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Ausweg aus der Krise dringend gesucht ...

cAunGctatxor hat die Diskussion gestartet


Drei - zwei - eins - los ...

Hallo liebes Med1-Forum,

heute möchte ich endlich unternehmen, was ich mir schon seit längerer Zeit durch den Kopf geht, nämlich einen eigenen Faden zu meinem persönlichen Problem zu starten.

Ich schreibe seit etwa eineinhalb Jahren Tagebuch, um mir über die verschiedenen Dinge klarzuwerden, die mich so sehr belasten, jedoch hat sich meiner Meinung nach sehr wenig getan. Nun hoffe ich hier den einen oder anderen neuen Impuls zu bekommen.

Ich habe in der letzten Zeit so manchen Faden (mit-)gelesen und bemerkt, dass es immer wieder mal gute und neue Einsichten gibt. Daher würde ich mich freuen, wenn sich hier der eine oder andere zu Wort meldet, sobald ich in der Lage bin, die mich belastende Problematik zu entfalten und verständlich darzustellen.

Das Ganze fällt mir so unendlich schwer, da ich offensichtlich viele Dinge über lange Zeit immer wieder aufgeschoben oder "unter den Teppich gekehrt" habe in der Hoffnung, dass sich irgendwann Lösungen ergeben werden ... es hat sich aber eher so ergeben, dass ich immer mehr in eine Sackgasse gelaufen bin. Und aus eigener Kraft schaffe ich es wohl kaum, einen Ausweg zu finden.

An manchen Tagen (gestern zum Beispiel) ist es so schlimm, dass ich überhaupt nicht mehr in der Lage bin, die "normalsten Dinge" auf die Reihe zu bekommen. Ich erkläre mir das damit, dass ich durch die geistigen Anstrengungen einfach zu belastet bin und auch körperlich geht es mir immer schlechter.

Einiges zu mir:

Ich bin generell eher ein zurückhaltender Typ, sehr rational und bildungsorientiert, vielleicht ein wenig zu kritisch, habe früher viele Interessen und Pläne gehabt, nach meinem Studium einen Beruf angefangen und auch durchaus Erfolge gehabt.

Vor etwa zwei Jahren noch hatte ich - allgemein gesprochen - das Gefühl, im Alltag einigermaßen zurechtzukommen, hatte noch optimistische Zukunftsansichten, dann war ja diese ominöse Operation (Wundheilungsstörung wurde festgestellt, siehe mein alter Faden), es kamen dann Schlaf- und Angststörungen usw. Soziale Ängste wurden vor allem diagnostiziert. Es wurde subjektiv gesehen alles immer schwieriger und anstrengender.

Ich möchte mal versuchen, bildlich zu beschreiben, was mich belastet: Wenn man sich den Menschen als ein Haus mit Garten (natürlich mit verschiedenem Aussehen, Größe, Alter usw.) vorstellt, so muss ich nun erkennen, dass mein "Garten" nicht nur immer wieder von anderen (ohne mein Einverständnis) betreten und benutzt, sondern geradezu zertrampelt wird. Es entsteht (subjektiv gesehen) immer größerer Schaden verschiedener Art. Seit einiger Zeit ist mein "Haus" dran. Es ist schon ein wenig ramponiert und es gibt schon eine deutliche Beschädigung. Das Schlimme an der Sache ist, dass ich offensichtlich nichts dagegen tun kann, all das zu verhindern, geschweige denn die Kraft habe etwas zu reparieren, oder eben nur notdürftig. Dass der ganze Zustand sehr unbefriedigend ist, dürfte klar sein ...

Nun hoffe ich, auf diesem Wege das Thema einigermaßen verständlich umrissen zu haben, und werde nun tagebuchartig fortfahren, hier meine Gedanken und Erfahrungen einzutragen.

Antworten
s?uis*i_he&rselxf


Ich muss gestehen, dass Deine Beschreibung Deines Problems für mich nicht besonders verständlich war. Es scheint für mich, dass andere Menschen Dich respektlos behandeln und Du dadurch mit soziale Ängsten geplagt wirst. Kann man das so formulieren?

main,imia


immer wieder von anderen (ohne mein Einverständnis) betreten und benutzt, sondern geradezu zertrampelt wird.

Was genau bedeutet das? Was passiert da?

dass ich offensichtlich nichts dagegen tun kann

Was kannst du nicht tun? Woran fehlt es?

Schließe mich @ Susi an, deine Beschreibung ist noch recht unverständlich, abstrakt.

C;hanc[e0x07


und werde nun tagebuchartig fortfahren, hier meine Gedanken und Erfahrungen einzutragen

Meinst Du, dass ein Diskussionsforum für einen Tagebuchfaden der richtige Ort ist? ;-) Hier sollte es doch eher um gegenseitigen Austausch gehen.

Ich habe in der letzten Zeit so manchen Faden (mit-)gelesen und bemerkt, dass es immer wieder mal gute und neue Einsichten gibt.

Eben. Die können sich aber nur aus o.g. Austausch ergeben.

Mir geht es gerade wie den Vorschreibern. Deine Sorgen und Probleme werden nicht wirklich klar. Es wäre ein Anfang, wenn Du mal versuchst, das zu konkretisieren. Was bereitet Dir die größten Schwierigkeiten und welche sind das genau?

FJeenzWau4bter123


Hast du das Gefühl Menschen überschreiten deine persönlichen Grenzen ? Bist du deiner Meinung nach nicht dazu in der Lage Grenzen zu setzen?

Um bei dem Beispiel mit deinem Haus und Garten zu bleiben, wie wäre es du kaufst dir eine Alarmanlage? Im Garten könnte ein großer Schäferhund wachen. Dann ist es möglich Stück für Stück wieder aufzubauen ,was bereits beschädigt wurde.

Was hälst du davon?

cKun]c/tUatoxr


Hallo, zunächst einmal möchte ich allen danken, die schon ganz spontan geantwortet haben. Ich hatte nicht damit gerechnet, dass es hier schon so viel Resonanz gibt. Das hat mir schon einiges gebracht.

In der Tat ist es so, dass ich große Schwierigkeiten habe, meine Probleme so offen in Worte zu fassen. Das hat natürlich verschiedene Gründe. Es liegt sicher auch daran, dass meine berufliche Tätigkeit auch einen öffentlichen Anteil hat, und ich war bisher immer darauf aus, möglichst nichts davon nach außen dringen zu lassen (sondern mit mir selbst abzumachen).

Der erste Schritt wird also sein, mich stärker zu öffnen und die Dinge deutlicher beim Namen zu nennen. Das wird sicher nicht von jetzt auf gleich gehen. Trotzdem möchte ich hier schon auf einige Punkte antworten:

@ susi_herself:

Es geht für mich nicht nur um (fehlenden) Respekt, sondern auch um Anerkennung, Wahrnehmung und nicht zuletzt um das Thema Umgang mit Kränkungen oder Verletzungen durch andere, auch und gerade im beruflichen Bereich (Chef, Kollegen, "menschliche" Umgangsformen ...).

Dazu kommen außerdem die Gefühle, die mich dann oft überwältigen (Ohnmacht, Wut, Ärger über mich selbst usw. usw.). Ich kann damit kaum klarkommen.

Es ist auch nicht so einfach, die Verbindung zu den Ängsten herzustellen, denn eine gewisse ängstliche Grundstimmung war (soweit ich weiß) bei mir schon früher (in der Kindheit) vorhanden.

@ feenzauber:

So kann man es sehen! Es geht bei mir wohl um Grenzüberschreitung und die mangelnde Fähigkeit sich abzugrenzen. Dadurch ergibt sich wahrscheinlich alles andere ...

Ich möchte zunächst gern bei dem bildlichen Beispiel bleiben, weil es mir so leichter fällt:

Ich brauche wirklich eine "Alarmanlage", denn ich bin teilweise offensichtlich gar nicht in der Lage zu erkennen, wann so eine Situation eintritt (das fällt mir oft erst später auf, wenn ich darüber nachdenke), es hat vlt. auch mit einer gewissen allgemeinen Grundhaltung zu tun: nachgiebig zu sein, passiv zu wirken; wie gesagt, merke ich das manchmal viel später, wenn ich allein bin und über alles nachdenke.

Ein "Schäferhund" wäre sicher auch nicht schlecht :-) , nur woher nehmen? - Dann schließt sich auch das Thema Vertrauen an, ich müsste ja Vertrauen zu dem Hund aufbauen. Die Vorstellung bereitet mir erstmal Unbehagen. Und ich selbst könnte nicht der Wachhund sein, weil ich dazu rein körperlich zur Zeit nicht in der Lage bin. :-(

M,itte|rn8xcht


Es geht für mich nicht nur um (fehlenden) Respekt, sondern auch um Anerkennung, Wahrnehmung und nicht zuletzt um das Thema Umgang mit Kränkungen oder Verletzungen durch andere, auch und gerade im beruflichen Bereich (Chef, Kollegen, "menschliche" Umgangsformen ...).

Dazu kommen außerdem die Gefühle, die mich dann oft überwältigen (Ohnmacht, Wut, Ärger über mich selbst usw. usw.). Ich kann damit kaum klarkommen.

Dieser Teil hätte auch von mir kommen können, aber da ich mich scheinbar auch ähnlich verhalte, kann ich dir keinen genauen Rat geben, allerdings frage ich mich ob du schonmal an eine Therapie gedacht hast?

Gibt es in deinem Umfeld denn niemanden, bei dem du dich mal "auskotzen" kannst, jemand der dir live und vermutlich auch viel persönlicherer Tipps geben kann?

Wenn du selbst schon von einer Kriese sprichst, kann dir jemand vom Fach vielleicht besser helfen, als "wir"?

oCno"disexp


Hallo! Durch jene ominöse OP wurdest Du mitten aus dem Leben gerissen und Deine vielversprechende Karriere erfuhr einen tiefen Schnitt. Aus der Erkenntnis, dass Du verwundbar bist, hast Du es bis heute nicht geschafft, Dich ganz davon zu erholen. Vielleicht noch von früher erwartest Du zuviel von Deinen Mitmenschen. Rücksicht und Respekt sind heute nicht mehr an der Tagesordnung und man sitzt viel zu eng aufeinender gedrängt. Jeder versucht den ihm gebliebenen Freiraum zu verteidigen und muss dabei oft genug Kompromisse schließen, um sich sozial adäquat zu verhalten. Diese gefühlte ständige Verletzung Deiner Privatsphäre und Dir (aber auch anderen) geschuldeter Anerkennung hat nach meiner Einschätzung bei Dir ein Burnout verusacht, denn eigentlich kämpfst Du gegen Windmühlen. Und das schon ca. 2 Jahre, sodass Du ohne professionelle Hilfe (und vielleicht auch Medis) da nicht raus kommen kannst. Ich wünsche Dir viel Erfolg und gute Besserung!

F%eLenzauFbexr123


Wie sahen Haus und Garten vor der Op mit Wundheilungsstörung aus?

Hattest du vorher gar keine Probleme dich abzugrenzen oder hat das ganze alles nur verstärkt?

Hinterfrag dich mal.

Ich hab mal in dem alten Faden gelesen . Diese Sache scheint dir damals sehr den Boden unter den Füßen weggezogen zu haben.

Was war das schlimmste damals für dich? Vor was hattest du Angst?

czunct2atoxr


@ Mittern8cht

Ich merke schon, ich muss hier wirklich versuchen alles offenzulegen, sonst wird es nicht viel bringen. Also: Ich bin bereits in einer Therapie, war ursprünglich ganz froh, in meiner Nähe einen Therapeuten zu finden, der mich angenommen hat (die Wartezeiten sind ja üblicherweise recht lang). Leider sind die Abstände zwischen den Terminen recht groß/zu groß.

Nun ja, mein Therapeut ist ein älterer Herr, mit dem ich ganz gut "fachsimpeln" kann, aber das allein bringt mich nicht weiter. Ich nehme mir oft vor, mal "in die Tiefe" zu gehen oder anzusprechen, dass ich nicht ganz zufrieden bin, aber vor Ort knicke ich dann schnell ein. Es ist nicht so, dass mich die Umgebung einschüchtert oder so. Es wirkt alles sehr einladend und ich fühle, dass meine Anspannungen sich etwas lösen. Er sagt mir dann seine Diagnosen oder liest sie aus dem Fachbuch vor und erinnert mich daran, dass ich viele Ängste habe, oder er gibt gut gemeinte Ratschläge. ":/

Nach dem Gespräch geht es mir meist besser, leider hält der optimistischere Zustand nicht so lange an ... Beim letzten Mal habe ich mir zu Hause einige Notizen gemacht, eine Art Mindmap, ich habe mir vorgenommen mehr Kontakte zu knüpfen (hier im "geschützen Raum" möchte ich einfach mal einen Anfang machen).

Einen großartigen "Masterplan" habe ich eher nicht, der Begriff Krise ist schon sehr zutreffend, schlimm ist nur, dass das "Tief" schon so lange anhält und ein schneller Ausweg nicht in Sicht ist. So höre ich es auch von dem Therapeuten: Es spielen halt viele Faktoren zusammen, die offenbar einen Knoten bilden, der nicht so leicht zu lösen ist, so sage ich jetzt mal ...

In meinem Umfeld gibt es nicht wirklich jemanden, dem ich mich anvertrauen kann; was Arbeitskollegen angeht, so habe ich das Gefühl, dass ich schon eher zu weit gegangen bin, habe den einen oder anderen schon über Gebühr mit meinen Problemen belastet, deshalb gelte ich schon als "schwierig". Die Situation am Arbeitsplatz ist ohnehin sehr kompliziert, das belastet mich schon lange.

Meine Verwandten wohnen sehr weit weg, und ich telefoniere eigentlich nicht so gerne ... ich will und kann die auch nicht mit den ganzen Dingen belasten.

Aber: der Begriff "auskotzen" klingt zwar sehr drastisch, ist aber doch irgendwie treffend, ich glaube manchmal, ich muss das alles mal herausschreien (bin aber nicht der Typ, der sowas macht ...).

@ onodisep

:-o %:| ":/

Also, ich versuche mich später nochmal an einer richtigen Antwort.

@ feenzauber 123

Danke für deine freundlichen und hilfreichen Worte. Du sprichst eine wichtige Frage an. Ich muss in Ruhe darüber nachdenken.

c+uncAtaHtor


Immer drängender meldet sich bei mir der Wunsch nach Lösungen, wie sie auch immer aussehen mögen. Ich glaube einfach, dass ich mich aus den eingefahrenen (Denk-)Mustern nicht mehr selbst befreien kann.

Ich habe mich ja schon längere Zeit nach Hilfen umgesehen und eine Menge versucht, muss aber sagen, dass ich mich immer wieder unverstanden fühle, von zufriedenstellenden Ergebnissen ganz zu schweigen. Zum Beispiel wird die Problematik nicht richtig erkannt oder es wird aneinander vorbeigeredet. Es scheint mir teilweise so, als ob z.B. Ärzte recht schnell ein fertiges Bild von mir haben, das mir aber nicht gerecht wird. Ich bin oft sehr unzufrieden, komme wahrscheinlich anders "rüber" als ich es denke.

Es ist aber entscheidend wichtig, herauszufinden, was mit mir los ist und was ich nun in der verzwickten Lage überhaupt noch tun kann.

Daher nochmal ein neuer Anlauf.

@ Feenzauber

Ich kann nun recht genau sagen, wie es bei mir vor der ganzen OP-Geschichte ausssah: Es gab immer wieder Situationen, in denen ich meinte, die anderen trauen mir nichts zu, es durfte keine Veränderung der Rollen geben, da sie nun einmal so festgelegt sind. Das hat mich dann oft sehr geärgert und aufgeregt. Es ging mir um meine persönliche Weiterentwicklung, meine Entwicklung zur Selbstständigkeit. Und ich war überzeugt, dass ich ein "Recht" darauf habe, wie eben andere Menschen auch. Ich war zuversichtlich, dass ich etwas ändern kann und dass ich (irgendwann) auch die Kraft habe, das umzusetzen, also z.B. meine Rolle anders zu definieren. Das braucht natürlich Durchsetzungsvermögen. Ich bin da z.B. allein in Urlaub gefahren u.a. Ich glaube, da waren keine/kaum Anzeichen von Depressivität.

Dann ging alles ganz schnell nach dieser OP-Geschichte, so ähnlich wie eine Treppe, die man Stufe für Stufe hinabgeht. Von Selbstständigkeit und Unabhängigkeit keine Spur mehr, es gab schlimme Befürchtungen, dass eben mit mir etwas nicht stimmt, also: Krankheitsängste.

Aber das hat eben niemand so genau verstanden, dass es mir immer schlechter ging. Das Schlimmste war für mich, dass mit der Wundheilungsstörung der große "Sinn-Zusammenhang" in Frage gestellt wurde. Man kann sich nicht mehr erklären, was los ist; es gab keine logische Erklärung für diese medizinsiche Sache. Sonst hatte ich (für mich) immer Erklärungen gesucht und gefunden, nun war da diese Ungereimtheit und dann später diese Ungewissheit, ob nicht doch eine unerkannte Krankheit dahinter steckt.

Ich habe dann ja eine wahre Odyssee durchlaufen, von einem Arzt zum anderen (und sehr schlechte Erfahrungen gemacht). Vielleicht bin ich auch nicht für diese durchorganisierte Welt in den Arztpraxen und Krankenhäusern geschaffen. Das Gefühl war dann bei mir öfter, dass ich eher die gewohnten Abläufe störe (das wurde mir dann oft - z.B. indirekt auch so vermittelt).

Also das Gefühl, ich bin "schwierig", ich passe da nicht rein. Ich glaube, ich habe mich so ziemlich oft ganz aufgegeben, bloß nicht mehr anecken, irgendwie anpassen.

Nur - mit einem solchen Verhalten geht es iregndwann überhaupt nicht mehr gut. Ich habe - vor allem beruflich - große Abgrenzungs-Probleme. :-(

cqunc@taktxor


Hallo onodisep!

Ich danke Dir für Deinen sehr klaren und hellsichtigen, aber nicht besonders aufmunternden oder lösungsorientierten Beitrag.

Ich habe lange darüber nachgedacht und versuche mal eine Antwort zu formulieren.

In der Tat ist es so, dass ich einen radikalen Einschnitt erleben und verarbeiten musste/muss. Nun wird das aber bei vielen anderen Menschen auch so sein, man muss das relativieren, so ist das nun mal im Leben. Und es sollte dann auch mal wieder bessere Zeiten geben.

Was mich aber extrem belastet ist, dass mein Vertrauen in die (westliche) Medizin oder genauer gesagt in das Gesundheitssystem, in dem ich eingebunden bin, so stark erschüttert wurde. Und man muss sich vor Augen halten, dass es sich ja bei meiner Sache ursprünglich um eine Bagatelle handelte. Kaum jemand nahm/nimmt das ernst. Was ist dann erst, wenn es sich um eine lebensbedrohliche Krankheit handet? Wird dann evtl. auch versucht, das zu vertuschen oder sich aus der Verantwortung zu ziehen, wenn da etwas nicht richtig oder zu spät erkannt wurde? Und was ist, wenn man dann als Patient keine Kraft (mehr) hat, sich zu behaupten?

Ich kann nur sagen, ich fühlte mich damals dem operierenden Arzt völlig ausgeliefert, hatte auch in dem Bereich kaum medizinische Kenntnisse, wollte das eigentlich ganz schnell hinter mich bringen und dann mein Leben weiterführen ... inzwischen habe ich mich jahrelang mit der Thematik beschäftigt, das eine oder andere Fachbuch gelesen; das hat mir zwar weitergeholfen, aber das Verhältnis zu (westlichen) Ärzten ist nach wie vor gestört oder sogar von gegenseitigem Misstrauen und Ablehnung geprägt; der Glaube an das "System" hat starke Risse bekommen.

Und ja, ich denke wirklich, dass es sich um eine Art Burnout handelt! Ich komme damit nicht klar, weiß aber auch nicht, was ich (auf lange Sicht) tun soll.

Was Du schreibst, löst da eher Ängste und Unsicherheiten aus:

Wann muss ich Kompromisse schließen? Wie verhalte ich mich noch sozial adäquat? Und ganz wichtig: Wann sind dann Grenzen überschritten? Was tue ich dann?

Wenn du schließlich von "professioneller" Hilfe sprichst, meinst du wahrscheinlich eine (westlich ausgerichtete) Therapie? Das ist sehr allgemein und stößt bei mir inzwischen eher auf Vorbehalte, da ich einfach schlechte Erfahrungen damit gemacht habe.

WSildbkatexr


Hallo cunctator,

Denke mal an Sprichwort die "Träume sterben zuletzt" will damit sagen wenn man sich nicht mehr wünscht oder will dann wird es eng.

Sicher brauchen wir Ellenbogen und es dürfte auch keine Beulen und Schrammen wie am Auto geben.

Ja so ist das Leben nicht.

MfG *:) @:) :)* :)^ :)^

mdi)niYmxia


Wenn du schließlich von "professioneller" Hilfe sprichst, meinst du wahrscheinlich eine (westlich ausgerichtete) Therapie? Das ist sehr allgemein und stößt bei mir inzwischen eher auf Vorbehalte, da ich einfach schlechte Erfahrungen damit gemacht habe.

Was ist mit deinem Therapeuten? Läuft das nicht mehr?

F)aSoLxa


Ich habe mir deinen anderen Faden nicht angeschaut, falls es da also wesentliche Infos gibt, die ich hätte beachten sollen, bitte ich um Nachsicht. @:)

Also das Gefühl, ich bin "schwierig", ich passe da nicht rein. Ich glaube, ich habe mich so ziemlich oft ganz aufgegeben, bloß nicht mehr anecken, irgendwie anpassen.

Spontaner Gedanke: dieses Gefühl hattest du nicht zum ersten Mal.

Stimmt das? Kommt dir das vertraut vor, aus deiner Kindheit und Jugend z. B.? Musstest du dich da auch eher anpassen, um zurechtzukommen und bloß keinen Ärger machen?

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