wundert mich wirklich nicht. Zum einen nimmst Du hormonell wirksame Medikamente, und die greifen in die natürliche Regulation Deines Körpers ein und stören letzten Endes all seine Versuche, wieder ins Gleichgewicht zu finden. Zum anderen bist Du so tief verzweifelt, dass allein das die hormonelle Balance angreifen und verhindern wird, dass es wieder ins Lot kommt. Dein Körper weiß ja nicht, weshalb Du solchen Stress hast, er wird es so "interpretieren", dass momentan keinesfalls die richtige Zeit für eine Schwangerschaft ist. Und dann wird es zum Teufelskreis: Dein psychischer Zustand erlaubt Deinem Körper nicht, das hormonelle Gleichgewicht wiederzufinden, und das hormonelle Ungleichgewicht sorgt dafür, dass Du Dich entsetzlich fühlst. Denn das tun aus der Balance geratene Hormone nun mal. Deine tiefe Verzweiflung wird vermutlich nicht allein psychisch bedingt sein, ein Teil davon wird schlichte körperliche Ursachen haben. So wie man sich manchmal vor Einsetzen der Regel unfassbar deprimiert oder gereizt fühlt, ohne zu wissen, weshalb, und ohne konkreten Grund - zu Deiner Trauer hast Du auch noch mit diesem Effekt zu kämpfen, und es ist ununterscheidbar, was Trauer ist und was die desolate Hormonlage.

Am liebsten würde ich Dir raten, die Behandlung erst einmal abzubrechen und alles dafür zu tun, damit Du ins Gleichgewicht findest. Ausgewogene Ernährung, regelmäßige Bewegung, genug Schlaf. Ich weiß, dass Du das nicht tun wirst, sondern jetzt erst einmal dieses halbe Jahr durchziehen "musst", weil Du die Hoffnung nicht loslassen kannst. Und ich drücke Dir alle Daumen, dass es funktioniert, und würde mich riesig für Dich freuen, wenn Du schwanger wirst. Aber falls nicht, dann bitte mach Dir klar, dass Du jung und gesund bist und noch Zeit hast und dass Dein Körper die Chance braucht, sich von diesem Trauma zu erholen - auch von dem Trauma der Behandlung momentan, denn das ist für ihn kein Pappenstiel, sondern ein ziemlich krasser Eingriff. Er will funktionieren, und er wird auch wieder funktionieren. Nur eben in seinem eigenen Tempo.
Das gilt auch, wenn Du unter der Behandlung schwanger wirst. Es ist so schwer auseinanderzusortieren, was psychische und was körperliche Ursachen hat, aber man kann immerhin drauf achten, dass es einem körperlich so gut wie möglich geht, damit man sich ganz auf die seelischen Anteile konzentrieren kann.

H8oney[91_mGit_Minix13


Danke für die vielen Antworten @:)

Monsti

mein beileid dass du ähnliches erlebt hast :-(

bei mir war es auch ende 4. monat (20.ssw)

ich durfte ihn im arm halten und er war, trotz der körperlichen fehlbildungen, eines der hübschesten babys die ich je sehen durfte. ich vermisse ihn jeden tag :-(

auf die wechseljahre warten ist für mich nur leider zu lang :-( ich bin ja erst 24....

Dina

ich fühle mich aber so mies und sobald ich solche gedanken habe wie "sie hat es nicht verdient ein kind zu kriegen" etc, fühle ich mich noch schlechter. ich muss mich ja nicht für jeden freuen, das weiss ich, aber sobald ich schwangere mit zigarette sehe oder so dann tut mir das so weh und ich verfluche mehr oder weniger das leben, weil es so ungerecht zu mir ist, während andere sich benehmen wie die axt im wald und trotzdem total dusel haben...

mein happy end... ja da glaub ich dran. aber der weg dahin ist einfach schwer und manchmal möchte ich einfach aussteigen weil es mir zu viel wird (nicht nur der kinderwunsch, auch dass ich mich dadurch meiner familie so fern und fremd fühle, ich ihren erwartungen nicht entsprechen kann etc)

sweeny

danke :)_

ich möchte aber zumindest die wut unterdrücken. ich bin eigentlich nicht so ein mensch. ich bin eigentlich ein mensch der sich für andere freut, anderen hilft oder zumindest hilfe anbietet, ich bin eigentlich ein mensch, der andere nicht verurteilt, egal wie sie sind.

aber bei schwangeren komm ich mir aktuell wie ein "rassist" (im übertragenen sinne) vor. ich bekomme sofort wut im bauch oder tiefe trauer. manchmal beides gemeinsam.

das zermürbt mich einfach total...

Lola

ja, das mit dem "gefühlsleben verklickern" versuche ich schon seit fast einem jahr... :-( ich krieg es einfach nicht hin. mein Herz ist aktuell was ganz anderes, als mein Kopf.... und ich weiss ganz einfach nicht wie ich die in einklang bringen kann.

Ich weiss natürlich dass der ganze ärger und die wut mir nichts bringt, aber ich kann sie auch nicht abstellen, egal wie sehr ich es auch versuche...

PeeKlee

Danke @:)

Ja, ich versuche auch menschen um mich herum zu haben die mir gut tun, aber dank meiner aktuellen familiensituation ist das schwierig :-( mein mann und mein kind tun mir gut. sehr gut sogar. aber zb meine eltern, deren neue partner und die damit verbundene neue familie... es ist mir grade einfach alles zu viel.

vor 2 jahren haben sich plötzlich meine eltern kurz nach meiner hochzeit getrennt weil meine mutter einen neuen hatte. mein vater fand schnell eine neue freundin, die 2 töchter hat eine davon ist die rauchende schwangere, der ich aktuell nicht entkommen kann und kurz darauf passierte das mit moritz. dann die woche intensivstation weil ich bei der ausschabung bald abgekratzt bin wegen dem blutverlust, weil die ärzte nicht rechtzeitig gehandelt haben, dann die diagnose vom frauenarzt... ICH KANN VERDAMMT NOCHMAL EINFACH NICHT MEHR!!

ich hab mir psychologische hilfe gesucht, die hilft mir auch zeitweise, aber ich muss gleichzeitig auch an mir arbeiten und dafür fehlt mich aktuell einfach die kraft... ich will doch nur ein normales leben in dem sich nicht gefühlt täglich fundamentale sachen immer wieder aufs neue ändern...

FaSoLa

danke :)_

natürlich bin ich noch jung, aber ich habe das gefühl als wäre jetzt schon alles gegessen :-( zumindest in dem bereich.

ich werde mal versuchen die gefühle zu akzeptieren und mich nicht dafür zu hassen... aber das wird schwer :-(

Falco

ich bin bereits seit dezember in therapie, davor sporadisch bei einem freien psychologen.

es braucht aber so verdammt lange und ich hab das gefühl dass es nur schleichend voran geht :-(

Tambourin

mein beileid dass auch du kinder verloren hast :°_ :)* :)*

ich freue mich, dass ich nicht so alleine mit meinen gedanken bin... aber irgendwann schaffen wir es sicher auch darüber zu stehen - das hoffe ich zumindest ganz stark :-(

Sunflower

Ja kann sein dass ich mir zu viel druck mache... hatte ich auch beim großen und da klappte es erst nach gut einem jahr. kann durchaus sein dass da was dran ist. aber aufhören möchte ich grade noch nicht. ich möchte die 4 versuche noch zuende bringen und danach werde ich mich damit abfinden müssen dass es eben nicht klappt und mich anderweitig orientieren. aber würde ich jetzt "aufgeben" wäre das für mich irgendwie noch schlimmer :-/

Mein mann meinte auch dass wir uns erstmal bei meiner familie etwas rausnehmen sollen, aber so einfach ist das leider aufgrund der wohnsituation nicht ich kümmere mich teilweise um meine oma, die im selben haus wohnt wie mein papa und seine freundin und deren tochter kommt teilweise total unangekündigt, sprich ich sehe sie leider zu oft

erklären? mhm ich weiss nicht. ich möchte auch nicht als der "buh-mann" da stehen, der niemandem etwas gönnt....

zumal sie ja nichts dafür kann dass ich mich in ihrer gegenwart nicht wohl fühle. es ist ja mein problem und nicht ihres.

hach das ist alles kacke :-(

Schnecke

danke, ich hoffe auch dass ich meinen frieden bald finden kann und endlich mein herz mit meinem gehirn in einklang bringe....

und vorallem:

:°_ lass dich drücken.

würde meinem partner so etwas passieren... ich weiss nicht wie ich reagieren würde. ich kann deinen schmerz und die angst in dem moment vermutlich nicht im geringsten nachfühlen, aber alleine der gedanke daran bringt mich fast zum weinen.

mein mann ist mein großer halt. mein leben. wäre er nicht da wüsste ich nicht was ich mit meinem leben anfangen sollte.

umso mehr freue ich mich dass es deinem mann wieder gut geht :)* :)_ :)_

ich denke wenn man sowas erlebt hat, dann weiss man seine eigene gesundheit und sein gemeinsames leben mehr zu schätzen und geniesst einfach nur dass man sich hat...

HtoSney91&_mit_8Mini1x3


Shojo

Du hast das alles sehr gut beschrieben. danke dir dafür @:)

Ja, abbrechen möchte ich es im moment nicht, weil ich einfach nicht aufgeben will - und das würde sich so anfühlen...

aber an meiner körperlichen gesundheit kann ich arbeiten :-)

bewegung habe ich genug, schlaf wird dank psychologe langsam besser (weniger albträume,häufigere durchgeschlafene nächte) , ernährung ist ganz normal, bis auf dass ich gelegentlich mahlzeiten aus lasse weil ich keinen hunger habe :-/ aber 2 mahlzeiten nehme ich täglich mindestens zu mir.

vermutlich braucht mein körper wirklich einfach noch zeit... :-(

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