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Ausweg aus der Krise dringend gesucht ...

K_leixo


cunctator

Es geht für mich nicht nur um (fehlenden) Respekt, sondern auch um Anerkennung, Wahrnehmung und nicht zuletzt um das Thema Umgang mit Kränkungen oder Verletzungen durch andere, auch und gerade im beruflichen Bereich (Chef, Kollegen, "menschliche" Umgangsformen ...).

Wieso lässt Du Dich verletzen? Von wem lässt Du Dich verletzten?

Meinst Du denn, dass Du irgend einen Einfluss darauf hast, ob Dich andere anerkennen und welches Bild sie von Dir haben?

Dazu kommen außerdem die Gefühle, die mich dann oft überwältigen (Ohnmacht, Wut, Ärger über mich selbst usw. usw.). Ich kann damit kaum klarkommen.

Du schreibst oben, dass Du sehr rational und bildungsorientiert bist. Das hier sind Gefühle. Wie kann ich mir das vorstellen? Z. B. gibt es also eine Situation und die Ratio würde ja sehr oft sagen – Ärger bringt nichts. So wie ich mir das vorstelle, so ärgerst Du Dich doch, oder?

Ich merke schon, ich muss hier wirklich versuchen alles offenzulegen, sonst wird es nicht viel bringen. Also: Ich bin bereits in einer Therapie, war ursprünglich ganz froh, in meiner Nähe einen Therapeuten zu finden, der mich angenommen hat (die Wartezeiten sind ja üblicherweise recht lang). Leider sind die Abstände zwischen den Terminen recht groß/zu groß.

Was ist das Ziel der Therapie?

Ich habe mich ja schon längere Zeit nach Hilfen umgesehen und eine Menge versucht, muss aber sagen, dass ich mich immer wieder unverstanden fühle, von zufriedenstellenden Ergebnissen ganz zu schweigen. Zum Beispiel wird die Problematik nicht richtig erkannt oder es wird aneinander vorbeigeredet. Es scheint mir teilweise so, als ob z.B. Ärzte recht schnell ein fertiges Bild von mir haben, das mir aber nicht gerecht wird. Ich bin oft sehr unzufrieden, komme wahrscheinlich anders "rüber" als ich es denke.

Wie reagierst Du, wenn Du meinst, man hätte Dich anders verstanden, als Du es vermitteln wolltest?

Was ist z. B. so eine unterschiedliche Auffassung, die ein Arzt hat, Du es aber anders siehst?

Aber das hat eben niemand so genau verstanden, dass es mir immer schlechter ging. Das Schlimmste war für mich, dass mit der Wundheilungsstörung der große "Sinn-Zusammenhang" in Frage gestellt wurde. Man kann sich nicht mehr erklären, was los ist; es gab keine logische Erklärung für diese medizinsiche Sache. Sonst hatte ich (für mich) immer Erklärungen gesucht und gefunden, nun war da diese Ungereimtheit und dann später diese Ungewissheit, ob nicht doch eine unerkannte Krankheit dahinter steckt.

Heißt es, dass Du voraussetzt, dass alles für Dich logisch nach Deiner subjektiven Logik erklärbar sein muss? Kannst Du es denn nach der Logik Deines Gegenübers nachvollziehen?

Also das Gefühl, ich bin "schwierig", ich passe da nicht rein. Ich glaube, ich habe mich so ziemlich oft ganz aufgegeben, bloß nicht mehr anecken, irgendwie anpassen.

Mir klingt alles, dass Du Dich sehr von der Meinung, Urteil und Bewertung anderer beeinflussen lässt. Wie kommt das? Du selbst siehst es ja anders, oder? Dann habt Ihr halt unterschiedlicher Meinungen.

Was mich aber extrem belastet ist, dass mein Vertrauen in die (westliche) Medizin oder genauer gesagt in das Gesundheitssystem, in dem ich eingebunden bin, so stark erschüttert wurde. Und man muss sich vor Augen halten, dass es sich ja bei meiner Sache ursprünglich um eine Bagatelle handelte. Kaum jemand nahm/nimmt das ernst. Was ist dann erst, wenn es sich um eine lebensbedrohliche Krankheit handet? Wird dann evtl. auch versucht, das zu vertuschen oder sich aus der Verantwortung zu ziehen, wenn da etwas nicht richtig oder zu spät erkannt wurde? Und was ist, wenn man dann als Patient keine Kraft (mehr) hat, sich zu behaupten?

Bist Du denn vorher davon ausgegangen, dass alles, wie Du es Dir vorgestellt hast, immer klappt und andere so funktionieren (Ärzte, Abläufe, etc.), damit alles so klappt?

Ich kann nur sagen, ich fühlte mich damals dem operierenden Arzt völlig ausgeliefert, hatte auch in dem Bereich kaum medizinische Kenntnisse, wollte das eigentlich ganz schnell hinter mich bringen und dann mein Leben weiterführen ... inzwischen habe ich mich jahrelang mit der Thematik beschäftigt, das eine oder andere Fachbuch gelesen; das hat mir zwar weitergeholfen, aber das Verhältnis zu (westlichen) Ärzten ist nach wie vor gestört oder sogar von gegenseitigem Misstrauen und Ablehnung geprägt; der Glaube an das "System" hat starke Risse bekommen.

Heißt es, dass Du das, was Du erfahren hast nicht als Richtigstellung Deiner subjektiven Erwartungen herangezogen hast, sondern als Grund zum Misstrauen bzw. Angst aufzubauen?

Wenn du schließlich von "professioneller" Hilfe sprichst, meinst du wahrscheinlich eine (westlich ausgerichtete) Therapie? Das ist sehr allgemein und stößt bei mir inzwischen eher auf Vorbehalte, da ich einfach schlechte Erfahrungen damit gemacht habe.

Noch eine schlechte Erfahrung. Gar nichts Gutes an der Erfahrung? Wie gehst Du mit schlechten Erfahrungen um?

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