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Fühle mich leer ohne Drogen

Ckinnixa


Hab noch was vergessen:

@ Comran:

Ich arbeite täglich wenige Stunden. Bei Beginn der Ausbildung wären es 8h/täglich. Zudem habe ich halt Haustiere, die auch gepflegt und geliebt werden müssen und zudem noch so Alltagzeugs wie Putzen, Kochen, Einkäufe erledigen etc...

Ich lebte bevor ich Drogen genommen habe, auch in der Realität und trotzdem war ich unglücklich. Warum soll es jetzt anders werden?

euleganOterX Fra^uennamxe


29.05.16 09:56

Ich habe Tilidin, Codein, Mdma, Pseudoepehedrin, Dextromethorphan, Benzos und Dimenhydrinat hauptsächlich mir reingeworfen.. muss dazu sagen, dass das mit der Zeit immer weniger und weniger gewirkt hat und ich die Drogen dann nur genommen habe, damit es "weniger schlimm" ist. Ich habe mir dann ernsthaft überlegt bzw. überlege es noch, Diamorphin zu nehmen, damit ich wieder Glück spüren kann..

hui das ist ein ganz schöner Bedarf. Zum Glück hast du Diamorphin nicht probiert.

Das Drogen immer weniger wirklen ist auch klar, die Körpertoleranz sinkt schnell.

Also du schreibst du bist seit 1,5 Jahren in Therapie, das finde ich sehr gut.

Erstmal der Therapeut hat schweigepflicht und du kannst es ihm ja auch auch nochmals zur Erinnerung sagen, dass du Angst hast das er was weiter erz. aber das du gleichzeitig auch endlich mal die Öffnen und alles auspacken möchtest. Das tut auch gut wenn alles mal unaussortiert auf den Tisch kommt.

Wie war/ist denn dein Konsum? wie kann man sich das vorstellen?

was machst du für eine Therapie, bzw was ist genau dein Therapeut?

kommst du da mit ihm/ihr weiter?

Wie gleichst du denn das aus was dir die Drogen entziehen?

ich hab nie den großen Konsum gehabt ausser ne Kiff-phase von nem Jahr mit 18 Jahren, jetzt sage ich seit über 10 Jahren immer "nein" und reiche weiter.

generell habe ich in Richtung Drogen nur wenig ausprobiert, einmal im Club MDMA mit einer sehr guten Freundin genommen, eine Nacht mal mit MDMA Kristalle geplant im Zuhause und einmal Speed von ner Freundin im Damenwc geschnupft, da hab ich nichts von gemerkt.

Alles immer gezielt und mit großer Vor- und Nachbereitung, Drogen sind einfach nicht so mein Ding, reizen mich nicht so, worüber ich froh bin.

Aber ich habe viele Menschen, Freunde, Bekannte Verwandte und auch meinen Lebenspartner unter Drogen oder in Lebensphasen erlebt in denen sie entweder aus Spaß und Freude, oder aus Kummer was genommen haben. Manchen erging es genau wie dir.

Und ich sage dir es liegt ein langer Weg vor dir, denn du aber schaffen kannst wenn du das möchtest.

Eine früher enge Verwandte die mit 15 Jahren schon voll im Drogensumpf drin war und mit Borderline ect behaftet war, hat es auch nach zig Rückfällen geschafft. Sie hat auch diesen ganzen Scheiss genommen und ich erinnere mich gut an ihr auf und ab und ihre "Ich bin schon seit 3 Wochen clean" - Vorspielereien. (ich hatte damals keinen Plan von Drogen und habs nicht gemerkt wenn jemand "drauf" ist. Wir alle hatten es ihr geglaubt, aber es war nur das was sie wollte uns beruhigen und heimlich weiternehmen... und es kommt dann immer irgendwie raus..

Ich würde auch an deiner Stelle zur Drogenberatungsstelle gehen und mich da beraten und informieren lassen.

Du wohnst alleine, oder klingt es nur so?

BWrigBixe


ich habe keine gravierenden Folgeschäden davongetragen, worum ich sehr froh bin.

Sorry, dass ich so offen bin: NOCH nicht! Die bleiben aber nicht aus, wenn du weitermachst.

Ich bin ziemlich platt, wie du verharmlost ... dann gehts halt weiter - bis es nicht mehr geht.

BBrixgie


Um es konstruktiver zu sagen: Alles obliegt selbstverständllich deiner Entscheidung, wie du weiter vorgehst. Die Leere verlangt danach gefüllt zu werden, und du musst gewillt sein, dies auf andere Weise als bisher zu tun. Ohne diesen absoluten Willen und das entsprechende Handeln "ist da nix", auch weiterhin.

Falls du dahin kommst, ernsthafte Anstrengungen zu beabsichtigen, kannst du wieder mit mir rechnen. :)^

E]hemalige2r Nutczer (s#588506x)


Ich lebte bevor ich Drogen genommen habe, auch in der Realität und trotzdem war ich unglücklich.

Dann wäre es doch auch für dich interessant und wichtig herauszufinden, was dir vorher so elementar gefehlt hat oder nicht?

Es gibt nicht wenige, die depressive Erkrankungen unbewusst damit selbst "therapieren", indem sie eine Sucht entwickeln. Nur hilft das nur am Anfang; auf Dauer entwickeln diese Menschen ein Suchtproblem und das kann paradoxerweise wiederum auch Depressionen verstärken bzw. auslösen.

E:hemali"ger wNutzer `(#588x506)


äh das sollte anders heißen:

", indem sie eine Sucht entwickeln." -> indem sie zu Suchtmitteln greifen (Drogen, Essstörungen, usw.)

C'innixa


Irgendwie tue ich mich damit ja auch selbst therapieren.. ich weiß eben nicht, was mir fehlt.

Ich habe meistens gegen Mittag/Nachmittag angefangen was zu nehmen. Manchmal bin ich schon teilweise dicht zur Schule gegangen (ist aber nie jemanden aufgefallen). Am liebsten bin ich weit in die Natur an einem abgelenden Ort gefahren und habe dort Musik gehört und es einfach genossen.

Ich mache eine normale Gesprächstherapie und bin auch in psychiatrischer Behanldung (wegen Medis und so). Muss dazu sagen, dass ich nicht gern viel rede und wir eigentlich nicht weiterkommen, was aber nicht an dem Therapeuten, sondern an mir liegt. Habe auch überlegt, das ganz abzubrechen, aber sie meinte, dass es wichtig wäre, dass ich komme (ich denke aber, das liegt daran, dass sie dort Angst haben, dass sie dafür haften, falls mir was passiert). Letzendlich muss ich so oder so selbst was verändern.

Nein, ich wohne nicht alleine, aber möchte bald in den nächsten Monaten in eine kleine Wohnung ziehen, wenn das alles finanziell klappt. Ich hoffe, dann kommt der große Wandel und ich kann die Leere irgendwie verdrängen.

Eghembaliger N utzer 6(#58x8506)


Sag mal - eigentlich bist du in der Therapiestunde nicht wirklich klar im Kopf/Körper oder? ... Ich kenne es nur so, dass deshalb erst ein Entzug gemacht wird und Gesprächstherapie erst im Anschluss stattfindet, weil sonst die Therapiestunde nichts bringt bzw. die Therapie nicht richtig greifen kann. Es geht dort u.a. um eigene Gefühle, nur wenn der Patient sich unbewusst entzieht, indem er diese mit Drogen zudeckelt, behindert das den Therapieprozess. Aber vielleicht wird das ambulant anders gehandhabt, weil der Patient sich in der Zwischenzeit eh auf viele Weise der Auseinandersetzung mit der Therapie entziehen kann.

E4hemaloiger NuxtzerM (#58850x6)


Muss dazu sagen, dass ich nicht gern viel rede und wir eigentlich nicht weiterkommen, was aber nicht an dem Therapeuten, sondern an mir liegt.

Und wenn du dich schriftlich mitteilst bei den Themen, die dir schwer fallen?

BxriDg|ixe


Solange du "es eigentlich noch genießen" kannst - welchen wirklichen Grund findest du, damit aufzuhören?

Am liebsten bin ich weit in die Natur an einem abgelenden Ort gefahren und habe dort Musik gehört und es einfach genossen.

Die Drogen bewirken also, dass du abschalten kannst, die Ängste verschwinden und du dich dem Moment hingeben kannst, richtig? Das geht auch ohne, es ist nur nicht so aus dem Ärmel zu schütteln, sondern erfordert deine ganze Mitarbeit

Du bist meiner Ansicht nach erst am Anfang der Einsicht, dass die Drogen für dich eine Gefahr darstellen --- leider. Noch scheint dir die Wirkung ja offenbar toll und erstrebenswert. Solange wirst du sie auch weiterhin nehmen; mach dir nichts vor.

Cvomaran


ich möchte das anfangs eben reduzieren

Bei einem Suchtverhalten funktioniert "reduzieren" nicht. Das mussten schon ganz viele Menschen vor dir feststellen, wenn sie über Jahre versuchen, zu reduzieren, und dann merken, dass sie keinen Schritt weitergekommen sind.

ich denke eben, dass es doch funktioniert. Es gibt Millionen von Menschen, die hin und wieder sich was einwerfen ohne es ausarten zu lassen. Da funktioniert es ja?

Es gibt unterschiedliche Konsummuster und vor allem unterschiedliche Motivationen. Du wirst deinen Charakter aber nicht ändern können. Manche Menschen fallen sehr schwer in eine Sucht und können es kontrollieren. Millionen Menschen trinken ja auch Alkohol, ohne Alkoholiker zu werden. Aber es gibt Menschen wie dich, die vom charakterlichen Typ her suchtgefährdet sind. Vor allem stellt für deinen Typus die Droge keine einmalige Belohnung dar, sondern Flucht vor unangenehmen Gefühlen. Menschen wie du sind prinzipiell suchtanfällig, wobei die Art der Droge fast egal ist. Und solche Menschen werden niemals einen kontrollierten Umgang mit den Drogen haben können.

Mein Ziel ist ein BMI von 16/17, weil ich eben leichte Knochen habe

Das mit den Knochen halte ich für ein Gerücht. Bei einem BMI von 20, der schon als extrem schlank gilt, hättest du bei 1,60m Größe z.B. 51 Kilo Gewicht. Wenn dein äquivalenter BMI 17 wäre, entspräche das einem Gewicht von 43 Kilo. Du willst uns doch nicht erzählen, dass deine Knochen 8(!!) Kilo schwerer wären als bei anderen Menschen. Ich glaube eher, du bescheißt dich selbst, da du eine sehr selektive Wahrnehmung deiner Situation hast.

Ich wiederhole mich nochmal: du möchtest die problematischen Aspekte aus deinem Leben verbannen, zeigst aber keinerlei Einsicht und machst dir selbst vor, dass du dies ohne Konsequenzen erreichen könntest. Du willst weder auf Drogen noch auf Hungerei verzichten. Das wird dir noch enorme Probleme bereiten, bis du wirklich registrierst, dass du deinen Weg nicht schaffen wirst, ohne echt umzudenken.

EWhemal^iger@ NGutzer (#a54542x1)


(bin fast 18),

Noch sind also Deine Eltern für Dich verantwortlich ... was sagen die zu Deinem Konsum ??

ich denke eben, dass es doch funktioniert. Es gibt Millionen von Menschen, die hin und wieder sich was einwerfen ohne es ausarten zu lassen. Da funktioniert es ja?

Cinnia

Nein.. funktioniert nicht... Sucht kann man nicht kontrollieren, darum heisst es ja Sucht.. es gibt kein kontrolliertes Trinken für alkoholkranke Menschen und es gibt keinen kontrollierten Konsum für Drogenabhängige !

Hat jemand eine Idee, was ich tun könnte, um mich wieder lebendig zu fühlen?

Entgiftung, Entwöhnung, Langzeittherapie

Ich bin seit 1 1/2 Jahren in Therapie, aber ich habe Angst, wenn ich das wirklich Ausmaß anspreche (und das mit dem Diamoprhin erwähne), die Schweigepflicht irgendwie gebrochen werden kann.

Und solange Du Deinem Therapeuten nicht vertrauen willst, kann er Dir nicht helfen.. weil er Deine Komorbiditäten nicht (er)kennt. Ist Deine Sucht das Ergebnis einer Depression oder ist es eher umgekeht.. solange das nicht raus ist .. gibt es keine Hilfe und auch keine Lösung.. und solange Du drauf bist ebenfalls nicht.

ich weiß eben nicht, was mir fehlt.

Und je länger Du Dich sperrst und denkst Du kannst so weiter machen wie bisher.. wird das auch keiner herausfinden.

Ich wiederhole mich da gern.. solange Du drauf bist.. bringt die ganze Therapiererei nichts.

Cgookietvictixm


Ich habe gestern gerade die Doku über Amy Winehouse gesehen (kann ich nur empfehlen). Die war ja kurz vor ihrem Tod auch noch mal "clean" und soll zu ihrer Freundin gesagt haben: "Natürlich freue ich mich über meinen Erfolg, aber ohne Drogen macht das alles keinen Spass!" Knappe 6 Wochen später war sie tot...

Coinnixa


Zu Amy Winehouse: Wo sie recht hat, hat sie (leider) recht.. wenn man erstmal in den Genuss von diesem warmen Glücksgefühlen bekommt, will man sie immer wieder.

Zu den Therapiestunden bin ich meistens nüchtern hingegangen, war nur vereinzelt mal dicht (weil ich den Termin total verpeilt habe und mir es im letzten Moment einfiel). Hat aber auch (gottseidank) keiner was dazu gesagt. Mir würde es auch schwer fallen, mich schriftlich mitzuteilen. Hier bin ich ja anonym.. da geht es.

Ich möchte damit aufhören, da die Drogen teilweise fast garnicht mehr wirken und das keinen Sinn hat mich zuzuknallen ohne Glücksgefühle zu empfinden. Es wird nie so schön sein einfach in der Natur zu sein und Musik zu hören, wenn ich nüchtern bin. Aber das ist wohl das Leben. Das ist ok.

Naja, darüber zundiskutieren, ob ich ne Wahrnehmungsstörung habe oder nicht, macht keinen Sinn, da ihr meinen Körper noch nie gesehen habt. Ich denke, ihr würdet mich Grenze zur normal-moppelig oder leichtes ÜG einstufen.

Meine Eltern denken, ich nehme nichts mehr. Das ist auch gut so. Sie sollen sich nicht so viele Sorgen machen, ich habe schon genug angestellt. %:|

Scheiße habe ich mich gefühlt schon lange bevor ich in sämtliches Suchtverhalten reingeraten bin (gab Phasen mit täglichem Schneiden, Erbrechen und sowas). Dabei gibt es keinen Grund, mich so zu fühlen, bin gesund, habe eine Familie, evtl. Ausbildung.. ich versuche auch den ganzen Mist an meinem Körper irgendwie wieder gutzumachen, weil ich manchmal ein schlechtes Gewissen kriege, da mein Körper alles versucht und tut, um mich aufrecht zu erhalten und ich schände ihn so. Mein Körper ist eigentlich nur ein "Opfer" meiner Seele.

Ich weiß, dass es nicht so weitergeht. Aber ich will mich auch nicht ewig wie so ein Wrack fühlen.

T+ha9linxa


@ Clondyke:

So einen Schwarzmarkt für verschreibungspflichtige Medikamente gab es schon vor über 40 Jahren, wahrscheinlich sehr viel länger. Lies mal "Wir Kinder der vom Bahnhof Zoo". Das wurde auch nicht erst gestern geschrieben.

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