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Fühle mich leer ohne Drogen

CVinnxia hat die Diskussion gestartet


Hallo,

wie es im Titel schon steht, geht es darum, dass ich mich ohne Drogen leer & unglücklich fühle. Das hat alles vor 2 Jahren angefangen (bin fast 18), als die Leere fast unaushaltbar wurde.

Anfangs war es nur gelegentlich, mittlerweile (fast) jeden Tag (5-6x Woche). Dabei habe ich immer darauf geachtet bei körperlich abhängig machenden Substanzen Abstände zu halten (z.B. Opiode). Ich möchte wieder Spaß empfinden, aber es gibt nichts, was die Leere füllt, obwohl ich eigentlich viel zu tun habe: kleiner Nebenjob, Haustiere, Alltagszeugs und wahrscheinlich werde ich bald eine Ausbildung anfangen. Aber nichts davon füllt die Leere..

Ich weiß aber, dass ich aufhören muss, da ich aufgrund Überdosis schon zwei Krankenhausaufenthalte hatte und ich mit einem gesunden Körper weiterleben möche.

Das einzige was mir etwas Halt gibt, ist das Abnehmen. Dabei bin ich rein bmi-technisch an der Grenze zum Untergewicht (18.6), habe aber trotzdem fette Arme, Beine, einen Rettungsring und einen Speckbauch trotz (Kraft-)Sport.

Ich möchte meinen Konsum auf 2-3 die Woche reduzieren, fange seit heute damit an, aber ich weiß nicht, was ich dazwischen machen soll. Wenn ich das tue, was ich 'auf Droge' auch tue, empfinde ich dabei keinen Spaß. Habe auch schon 2x Antidepressiva ausprobiert (über 2 Monate jeweils), aber es hat mir nicht geholfen.

Hat jemand eine Idee, was ich tun könnte, um mich wieder lebendig zu fühlen? ":/

Antworten
E<hemali4ger NHutzerd (#588x506)


Hat jemand eine Idee, was ich tun könnte, um mich wieder lebendig zu fühlen? ":/

Geduld haben, etwaige psychische Erkrankungen (z.B. zugrundeliegende Depressionen) therapeutisch abklären und behandeln lassen und gewichtstechnisch lieber den Körperfettanteil senken + Muskelanteil erhöhen statt nur Gewicht zu verlieren und skinny fat zu sein. Etwas zynisch betrachtet, könntest du mit Sport ein bisschen den Wegfall der Drogen kompensieren als bisheriges Kompensationsmittel. Aber nicht übertreiben.

Und da du mit dem Drogenmissbrauch etwas zu kompensieren scheinst sowie aufgrund der Abhängigkeitswirkung (psychisch/physisch) dieser Substanzen, kannst du nicht erwarten, dich an einem einzigen drogenfreien Tag innerlich nicht leer zu fühlen. Daher auch die hohe Motivation sich wieder zuzuknallen. Das nennt sich auch Suchtkreislauf.

Wenn du da wirklich rausmöchtest, musst du erstmal ganz von diesen Substanzen weg. Auch wenn du dich die erste Zeit innerlich leer, unwohl etc. fühlen wirst. Das geht aber im Laufe der Zeit zurück, wenn die Abhängigkeit weg ist. Und nach und nach kommst du zu deinem "normalen Empfinden" zurück. Je nach Droge (z.B. Heroin) bleibt eine gewisse Sehnsucht (= psychische Abhängigkeit) auch lebenslang mehr oder weniger erhalten, aber bevor du deshalb den Kopf hängenlässt: Geh zur Drogenberatungsstelle und lass dir helfen.

T+h`alxina


Was ich zu dem was Harlekin geschrieben hat noch ergänzen möchte: Dass Du Dich als fett empfindest aber sehr schlank bist würde ich als Warnsignal verstehen. Du bist jetzt seelisch abhängig von den Drogen, könntest sehr schnell in eine andere Sucht rutschen - nämlich eine Magersucht (!)

Ich würde auch zur Drogenberatungsstelle gehen, und: Jetzt quasi als Ersatz süchtig nach dem Abnehmen zu werden it ebenso gefährlich wie Drogenkonsum!

BHrigxie


Genau. Das packst du nicht alleine, such dir unbedingt Hilfe. Eine Sucht ist schnell gegen eine andere "eingetauscht", und eine ist so lebensgefährlich wie die andere. Das ist nichts, wo du die Wahl hättest - nimm es absolut ernst, dir selbst und deinen Angehörigen zuliebe!

e legaHnter F/rauennaxme


Hallo Cinnia,

ich gebe meinen vorschreibern recht, suchtverlagerung geht ganz schnell und du schreibst ja schon dass das einzige was dir da hilft abnehmen ist, das klingt schon sehr ungesund.

darf ich fragen was du regelmässig genommen hast?

einige drogen machen ja auch neue verknüpfungen im gehirn, so dass man anders fühlt uns so.

hast du denn freunde, ich meine auserhalb des drogenkreises?

Cuipnnixa


Ich habe Tilidin, Codein, Mdma, Pseudoepehedrin, Dextromethorphan, Benzos und Dimenhydrinat hauptsächlich mir reingeworfen.. muss dazu sagen, dass das mit der Zeit immer weniger und weniger gewirkt hat und ich die Drogen dann nur genommen habe, damit es "weniger schlimm" ist. Ich habe mir dann ernsthaft überlegt bzw. überlege es noch, Diamorphin zu nehmen, damit ich wieder Glück spüren kann..

Ich bin seit 1 1/2 Jahren in Therapie, aber ich habe Angst, wenn ich das wirklich Ausmaß anspreche (und das mit dem Diamoprhin erwähne), die Schweigepflicht irgendwie gebrochen werden kann.

Sport mache ich ja bereits, anscheinend hilft das aber irgendwie nicht ;-D

Und ich bin wirklich nicht sehr schlank. Dadurch, dass ich als jüngeres Kind adipös war, schwabbelt halt alles an mir rum.. versuche es soweit es geht durch Kraftsport in den Griff zu kriegen.

Meine Freunde sind eigentlich alle vorbildlich - entweder keine Drogen oder nur seltener Konsum von weicheren Drogen (Marihuanna etc.). Bin da selbst reingerutscht.

Ich muss dazu sagen, dass ich trotz meinem "zweiten kaputten Leben" meinen Alltag irgendwie schaffe. Von daher scheint es ja nicht allzuschlimm zu sein, wenn ihr versteht, was ich meine...

Clomrxan


Dabei habe ich immer darauf geachtet bei körperlich abhängig machenden Substanzen Abstände zu halten

[...]

Ich weiß aber, dass ich aufhören muss, da ich aufgrund Überdosis schon zwei Krankenhausaufenthalte hatte

Offenbar hast du bei der Wahl der Substanzen und der Menge nicht wirklich die Kontrolle.

Ich möchte meinen Konsum auf 2-3 die Woche reduzieren

Solange du eine Zukunft mit so regelmäßigem Konsum planst, wirst du sowieso scheitern. Dir geht es nicht um die Suchtbewältigung und Akzeptanz der Nüchternheit, sondern lediglich um die negativen Begleiterscheinungen. Das süchtig Sein stellt offensichtlich kein Problem für dich dar. So funktioniert das nicht, man kann sich nicht einfach das rauspicken, was man mag.

Diese Haltung musst du aufgeben lernen. Normalerweise wäre eine Therapie der richtige Weg, aber da noch keine wirkliche Einsicht da ist, muss wohl erst noch mehr passieren. :|N

TDhalxina


@ Cinnia

Du sagst, als Kind seiest Du adipös,eben essgestört gewesen. Ich glaube Du weißt, dass auch das ein Suchtverhalten ist?

Übriggebliebene, überdehnte Haut geht vom Hungern nicht weg, deshalb abzunehmen ist absolut sinnlos und führt nicht zum Ziel.

Ich habe auch so meine Zweifel ob nicht auch da Deine Wahrnehmung verschoben ist. Das Haut nicht aussieht wie im Hochglanzmagazin ist ganz normal.

Geht zum Internisten, lass Dich Durchchecken. Abnehmen löst Deine Probleme nicht, es schafft nur welche.

Suchtverhalten ist keine Lösung!

Lieben Gruß,

Thalina

ps: Ich tendiere immer dazu Essen entweder ganz weg zu lassen oder zu fressen. Es ist wirklich eine Art Suchtverhalten, nix was ein Mittel wäre Dir zu helfen!!!!

CPom_ran


Ich muss dazu sagen, dass ich trotz meinem "zweiten kaputten Leben" meinen Alltag irgendwie schaffe. Von daher scheint es ja nicht allzuschlimm zu sein, wenn ihr versteht, was ich meine...

Oh je. %-|

Wie hoch sind denn die Anforderungen an deinen Alltag? "Kleiner Nebenjob und Alltagszeug" klingt jetzt nicht so, als würde das viel abverlangen. Und du suchst schon wieder eine Entschuldigung, dass es sich mit Drogenkonsum eigentlich ganz gut leben lässt.

Lerne, mal wieder mit der Realität und dir klarzukommen. Sag auch deinen Therapeuten die Wahrheit über das Ausmaß und verscheißer die nicht. Ein bisschen musst du dich auch reinknien und nicht immer nur wegducken. Denn erst wenn du dich an die Realität wieder gewöhnt hast, wirst du lernen, dein Glück auch ohne Drogen zu finden.

Tuhalixna


Solange Du meinst, dass es trotz der Drogen doch noch ganz gut läuft - andererseits aber selbst schon zweimal im Krankenhaus gelandet bist deshalb -solange reicht die Einsicht wohl leider noch nicht aus...

Mädel, Du sagst, Du bräuchtest eine Droge zum Glücklich sein!'Das ist aber genau das eigentliche Problem - Du hast ja noch gar nicht eingesehen dass Du genau dadurch eben auf Dauer unglücklich wirst!

CFlo6ndfykHe


Bei all den Drogen, die Du aufzählst- eine Frage: Woher bekommst Du das alles ? ist doch alles verschreibungspflichtig. Um mal ein kleines Päckchen Diazepam zu bekommen, muss ich ganz schön reden und kämpfen beim HA !

T0h!alixna


@ Clondyke

Dass das nicht vom Arzt kommt ist ja irgendwie logisch, oder?

CHlo,nxdyke


@ Thalina

Bin vlt. zu alt für sowas- aber gibt's da echt einen Schwarzmarkt ???

DIan`te


Du ersetzt gerade die eine Sucht (Drogen) durch eine neue, ebenso tödliche: Magersucht.

Ich empfehle dir DRINGEND eine Therapie zu machen. Das ist das einzige, was dir helfen kann.

PS: "Kontrolliert" Drogen nehmen.... das funktioniert leider nicht. NIE!

C_inn%ixa


@ Comran:

ich möchte das anfangs eben reduzieren, da ich es in meiner jetzigen Situation für unwahrscheinlich halte, einfach ganz damit aufzuhören. Ich bin, wie bereits geschrieben, in psychotherapeutischer Behandlung.

@ Thalina:

es läuft gesundheitlich wirklich ganz gut, ich habe keine gravierenden Folgeschäden davongetragen, worum ich sehr froh bin.

Früher habe ich wohl versucht meine Leere mit Essen zu füllen, aber mittlerweile bringt das auch nichts mehr außer überschüßige Kilos. Meine Wahrnehmung ist nicht verzerrt, bin wirklich ein Pummelchen. Zudem versuche ich gesund und nicht zu viel/wenig zu essen (neige auch dazu zu verzichten oder zu fressen). Mein Ziel ist ein BMI von 16/17, weil ich eben leichte Knochen habe und zudem von Natur aus breit gebaut bin (breites Kreuz, hervorstechender Brustkorb, breite Hüftknochen). Dies möchte ich mit gesunder, ausreichender Ernährung + Sport schaffen.

@ Dante:

ich denke eben, dass es doch funktioniert. Es gibt Millionen von Menschen, die hin und wieder sich was einwerfen ohne es ausarten zu lassen. Da funktioniert es ja?

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