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Jede Schwangere ist für mich eine Strafe...

aRbhsolButw+eilssoxist


Also Honey, ich finde es gut und wichtig, dass du eine Therapie machst.

Ich hab mal in deinen Threat reingelesen und kann mir wie Lischenswelt schon schrieb auch gut vorstellen, dass diese schnelle und sicher auch sehr traumatische Entscheidung dir noch nach hängt.

Ich hatte letztes Jahr eine FG in der 14. SSW und war danach auch richtig wütend auf alle, die um mich rum schwanger waren. Ich habe mich auch oft gefragt, warum die und ich nicht.

Als ich 20 war habe ich mich sehr schnell für eine Abtreibung entschieden (allerdings in der 8.SSW) und ich habe viele Jahre damit gekämpft, obwohl ich das Kind noch nicht gespürt habe und nur aufgrund des Testes wusste, dass es da ist. Ich wollte es absolut nicht haben und war mir sehr sicher. Nach der Abtreibung (die auch viel weniger dramatisch war als deine) ging es mir richtig schlecht und noch Jahre später habe ich überlegt, was gewesen wäre, wenn ich das Kind behalten hätte.

Jetzt bin ich wieder schwanger und erwarte ein Kind mit offenem Rücken. Auch hier hatten meine Mann und ich, so wie ihr, viele Ängste, ob das alles gut gehen wird oder nicht. Die Diagnose war Arnold Chiari Malformation II, Lemon Sign (Kopffehlbildung), Banana sign (Kleinhirn verrutscht) und die offene Stelle ist relativ groß (L3-S2).

Wir rechnen nach der Geburt mit Blasen-und Darmeinschränkungen (was sehr häufig ist bei SB Kindern) und bei Einschränkungen in der Beinmotorik.

Aber nach einer Op im Mutterleib sind die Prognaosen des Kindes soweit gut, dass wir uns inzwischen wirklich darauf freuen, den kleinen in den Armen zu halten. Natürlich haben wir uns gefragt, warum uns das jetzt, nach einer FG auch noch passiert, haben die Schuld bei uns gesucht, Eine zeitlang dachte man, dass das Kind Trisomie 13 haben würde und sowieso sterben würde. Jetzt sind wir glücklich, dass es "nur" ein offener Rücken ist.

Bei der Aufklärung in Gießen, wo das Kind operiert wurde, hatte uns einer der Ärzte auch erzählt, dass Mütter, die sich für eine Spätabtreibung entscheiden oft Depressionen bekommen und krank werden, weil die Folgen doch gar nicht so absehbar sind. Er war auch richtig wütend, dass den Müttern das viel zu wenig kommuniziert wird und keine adäquate Begleitung stattfindet. Ich denke auch, du musst für Dich deinen Frieden finden und deine Angst abbauen. Dein nächstes Kind wird ein gesundes kleines Wunder sein, wenn dein Herz bereit ist es zu empfangen!

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