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Quetiapin / Seroquel

FCraNxik hat die Diskussion gestartet


Hallo ihr Lieben,

ich bin neu hier und hoffe, ich komme hier in ein paar gute Gespräche und kann mich ein bisschen austauschen...

Ich habe vor 2 Jahren eine Angststörung, Agoraphobie nennt sie sich, bekommen. Etwas später auch eine schwere Depression. Ich war nun einmal 12 Wochen und dann nochmal 8 Wochen in einer Klinik.

In der letzten Klinik wurde ich mit Citalopram und Seroquel behandelt.

Ich habe in 8 Wochen 12 Kilo zugenommen und es wird nicht weniger.

Ich bewegte mich in der Klinik sehr viel, viel mehr als in der Depression zu Hause, nahm aber dennoch jede Woche zu. Mein Essverhalten hat sich an sich nicht gross verändert, nur Nachts habe ich ( oft total im Halbschlaf ) Süsses gegessen. Seit meiner Entlassung esse ich gar nichts süsses mehr, auch Nachts nicht, tagsüber nur einmal aber ich nehme immernoch zu.

Kennt sich jemand aus damit? Hat jemand Ratschläge welches andere Medikament ich nehmen könnte?

Ich habe es jetzt abgesetzt, weil ich so furchtbar unglücklich mit meinem Körper bin, dass ich wirklich ein abnormales Gefühl zu mir selbst habe, das nicht gerade förderlich ist für mein seelisches Wohlempfinden. Das gleichzeitig fördert aber auch meine Angst wieder.

Ich weiss nicht was ich machen soll....

Antworten
A/nka'150x1


Hallo FraNik,

ich leide seit ca. 20 Jahren an einer generalisierten Angststörung mit Panikattacken und hatte zudem schon 2

sehr schwere Depressionen. Ich nehme Fluvoxamin und bin damit sehr zufrieden. Ich habe durch dieses

Antidepressivum nie zugenommen, kein einziges Gramm.

Bei Fluvoxamin gibt es allerdings das Problem, dass die Firma Neuraxpharm die einzige Firma ist,

die das Medikament als Generikum herstellt und dass es den Festpreis um ca. 3,50 Euro überschreitet,

den der Patient zuzahlen muss. Bei einer Dosis von 150 mg bezahlt man im Vierteljahr 17 Euro

insgesamt.

Übrigens, Deine Gewichtszunahme kommt wahrscheinlich von Seroquel. Citalopram ist dafür sicher

nicht verantwortlich. Warum musst Du eigentlich das Seroquel nehmen ?

Grundsätzlich sollte man all diese Medis nur schrittweise absetzen (auschleichen).

Ansonsten kann es zu sehr belastenden Absetzerscheinungen kommen.

Gruss

Anka

F4raN!ik


Hallo Anka,

danke für deine Antwort. 20 Jahre diese Erkrankung - ich kann mir das gar nicht vorstellen wie schlimm das ist... :( Ich hoffe sehr, es geht dir gut!

Ich bekomme das Seroquel zum schlafen und gegen die Angststörung. Ich habe Abends um 17:30 Uhr immer 300 mg genommen. So war es in der Klinik und so hatte ich es dann auch zu Hause übernommen.

Dass man solche Medikamente grundsätzlich eigentlich ausschleichen sollte, ist mir bekannt. Entzugserscheinungen habe ich aber zum Glück keine.

Dein Medikament ist auch gegen die Angst/Panik?

Liebe Grüße,

Franzi

AOnkax101


Hallo Franzi,

ja, Fluvoxamin ist auch gegen Angst und Panikattacken. Trotzdem muss ich gelegentlich mal 5 mg Tavor

dazu nehmen. Tavor ist für mich allerdings nur die "Feuerwehr". Also wenn es mich ganz schlimm erwischt.

Momentan schleiche ich das Fluvoxamin wieder aus. Ich habe im letzten Jahr 150 mg genommen und möchte

es jetzt zumindest auf 75 mg reduzieren. Es geht mir relativ gut. Nur in den ersten 2 Stunden morgens nach dem Aufwachen habe ich immer noch gelegentlich ein leichtes Angstgefühl. Oder vielleicht mehr ein gewisses Unbehagen. Das nennt man auch das Morgentief. Kennst Du das auch ?

Ende 2009 hatte ich eine sehr schwere Depression. Damals wäre ich beinahe in eine Klinik gegangen. Mein Psychiater, der mich schon 20 Jahre betreut, hat aber versucht dies zu verhindern. Er kennt mich mittlerweile sehr gut und ist der Ansicht, dass mir ein Klinikaufenthalt nicht gut tun würde. Ich hatte damals fast täglich telefonischen Kontakt mit ihm. Dadurch ging es auch ohne Klinik. Aber irgendwie habe ich das Gefühl,

mich nie mehr ganz von der Depression erholt zu haben. Manchmal habe ich das Gefühl, einen Teil von mir verloren zu haben.

Ich bin eigentlich ein sehr mutiger Mensch und habe schon viele gefährliche Dinge im Leben gemacht.

Auch im medizinischen Bereich bin ich mutig. Zudem bin ich ein ganz humorvoller Mensch.

Wenn ich unter Angst leide kann ich meistens keinen Grund dafür angeben.

Aber wie gesagt, momentan geht es mir gut.

Es wird bei mir immer eine Berg- und Talfahrt sein. Und ein ständiges Ein- und Ausschleichen vom Fluvoxamin. Damit kann man leben.

Ich hoffe, dass es Dir bald wieder gut geht und Du Deine Gewichtszunahme in den Griff bekommst.

Vielleicht hast Du hauptsächlich Wasser eingelagert ? Das gibt es nämlich auch bei manchen Medis.

Liebe Grüsse

Anka

F1rQaLNi9k


Hallo liebe Anka,

und mal wieder danke für deine Antwort und deine Offenheit! Das weiss ich wirklich zu schätzen!

Ich werde heute von einer Freundin begleitet, die mit mir zum Arzt geht, weil ich den Weg allein dahin nicht schaffe.

Ich bin ihr sehr dankbar, dass sie das macht. Ich brauche nämlich dringend Medikation. Das Seroquel ist ja komplett weg, das Citalopram auch - und ich merke schlimm die Auswirkungen davon.

Gestern ging es mir so schlecht. Ich kann das gar nicht beschreiben so wirklich, was dann in mir vorgeht.

Ich habe unkontrollierte Heulattacken. Habe Herzrasen, weil mir auf einmal wieder alles schlimme was passiert ist, in den Sinn kommt und dazu kommen heftige Suizidgedanken, die ich aber bis jetzt zum Glück relativ schnell "beiseite schieben" kann.

Dazu kommt, dass ich physische Auswirkungen merke. Meine Hände brennen ganz schlimm, sowas hatte ich noch nie. Mein Darm spielt verrückt, das Herz wie gesagt, hüpft und rast. Mir wird heiss und kalt...

Und die Angst kriecht sich immer weiter höher...

Ich bereue es auf der einen Seite, dass ich die Medis abgesetzt habe. Weil es mir bis vor 2 Wochen tatsächlich noch wirklich sehr gut ging.

Aber der Zwist mit meinem Körpergefühl, wenn ich auf einmal so viele Kilos drauf habe, ist einfach so unerträglich.

Also muss ich der Ärztin ( es ist eine neue Hausärztin, ich kenne sie noch nicht ) unbedingt deutlich machen, wie wichtig es ist, dass ich Medikamente bekomme, in denen ich nicht so viel zunehme. Auch wenn sich das vielleicht total arrogant anhört, das ist auf keinen Fall der Grund, ich weiss nur, dass ich so wahnsinnig unglücklich bin, wenn ich mich dann nicht mehr ertragen kann, wenn mein Körper sich so verändert, dass das auch wieder schlecht für mein seelisches Wohlbefinden ist.

Es ist ein Teufelskreis. Auf der einen Seite steht die Angsterkrankung und die Depression. Die dich am Leben hindern und die dich so lähmen, dass einfach nichts mehr geht. Auf der anderen Seite das Bewusstsein für deinen Körper, den du ja mögen musst, sonst fühlst du doch so unendlich unwohl in deiner Haut, dass das auch wieder beschissen ist.

Dein Medikament werde ich heute ansprechen und ich bin gespannt, was sie dazu sagt. Ich hoffe sehr wir finden eine Lösung...

Deine Aussage, dass die Depression ein Teil von dir genommen hat, hat mich schwer getroffen. Ich kenne das Gefühl sehr gut. Und musste schmunzeln, als ich gelesen habe, dass du eigentlich ein mutiger und wirklich humorvoller Mensch bist! :-D

Das bin ich auch immer gewesen.

Ich war immer ziemlich zentral. Zu Schulzeiten war ich oft der Mittelpunkt und hatte unheimlich viele Menschen um mich und in meinem Leben. Durch meinen Humor war ich sehr beliebt und hatte oft Schwierigkeiten, allen Freunden und Bekannten gerecht zu werden, weil die Unternehmungen von allen Seiten kamen.

Meinen Mut beschreibe ich inzwischen so, dass ich nie Angst hatte vor dem Leben und das Leben der anderen um mich.

Hektik und Chaos haben mich nie gestört, weil ich innerlich meine Ruhe hatte.

Viele Termine, sehr langes und anstrengendes Arbeiten ( ich bin MTA ) waren nie ein Problem, weil ich meine Kraft und Energie von den lieben Patienten wieder bekommen habe.

Ich glaube, ich stand da, wie eine kleine Frau Welt, und völlig Angstfrei vor dem Weltgeschehen und dem Leben.

Inzwischen ist aus der kleinen Frau Welt eine Franzi geworden, die sich nicht mehr kennt. Ich bin mir so fremd und das kann ich schier nicht beschreiben, wie belastend es ist.

In der Klinik haben sie mir gesagt, ich soll die Ansgt jetzt als meinen Freund ansehen. Sie ist es jetzt und bleibt. Solange ich das nicht akzeptiere, ist es ein Kampf.

Ich versuchte wirklich, zu akzeptieren, dass DAS jetzt zu meinem Leben gehört. Dass ich DAS jetzt bin.

Ich kann es nicht.

Ich will wieder ich sein.

Die kleine Frau Welt.

Nach der letzten Klinik jetzt in Würzburg hatte ich so unglaubliche Fortschritte gemacht. Seit Jahren habe ich mich nicht mehr so gut gefühlt. So befreit und so mutig. So stolz und Energiegeladen. Und glücklich...

Und nach und nach krallt sich die Angst all die Dinge die ich mir in den harten Wochen zurückerobert hatte. Ich kann das nicht zulassen. Will es nicht.

Wenn es mir nicht besser geht mit der Medikation auf die ich heute baue, dann muss ich nochmal nach Würzburg in die Klinik. Ich will nicht aufgeben.

Mit dir zu schreiben tut mir sehr gut, weil ich keinen anderen Menschen kenne, der auch diese Krankheit hat. Von den Ärzten und Psychologen bekommt man dann die Angst erklärt. Aber sie sagen dir nichts, was du nicht eh schon weisst. Und ich als Arzthelferin kenne ich mich in der Medizin auch ein kleines bisschen aus und weiss wie das Gehirn arbeiten und so weiter. Nichtsdestotrotz hilft es dir nicht diesen "Freund" loszuwerden, bzw. ihn in Schach zu halten.

Sich mit jemandem austauschen zu können, der versteht, was du schreibst, ist ein großer Gewinn. Und somit danke ich dir nochmal!

Ich drücke dir ganz fest die Daumen, dass du weiterhin stabil bleibst und auch mit geringerer Dosierung alles schaffst was du willst.

Und ich freue mich, wieder von dir zu lesen.

Bis dahin,

alles Liebe und ... stay strong...

Franzi

A]nka1x01


Liebe Franzi,

ich verstehe nicht ganz, warum die Ärzte meinen, die Angst würde nun Dein ständiger Begleiter sein.

Du hast doch noch gute Chancen, wieder ganz gesund zu werden.

Bei mir ist das was anderes. Auch wenn es mir relativ gut geht, läuft die Angst doch immer neben mir her.

Und das ist mir voll bewusst. Und seit meiner Mega-Depression habe ich endgültig einen Teil von mir

verloren. Manchmal erzähle ich meinem Psychiater, dass ich mal wieder durch die Landschaft gefahren bin, auf der Suche nach meinem verloren Ich. Und heute hatte ich, wie so oft, wieder das Gefühl, dass ich

nicht ganz von dieser Welt bin. Oder anders ausgedrückt, dass sich meine Welt nur geringfügig überlappt mit der Welt der Anderen. Das macht einsam. Ausser meinem Psychiater kenne ich niemand, der mich versteht.

Allerdings ist er auch fast die einzige Person, der ich solche Gedanken erzähle.

Mein Mann versucht es zu verstehen, kann es aber nicht innerlich nachvollziehen.

Und ausser der Angst erlebe ich auch Zeiten mit tiefer Schwermut. Aber da bin ich in guter Gesellschaft.

Viele Schriftsteller (z.B. Hermann Hesse) und Künstler kennen Schwermut und haben auch darüber

geschrieben. Zumindest in diesem Punkt fühle ich mich nicht einsam.

Jetzt zu Dir: wenn Du Fluvoxamin nehmen solltest musst Du wissen, dass die Wirkung auf sich warten lässt.

Wichtig ist auch, dass man es langsam einschleicht. Sonst hat man anfangs nur Nebenwirkungen.

Die Angst kann unter der Einnahme zunächst verstärkt auftreten. Viele Ärzte verschreiben während der Einschleich-Phase eine kleine Dosis Tavor, bis sich die positive Wirkung des Medikaments bemerkbar macht. Tavor hat ein Suchtpotential. Manche Ärzte und Patienten haben Angst davor. Aber vorsichtig und vernünftig angewendet, ist es ein super Medikament für Notzeiten.

Schreib mir doch mal, wie bei Dir die Therapie weitergeht. Und wie Du Dich fühlst.

Alles Gute und liebe Grüsse

Anka

FxraN[ik


Hallo liebe Anka,

bitte entschuldige, dass ich mich so lange nicht gemeldet habe!

Ich hoffe sehr es geht dir gut! Dass du so offen zu mir bist und mir deine Gedanken so anvertraust finde ich sehr bewundernswert!

Ich weiss nicht, wo ich das letzte mal stehen geblieben bin, bzw. auf welchem Stand der Dinge du bist. Darum erzähle ich einfach mal von meinen letzten Wochen.

Die Angst wurde immer stärker und ich hatte grosse Sorge, dass ich nochmal in die Klinik muss. Ich hab mich ehrlich gesagt geschämt und konnte mir nicht vorstellen, dass ich da nochmal hingehe. Zuzugeben, dass ich versagt habe, war nicht im Bereich des möglichen.

Also habe ich ja wieder angefangen mit den Escitalopram. Statt mit 5 mg wie in der Klinik bin ich gleich bei 10 mg eingestiegen und hatte über eine Woche schwer mit Übelkeit, Benommenheit und Brechreiz zu kämpfen. Dann ging es besser. Nach ein paar Tagen habe ich dann 20 mg genommen und hatte gar keine Nebenwirkungen. Die nehme ich jetzt immer frühs ein und ich habe das Gefühl, das sie mir helfen.

Allerdings hat sich meine Beziehung in den letzten Wochen auch stark verändert.

Mein Freund war nicht wiederzuerkennen und wir mussten eine Woche getrennt voneinander sein um uns Gedanken zu machen, ob und wenn ja, wie es mit uns weitergeht. Nach dieser Woche haben wir beschlossen gemeinsam um die Beziehung zu kämpfen.

Aber dann kam alles anders. Ihm war plötzlich alles egal. Er hat mich allein kämpfen lassen und hat sich nach hinten gelehnt. Hat mich behandelt wie ein Stück Fleisch, wie jemand der nichts Wert ist. Ich hab ihn nicht wiedererkannt. Ich habe ihm nach einer Woche gesagt, wie ich mich fühle und dass das nicht geht. Wir müssen gemeinsam kämpfen. Aber ihm war alles egal. Er hat sein eigenes Ding gemacht, ich war wie Luft für ihn, ausser wenn es um Sex ging, dann war ich wieder gut genug. Er hat seine Wochenenden in Mainz verbracht, hatte keinerlei Interesse an meinem Befinden oder sonst was.

Dann bin ich wieder zu meiner Schwester für die letzte Woche. In dieser Zeit hat er mir ständig geschrieben, wie sehr er mich liebt und vermisst und dass wir reden müssen. Dann bin ich am Freitag nach Hause, hab auf ihn gewartet. Sonntag Abend um halb 11 kam er dann. Reden wollte er nicht. Aber bumsen.

Ich habe ihn von mir gestossen und habe gesagt, dass wir reden müssen. Was ist jetzt mit uns? Sind wir ein Paar? Sind wir wirklich getrennt? Haben wir noch eine Chance oder was ist los?

Er sagte mir nur das, was er mir die Woche davor schon gesagt hat. Und hat mir wieder das Herz gebrochen.

Jetzt ist es endgültig aus.

Und ich weiss noch nicht mal warum.

Er meint er kann diese Beziehung nicht mehr weiterführen. Er liebt mich immernoch aber er kann nicht mehr.

Er nennt mir aber auch keine Gründe.

Er ist 23 und ich bin seine erste Freundin. Ich denke er will sich die Hörner abstossen. Er ist nur noch am Party machen.

Ich kann seit gestern nicht mehr aufhören zu heulen. Jetzt muss ich hier ausziehen. Obwohl ich alles in meiner alten Heimat für ihn aufgegeben habe. Und nach nur ein paar Monaten des zusammen wohnens muss ich schon wieder meine Kisten packen und mir ein neues zu Hause suchen. Ich kann das alles gar nicht fassen...

Dieser Zustand verstärkt meine Angst wieder. Das Neue, Ungewisse, das allein sein, keinen Partner an der Seite haben, das ist quälend und macht mir grosse Sorgen.

Ich liebe ihn so sehr und kann einfach nicht glauben wie er sich in den letzten Wochen verändert hat. Er ist nicht mehr den, den ich kenne...

Ich hab solche Angst wie es jetzt mit mir weitergeht...

fQalco pelepgUrinoidxes


Es tut mir Leid wegen deinem Freund. Fühl dich gedrückt.

Warum ich dir Schreibe, bei hat das Medikament Lyrica sehr gut gegen die Ängste geholfen.

Bei Seroquel habe ich auch zugenommen und es dann plötzlich nicht mehr vertragen. Aber bei jedem wirken Medikamente unterschiedlich.

A.nka<101


Liebe Franzi,

ich fühle mit Dir ! Das Scheitern Deiner Beziehung ist schlimm, aber zum jetzigen Zeitpunkt,

wo Du gerade dabei warst, Deine Angst in den Griff zu bekommen, ist es wirklich ein Desaster.

Ich muss jetzt ganz allgemein mal was sagen. Dein Freund ist noch sehr !!!! jung.

Männer sind ohnedies langsamer in ihrer geistigen Entwicklung. Ich denke, Dein Freund ist noch gar nicht

in der Lage, sich in Dich und Deine Angst reinzuversetzen. Menschen, die Angstzustände nicht

kennen, tun sich ohnedies schwer damit. Das junge Alter Deines Freundes entschuldigt einiges.

Es geht hier ja auch nicht um Schuld. Ich denke, dass er Dich liebt, aber ich denke auch, dass er

zu einer festen und verantwortungsvollen Beziehung noch nicht fähig ist.

Frauen sind da einfach etwas anders geartet.

Ich weiss, wie weh es Dir tut. Aber Du musst jetzt ganz an Dich denken. Du musst in erster

Linie wieder voll gesund werden. Du brauchst eine Strategie, um aus der Traurigkeit rauszukommen.

Es ist ja auch nicht gesagt, dass Du nicht zu einem späteren Zeitpunkt wieder mit Deinem Freund

zusammen kommst. Lass einfach mal alles in der Schwebe. Sage und denke nie NIE.

Suche Dir ein starkes Hobby. Etwas, was Dich erfüllt und ablenkt. Machst Du gerne Sport ?

Also ich setze mich oft auf's Bike und strample zig Kilometer herunter und danach geht es mir

besser. Sport ist ein gutes Antidepressivum !

Ich weiss nicht, für was Du Dich interessierst. Ich habe etliche Hobbies, die mich erfüllen.

Allerdings muss ich zugeben, dass ich während einer Depression kaum in der Lage bin,

mich auf etwas zu konzentrierem. Aber das gehört ja auch zur Krankheit. Leider.

Jetzt wieder zu Dir. Eine Zeit lang alleine zu leben ist eigentlich ganz positiv. Und lehrreich.

Und Du brauchst davor keine Angst zu haben. Irgendwann findest Du sicher einen Partner,

mit dem Du glücklich wirst. Und dann bist Du froh, dass alles so gekommen ist.

Jetzt gilt es, über die schwere Zeit hinweg zu kommen. Sag mal, kannst Du nicht für einige Zeit

bei Deiner Schwester leben ? Wo arbeitest Du denn ? Ist das auch ein Problem ?

Da ich Dich nicht kenne und von Deinen Lebensumständen nichts weiss, kann ich Dir

natürlich keine sehr guten Ratschläge geben. Aber ich hoffe, dass Du stark bist und

Hilfe bekommst, so dass Du wieder Licht sehen kannst.

Wenn Du Lust hast, schreib mal wieder.

Liebe Grüsse

Anka

PS: wie alt bist Du denn ?

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