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Jede Schwangere ist für mich eine Strafe...

Sihojxo


Noch eine andere Sache, und ich weiß nicht, ob es richtig ist, das anzusprechen, weil ich Dich viel lieber warm zudecken und Dir einen Tee machen würde, aber ich mach es jetzt trotzdem: die Schuld. Meiner Erfahrung nach kann man Schuldgefühlen nicht ausweichen, und es ist ganz egal, ob man wirklich Schuld auf sich geladen hat oder nicht, wenn man es denn so empfindet. Diese Gefühle wollen gehört und gesehen werden, sonst fressen sie sich an anderer Stelle tief und immer tiefer in einen und nehmen tausend andere Gestalten an.

Ich glaube nach dem, was ich gelesen habe, dass ihr euch womöglich damals zu schnell für die Abtreibung entschieden habt. Dass Dein Mann so entsetzt von der Vorstellung war, ein eventuell behindertes Kind zu bekommen, und Du auch, und ihr habt sehr schnell gesagt: Wir bekommen es nicht. Ehe wirklich die Schwere der Behinderung ganz klar war. Du warst dann später in meiner Wahrnehmung fast erleichtert, dass Moritz wirklich so schwer krank war, dass es die Entscheidung gerechtfertigt hat, dass ihr ihm damit viel, viel erspart habt.
Aber die eigentliche Entscheidung für die Abtreibung ist früher gefallen. Fast sofort. Ich weiß noch, wie verblüfft ich war, wie schnell ihr gesagt habt: Nein, dann bekommen wir das Kind nicht.

Das ist kein Vorwurf, Honey, nur eine Beobachtung. Ich verstehe das sehr gut, diesen heftigen Impuls, diesen Reflex. Aber trotzdem ist so etwas sehr oft die Wurzel von ziemlich böse nagenden Schuldgefühlen, denn dieser Impuls war da und hat die Entscheidung getragen. Die sachliche Rechtfertigung kam später und ist Kopfsache - Kopfsachen sind so viel weniger mächtig als Bauchsachen. Und Du betonst so oft, dass Moritz wirklich so schwer krank war, als ob Du Dich daran festhältst, wie so ein kleines Floß in einem Meer aus Schuld.
Falls ich damit richtig liege, dann wirst Du nicht umhinkommen, Dich dem Fakt zu stellen, dass euer Impuls, das Kind abzutreiben, sehr schnell da war, noch ehe die Schwere der Erkrankung wirklich feststand. Das ist schwer und fürchterlich, aber es ist ein bisschen leichter, wenn man solchen Dingen ins Auge blickt, als wenn man die Augen zumacht und hört, wie sie um einen rumschleichen. Also - in dem Moment ist es das Grauenhafteste, was man tun kann, aber letzten Endes ist es eben der einzige Weg, um es zu sortieren, um damit klarzukommen, um die Dynamik zu unterbrechen, dass sich unerwünschte, schlimme Gedanken einen Weg ins Bewusstsein zu bahnen versuchen und einen dafür mit allen zur Verfügung stehenden Mitteln attackieren. Manchmal reicht es, so einer Schuld zu sagen: Ich sehe dich. Ich weiß, dass du da bist, ich weiche dir nicht aus, ich halte dich aus. Sie verlässt einen nicht ganz, aber sie verändert sich und begleitet einen irgendwann nur noch, statt einen zu zerfleischen. Wie ein hässliches Monster, das gezähmt friedlich mit am Lagerfeuer liegt.

Ich wünschte sehr, das wäre euch nicht zugestoßen, euch allen vieren.

LMiscnhens)welxt


@ Honey:

Ich finde, du musst lernen diese negativen Gefühle als Teil von dir annehmen zu können. Du hast allen Grund dazu, dich so zu fühlen. Das ist nicht egoistisch. Ich kenne solche Gefühle. Ich hatte 2014 eine MA in der 10. ssw. Meine Nachbarin war ebenfalls schwanger mit gleichem Entbindungstermin. Es war die Hölle. Bei mir wurde es erst besser nachdem 2015 ein gesundes Mädchen bekommen habe.

Du wirst auch wieder schwanger. Und es kann sein, dass es dir erst dann wirklich besser geht. Deswegen: Bekämpf das Negative in dir nicht, sondern akzeptiere es. Es gibt halt eben momentan nur schlechte Tage und etwas bessere und die richtig guten Tage kommen auch wieder.

Und was die Familienangehörige betrifft: Sie wird deine Ablehnung spüren. Vielleicht solltest du einfach mal aussprechen warum sie dich ankotzt. Das kann helfen und vielleicht bewegt es in ihr auch etwas.

SLhojo


Ich weiss natürlich dass der ganze ärger und die wut mir nichts bringt, aber ich kann sie auch nicht abstellen, egal wie sehr ich es auch versuche...

Versuch es nicht mehr. Es ist momentan einfach so. Du kannst bestimmen, was Du daraus machst, wie Du damit umgehst, aber ein- und ausschalten kannst Du die Gefühle nicht. Noch ein paar Monster fürs Lagerfeuer, kleinere.

Was Lischenswelt schreibt, finde ich sehr klug.

sBwee$nyx43


Vielleicht kannst du was finden wo du deine Wut rauslassen kannst. Bei mir war das immer Musik machen (spiele Saxophon) .

Vielleicht putzen, Unkraut jäten, Holz hacken, Krafttraining....

Unterdrücken finde ich eher schlecht, die staut sich sonst und sucht sich immer ein Ventil.

ch denke wenn man sowas erlebt hat, dann weiss man seine eigene gesundheit und sein gemeinsames leben mehr zu schätzen und geniesst einfach nur dass man sich hat...

Das empfinde ich auch so. An den schrecklichen Dingen wachsen wir und gehen dann gestärkt daraus hervor.

vermutlich braucht mein körper wirklich einfach noch zeit..

Wenn die Seele leidet zeigt sich das (fast immer ) auch körperlich. Hab Geduld mit dir, alles braucht seine Zeit :)z :)* :)* :)*

n oomi2 77


Liebe Honey.

Ich weiss nicht, ob Du meine Geschichte kennst, ich hatte auch im Sternchenforum geschrieben. Ich hatte 3 Spätaborte. 2x 20.SSW und 1x 17.SSW plus ein Frühabort 10.SSW. Kann also gewisse Gefühle nachvollziehen. Deiner Selbst und vorallem auch Deines Sohnes Willens musst Du mit dem Verlust in Friedrn kommen. Dein Sohn spürt Deine Gefühle haargenau, sie vor ihm zu verstecken, kannst Du Dir sparen. Sei Dir bewusst, dass das für ihn und sein Leben Konsequenzen haben wird.

Ich hatte 2 Spätaborte vor unserer Grossen (4,5 Jahre), die anderen zwei nach ihr und vor unserem Kleinen (3 Monate). Ich habe mit kinesiologischer Therapie die Verluste gut verarbeitet und Frieden mit mir und ihnen gefunden. Dafurch habe ich auch nie für "Ersatz" geübt oder gekämpft. Ich konnte das Vertrauen in die Natur setzen, dass alles, ALLES seine Richtigkeit und Gründe hat, auch wenn wir das nicht immer verstehen. Das von Herzen akzeptieren und gehenlassen können, war die Heilung.

Es gibt immer andere, die man wegen etwas beneiden könnte, aber, auch die haben etwas, wo man dann doch nie tauschen möchte und so hat jeder sein Leben mit seinen Aufgaben, und die anderen gar nichts damit zu tun.

Aber nochmal. Es liegt mir einfach am Herzen. Du hast einen Sohn, das grösste Geschenk. Trage Sorge zu ihm, er braucht das Gefühl, dass er genug ist. Meine Mutter hat meinen Bruder nach mir im 8.Monat verloren und wurde danach auch nicht mehr schwanger. Bis heute kenne ich das Gefühl, dass ich nicht genug bin......

Wenn Du das Gefühl hast, das die Therapieform nicht die richtige ist, such Dir etwas anderes aus.

Ich wünsche Dir viel Kraft und Ausdauer und Liebe im Herzen für das, was Du hast. @:)

Swunfl/owerx_73


Ja kann sein dass ich mir zu viel druck mache... hatte ich auch beim großen und da klappte es erst nach gut einem jahr. kann durchaus sein dass da was dran ist. aber aufhören möchte ich grade noch nicht. ich möchte die 4 versuche noch zuende bringen und danach werde ich mich damit abfinden müssen dass es eben nicht klappt und mich anderweitig orientieren. aber würde ich jetzt "aufgeben" wäre das für mich irgendwie noch schlimmer

Ich würde Dir raten: Mach' eine Pause. EIN Jahr ohne jeglichen Druck und Hormone. Shojo hat den Teufelskreis so toll beschrieben.

Was willst Du jetzt, wo Deine Gesamtverfassung einfach nicht gut ist, es auf Teufel komm raus "zu Ende bringen"? Du nimmst Dir die Chance, falls man doch nachhelfen muss. Aber momentan, in Deiner Lage, kann man es doch kaum beurteilen, weil zu viele Einflussfaktoren mit reinspielen.

Es ist KEIN AUFGABEN. Es ist ein vernünftiges "Verarbeiten und sich wieder normalisieren".

Ich spiele mal ein etwas hartes Was wäre, wenn-Spielchen: Was ist, wenn Du JETZT mit aller Gewalt alle Optionen durchgehst? Es nicht klappt, weil Deine Gesamtverfassung nicht entsprechend ist? Und es dann, in besserer Verfassung, keine Möglichkeiten mehr gibt?

Ich glaube, das Thema "Vertrauen in den Körper" solltest Du mal mit Deinem Therapeuten durchdenken. Das ist Dr (verständlicherweise) abhanden gekommen. Aber... manche Dinge benötigen Zeit. Und Dein Körper ist nicht endlos geschädigt. Du mutest ihm gerade aber eine Menge zu: Die Trauer. Die Hormone. Das Wechselspiel von beidem.

Wenn es beim ersten Kind schon ein Jahr gedauert hat... dann gib' Dir diese Zeit plus ein paar Monate JETZT NOCHMAL. Du kannst sicherlich an Deiner körperlichen Gesundheit arbeiten. Aber: Die Seele beeinflusst den Körper, und Du kannst auch mit Schlaf & Sport & Ernährung nicht alles auffangen.

Und wie andere auch schreiben: Deine Gefühle sind OKAY. Die gehören dazu. DU empfindest so, und da gibt es eh kein richtig oder falsch. Akzeptiere, dass es so ist. Kämpfe nicht dagegen. Du musst es nicht verstellen (nur halt drauf achten, dass das "normale" Leben weitergeht). Die Traurigkeit wird weniger - aber sie wird Spuren hinterlassen und sich immer mal wieder melden. Du hast ein Kind verloren. Die Erinnerung bleibt - aber verblasst. Das braucht Zeit, das kann man nicht erzwingen. Nur mit entsprechender Hilfe erarbeiten. Und das dauert, so lange es dauert.

Dein Körper ist auch im Chaos, weil DU im Emotionschaos bist. Er sagt klar, dass er gerade nicht schwanger werden will. Was mir dazu einfällt: Um eine neue Schwangerschaft zu verkraften (die mit Ängsten einhergehen wird aufgrund dessen, was geschehen ist!), musst Du psychisch das Geschehene wirklich noch besser verarbeiten. Es geht ja nicht nur jetzt ums Schwanger werden. Es geht auch darum, psychisch in der Lage zu sein, die Schwangerschaft (mit noch mehr Ängsten, als man eh schon haben kann!) durchzustehen. Du denkst (zumindest hier) nur ans Schwangerwerden. MAchst Du Dir schon Gedanken über Schwangerschaft & Ängste?

Nimm' den Druck raus. Das ist kein Aufgeben, sondern eine kluge Verschnaufpause. FÜR EUCH ALLE: Dich, Deinen Körper, Deinen Mann, Deinen Großen.

MCilchs<chnit0te85


Ich kann dir ein Buch empfehlen.

Gelassen durch die kinderwunschzeit von Brigitte zart.

Ich wünsche dir von Herzen alles gute @:)

H8oneyp91_mi;t_Mi,ni13


Ich antworte heute Abend nochmal ausführlich sobald ich an den pc komme :-) mit Handy ist das immer nicht so toll :-/

Danke aber schon einmal für eure ganzen antworten @:)

nAajaMnagxut


Noch eine Ergänzung zu Shojos Thema Schuldgefühle:

Ihr musstet damals eine Entscheidung treffen, und ihr habt euch in der Situation für das entschieden, was euch am besten schien. Das hat sich ja sogar noch bestätigt, als ihr mehr Informationen hattet. Also habt ihr rational betrachtet alles richtig gemacht.

Vielleicht kannst du dich daran ein bißchen festhalten, wenns dich zu sehr beutelt. :�_

D}ieKiruexmi


Aber Moritz fehlt mir hinten und vorne.

Ich stelle mir zwangsläufig vor wie es jetzt wäre, wenn er hier wäre...

der Moritz, wie er war, also mit seiner Behinderung? Oder die Idee eines gesunden Moritz? Denn das ist /wäre nicht er, sondern eben ein anderes Kind. Ich habe all deine Threads still verfolgt und es tut mir alles sehr leid. Shojos Beitrag kann ich mich voll anschließen, ich war damals auch sehr überrascht, wie schnell die Entscheidung gefallen ist und dann auch die Beendigung der Schwangerschaft stattfand. Und auch jetzt wirkst du sehr gehetzt, als wenn dir die Zeit durch die Finger rinnt. Dabei solltest du dir eigentlich Zeit nehmen und verweilen. Deine Wunden heilen lassen. Manchal läßt der Körper einfach etwas nicht zu, um die Psyche zu schützen bzw ihr Zeit zur Genesung zu geben. Daher halte ich eine Hormontherapie in deinem Alter und bei der Vorgeschichte seitens des Arztes auch für übermotiviert. Auch, weil Hormone unsere psychische Verfassung beeinflussen, unsere Stimmungen und Launen. Ggf macht diese Hormontherapie gerade alles noch schlimmer......

Ich wünsche dir auf jeden Fall, dass du deine innere Stabilität und deinen Frieden finden kannst und dann ein gesundes Kind bekommen wirst!! @:)

H!oney;91_omit_@Mini1x3


so, jetzt vom laptop aus :-) da lassen sich größere Texte besser tippen.

Shojo

Danke :)_

Natürlich hab ich Schuldgefühle. Immerhin hab ich mein Baby abgetrieben. Natürlich war es eine Erleichterung als ich festgestellt habe dass die Behinderung sogar noch gravierender war als angenommen. Weil ich es so für mich besser Rechtfertigen konnte.

Aber bei uns war damals schon der "best möglichste Ausgang" der Behinderung ein Grund Moritz abzutreiben. Einfach weil auch das mit Schmerzen und einer Kompletten Behinderung über das ganze Leben, jährliche OPs etc verbunden gewesen wäre. Und das kann ich keinem Menschen antun den ich mehr als mein Leben liebe.

Dass es nun die schlimmste Form der Fehlbildung war, gravierender als angenommen, war nur nochmal eine Bestätigung für mich, dass es vom Verstand her richtig war.

Dass mein Herz damit nicht klar kommt, ist ein anderer Punkt.

Das Thema Schuldgefühle behandle ich auch schon intensiv mit meinem Psychologen.

Ich werde meine "Monster" wohl einfach nehmen müssen wie sie sind... wenn ich mich nicht mehr drüber aufrege, wird es vielleicht besser..

aber ich möchte in mir drin ein "Guter" Mensch sein, kein - sorry - Arschloch dass vor Neid zerfließt...

Lischen

Das anzusprechen ist etwas heikel, denn noch wissen wir es nich "offiziell".. ..wir wissen es von ihrer Mutter, also der Freundin meines Vaters. Es scheint auch noch recht früh zu sein, am Montag war auf dem US noch nichts zu sehen... ausserdem stehen wir uns nicht so Nah als dass ich da was sagen würde... Sobald wir es von ihr erfahren werde ich wohl auch was sagen wenn ich sie wieder mit einer Zigarette im Mund sehe..

Sweeny

Das ist eine Gute Idee :-)

Ich könnte mal wieder Sporteln gehen... Das würde mir sicher gut tun :-)

Das wollte ich damals schon in Angriff nehmen, da war es dann aber daran gescheitert dass ich mich nicht aufraffen konnte weil es zu kurz nach Moritz Geburt war... aber diesmal hab ich keine "Ausrede" mehr und wenn der Schweinehund erstmal klein gekriegt ist, wird es mir auch gut tun, das weiss ich! :)^

Noomi

Mein Beileid :°_ :)*

Dass mein Sohn das in "den falschen Hals" bekommt möchte ich auf keinen Fall!

Ich will ja versuchen das in den Griff zu bekommen, dass der Wunsch nicht mehr so stark ist, aber es ist halt schwierig... das ist als wenn jemand sagt "denk nicht an rosa Elefanten" - woran denkt man zuerst? klar, der rosa Elefant!....

Zur Therapie kann ich nur sagen dass sie mir momentan sehr gut tut. Leider kam jetzt der Urlaub des Psychologen sowie Krankheit meinerseits zusammen so dass der letzte Termin 5 Wochen her ist. Das ist für meine Akutzeit leider grade etwas lang.

Sunflower & Alle

danke dir :)_

ich schreib jetzt mal "alle" dazu, weil ich nicht weiss ob jeder den gesamten Text liest, aber das evtl für die weiteren Antworten wichtig ist:

Ich hab heute mit meinem Mann darüber geredet. Dass mich alles nur noch stresst, jede Woche der Frauenarzt, die Hormone und die Nebenwirkungen (Okay, soooo extreme Nebenwirkungen hab ich nicht.. Müdigkeit, hier ein Ziehen, da ein Kneifen und gelegentlich mal etwas schwindlig - man kanns schlimmer treffen). Andererseits aber auch mein Wunsch nach einem Baby.

Wie sehr mich das alles mit der rauchenden Schwangeren belastet usw.

Er ist auch meiner Meinung und sieht leider schon länger dass ich weniger glücklich bin und mich zu vielen Sachen nur noch zwinge, obwohl ich sie früher gerne gemacht habe.

Wir wollen jetzt Zeit für uns nehmen. Sprich nicht jedes Wochenende für alle zur verfügung stehen, ich werde Aufgaben/Dinge die mich belasten abgeben und auch mal meiden (- das hab ich in letzter Zeit nicht gemacht sondern hab versucht alles unter einen Hut zu bekommen).

Die Hormontherapie wollen wir jetzt noch "durchziehen", ABER nicht mehr so ernsthaft wie bisher.

Ich werde weniger US in anspruch nehmen, auf das Blutnehmen am Anfang des Zykus verzichten usw.

Also statt er 4 Termine zur Follikelkontrolle werde ich nur noch einen in Anspruch nehmen der dazu dient eine Überstimulation zu vermeiden und das Blut nehmen Zweck HCG kann ich mir auch schenken, wenn ich eh per Urintest negativ Teste und meine Temperatur bei der NFP Kurve runter geht.

Ich hoffe dass der Arzt da mitspielt, ich werde ihm das alles am Montag beim nächsten Termin sagen.

Jetzt wieder gezielt für Sunflower:

Jein. Also natürlich werde ich mir Gedanken in den ersten 12 Wochen zwecks Fehlgeburt machen, ähnlich wie bei Jonas und Moritz, aber ansonsten werde ich sicher die SS normal wahrnehmen können. Die Untersuchungen werden dann ggf für mich noch mal Stressig, grade die Feindiagnostik, aber bisher hab ich da keine massive Angst vor, weil ich ja Medikamente nehme damit die Erkrankung von Moritz sich nicht wiederholt.

Das sehe ich also eher "locker".

Aber erstmal muss ich schwanger werden, danach werde ich ja merken wie es läuft... Für mich ist es, in meiner Vorstellung, aber deutlich angenehmer "schwanger" zu sein, als "nicht schwanger" - zumindest von den Ängsten und Sorgen her.

Milchschnitte

Danke ich guck nachher gleich mal bei Amazon ob das was für mich ist @:)

DieKruemi

Danke :)_

Du hast da was angesprochen was mich sehr trifft. Ich stelle mit tatsächlich nämlich den "gesunden Moritz" vor. Ein Kind das spass am Leben hat. Ein Kind das nicht leidet.

Also: Nicht Moritz um es in deinen Worten zu sagen. Sondern unser 2. Gesundes Wunschkind, das mein Bauchzwerg hätte werden sollen, wenn das Leben uns nicht so Böse mitgespielt hätte.

Und manchmal stelle ich mir auch "den richtigen" Moritz vor. Erinnere mich an die Tritte in meinem Bauch, all sowas...

Wenn ich durch die Stadt laufe und Behinderte Menschen, grade Kinder im Rollstuhl sehe, die Geistig abwesend sind, kommen mir Gedanken wie "Gott sei dank wurde bei Moritz die Erkrankung festgestellt, bevor er Lebensfähig war". Es tut mir weh, so zu denken, aber andererseits ist es wirklich so...

Ich hätte es nicht ertragen mein Kind so zu sehen..

Vor der Aufgabe hab ich keine Angst. Ich kann auch mit behinderten Kindern zusammen arbeiten. Aber nicht Meins. Mein Kind soll nicht Leiden. Es soll Freude am Leben haben... :°(

LPolaxX5


Vor der Aufgabe hab ich keine Angst. Ich kann auch mit behinderten Kindern zusammen arbeiten. Aber nicht Meins. Mein Kind soll nicht Leiden. Es soll Freude am Leben haben... :°(

Du weißt aber schon, dass man gleichzeitig Leiden und Freude am Leben haben kann? ":/ Auch ein gesund geborenes Kind kann Krank werden. Das sollte als Möglichkeit m.E. schon denkmöglich bleiben. Auch wenn es um (d)ein Kind geht.

Hnoney91_lmitT_Minix13


Lola

Natürlich kann auch ein gesundes Kind krank werden. Das weiß ich. Aber wenn das Kind von vorn herein nur - sorry - sabbernd im Bett an irgendwelchen Maschinen hängt damit es überhaupt leben kann, nix von seiner Umwelt mitbekommt... Das ist keine Freude. Und dank der Diagnose damals konnte ich genau das verhindern. Das dahinvegetieren, leiden, schmerzen haben :-(

nboobmi x77


Honey

Ihr habt alles richtig gemacht. Gut, dass Du mit Deinem Mann über alles reden konntest, und er hinter Dir steht, das hilft bestimmt auch. Runterfahren und Druck wegnehmen ist ein guter Anfang. Dann klappt's bestimmt auch mit dem Geschwisterchen. Vielleicht nicht sofort, sondern dann, wenn Du auch im Unterbewusstsein bereit dafür bist und Moritz "gehen" lassen konntest.

Ich drück Dich und wünsche Euch alles alles Gute! :)_

H$oney[9/1_dmit_Miyni13


:)_ danke

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