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Fühle mich leer ohne Drogen

Efhemaligebr tNutz/er (%#54542x1)


Ich weiß, dass es nicht so weitergeht. Aber ich will mich auch nicht ewig wie so ein Wrack fühlen.

Dann krieg Deinen Hintern vom Sofa, hör mit dem Selbstmitleid auf, geh zu Deinem Arzt und zur Beratungsstelle, mach eine Entgiftung und dann geh in Therapie.. das wird anstrengend und nicht einfach, aber es ist er einzige Weg aus der Sucht.

C#innixa


Bemitleide ich mich wirklich selbst? Habe noch nie darüber wirklich nachgedacht, aber eigentlich hast du schon recht. Man könnte es mit jemanden vergleichen, der eine Krankheit hat und sich denkt "Mir geht's scheiße, kann man wohl nichts machen, bringt alles nichts", so denke ich nämlich auch. Wenn ich mich beschreiben müsste, bin ich "dieses Gefühl".

BMrig\ie


Das klingt alles mehr oder weniger lauwarm. "Nie wieder wird es so ein warmes Glückgefühl geben können" ist z. B. eine Aussage zu einer Annahme, nicht zu einer Tatsache. Aber in deinem Kopf sitzt es noch, dass dem Kosum etwas Positives anhaftet. NIcht umsonst geht dem Aufhören in den meisten Fällen ein Tiefpunkt voraus, sonst fehlt traurigerweise die echte Motivation. Wer noch bestimmten Effekten nachtrauert, wird sich die vermutlich nach einiger Zeit wieder besorgen, wie A. Winehouse. Der kam dann leider der Tod in die Quere. Die Nachteile werden vergessen bzw. verdrängt, bis die Drogen wieder so verlockend erscheinen, dass alle Bedenken über Bord fliegen. Wie gesagt, so kommst du nicht raus. Du willst es eigentlich noch gar nicht ... wenn nur die paar Bedenken nicht wären, würdest du locker weitermachen. Du musst vermutlich noch etliche schlechter Erfahrungen damit machen, so traurig es ist, bis sich dein Sinn bezüglich der "schönen und unwiederbringlichen Gefühle" wandelt.

Dgagntxe


Dann krieg Deinen Hintern vom Sofa, hör mit dem Selbstmitleid auf, geh zu Deinem Arzt und zur Beratungsstelle, mach eine Entgiftung und dann geh in Therapie.. das wird anstrengend und nicht einfach, aber es ist er einzige Weg aus der Sucht.

Exakt so ist es.

Das oder du erstickst irgendwann an deinem eigenen Erbrochenen.

Etwas überspitzt formuliert.

Cfinknixa


Kleines Update: es klappt ganz gut mit meinen Vorsätzen, aber das lag hauptsächlich daran, dass ich mir wieder ne Magenschleimhautentzündung eingefangen habe und das jetzt als Neustart nehme, da alle "Reste" jetzt raus sind. Ich weiß nicht, wie das sein wird, wenn ich jetzt wieder einmal etwas einnehme. Vielleicht wird das wie vorher oder ich schaffe wirklich meine Vorsätze nur ab und zu etwas zu nehmen. Versuche es aber hinauszuzögern und nicht daran zu denken.

mPs9x2


Verviss deine Vorsätze. Du kriegst es nicht hin, nur ab und zu etwas zu nehmen. Warum verstehst du das nicht?

Du bist doch längst über den Punkt hinaus, wo das funktionieren würde.

tVimbaI-sterxn


Von was reden wir hier genau? Welche Drogen?

Unabhängig davon würde ich raten die Suchtberatung aufzusuchen. Die haben eine Schweigepflicht.

C5innnixa


Hauptsächlich geht es um den Bereich Opiate/Opiode.

Warum denkt ihr alle, ich schaffe das nicht? Und was ist, wenn ich das doch schaffe? Bin ich dann ein zufälliger Ausnahmefall? Es gibt auch ehemalige Alkoholiker, die auch mal ein Glas Wein trinken können ohne wieder anzufangen zu saufen, ebenso kann ich doch auch ab und zu etwas nehmen ohne mich gleich jeden Tag wieder vollzudröhnen bis zum geht nicht mehr. Das Wichtige ist, die Mitte zu finden.

Abszinenz schön und gut - aber warum redet ihr alle auf mich ein "Neeein, das schaffst du nicht! Entweder ganz oder garnicht!!"?

tCimba-;sterxn


Wenn man einen Willen hat schafft man das. Ich lese hier durchaus einen Willen heraus.

ETla=fR(emiBch0P815


Es ist ganz, ganz einfach:

Wenn ein trockener Alkoholiker mal eine Flasche Bier oder ein Glas Wein trinkt, heißt das nicht das er automatisch wieder abhängig wird. Er wird sich aber auch nicht ganz bewusst vorher hin gesetzt haben und sich gesagt haben: "So, heute kaufe ich mir eine Flasche meines ehemaligen Lieblingsbiers und trinke das." sondern es passiert meist einfach so ohne das man sich etwas besonderes dabei denkt und, viel wichtiger, ohne das man diesem Ereignis irgendeine größere Bedeutung gibt.

Du aber möchtest mit den Drogen aufhören. Oder nicht aufhören. Ein bisschen aufhören. Ein bisschen dabei bleiben. Ab und zu mal konsumieren. Ganz bewusst und willentlich. Es wird dir nicht passieren das du als trockener Alkoholiker ungewollt und unbewusst und unbemerkt eine alhoholhaltige Schokoladen-Weinbrand-Bohne einwirfst. Du wirst dir ganz bewusst deine Drogen besorgen und sie konsumieren weil du mach der Wirkung lechtzt.

Und das kann nicht funktionieren! Das ist Selbstbetrug. Wenn du aufhören willst, hör auf dich zu belügen und hör auf! Wenn dir das soooo schwer fällt sollte das ein Zeichen für dich sein das du abhängig bist. Das du die Sucht nicht kontrollieren kannst außer durch komplette Enthaltsamkeit. Du musst begreifen das sie Sucht dich im Griff hat und nicht du die Sucht. Ein Teil von dir bemerkt das zum Glück und drängt auf ein Ende. Lass es einfach zu. Der richtige Weg ist die der einfachste.

Alleine deine Aussage ohne Drogen nicht mehr glücklich werden zu können zeigt einem "normalen" Menschen wie tief du drin steckst und wie hilflos du bist. Denn in Wahrheit ist es genau umgekehrt: Mit Drogen verarschst du dich nur. Drogen lösen keine Probleme, sie schaffen welche. Drogen spielen dir nur was vor. Es ist eine Illusion. Eine Einbildung. Eine Traumwelt. Und erst wenn du es schaffst aufzuwachen wirst du wahres Glück finden.

Sei stark und erliege nicht den billigen Verführungen.

B\riEgie


Abszinenz schön und gut - aber warum redet ihr alle auf mich ein "Neeein, das schaffst du nicht! Entweder ganz oder garnicht!!"?

Das ist nur das Echo deiner eigenen Zweifel.

C<innixa


@ timba-stern:

Der ist auch wirklich vorhanden! Ich möchte nicht mit 20 schon an der Dialyse hängen oder eine Lebertransplatation brauchen.

@ ElafRemich0815:

Ich verstehe.. ein Bier wird ja nicht diesen Rausch verursachen, den man vorher hatte. Ebenso wenig eine Praline Alkohol. Aber es gibt bestimmt auch trockene Alkoholiker, die auch mal beim Feiern oder so etwas mehr trinken, sodass sie einen kleinen "Rausch" haben. Auch da spricht man doch nicht von Rückfall. Oder dass sie planen mit Freunden beim Fußballschauen Bier zu trinken oder sowas. Verstehst du, wie ich das meine? Nicht-Alkoholiker trinken auch manchmal mehr als ihnen gut tuen würde.

Aber was ist, wenn es doch funktioniert? Ich normal meiner Arbeit/Ausbildung nachgehe, funktioniere und gleichzeitig ab und zu Drogen nehme? Warum soll das nicht gehen? Wo ist da der Fehler drin? Und nein, es fällt mir nicht schwer. Nur es macht mich nicht glücklicher ohne. Ja, ich weiß, dass Drogen mir nur eine Illusion vorgaukeln. Aber ich finde die Illusion schön so. Ich weiß, wie die Realität ist und ja, ich kann auch mit ihr umgehen und einfach wie so ein Zombie meiner Arbeit nachgehen und über das Wetter reden, aber so ist es einfach besser sich ab und zu mal was zu gönnen.

Und irgendwie ist das doch logisch, dass Heroin extreme Glücksgefühle verursacht, das kann man nie einfach so erreichen. Das ist doch allein chemisch nicht möglich, dass wir so ein Glück fühlen können ohne Substanzen? Klar.. es gibt diese Glück a la "Ich habe einen tollen Beruf, Familie, Freunde blabla"-Glück, aber das wird von der Intensität nie so sein wie mit Substanzen.

@ Brigie:

Natürlich habe ich gewisse Zweifel, aber wie sagt man: "Nichts ist unmöglich". Obwohl mein Lieblinsspruch "schlimmer geht immer" ist ;-)

EXhemaliger Nbutz7er (#545x421)


Aber was ist, wenn es doch funktioniert? Ich normal meiner Arbeit/Ausbildung nachgehe, funktioniere und gleichzeitig ab und zu Drogen nehme? Warum soll das nicht gehen? Wo ist da der Fehler drin?

Weil es noch funktioniert, aber.. die Zeit kommt, da funktioniert das nicht mehr, das kann nächste Woche so sein oder in 10 Jahren... das kann Dir keiner prognostizieren. der Körper kann eine Menge vertragen, doch es kommt der Zeitpunkt, da kann er das nicht mehr und geht es sehr schnell bergab.

. Aber ich finde die Illusion schön so. Ich weiß, wie die Realität ist und ja, ich kann auch mit ihr umgehen und einfach wie so ein Zombie meiner Arbeit nachgehen und über das Wetter reden, aber so ist es einfach besser sich ab und zu mal was zu gönnen.

Nun, anscheinend kannst Du es ja eben doch nicht.. sonst müsstest Du nicht ein berauschendes Mittel zu Dir nehmen... "damit Du alles besser ertragen kannst " ... das ist Augenwischerei und eine Lüge .. das weisst Du auch.

In meiner Selbsthilfegruppe gibt es ein geflügeltes Wort, dass jeder zunächst "sein persönliches Waterloo" erleben muss, bevor die Einsicht in die Abhängigkeit kommt... Dein Waterloo wartet anscheinend noch auf Dich.

C<innixa


Ja, ich weiß, dass es für meine Gesundheit nicht gut ist. Eben deswegen möchte ich das auch reduzieren.

Doch, ich kann es. Ich weiß, dass es auch ohne geht. Aber ich weiß auch, dass es mit schöner ist.

Ich denke, ich bin eher tot, als dass ich ein "Waterloo"erlebe. Ich war zweimal auf der Intensivstation und irgendwie ist das alles wie vorher? ???

E#h^emaliger6 Nutz3er (T#54F5x421)


Ja dann Cinnia .. mach so weiter wie bisher, rede Dir Deine Sucht schön .. und das hier

Ich denke, ich bin eher tot, als dass ich ein "Waterloo"erlebe.

wird dann möglicherweise eintreten. ICH möchte dabei nicht zusehen und verabschiede mich aus diesem Faden.

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