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Jede Schwangere ist für mich eine Strafe...

LzilKazLina


Du hast ja lange gesagt, dass du nicht glaubst, dass die Psyche Auswirkung auf Befruchtung/Nicht-Befruchtung haben kann.

Ich weiß nicht, wie du momentan dazu stehst, ich möchte nur etwas in den Raum werfen:

War es nicht so, dass es beim ersten Kind sehr lange dauerte, trotz NFP-Überwachungen, ACC-Nahme usw? Und das zweite entstand zu einem Zeitpunkt, wo ihr eigentlich noch gar nicht wolltet - sogar durch einen "richtig durchgeführten CI", bei dem normalerweise nichts passieren kann?

Und noch ein Gedanke: War es nicht so, dass du dich zwischenzeitlich neuorientieren, eine Ausbildung machen wolltest und als es dann konkret zu werden schien, schwanger wurdest?

Als Außenstehende sehe ich gerade: Alles scheint sich um den nicht erfüllten Kinderwunsch zu drehen. Was wenn es nach den noch ausstehenden Versuchen nicht klappt? Hast du einen Plan B?

Vielleicht würde eine Fokussierung auf Plan B schon insofern etwas bringen, als dass du gedanklich abgelenkt bist und die "Wartezeit" für etwas nutzt, was dich langfristig weiterbringt, auch wenn Plan A begraben werden muss.

dIanae(8x7


Honey

Die Kruemie hat meine Frage vorweggenommen. Vielleicht versuchst du mal diese Bilder ganz gezielt zu kontrastrieren indem du dir vorstellst wie es wirklich gewesen wäre. Es ist unfassbar schwer etwas loszulassen das man sich super toll ausmalt, wie soll man das perfekte Glück auch loslassen? Aber das ist ja nicht real, wäre nie real geworden. Ich glaube das du erst dann um Moritz trauern kannst wenn das Kind in deinen Bildern wirklich Moritz ist und nicht ein Traumbild. Und solange er noch bei dir ist, besetzt er quasi noch den Platz in deinem Bauch. Da ist voll, wie soll da ein neues Kind Raum finden? :)_

PyeeuKlee


Natürlich kann auch ein gesundes Kind krank werden. Das weiß ich. Aber wenn das Kind von vorn herein nur - sorry - sabbernd im Bett an irgendwelchen Maschinen hängt damit es überhaupt leben kann, nix von seiner Umwelt mitbekommt... Das ist keine Freude.

Honey, das ist ein Schlag ins Gesicht dieser Menschen und deren Familie. Weil DU nicht in der Lage bist mit dieser Art Leid um zu gehen, hast du darum nicht das Recht um andere abzuqualifizieren. Und das tust du durch diese Aussagen. Für dich ist es vielleicht keine Freude. Das kann sein. Hast du denn eigentlich selber Freude am Leben? Du versteifst dich so auf die "Freude". Wie jemand schon schrieb, es kommt beides zusammen, Freude und Leid. Stärker noch, nur duch das Leid und die Endlichkeit kann Freude überhaupt so stark werden. Das Leben ist ambivalent, in jeder Form. Mit oder ohne Behinderung. Schade dass du das nicht sehen kannst. Disqualifizier dafür aber andere nicht um sie so aus der Ambivalenz in eine eindeutige Schublade zu stecken.

Wbirjrm@aus


Habe jetzt nur das Eingangsposting gelesen:

Erstmal mein Beileid wegen der traurigen Abtreibung. :-(

Zudem finde ich Deine Gefühle, die Du jetzt anderen Schwangeren gegenüber hast, normal. Du brauchst Dich dafür nicht schämen. Ich finde es ehr etwas gespürlos, das Deine Freundin die genau in dem Moment ihre glückliche Schwangerschaft präsentieren muß.

Ok, Du hättest es sowieso irgendwann bei ihr gesehen, aber solange hätte sie mit der Botschaft auch waren sollen.

Also der Miesepeter geht somit mMn an die Freundin. :(v

DGieDosi<smachtdagsGixft


Es gibt weder einen emotionalen noch einen rationalen Grund Dich für die Gefühle, die Dich gerade innerlich vereinnahmen zu verurteilen. Ja, Deine Freundin hat sicherlich sehr unsensibel Dir gegenüber gepatzt, so frisch nach eurem Verlust ihre eigene Freude einer eigenen Schwangerschaft öffentlich in Deinem eigenen Umfeld auszusprechen.

Aber das passiert manchmal, wenn einem die Glückshormone dermaßen überschwemmen. Vielleicht hat auch diese junge Frau ähnlich wie Du und Dein Partner längere Zeit gehofft und gebangt, sodass in so einem Moment das Gefühl die Welt umarmen zu wollen übergroß ist. Das sie Dir damit in dem Moment unendlich viel Schmerz zugefügt hat, war ihr ganz sicher in diesem einen Moment nicht bewusst. Später in Ruhe noch einmal darüber nachgedacht, hätte sie bestimmt anders gehandelt.

Meine Gedanken zu eurer Situation gehen in eine ähnliche Richtung, wie sie bereits danae87 geäußert hat. Eure Trauer um Moritz ist noch viel zu frisch und nicht verarbeitet. Es gibt immer noch diesen inneren Wunsch den Moritz in eurer Gedanken- und Gefühlswelt "lebendig" zu behalten, als ein Kind das zu eurer Familie gehört.

Mir ist verständlich, dass es Sinn machen kann nach einer solchen Tragödie sich selbst und anderen zu beweisen, ich kann es doch. Ich bekomme wieder ein gesundes Kind. Da spielt manchmal das eigene Selbstwertgefühl mit rein, dass Du vielleicht noch an eine 2. erfolgreiche und gesund ausgetragene/s Schwangerschaft/Kind bindest.

Vielleicht schaffst Du es unter dem Einfluss der Therapie den Gedanken an Dich ran zu lassen, dass der Zeitpunkt für ein 2. Kind noch nicht da ist. Dein Körper es Dir mit "seiner momentanen Verweigerung" schwanger werden zu wollen zeigt, dass Körper und Psyche nicht im Einklang sind.

Ich habe es nicht nur einmal erlebt, dass sich Paare mit langem Kinderwunsch und viel versuchten Methoden zu erfülltem Kinderwunsch zu kommen, sehr überfordert haben. Bei denen, die keine i körperliche Widrigkeiten hatten, kam eine Schwangerschaft erst in dem Moment zustande, als beide diesen Wunschgedanken nur noch Sinne von, 'wenn es passiert ist dieses Kind uns willkommen, aber wenn es nicht sein soll, finden wir in anderen Dingen einen anderen Lebensinn'.

Mit dem Druck, Trauerarbeit bewältigen und gleichzeitig eine erfolgreiche Schwangerschaft zu erreichen bist Du zu diesem Zeitpunkt (vermutlich) noch überfordert.

Mein Rat wäre, lasst euch Zeit, bewältige mit Engagment Deine Therapie, lass den Trauerschmerz raus und besinn Dich nach diesem Prozess auf Dinge, die sich nicht sofort wieder um ein 2. Kind drehen. Denke über neue berufliche Wege nach, und verschaff Dir auf dieser Art neue Erfolgserlebnisse. Die belohnt eine stabile Psyche meist positiv und wer weiß ..... :)_ @:)

Pass gut auf Dich auf, und versuche Deinem älteren Sohn die Mama zu sein, die er jetzt gerade braucht. Denn auch er, hat ein Stück 'Familie' verloren. Er hat erlebt, wie Du aufgeblüht bist, mit ihm über sein Geschwisterkind gesprochen hast. Gib ihm nicht das Gefühl nicht genug zu sein, weil Deine Wünsche/Sehnsüchte in Richtung größerer Familie nach seiner Geburt gegangen sind.

Heoney917_miti_Minxi13


LilaLila

Aktuell suche ich nach einem "Plan B". Ich bin noch bis August krank geschrieben und möchte danach gerne wieder arbeiten. Ich hab eveeeeentuell was in Aussicht, aber das ist noch nicht "in trockenen Tüchern". Also kein 100% Plan B :-(

Danae

:)_ ihr habt ja recht... Aber es ist irgendwie "seltsam". Egal wie oft ich mir den KRANKEN Moritz, also den richtigen Moritz, ausmale: sobald ich schlafe und wieder meine Albträume habe ist er immer ein gesundes Kind. Und ich bin danach fix und fertig.

Ich weiß nicht wie ich das so fest in meinen Kopf kriege, dass es dann auch wirklich da drinne ist und nicht mein erster Gedanke immer an das gesunde Kind, den Wunsch, geht :-/

PeeKlee

Tut mir leid wenn du dich oder andere mit der Aussage so angegriffen habe, aber für mich ist es eben so.

Welche Freude hat ein Mensch der nur durch Maschinen überlebt und die Umwelt um sich gar nicht mitbekommt? :-(

Wirrmaus

Danke :-)

Das mit der Freundin ist ja Mittelwelle "rum", ihr Kind ist da, daher ist es für mich einfacher wieder auf sie zu zugehen.

Natürlich war es unsensibel, aber irgendwo war in ihr halt auch die Freude drinne...

DieDosis..

Ich weiß ganz genau dass sie es nicht länger versucht haben - sie hatte 2 Wochen vor Moritz Diagnose erst die Pille abgesetzt. :-/

Und für die beiden ist das natürlich auch super gewesen dass es gleich geklappt hat, aber ich konnte mich eben in dem Moment dafür nicht begeistern...

Meinem große eine gute Mama zu sein versuche ich natürlich sehr. Ich wünsch mir nix sehnlicher, denn ICH hatte als Kind keine Mutter die für mich da war und weiß wie sch... Das ist. So soll es ihm nie gehen.

D.ieDosisma7chtd0asGift


Honey91_mit_Mini13

Glaube mir, dass ich durch mein Leben nur zu gut weiß wie bitter und schmerzlich es sein kann, wenn eigene Träume sterben müssen. Aber das es auch jenseits dieser traurigen Momente später neue Wege auf Dich warten, die erfüllender sind als das was Du/ihr gerade durchleb(s)t. Und wenn ich für Dich heute (noch) unverständlich schreibe, diese Momente braucht es um den eigenen Weg zu finden, dann weiß ich das Du das jetzt innerlich verneinst. Diese Erkenntnis wird wachsen ....ich hab es selbst erlebt, und es war alles andere als einfach.

Aber der Zeitpunkt wird kommen, dass Du es besser verstehst, warum es diese harten Prüfungen für uns selbst gibt. Es ermöglicht Dir den eigenen Horizont wachsen zu lassen. Es ermöglicht Dir zu einem späteren Zeitpunkt X weiter zu empfinden als heute. Z.B. in einer Patenschaft (Familie, Freunde) oder ehrenamtlichen Engagement mit Kindern die es in diesem Leben nicht so gut haben. Gib Dir die Chance, Deinen Weg zu finden, etwas das die Traurigkeit um Moritz und eine größere Familie als Ideal leichter gehen zu lassen. :)_ Aber dieser Weg braucht Zeit und viel innere Motivation, aber ich weiß das Du ihn gehen kannst. Warum?

Ich wünsch mir nix sehnlicher, denn ICH hatte als Kind keine Mutter die für mich da war und weiß wie sch... Das ist. So soll es ihm nie gehen.

Genau deswegen. Viel Kraft und Glück von mir dafür. :)_ :)* @:)

GToldxYdchexn


Honey91

aber ich möchte in mir drin ein "Guter" Mensch sein, kein - sorry - Arschloch dass vor Neid zerfließt...

Du kannst gar kein Arschloch sein, wenn du dir so viele Gedanken machst. Du reflektierst und leidest unter deinen Gefühlen. Ich empfinde dich überhaupt nicht als asozial und dass du neidisch bist verstehe ich sehr gut, das in deiner Lage ist total normal. Ich glaube, ich würde mich genau so fühlen.

Mir ist etwas eingefallen, ich weiß nicht, ob es dir eventuell hilft, aber vielleicht würde es dir deine Schuldgefühle nehmen wenn du dir z.B. Dokus ansiehst über Familien mit schwerbehinderten Kindern. Manche Familien zerbrechen daran, auch die Geschwisterkinder können leiden. Dass du auch emotional das Gefühl bekommst dass du nichts schändliches getan hast. Was du Moritz an Leid und Qual erspart hast @:) und deinem Sohn. Ich meine den Vorschlag nicht zynisch oder böse. Und, das willst du nicht hören, bestimmt, aber du bist so jung...du hast noch so viele Jahre in denen es einfach so passieren kann dass du doch schwanger wirst. Solche Wunder geschehen manchmal.

Ich wünsche dir alles Gute :)_ Es kommen auch wieder bessere Zeiten. @:)

H*oney91_mHitx_Mini13


Danke :)_

Goldmädchen

Ich arbeite in dem Bereich bzw habe in dem Bereich schon gearbeitet und weiß leider wie die Familien leiden. Wir haben auch ein Schwerstbehindertes Kind bzw mittlerweile erwachsenen in der näheren Freundschaft, mit dem ich aufgewachsen bin.

allerdings war er Vorallem geistig behindert, körperlich hielt es sich in Grenzen.

Aber es war auch ein Grund für uns, das Kind gehen zu lassen :-(

m(inyuchin


@ Honey

Ihr habt bzgl eures zweiten Sohnes die für euch richtige Entscheidung getroffen. Punkt.

Gib dir und vor allem deiner Seele die nötige Zeit, um es zu verarbeiten. Finde deinen eigenen Weg dafür. Überlege, was dir gut tut. Und wenn es dir gut tut, Schwangeren aus dem Weg zu gehen, dann tu das! Wenn es dir gut tut, herauszuschreien, wie ungerecht du das Leben findest, dann schrei es heraus!

Sei egoistisch(er)!

Du musst dich nicht für jede Schwangere freuen und du darfst dich ungerecht behandelt fühlen.

Lass' deine Gefühle zu und verbiete sie dir nicht.

Tere(e


Hallo. Es tut mir sehr leid für dich. Ich habe das gleiche Problem. Nur das es bei mir etwas schlimmer war.

Nun zur meiner Geschichte. Ich war schwanger im 8. Monat am 27.11.16 bin ich ins Krankenhaus gegangen mir wurde gesagt das mein Baby schon raus will. Da ich erst im 8. Monat war wollten die Ärzte im Kh es verhindern. Soweit nichts schlimmes. Lag dort 3 tage. Dann bemerkte ich das ich überall angeschwollen war. Ich sah von einen Tag auf anderen ganz angeschwollen aus. Da ich mehrmals die Ärzte im Kh drauf aufmerksam machte und sie meinten es wäre alles "normal" kam ich mir langsam dumm vor. Ich hatte sogar schmerzen und konnte mich nicht sitzen nicht liegen und gehen. Aber ich bekam immer zu hören das alles normal wäre. Dann um Mitternacht verlangten wir im Kh das sie den Kaiserschnitt machen sollen, da ich es kaum noch aushalten konnte. Und ich hatte schon 3 mal den Lungenreife / spritze für mein Baby bekommen. Falls es zu früh käme damit es keine Probleme mit seiner Lunge hätte. Sie wollten nicht Mitternacht den kaiserschnitt machen... Weil sie lieber morgen es passend haben wollten! Ich sollte versuchen zu schlafen. Dann um 4.00 Uhr morgens am 27.11.15 hab ich gespürt. Etwas weckte mich. Und greift zur klingel. Hab dann mitgeteilt das ich nicht mehr will und Hilfe brauche. Das einzige was ich noch weiss wie ich im Operationszimmer erzogen worde. Und die Ärzte mein Babys Herz nicht mehr klopfen hörten. Es hatte mich geweckt damit ich es noch retten kann doch erfolglos. :�( am morgen als ich zu mir kam. Und den Kaiserschnitt hatte. Fragte ich mein Mann wo mein Baby wäre. Er sagte es wäre wo anders unter Kontrolle. Als dann die Ärzte kamen teilen Sie mir mir mit das ich einen Lebensmittelvergiftung hatte. Und mein Baby tot geboren habe. Sie hatten ihm wiederbelebt aber nur wegen dem ganzen Geräte würde jetzt sein Herz noch schlagen, lag im Kummer ohne eine Bewegung . Ich sahst 2 verdammten Wochen und haltete seine Hände und flehte ihm an aufzustehen. Nichts tat sich. Jeden Tag verschlimmerte sich sein Situation. Es hatte keine Chance sagten die Ärzte. Nach 2 Wochen worden die Geräte abgestellt und mein Sohn starb in meinen Arm. Seitdem bin ich auch Tod. Ich kann nicht andere Kinder sehen. Ich wünsche mir mein kleinen Darun zurück. Ich will so sehr alles zurück drehen. Die scheiss Ärzte haben mich nicht ernst genommen bis mein kleiner starb.

dcanoae8|7


Ich weiß nicht wie ich das so fest in meinen Kopf kriege, dass es dann auch wirklich da drinne ist und nicht mein erster Gedanke immer an das gesunde Kind, den Wunsch, geht :-/

Das Bild ist einfach sehr fest eingeübt, war es schon vor der Diagnose. Das dauert einfach, korrigier es in deinem Kopf wieder und wieder und wieder bist das Hirn die neue Struktur gelernt hat. Vielleicht würde es auch helfen wenn du dir sagst das es nicht um ihn ging, sondern um euch. Es war eine egoistische Entscheidung und das ist in Ordnung so, aber wenn mans ich immer sagt das man es für das Kind gemacht hat und nicht um die Familie zu schützen, dann baut man da ein Konstrukt auf und das verhindert das Abschließen ziemlich nachhaltig. Erst muss man eine Sache ehrlich und nakt ansehen, dann kann man es einsortieren und abheften. :)_ :)_

DeieKrHuemi


Tut mir leid wenn du dich oder andere mit der Aussage so angegriffen habe, aber für mich ist es eben so.

Welche Freude hat ein Mensch der nur durch Maschinen überlebt und die Umwelt um sich gar nicht mitbekommt? :-(

Das ist schon eher eine philosophische Frage. Ich las mal das Buch "Briefe an ein nie geborenes Kind" von Oriania Fallaci. Sie war ungewollt schwanger, haderte mit sich, ob sie es bekommen sollte, entschloß sich dafür und dennoch kam es nicht lebend zur Welt. Wenngleich es ca 30 Jahre her ist, dass ich es las, blieb mir ihre Diskussion mit sich selbst, ob ein schlechtes Leben besser sei, als das Nichts, das nie existiert haben, das nie berührt worden zu sein, in Erinnerung.

sGchmaQlsspurraxmbo


Honey, ich habe deine Geschichte bislang auch stumm mitverfolgt. Ich hatte auch eine FG, aber bereits Ende der 11. SW. In der daraffolgenden KiWu-Zeit wurden auch einige Frauen im Bekanntenkreis schwanger bzw haben Babys bekommen. Ich war neidisch, wütend und sauer. Warum sie und nicht ich. Warum musste ich das mit der FG erleben und ander bekommen problemlos Kinder..... Ich hab mich dann in andere Sachen vertieft. Ich bin meiner Trauer und Wut regelrecht davongerannt. Ich habe viel Sport gemacht, habe zB mit Triathlon angefangen. Be mir tickte auch noch die biologische Uhr. Ich war zwischenzeitlich schon 36 und ich wollte auch nicht dass der Altersunterschied der Kinder zuuu groß wäre. Ich hab mir dann bis zu meinem 37. Geburtstag Zeit gegeben. Habe mir dann vorgenommen, wenn ich an meinem 37. Geburtstag nicht schwanger bin, dann bleibt Mini-Rambo Einzelkind und ich kaufe mir wieder ein Cabrio (hatte früher eines, hab es aber 2012 verkauft kurz bevor Mini-Honsi zur Welt kam.....) Das waren in dieser Zeit meine Rettungsbojen.... Aber wie auch bei Lischen, diese Gefühle wurden erst besser, als ich dann endlich wieder schwanger war.

Den ultimativen Rat habe ich nicht für dich. Du musst deinen Weg selber finden. Aber ich drücke Dir ganz fest die Daumen und wünsche es Dir von ganzem Herzen!!! :)* :)* :)*

Lqis!cZhenspwelxt


@ Honey:

Ich glaube was dich neben dem Nicht-schwanger-werden am meisten quält, ist diese Ungewissheit ob das Leben mit Moritz nicht doch hätte gut werden können. Du verdrängst das indem du davon überzeugt bist, ihm Leid erspart zu haben, aber ich glaube, in deinem tiefsten Inneren nagt dieser Gedanke sehr an dir und das erzeugt diese vielen Gefühle.

Ich habe 5 Jahre bei der Behindertenhilfe gearbeitet. Mit ganz schweren Fällen. Und nicht jede Familie hat gelitten und nicht jeder schwer und mehrfach behinderte Mensch hatte keine Lebensqualität. Das ist sozusagen die andere Seite deiner getroffenen Entscheidung. Es hätte auch gut werden können.

Vielleicht kannst du das einfach annehmen. Man weiß nie vorher ob eine Entscheidung nicht vielleicht ein Fehler war. Oder ob sie richtig ist. Darüber darf hier auch niemand urteilen. Aber ich glaube, du musst beide Seiten in Einklang bringen. Vielleicht schreibst du beide Leben mal auf: Das Leben mit Moritz vor dem du ihn bewahren wolltest und ein Leben mit Moritz dass trotz Behinderung hätte gut sein können. Auch wenn es weh tut. Und dann verabschiedest du dich bewusst von diesen Vorstellungen und lässt ihn einfach los.... Vielleicht hilft das ein bisschen @:)

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